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Zeit zum Nachdenken

Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.

Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799

Zeitmessung der anderen Art – unser neuer Mondphasenkalender, an dem man nicht nur Voll- und Neumond mit allen Zwischenstufen erkennen kann, sondern auch auf- und absteigenden Mond, alles im Wandel der Tierkreiszeichen.

Dienstag = Krafttag = Hör auf zu jammern!

Der erste Dienstagsimpuls für das Jahr 2022. Dienstage sind Marstage, wir können uns also an diesem Tag Projekte vornehmen, die Kraft kosten oder enorm powervoll sind. Andererseits sind wir eingeladen, an den Dienstagen ein wenig sachter vorzugehen, denn naturgemäß bedeuten Krafttage auch, dass wir dem Kriegsgott gelegentlich die Ehre erweisen und auch mal zu heftig draufhauen, wenn es zu Konflikten kommt. Ein Grund mehr für mich, an solchen Tagen niemals Paare zum gemeinsamen Termin zu bitten.

Die Arbeitswoche ist spannend gestartet. Viele Menschen sind klüger geworden und haben sich dafür entschieden, sich anders in dieses Jahr hineinzubegeben als in das letzte. 2021 hat zu viel Energie gekostet, so dass wir uns für die zwölf Monate, die vor uns liegen, richtig gut aufstellen dürfen.

Deshalb habe ich zur Zeit neben dem normalen therapeutischen Arbeiten zu meiner riesigen Freude viele Coachings von Menschen aller Altersklassen, die sich endlich wieder an Potentiale erinnern wollen anstatt von Angst gebremst zu werden. Menschen suchen neu ihre innere Mitte, anstatt in den Stürmen des Lebens hin- und hergeworfen zu werden. Das macht richtig viel Sinn. Zukunft braucht Mut, Wissen und eine innere Stabilität, wenn wir sie mitgestalten mögen.

Zudem gehört zu einem starken, gut aufgestellten und in sich gründenden Menschen auch der Aspekt der inneren Ruhe – was sind geistig meine Kraftquellen, wie kann ich mich immer wieder selbst auf den Boden bringen, in die Stille, die Ruhe, den Seelenfrieden? Auch das ist Bestandteil der Coachings. Erst aus der Stille kann Kreativität entstehen, die Lösungen für alle Probleme bietet.

In gut vier Wochen starten die Empowerment-Days, das sind Kraft- und Ermutigungstage, an denen ihr teilnehmen könnt. Macht euch Gedanken: Wie wollt ihr durch 2022 gehen? Was habt ihr aus 2021 gelernt, was in diesem Jahr nicht mehr geschehen soll, wo wollt ihr keine Energien mehr hineingeben? Wir haben Neumond, das ist eine perfekte Zeit zum Neubeginn. Was willst du für dich tun, das dich durchs Jahr tragen kann? Oder willst du nach dem Aufgeben deiner Silvestervorsätze in den nächsten Stunden (sie überleben in der Regel die ersten fünf Tage des neuen Jahres nicht) wieder zum alten Trott zurückkehren und dich verwalten lassen, anstatt zum Gestalter deines Lebens zu werden?

https://www.seelengarten-krokauer.de/empowerment-days/

Du triffst zu jeder Sekunde deines Lebens die Wahl, für die du dann auch verantwortlich bist. Du kannst im Außen niemanden für das verantwortlich machen, was schiefgeht im Leben. Klar kommt viel von Außen, das glauben wir jedenfalls gern, um einen Sündenbock aufzustellen. Doch zeigt sich, dass wir stets eine Wahl treffen können. In jeder Situation des Lebens. Dazu braucht es Klarheit, eine innere tiefe Klarheit, was du eigentlich willst im Leben und dann kannst du deine bewusste Wahl treffen.

Wähle weise. Und halte dich an den besten Neujahrsvorsatz: Hör auf zu jammern.

Allen einen kraftvollen Dienst-tag. Wem willst du in deinem Leben dienen? Dem Ego oder der Welt?

 

Steffi zeigt uns mit ihrem Foto, wie ungeheuer kraftvoll derzeit der Himmel ist. Habt ihr das schon bemerkt? Danke für dieses Himmelspowerfeuer, liebe Steffi!

