Monthly Archives: März 2022

Gedankensplitter

Es gibt so Momente, da staune ich nur. So ging es mir gestern, als ich endlich entdeckte, WER die krasse Stimme zur Filmmusik von The Last Kingdom ist – Eivor Palsdottir. Ich kannte sie vorher nicht, bin kein Fernsehzuschauer, wir haben gar kein Gerät. Aber die Filmmusik zur Serie kannte ich und war vom ersten Ton an begeistert. Was ich bis gestern nicht wusste, ist, dass es Vocalcoaches gibt, die sich unter anderem solche Stücke anhören und erklären, wie die Künstler das gemacht haben. Für Nichtsänger wie mich überraschend, aber einig war ich mir mit dem Vocalcoach, dass Eivors Stimme viel auslösen kann. Ein beeindruckendes Stück von ihr findet ihr hier:

https://www.youtube.com/watch?v=wsl-KHGe4Kk

Ansonsten staunte gestern Heidi Hanselmann darüber, wie krass meine Haare immer wachsen. Alle sechs Wochen kommt ein ganzer Berg an Haaren zusammen, natürlich dann nicht, wenn sie mal wachsen sollen (was nur zweimal bisher der Fall war). Sie ist eine tolle Naturhaarfriseurin mit Bürstenmassage und ätherischem Öl, speziell ausgesucht, im Shampoo. Das sind meine Miniferien alle sechs Wochen, dafür mache ich mich gern auf den Weg nach Veitshöchheim (http://www.ganzheitliche-naturfriseure.de/index.html). Sie meinte, ich kann nächste Woche in Kitzingen keinen Vortrag über Ordnung halten und dabei wie ein Yeti aussehen. Wo sie Recht hat, hat sie Recht.

Das neue VHS-Programm fürs Wintersemester bis März 2023 ist fertig – es ist stets abenteuerlich, fast ein Jahr im Voraus zu überlegen, was die Themen sein könnten. Manchmal passt es wunderbar und manchmal frage ich mich: Was habe ich mir dabei denn gedacht? Ich bin sehr gern in der Alten Synagoge in Kitzingen, ein wunderbarer Kraftort und eine Stätte liebevoller Begegnungen jedes Mal. Der Vortrag ist am Mittwoch, 6. 4., um 19.30 Uhr. Einfach kommen! Herzliche Einladung!

Zwischen den Terminen mache ich mir Gedanken zum Newsletter. Wobei mein Augenmerk auf den Newsletter groß ist, denn ich möchte Gedanken zu den Lesern senden, die stärken und ermutigen können.

Auf jeden Fall stärkt und ermutigt Sandras heutiges Foto – sind diese beiden nicht zauberhaft? Sie haben Sandra in ihrem Garten besucht. Danke für dieses wunderschöne Bild!

Aufbruch

In einem großen Geiste bricht jahrhundertelanges, im Verborgenen schaffendes Keimen der Naturkräfte zur strahlenden Blüte auf.

Christian Morgenstern, 1871-1914

Sina hat diesen Blütentraum im Bild festgehalten. Von Herzen Danke!

Staunen und Wunder

Kinder staunen den ganzen Tag. Alles ist neu. Noch nie haben sie gesehen, wie die Schnecke über die Straße kriecht. Wie ein Vogelpaar ein Nest baut. Wie Wellen die Sandburg mitnehmen. Dass Wolken manchmal fliegen und manchmal wie festgepinnt am Firmament kleben. Dass der Mond mal rund und voll und mal ganz sicheldünn sein kann.

Wer nicht staunt, ist nicht lebendig. Denn wer nicht staunt, ist nicht mehr ehrfürchtig vor dem Wunder vor Augen und wem die Ehrfurcht fehlt, dem mangelt es an Respekt und Liebe. Alles beginnt also mit dem Staunen und beWUNDERn.