 

 

Wünsche sind wie Wolken

Wünsche wie die Wolken sind,

Schiffen durch die stillen Räume,

Wer erkennt im lauen Wind,

Ob’s Gedanken oder Träume?

Joseph von Eichendorff, 1841

Manuela hat dieses Winterfoto gemacht. Da ist vermutlich kein lauer Wind am Werk gewesen. Danke dir für dein Foto!

Kleiner Vorgeschmack auf Großes

Powerstart ins Jahr. Ich freue mich, es wird sooo spannend. Nachdem ich an Silvester endlich den Fahrplan für unser neues Projekt ans Whiteboard geschrieben hatte, steht damit der Rahmen, die Inhalte sind teilweise auch schon da. Im Herbst wird das Projekt erscheinen und es wird unsere umfangreichste Ausbildung werden, die wir jemals angeboten haben. Alles in einem super Mix aus Liveseminaren, Videos und vielem mehr, seid gespannt!!

Es wird ein Projekt, in dem ein Jahr lang zwei Gruppen miteinander laufen, deren Arbeitsfelder sich überschneiden. Erst im zweiten Jahr erfolgt die Spezialisierung der beiden Gruppen. Es wird ein Projekt, in dem es tief um die eigene Persönlichkeitsentwicklung geht, die danach den Schwerpunkt auf der Arbeit mit Menschen haben wird. Der eine Weg ist der der Cardea-Therapie®, die es ja schon viele Jahre gibt, die aber nun, der Zeit geschuldet, auf sowohl bewährten als auch ergänzten Füßen stehen wird und den neuen Bereich des Cardea-Coachings®.

Alles läuft bei uns unter dem Nautilus-Projekt. Damit ist nicht das Unterseeboot von Jules Verne gemeint, obwohl das auch sehr gut passen würde, sondern die Gattung der Perlboote, ein Tier, das einen unglaublich spannenden Körperbau hat und fast so etwas wie ein lebendes Fossile ist. Das Gehäuse besteht aus Kammern, die wie eine Spirale nach innen zulaufen. Wir hatten den Nautilus als Symbol für einen neuen Bereich in unserer Schule gewählt, weil der Weg nach innen führt, um danach, gestärkt in tiefer Erfahrung des Eigenen und der Integration der Schattenanteile, wieder nach Außen in die Welt zu treten, um dort anderen Menschen helfen zu können.

Ihr kennt unser Logo. Darin sind – neben vielem anderem – zwei sich begegnende Wesen versteckt, das Labyrinth, zudem auch die Wellen des Meeres, denn unser Leben beginnt im Meer. Und so ist auch der Nautilus als Meeresbewohner mit seinem ungewöhnlichen Bau ein perfektes Sinnbild für die Arbeit, die wir 2022 intensiv fortsetzen: Wir gehen in unseren Seminaren, seien sie beruflich orientiert und aus dem Bereich Persönlichkeitsentwicklung, immer zuerst nach innen, schauen, was ist, prüfen, was nicht mehr benötigt wird, setzen uns aus schlichten Bausteinen neu aufeinander, um ein stabiles Fundament zu begründen. Und daraufhin wachsen wir aus einer stabilen inneren Mitte hinaus in die Welt, um unsere individuellen Gaben zu nutzen.

Einen kleinen Vorgeschmack bieten die Empowerment-Days, in denen wir an fünf einzeln buchbaren Tagen (je 110 Euro, das Gesamtpaket 500 Euro) Themen vorstellen, die sich auf die eine oder andere Weise wieder in den Ausbildungen finden werden, weil sie einfach unverzichtbar sind für alle. Wer mit dabei sein mag – bitte bald anmelden. Das ist ein echter Powerkurs, der im Juli endet, entspannt einen Tag im Monat für die eigene Entwicklung investieren ist nicht wirklich zu viel, finden wir. Seid von Herzen eingeladen! Die Welt braucht Menschen, die in sich ruhen und ihren Weg gehen, damit andere mit stabilisieren können und Frieden im Herzen tragen. Hier eure Infos zum Kurs:

https://www.seelengarten-krokauer.de/empowerment-days/

 

Allen einen tollen Start in die erste Arbeitswoche des Jahres. Ihr glaubt gar nicht, mit wie viel Freude ich gerade am Schreibtisch sitze und die einzelnen Kurseinheiten mit Inhalt fülle. DAS ist reine Freude und die kommt dann hoffentlich auch 1:1 bei euch an.