Wir wünschen uns so oft im Alltag mehr Wertschätzung, Beachtung, Aufmerksamkeit. Und wie gehen wir selbst durch den Tag? Eilen von A nach B mit dem Taschenkobold vor Augen. Rechts und links geben sich Traubenhyazinthen, Tulpen, Narzissen und die ersten kleinen Blattspitzen neben Schlehenblüten die Ehre. Wie du mir, so ich dir – wenn ich also Wertschätzung wünsche, bin ich herzlich eingeladen, erst einmal Wertschätzung in mir selbst aufzubauen für die Wunder um mich herum. Manchmal sind es die großen und kleinen Wunder der Natur. Der schön geschmückte Hauseingang des Nachbarn, eine gut gelungene Arbeit, strahlende Augen, ein höflicher, ernstgemeinter Gruß, der das Göttliche in mir erreicht (haben wir mit „Grüß Gott“ nicht Glück, oft am Tag an unser Goldkörnchen erinnert zu werden im Herzen?).

Ich wünsche dir heute viele Staunmomente im Positiven. Viele Augen-Blicke, in denen du bemerkst, was in der Natur gerade alles geschieht und wie viel Vertrauen und Hoffnung in das Leben dir das schenken kann.

Hab einen wunderschönen Wochenteilungstag. Schön, dass du da bist.

Erstaunlich

Das Höchste, wozu der Mensch gelangen kann, ist das Erstaunen.

Johann Wolfgang von Goethe

Blüten im Frühjahr – ist das nicht das Erstaunlichste, was der Frühling an Wundern bietet? Danke an Manuela für das Foto!

Bist du eine Inspirationsquelle?

Lächelnde Morgen sind vermutlich nicht jedermanns Sache. Ich bin Frühaufsteher und kein Morgenmuffel, das trifft nicht für alle zu, hier gibt es auch Menschen mit längerer Anlaufzeit :-). Da ich zur Zeit viele Skripten schreibe, Coachings und Vorträge vorbereite, erhöht sich auch das Lesevolumen. Die letzten Nächte habe ich mir mit Ashlee Vances Buch über Elon Musk um die Ohren geschlagen und Bodo Janssens „Eine Frage der Haltung“. Von klein auf habe ich Biografien spannend gefunden. Mein erstes Werk in dieser Richtung war Ferdinand Sauerbruch „Das war mein Leben“, zu der Zeit des Lesens verpflanzte Christiaan Barnard gerade erstmals ein menschliches Herz und Menschen landeten kurz darauf auf dem Mond. Als Kind dachte ich, dass ich in den spannendsten Zeiten leben darf (das denke ich noch immer!).

Mich hat so lange ich denken kann interessiert, was Menschen antreibt, zu tun, was sie tun. Ob das Edison war, Albert Schweitzer, der Dalai Lama oder Steve Jobs, Musk, Pfarrer Kneipp – es ist eine sehr gemischte Truppe, die meinen Biografielesehimmel bevölkern. Manchen lebenden Menschen folge ich viele Bücher lang, dazu gehören auch Peter Förster und Anja Kreuz mit ihren Inspirationen und viele andere. Sie alle prägen meine Sicht auf die Welt, die Fragen, die ich mir stelle und die Gedanken, die sie und damit ich sich zur Zukunft der Menschheit machen.

All diese Menschen stehen morgens auf und folgen ihrem Weg, zielstrebig, wie es scheint, von Zweifeln geplagt wie alle anderen, die nehmen sie jedoch eher als Antrieb denn als Bremse. Fragen treiben Menschen voran, Antworten, Lösungen und Wege zu finden. Kreatives, vernetztes Denken, um die Ecke und out of the box. Diese Menschen haben Meinungen, sie stehen für Werte, für Lösungen, anstatt die immer gleichen Probleme täglich in einer Neuaufgabe herauszubringen.

Was sind deine Fragen ans Leben? Wofür stehst du morgens auf, was ist dein persönliches Ikigai, dein Grund, morgens aufzustehen? Wie gehst du selbst mit Krisen um und was sind deine persönlichen Tipps, aus Krisen gestärkt hervorzugehen? Womit inspirierst du andere Menschen?

Einen inspirierten Tag für dich heute mit der Kraft des Mars, der den Dienstag stärkt.

 

Danke an Steffi für solche Fotos, die nur jetzt in diesen Farben und mit diesem Licht möglich sind.

(Noch) Zitternder Frühling

In jedem Winter steckt ein zitternder Frühling, und hinter dem Schleier jeder Nacht verbirgt sich ein lächelnder Morgen.

Khalil Gibran, 1883 – 1931

Ein wunderbarer Frühjahrsbote ist die Magnolienblüte, die Jennifer dankenswerterweise für uns fotografiert hat.

Spannende Zeiten

Was für ein Wochenende. Am Samstag konnten wir fürs Nautilusprojekt die nächsten Kurseinheiten einfilmen und das haben wir ausgenutzt. Am Sonntag Tag 2 der Empowermentdays mit einem Riesenthema: Glaubenssätze. Was sind Glaubenssätze, wieso sind sie so mächtig, wie kann man sie schwächen und neue stattdessen installieren? Ein spannender Tag mit theoretischem Input und jeder Menge Übung in der kleinen Gruppe. Selten gab es so eine intensive und bewegende Arbeit. Glaubenssätze haben die Macht, unser Schicksal massiv zu beeinflussen. Gestern haben sich die Kursteilnehmer mitnehmen lassen in ihre Tiefen getreu dem Motto „Im Schatten liegt der Schatz“.

Das nächste Wochenende steht im Zeichen der systemischen Arbeit. Wir haben noch zwei freie Aufstellungsplätze am Sonntag um 11 und um 14 Uhr, gern schnell melden, wer mit dabei sein mag unter mailto:christine@seelengarten-krokauer.de

Am Abend der Versuch, ein Stück weiter den Garten zu roden. Im Herbst kam ich nicht mehr zum Runterschneiden, was für die Tiere im Winter gut war. Jetzt ist es zu trocken, es geht nur Abschneiden, aber hacken macht gerade wenig Sinn. Wenigstens liegt im Vorgarten frische Erde, das Hochbeet ist aufgefüllt und ringsum stecken die Zwiebeln. Der Rest muss warten, noch traue ich dem Wetter nicht.

Die ersten Terminverschiebungen der Woche wegen Erkrankungen sind da, im Moment sind wohl viele Menschen krank. Grippe, Magen-Darm, Corona. Gute Besserung allen Patienten! Wer noch körperlich fit ist, hängt vielleicht seelisch durch, das trifft im Frühling viele Menschen, die feststellen, dass die Sonne ihre Laune nicht so hebt, wie sie sich das vorgestellt haben – oft tragen wir depressive Verstimmungen mit uns herum und bemerken das erst an solchen Anzeichen. Momentan ist Burnout ein wichtiges Thema, auch das Begleiten von Menschen in Umbruchsituationen. Übertritt in den Ruhestand, Wiedereinstieg nach langer Krankheit, Wechsel von Schule auf Uni, Eltern werden: Das sind tiefgreifende Veränderungen im Leben, die nicht immer glatt laufen. Angst ist nach wie vor eines der Hauptthemen der Arbeit, was in Anbetracht der Lage im Außen wenig verwundert. Schauen wir hin, nicht weg. Was auch geschieht: Es gibt immer Wege, mit allem umzugehen, auch wenn wir sie erst nur mit Schwierigkeiten finden.

Allen einen freundlichen Wochenstart mit besten stärkenden Glaubenssätzen!

 

Ermutigungsgruß aus dem Garten.

Carpe diem

Gewöhnliche Menschen überlegen nur, wie sie ihre Zeit verbringen. Ein intelligenter Mensch versucht, sie auszunutzen.

 

Arthur Schopenhauer, 1788-1860

Stephanie nutzt auch ihre Zeit, um wunderbare Fotos zu machen. Danke dafür!

Ordnung reinbringen

Samstag ist mal wieder Filmtag. Wir filmen weitere Teile des Nautilusprojekts ein, drei Einheiten und zwei Kurstage. Am Sonntag freue ich mich auf unseren zweiten Kurstag bei den Empowermentdays zum Thema Glaubenssätze. Glaubst du, was dir dein Kopf sagt? Wer sagt da eigentlich was genau? Woher stammen die vielen kleinen Kritikerstimmen und wie gehen wir damit um? Es wird ein schöner, erkenntnisreicher Kurstag werden, hoffe ich. Eine feine Gruppe hat sich zusammengefunden, um an fünf Tagen ganz intensiv in die Tiefen der eigenen Persönlichkeit einzusteigen und sich mit Themen zu befassen, die uns helfen, im Alltag deutlich besser klar zu kommen mit den Herausforderungen, denen wir alle ausgesetzt sind.