 

Theresa hat einen Nautilus in Hannover im Aquarium fotografiert. Lieben Dank für dein Bild.

Januar oder nicht?

Januar

Wohin man schaut, nur Schnee und Eis,
Der Himmel grau, die Erde weiß;
Hei, wie der Wind so lustig pfeift,
Hei, wie er in die Backen kneift!

Doch meint er`s mit den Leuten gut,
Erfrischt und stärkt, macht frohen Mut.
Ihr Stubenhocker schämet euch,
kommt nur heraus, tut es uns gleich.

Bei Wind und Schnee auf glatter Bahn,
Da hebt erst recht der Jubel an.

Robert Reinick, 1805-1852

Sandras Katze war nicht nach Januar, Schnee und Eis. Sie nutzte den goldenen Ginkgo im Herbst, um dem Winter noch ein bisschen die Zunge herauszustrecken. Danke für das tolle Foto!

Die Antwort auf jede Frage lautet: Liebe

Die Aussichten dieses Vogels sind nicht schlecht: Von einem erhöhten Standpunkt aus sieht er weit ins Land. Diese Metaebene täte uns allen gut, die wir uns in unseren jeweiligen Schützengräben verschanzt haben und sie bis aufs Messer verteidigen.

Es gibt nichts zu verteidigen. Es gibt viele Meinungen, viele Ansichten. Lassen wir sie stehen und staunen. Lernen wir von Menschen, die andere Thesen vertreten. Recht hat jeder nur in seinem ureigenen Kopf, bereits beim Gesprächspartner kann die Welt im Kopf eine ganz andere sein. Im eigenen Kopf ist jeder im Recht, draußen leider nirgends. Da geht es darum, auf ein tragfähiges Miteinander zu kommen.

Begraben wir zum Start ins neue Jahr das Kriegsbeil und erinnern wir uns bitte endlich an die wesentlichen Aufgaben. Die Frage, die sich stellt ist: Wie schließen wir uns in der VIELFALT unserer Meinungen ZUSAMMEN, um den Planeten zu retten? Es geht nicht darum, Recht zu haben. Jeder hat Recht in seiner Birne, aber leider halt nur da. Also lassen wir den sinnlosen 1000. „Überzeugungsversuch“. Jeder darf seine Ansicht haben. Ob sie sich als richtig oder irrig herausstellt, bringt die Zeit. Lassen wir diese Befindlichkeiten endlich los, sonst verpassen wir den Anschluss an die wirklichen Aufgaben.

 

Wenn ihr heute das alte Jahr beendet für euch, in welcher Form und mit welchen Ritualen ihr auch immer das tut – beendet es im Frieden. Beendet es in der Bereitschaft, Befindlichkeiten stehen zu lassen und das Augenmerk  auf die zentralen Herausforderungen der Zeit zu richten. Wandle jeder dreimal durch sein eigenes Haus, wenn er Frieden auf der Welt haben mag. Und dann kommt supergern ins Team Menschheit. Genau. Das sind die paar Leute, die sich entschieden haben, JENSEITS aller Streitpunkte und Konflikte daran zu arbeiten, den Planeten zu retten, zu schützen und die Menschen gut aufzustellen.

Schließe in Frieden ab, was dringend Frieden braucht, damit Ruhe im Herzen einkehren kann.

Öffne den Geist, damit dich Freiheit, Aufrichtigkeit, Authentizität und Zuversicht fluten kann.

Öffne dein Herz, denn Liebe ist die Antwort, egal, wie die Frage lautet.

In diesem Sinne allen das Beste für 2022. Mögen wir lernen, es auszuhalten, wenn andere Menschen anders sind, anders denken und sprechen. Das macht die Welt bunt. Lernen wir lieber voneinander. Und erinnern wir uns daran – Liebe ist es, die heilt, ganz macht und lebendig.