Nächste Woche enden die Prüfungscoachings, dann wird sich entscheiden, welches zur Prüfung verwendet werden wird und ich darf die Essays dazu schreiben. Das und die letzte Klausur, dann ich die Ausbildung vorerst beendet. Vor Wochen schon habe ich wieder bei 1 angefangen mit den Wiederholungen, denn Dinge festigen sich nur durch Üben.

Wer am Sonntag, 4. 4., eine Aufstellung machen möchte – Aufstellungen dienen dazu, Bezüge in Systemen gut zu erkennen und auch die Position der anderen wahrzunehmen. Wir verstehen so Verhaltensweisen besser, können nachvollziehen, warum sich Menschen auf bestimmte Art und Weise verhalten und unser Verständnis dafür öffnet Türen, um die Beziehungen zu verändern, zu verbessern oder klarer zu erkennen. Viele Menschen tragen Lasten, ausgelöst durch Schweigen, Not, den Versuch, andere zu schützen und betrachten das Schweigen aber als negativ, gegen sie selbst gewendet. Viel Leid entsteht dadurch, dass wir missverstehen. Da sind Aufstellungen hilfreich und letztlich dienen sie der Selbsterkenntnis. Was ist mein Anteil am Gelingen von Kommunikation und wie kann ich ihn verbessern? Wir stellen in einer geschlossenen festen Gruppe auf, ein Vor- und Nachgespräch sind verbindlich. Möglichkeiten: 4. 4. 11 und 14 Uhr. Wer mit dabei sein mag – gern schnell melden, damit Zeit fürs Vorgespräch nächste Woche bleibt. Mail an christine@seelengarten-krokauer.de

Ein gutes Wochenende allen.

 

Christoph hat alle Bildschirme im Griff.

Grün für die Seele

Am liebsten aber sah er die Schöne in einem grünen Gewand, Denn Grün tragen die Paradiesesmädchen und die Engel im Himmel. Grün ist die Farbe des Zypressenbaums und die der Saat auf den Feldern, und von allen Dingen verlangt die Seele am meisten nach Grün, welches das Auge aufleuchten lässt und die Melodie jeden Wachstums und das Zeichen jeden Gedeihens ist.

Nezāmī, 1141 – 1209

Die Seele verlangt nach grüner Farbe. Da habe ich im Filmstudio Seelennahrung pur am Samstag.

Dein Beitrag für eine bessere Welt

Schillers Zitat, die Natur sei ein unendlich geteilter Gott, spricht von seiner Wertschätzung. Wir müssen nicht darüber sprechen, wie wir als Menschheit insgesamt mit diesem Gottesbild (und vielen anderen Varianten Gottes) umgehen. Die Frage heute ist: Was kann ich tun?

Ich höre in der Praxis oft „ich kann doch gar nichts machen“ und damit ist entschuldigt, dass wir dann auch gar nichts tun, egal, um was es sich handelt. Wenn acht Milliarden Menschen in so eine Gleichgültigkeit gehen, wird es schlimm. Wir unterschätzen unsere Macht. Es brauchte im negativen wie im positiven Sinne oft nur einen Menschen, um die Welt massiv zu verändern, das vergessen wir gern. Derzeit erleben wir es vielleicht vielfach, was ein einzelner Mensch auslösen kann, umso wichtiger, dass wir erkennen, dass auch wir als einzelne Menschen vieles ebenfalls verändern können.

Jeder Einkauf ist eine Entscheidung für eine bestimmte Form der Wirtschaft, des Anbaus, des Raubbaus, der schlechten Bezahlung, Kinderarbeit und vielem mehr.

Jede Entscheidung, sich zu entwickeln, ist eine gegen Verdummung, gegen das Angewiesensein auf den vielleicht nicht selbstlosen Rat anderer.