 

Danke an Sandra für das tolle Foto mit Aussicht.

Mit besten Wünschen für 2022

Frohsinn, Gesundheit, Mut, Gelassenheit und Frieden neben tausenderlei anderem wünschen wir euch aus der Praxis SeelenGarten und der Schule LebensRaum. Habt ein wunderschönes neues Jahr. Lasst es uns gemeinsam zu einem Wendepunkt der Weltgeschichte hin zum Guten, Wahren und Schönen machen.

Danke an Theresa für das Foto!

Jahres-Kehraus-Tage

Am Monatsende kommt immer viel zusammen, erst recht am Jahresende. Versuche, den Schreibtisch leer zu bekommen, scheitern wie immer. Ein Team-Coaching gleich zu Jahresanfang will vorbereitet, ein Artikel geschrieben, Texte Korrektur gelesen werden. Die Rechnungen müssen gemacht und verschickt sein. Dazwischen die Infobroschüre vom Friedwald, auch das will alles mal in die Wege geleitet sein, man weiß ja nie und dann – die falsche Musik bei der eigenen Bestattung muss nun wahrhaftig nicht sein. Die Patientenverfügung ist upgedatet, das macht Sinn aus meiner Sicht. Ich mag es, wenn Dinge geklärt sind. Ob man sie dann so braucht oder irgendwann wieder ändert, spielt keine Rolle, Hauptsache, die Grundlagen sind vorhanden, die Richtung ist klar.

Andere malen gerade ihre Vision fürs neue Jahr, das mache ich nicht, das habe ich in diesem Jahr oft genug gemacht, das Ziel ist klar und ob es sich noch ändert und wie der Weg wird – das weiß ich noch nicht, ich muss es auch gar nicht wissen, denn mit jedem Schritt ergeben sich stets neue Optionen und Möglichkeiten. Der Stern, dem ich folge, hängt seit Jahren an der gleichen Stelle am Himmel, da muss ich mich nicht drum sorgen, ihn finde ich blind. Er leuchtet still, leitet und wundert sich auch wenigstens nicht lautstark über meine Irrungen und Wirrungen auf dem Lebensweg. Wobei sie so nach hinten betrachtet durchaus eine gewisse Logik hatten (was manchen Weg NICHT schöner macht, bei aller Liebe – nein).

Heute ist wieder Opatag, sprich Putzen, Aufräumen, alles schön machen, damit das Jahr dort sauber endet. Dazwischen die Fahrt hin und zurück, Zeit zum Nachdenken und Genießen der Landschaft. Das ist ein Vorteil, diese Fahrtzeit hat was, in der kann ich nichts tun außer mich auf den Straßenverkehr zu konzentrieren und den Rest der Zeit die Gedanken kreisen zu lassen.

Wir werden heute vermutlich den letzten Schwesternpodcast des Jahres aufnehmen, denn auch Gabi hat Omatag und wir hoffen, dass wir noch einen gemeinsamen Termin im alten Jahr finden, an dem wir beide Zeit haben.

Was immer du in diesen letzten Tagen des alten Jahres tust – hab Freude. Ob du aufräumst, Visionboards klebst, ausschläfst oder was immer du tust, tu es mit Freude und Begeisterung.

Beenden wir gemütlich mit viel Tee ein anstrengendes Jahr und erwarten gespannt das neue Jahr. Ich vermute, es hat vergleichbare Herausforderungen, wir aber viel mehr Training, oder etwa nicht?

In diesem Sinne einen tollen letzten Tag im alten Jahr.

 

An dem Strand auf Rügen wäre ich jetzt gerade auch gern. Einfach nur auf Wellen gucken hätte was. So schau ich eben auf die Wellen, die meine Schreibtischunterlage unerklärlicherweise seit Wochen entwickelt. Manches im Leben erscheint mir seltsam, daran wird auch 2022 nicht viel ändern, fürchte ich.

Ein Jahr ist nichts

Ein Jahr ist nichts…

Ein Jahr ist nichts, wenn man’s verputzt,

ein Jahr ist viel, wenn man es nutzt.