Jeder Baum, den du pflanzt, ist eine Aussage für die Natur, vor allem, wenn es um Bäume geht, die vielleicht erst in Jahrzehnten Früchte bringen.

Jede Blume, die du säst oder steckst, ist ein Ja zum Leben.

Jedes Lachen, das du aussendest, jedes Lächeln, verändert die Welt.

Jedes gute Wort, jede liebevolle Geste macht die Welt zu einem besseren Planeten.

Jedes Ja zum Leben, zu dir, zu Liebe, Verantwortung, Verbindlichkeit, Freundlichkeit ist ein Nein zu Aggression und Gewalt.

Jeder Müll, den du vermeidest oder trennst, ist ein Ja zur Achtsamkeit.

Jede Ressource, die du schonst, gibt Hoffnung.

Jedes Herz, das sich mitfühlend öffnet, bringt ein Stück Himmel auf die Erde.

Jedes Stück Brot, das du teilst, macht zwei satt.

Vergiss nie, dass du zu jeder Sekunde einen Beitrag dazu leisten kannst, diese Welt zu einer besseren zu machen.

Viele Schritte, die viele Einzelne tun, egal wie klein oder groß, dienen dazu, einander zu begegnen. In Freundschaft, in Liebe, im Frieden.

Vielen Dank für DEINEN Beitrag für eine bessere Welt. Wie schön, dass es dich gibt.

Natur-Götter

Die Natur ist ein unendlich geteilter Gott.

Friedrich Schiller, 1759-1805

Theresa hat diesen Giganten in Argentinien fotografiert. Danke für das Bild, das vielleicht heute gar nicht mehr so gemacht werden könnte.

Vielfalt des Lebens

Vielfalt des Lebens!

Erstaunlich, was alles an Themen an einem Tag auf den Tisch kommt. Es beginnt mit einem neuen Antibiotikum für den Bruder, das organisiert werden muss wegen Harnwegsinfekt. Der Vater sitzt im Dunkeln, der Rolladengurt ist abgerissen und er weiß nicht so genau, was er jetzt machen soll. Zwei Tage im Dunkeln, bis wir am Freitag vor Ort sind mag er nicht. Nun, mal sehen, was er für eine Lösung findet.

Unterschiedliche Lebensthemen in der Praxis – Familienkrisen allenthalben. Ein junger Mensch, der gerade erlebt, wie die Eltern sich trennen und erkennt, dass er bisher nicht so viel wusste über sie als Menschen und er gerade selbst auf der Suche nach Antworten für sein Leben ist. Was soll er nach der Schule tun? Welche Zukunft wird er zunächst wählen? Ein Coaching steht an zum Thema Lebensbalance und innere Ruhe. Dazwischen gibt es Mails zu beantworten, fürs Coaching Unterlagen zum Mitgeben vorzubereiten, Texte zu schreiben, Telefon.

Das normale Leben wartet mit Bügelwäsche, Gemüse zum Schnippeln, Salat zum Putzen und Waschbecken, die auch gern sauber sind. Der Saharastaub hat mit dem Regen eine feine Verbindung auf den vorab frisch geputzten Fenstern hinterlassen. Leider sind nicht alle Klienten Künstler, die das für ein sehr gelungenes zartfarbenes Aquarell halten. Ein Loch in Socken will gestopft sein. Das ganz normale Leben eben. Die Herzwegweiser sind aus der Druckerei gekommen und werden in den Versand gebracht, damit liebevolle Menschen sie auslegen – DANKE von Herzen für eure Unterstützung.

Wir hoffen sehr, dass unseren Kursteilnehmern die Kurse gefallen, die wir auf die Beine gestellt haben – sie sind teilweise beruflicher Qualifikation gewidmet, teilweise gehören sie in den Bereich Persönlichkeitsentfaltung. Wir stecken unser Herzblut in diese Projekte, damit die Teilnehmenden bestmöglich durch die Inhalte begleitet werden. Auch unsere Schule hat nur dann eine Überlebenschance, wenn sie Schüler:innen hat – deshalb sehr herzliche Einladung. Nutzt sehr gern unsere Angebote. Wir haben sehr, sehr viel Erfahrung vor allem im Bereich Ausbildung Heilpraktiker für Psychotherapie und Therapiemethoden. Auch für Menschen, die als Coaches arbeiten oder im Bereich Personal in Firmen – wir brauchen ein profundes Fachwissen, um zu erkennen, ob jemand im Burnout ist, an einer Depression leidet oder „nur“ ein Coaching braucht. Wir haben Verantwortung den Menschen gegenüber, die wir begleiten und dürfen ihre Psyche nicht fehleinschätzen. Eine Depression kann man nicht wegcoachen. Da braucht es entsprechende therapeutische Begleitung und profundes Fachwissen.