Ein Jahr ist nichts, wenn man’s verflacht;

ein Jahr war viel, wenn man es ganz durchdacht.

Ein Jahr war viel, wenn man es ganz gelebt;

in eigenem Sinn genossen und gestrebt.

Das Jahr war nichts, bei aller Freude tot,

das uns im Innern nicht ein Neues bot.

Das Jahr war viel, in allem Leide reich,

das uns getroffen mit des Geistes Streich.

Ein leeres Jahr war kurz, ein volles lang:

nur nach dem Vollen misst des Lebens Gang,

ein leeres Jahr ist Wahn, ein volles wahr.

Sei jedem voll dies gute, neue Jahr.

Hanns von Gumppenberg, 1966-1928

So hat sich das vermutlich auch der Mammutbaum im Yosemite-Park gedacht, den Theresa fotografiert hat. Ein Jahr ist nichts, aber es läppert sich zusammen.

Sowas von 2022

Die wilde Jagd am Himmel bläst nach und nach das alte Jahr hinfort. Vermutlich wird es viele erleichtern, dass 2021 sich dem Ende zuneigt, für die meisten Menschen war das ein härteres Jahr als 2020.

Wie wird das neue Jahr?

Auf die Dinge im Außen habe ich nur begrenzten Einfluss. Zwar unterschätzen wir alle massiv unsere Macht in Bezug auf das, was außen geschieht, denn wir entscheiden mit jedem Kauf, was wir unterstützen: ob wir regional, bio, sorgsamer Anbau bevorzugen oder meinen, ein T-Shirt müsse billig sein: all das hat massive Konsequenzen in der Summe der Konsumenten. Insofern könnten wir alle täglich bei sehr vielen Entscheidungen überlegen, was sinn-voll ist und wo wir besser zurücktreten.

Auf die Stimmung im Land habe ich Einfluss. Wenn ich mies gelaunt und ängstlich bin, stecke ich damit andere massiv an. Den Dingen, denen ich meine Aufmerksamkeit schenke, gebe ich Wachstum und Gedeihen – ich habe also eine Menge in der Hand. Füttere ich die Angst, den Hass, den Zwist oder nehme ich die massiven Herausforderungen unserer Zeit sportlich und betrachte sie als krasse Übungsmatte, auf der sich meine Ansichten täglich zu beweisen haben?

Was ich sicher beeinflussen kann, ist meine innere Einstellung, meine Ausrichtung und Fokussierung. Wo ich mich persönlich einnorde, habe ich durchaus in der Hand, denn Gedanken sind frei und ich bestimme ihre Richtung. Widme ich mich dem Potential, der Schönheit der Welt, der Zukunftsgestaltung? Befasse ich mich mit New Work, wo verpflichte ich mich welchen Dingen, welchen Werten folge ich? Welchen Pfad empfinde ich als den zu mir gehörigen und gehe ich ihn oder nutze ich die achtspurige Autobahn, weil es einfacher ist?

In Franken wünscht man sich einen „Guten Beschluss“. Man schließt etwas ab in diesen letzten Tagen des Jahres. Vermutlich wünschen sich einige, dass die Pandemie sich nun abschließt und hoffen auf die Rückkehr zum vorigen Zustand – nein, das wird nichts. Die Welt hat sich verändert und wir sollten begreifen, dass Aufwachen mehr hilft als wegsperren und ignorieren.

Wir sind nicht mehr der Nabel der Welt. Das Land der Dichter und Denker präsentiert sich in der letzten Woche des Jahres als Land der Spaltung, der Unhöflichkeiten, des Beschimpfens, der Lagerbildung und argwöhnischen Betrachtung der Mitmenschen, verbunden mit der Arroganz, die uns seit einigen Jahren zu eigen ist, was uns alles zusteht, worauf wir alle Rechte haben und wie unser Standard zu sein hat. Ist das so?