Wenn wir mit unserer Arbeit jeden Tag dazu beitragen können, an der Schnittstelle zwischen „gesund“ und „krank“ gute Arbeit zu leisten und aufzuzeigen, dass Hilfe immer möglich ist, ist sehr viel gewonnen. Wir alle können in die Situation kommen, dass uns etwas über den Kopf wächst. Sich da Hilfe zu holen ist die einzig vernünftige Vorgehensweise. Holen wir diese Thematik aus dem dunklen Eck, über das „man nicht spricht“ – Käse! So wie man sich ein Bein brechen kann, kann man auch an einer Depression erkranken, in eine Sucht rutschen oder sonstige Probleme haben. Die Kunst besteht nur darin, sich das einzugestehen und  sich auf den Weg zur eigenen Gesundheit zu machen.

Allen, die sich nicht gut fühlen – fühlt euch ermutigt, euch Hilfe zu holen. Das ist wichtig! Allen, die sich gut fühlen: feiert das. Es ist ein Geschenk, am Morgen aufzuwachen und gut aufgestellt in den Tag zu gehen – trotz und mit allem, was gerade in der Welt, um uns herum und in unseren Herzen los ist.

Allen einen freundlichen Donnerstag!

 

Dieses alte Medizinersymbol steht in Dornach am Goetheanum.

Herziges Veilchen

Das Veilchen

Ein Veilchen auf der Wiese stand,

Gebückt in sich und unbekannt;

Es war ein herzigs Veilchen.

Da kam ein’ junge Schäferin

Mit leichtem Schritt und muntrem Sinn

Daher, daher,

Die Wiese her, und sang.

Ach! denkt das Veilchen, wär ich nur

Die schönste Blume der Natur,

Ach, nur ein kleines Weilchen,

Bis mich das Liebchen abgepflückt

Und an dem Busen matt gedrückt!

Ach nur, ach nur

Ein Viertelstündchen lang!

Ach! aber ach! das Mädchen kam

Und nicht in Acht das Veilchen nahm,

Ertrat das arme Veilchen.

Es sank und starb und freut’ sich noch:

Und sterb’ ich denn, so sterb’ ich doch

Durch sie, durch sie,

Zu ihren Füßen doch.

Das arme Veilchen

Es war ein herzigs Veilchen!

Johann Wolfgang von Goethe

Silke hat dieses zarte Nicht-Veilchen entdeckt. Lieben Dank für dein Foto!

Danke für einen tollen Abend!

Herzlichen Dank allen, die gestern Abend in der Alten Synagoge in Kitzingen beim Vortrag „Liebevolle Kommunikation“ mit am Start waren – wir hatten so einen wunderbaren, frohen Abend miteinander und gespürt, dass auch zwei Jahre oft räumlicher Trennung kein Grund sind, sich nicht im Herzen berühren und sich gegenseitig Lachen, Lächeln, Wärme und Nähe schenken zu können. You made my day! Wir sehen uns am 6. April, 19.30 Uhr wieder in der Alten Synagoge zum Thema „“Ordnung in die Seele bringen“, ich freue mich auf euch!

Es ist ein Privileg, das ich genieße – viele Menschen schenken mir ihr Vertrauen. Sie geben mir tiefe Einblicke in ihr Leben, ihren Alltag, ihre Hoffnungen, Träume, ihre Momente des Scheiterns, ihre Ängste, Sorgen und Nöte. Vieles vom Gehörten weiß außer der betreffenden Person und mir kaum jemand. Bei mir gibt es einen geschützten Raum, in dem der Mensch sein darf.