Wir vergeuden unsere Energie weiterhin auf diesem Level – aus meiner Sicht gehört unsere gesamte Energie anderweitig investiert. Jenseits dieser Befindlichkeiten liegt das Feld, auf dem Zukunft geschrieben wird. Jenseits des Anspruchs, andere von unserer Meinung, unserem Rechthaben überzeugen zu müssen, beginnt die Arbeit, die jetzt zu tun ist. „Beyond fear“ lautete ein tolles Projekt von Tina Turner und Kolleginnen vor Jahren. Jenseits der Angst ist der Garten, an dem wir uns treffen, wie Rumi sinngemäß bereits im 11. Jahrhundert erkannte.

Wo wird 2022 dein Garten sein? Bleibst du im Land der Befindlichkeiten, des Rechthabens, des Zwists oder bist du dabei, wenn Zukunft gestaltet werden will, die Welt Ideen, mutige Menschen und kraftvolle Persönlichkeiten braucht? Tankst du Kraft oder verschleuderst du sie im Kampf gegen Irgendwas? Leg die Waffen nieder. Steh aufrecht und komm ins Team. Die Pandemie ist – und das schreibe ich zum xten Mal – ein Brandbeschleuniger und sie legt den Finger auf ALLES, was nicht rund läuft. Also nutze die Chance und folge dem Finger. Genau an seinem Ende beginnt die Arbeit an der Zukunft. Genau an diesen Stellen.

Wo bist du am besten aufgehoben, wo liegen deine Stärken? Folge genau DEM Finger, an dessen Ende DEINE Power gebraucht wird. DAS ist sowas von 2022. Könnte gut werden.

Allen einen freundlichen Donnerstag, den letzten 2021. Genießen wir das.

 

Amaryllis sind sensationell.

Lied zum neuen Jahr

Neujahrslied

Mit der Freude zieht der Schmerz
traulich durch die Zeiten.
Schwere Stürme, milde Weste,
bange Sorgen, frohe Feste
wandeln sich zu Zeiten.

Und wo eine Träne fällt,
blüht auch eine Rose.
Schon gemischt, noch e wir’s bitten,
ist für Throne und für Hütten
Schmerz und Lust im Lose.

War’s nicht so im alten Jahr?
Wird’s im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken gehn und kommen wieder
und kein Mensch wird’s wenden.

Gebe denn, der über uns
wägt mit rechter Waage,
jedem Sinn für seine Freuden,
jedem Mut für seine Leiden
in die neuen Tage,

jedem auf dem Lebenspfad
einen Freund zur Seite,
ein zufriedenes Gemüte
und zu stiller Herzensgüte
Hoffnung ins Geleite!

Johann Peter Hebel, 1760-1826

Sigrid hat gestern die Sekunde Sonne erwischt zwischen den Wolken! Danke für dein Foto!

Zauber des magischen Kindes

Die Rauhnacht am Tag der Unschuldigen Kinder (28. 12.) gilt als Umkehrmöglichkeit. Umkehren im Sinne von Verändern, was dich nicht mehr trägt, und die Möglichkeit, mit dem inneren Kind Kontakt aufzunehmen. Viele Menschen arbeiten mit ihrem inneren Kind oft in der Form, dass sie sich damit identifizieren, sprich fühlen, was es fühlt und so Duplikate des Leids erschaffen. Das innere Kind möchte gewertschätzt, gesehen werden und gefragt, ob das Erwachsenen-Ich an die Seite treten und es schützen darf. Dann wird es frei und kann wachsen. Dann endet Leid.

Zu den Rauhnächten passt für mich der Gedanke, das magische innere Kind wieder zu entdecken. Jenes Kind, das die Kraft der Phantasie benutzt, um damit zu fliegen, in fremde Länder zu reisen, darauf zu vertrauen, dass Wünsche Wirklichkeit werden. Jenes Kind, das keine Grenzen kennt, weil sein Geist weit und frei ist. Vielleicht mag der Eine oder Andere dieses magische Kind wieder in sein Leben einladen, das lautmalend in der Welt der Vorstellungskraft unterwegs ist, weil es den Eichendorff-Satz „Und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort“ kennt und um die Kraft der Sprache weiß.

So singt und spricht das Kind seine magischen Formeln, erschafft die Welt neu, großartig, frei, liebevoll, lebendig, ohne Grenzen, in bestem Kontakt mit allem was lebt, mit einem unglaublich riesigen liebenden Herzen, mit der Neugier des noch nie Gesehenen und der Unvoreingenommenheit des Lichtwesens, das noch kein Arg kennt und sich behütet fühlt. Wenn wir heute Nacht zu diesem Kind Kontakt aufnehmen, wird es sein, als kämen wir nach einer sehr, sehr langen Reise wieder in unser wahres Zuhause. Das, in dem Magie real ist. Das Land, in dem Wunder wahr werden, weil wir die Möglichkeiten nicht begrenzen. In dem die Zukunft bereits greifbar existiert und wir uns von unserem künftigen Ich beraten lassen können, weil es nicht irgendwann so sein könnte, sondern bereits greifbar IST.

Hast du dein magisches Kind schon aus dem Exil nach Hause zurückgeholt?

Hast du es eingeladen, mit dir am Kamin zu sitzen und die Geschichten seiner Reisen zu erzählen?

Hast du gesehen, wie der Sternenstaub auf diesem Kind glitzert? Erinnert dich das an etwas?

Siehst du in seinen Augen endlose Liebe, die nicht eingrenzt, nicht fordert, sondern fließt? Zu dir?

Siehst du die Schönheit dieses Kindes, seiner Bewegungen und seiner Sicht auf das, was dir einengend, begrenzt, in the box, einsam und verlassen erscheint?

Heute Nacht kannst du es wieder in dein Leben einladen. Es wird kommen. Es wird mit dir die Welt neu erschaffen. Es wird dein Herz mit Löwenmut füllen und deine Augen leuchten lassen, denn dann bist du vollständig. Das magische Kind ist die Lücke, die dein schmerzhaft in Stücke geteiltes Leben heilt. Es macht den Unterschied zwischen „das geht doch nicht!“ zu „ich halte es für möglich“ und endet mit „woooow.“

Ich wünsche dir einen Wow-Tag. Die Rückkehr des magischen Kindes in deinem Leben. Und jede Menge Sternenstaub, damit du nicht vergisst, dass auch du Sternenstaub in dir hast. Das Universum braucht dich. Bist du da? Bist du wach für die richtigen Fragen? Bist du bereit? Nimmst du den Umkehrtag als Geschenk, aus negativen Energien positive werden zu lassen? It’s magic. Schau, was geschieht.

 

Gabis Baumfoto ist wunderbar. In wenigen Monaten schauen wir wieder staunend in die Wipfel hoch, durch das gefilterte Sonnenlicht und wissen – Wunder sind total real. Danke für dein Bild!

Zwischen den Jahren zu singen

Ich fühle wie entzaubert

Das Geisteskind im Seelenschoß

Es hat in Herzenshelligkeit

Gezeugt das heil’ge Weltenwort

Der Hoffnung Himmelsfrucht

Die jubelnd wächst in Weltenfernen

Aus meines Wesens Gottesgrund.

Aus dem Anthroposophischen Seelenkalender, Weihe-Nacht-Stimmung, Rudolf Steiner

Maikes Bergsee! Von Herzen Danke für dieses wunderschöne Foto!

Wege und Brücken

Welche Wege möchtest du 2022 neu gehen?

Welche Straße soll dein Leben nehmen? Ist es ein Kreisverkehr, bei dem du immer wieder an den gleichen Stationen herauskommst? Ist es eine Sackgasse? Eine vielbefahrene Autobahn oder dein individueller Trampelpfad durch den Dschungel des Lebens? Wo fühlst du dich wohl und wie ist es?

Wo baust du Brücken – zwischen Menschen, Meinungen, Ansichten, Getrenntem? Und wo reißt du sie ein?

Danke an Steffi für das Foto! Vergleicht mal die Perspektive beider Bilder von heute.

Erfolg oder Wert oder beides?

Versuchen Sie nicht, eine Person des Erfolgs zu werden, sondern versuchen Sie vielmehr, eine Person des Wertes zu werden.

Albert Einstein

Die ruhige Kraft eines Bergsees – so darf es in uns auch aussehen, wenn wir reflektieren. Das geschieht in der Stille, die erst Klarheit möglich macht. Danke an Katja für das Foto!