Es ist nicht meine Aufgabe, zu bewerten, zu beurteilen, jemanden mit einem Rat zu schlagen oder zu erklären, wie man erfolgreich lebt. Es ist meine Aufgabe, den Menschen so anzunehmen, wie er ist, damit er in diesem geschützten Raum genau hinschauen kann. Wer bin ich? Was steckt hinter meinem Schatten? In welches Licht möchte ich gehen? Ich bin, wenn man so will, ein Reisebegleiter. Ich gehe an der Seite des Menschen und kann halten, wenn er stolpert, warnen, bevor er stürzt und mich mit ihm freuen, wenn er ein Gipfelkreuz erreicht hat. Nicht mehr, nicht weniger.

Jeder Mensch besitzt eine tiefe innere Weisheit, die oft tief verschüttet ist. Es ist unsere gemeinsame Arbeit, sie aufzufinden und einzuladen. Jeder Mensch hat seinen Auftrag, folgt unbemerkt oft seinem Lebenssinn, tut und lässt Dinge wider besseren Wissens, löst Katastrophen und Wunder aus. Unser Leben ist keine Schnellstraße zum Glück, da werfen wir uns eher wahre Gebirge in den Weg, als dass wir uns erlauben, unser Glück zu finden. Wir orientieren uns gern im Außen in der Hoffnung, da erscheine ein Messias und weise uns den Weg der Erlösung, dabei ist er wohl in uns, verborgen, versteckt und bereit, uns nach Hause zu begleiten in unser Herz.

Es ist viel los in diesen Tagen. So viele Unsicherheiten, Schmerz, Trauer, Angst, Trennungen, Fragezeichen, die keine Antworten finden. Entscheidende Schritte sollen gegangen werden und die Menschen wissen nicht – ist das auch der richtige Schritt, den ich da gehe? Zwischen tiefer Verzweiflung und „gut, wenn es zu Ende ist“ ist alles drin im Minutenrhythmus. Das ist zutiefst menschlich. Nur weil wir wissen, dass etwas der richtige Schritt ist, muss er nicht leicht sein. Eine Beziehung zu verlassen, einen Arbeitsplatz zu verändern, ein Haus loszulassen – wie sollte das einfach sein? Es braucht eine Zeit der Trauer, eine Zeit der Unsicherheit und anderer negativer Gefühle, dann wieder Zeiten der Freude, der Hoffnung, der Zuversicht und eines Tages eine Erkenntnis: Eine Wunde hat sich geschlossen. Die Narbe erinnert an das, was geschehen ist. Aber die Wunde eitert nicht mehr, der Schmerz ist verschwunden und wir stehen plötzlich in einem anderen Leben, nehmen die Schätze der Vergangenheit mit und wagen unsere Zukunft.

Das ist das Leben. Natürlich ist es stets beeinflusst von dem, was im Außen ist. Nachdem wir so viele Jahrzehnte von elementaren Ereignissen wie einer Pandemie und Krieg vor der Haustür verschont geblieben waren, in einer Blase gelebt und ignoriert haben, was überall in der Welt los ist, bemerken wir das erstmalig, wie krass alles sein kann. Ein Grund mehr, tief dankbar für das zu sein, was wir hatten und zu bemerken, dass wir trotz allem enorm gut aufgestellt sind. Wir können und dürfen an eine gelingende Zukunft glauben, für unsere Gesundheit sorgen, Freude empfinden und uns daran erinnern, dass wir mit allem verbunden sind – wer in sich ruht, kann anderen helfen, sich aufzustellen. Wer gerade gut steht, kann jemandem die Hand reichen, der stolpert. Wer blind ist, darf sich vertrauensvoll führen lassen und wer müde ist, soll schlafen dürfen. Das ist unsere Aufgabe. Nicht Gier, nicht Ausnutzung, nicht Egozentrik.

Wenn ich etwas habe, dann ist das Zuversicht – ich sehe wunderbare tapfere tüchtige Menschen, die schwerste Schicksale bewältigen. Ich sehe Menschen, die lieben, sich einsetzen für andere Menschen, Tiere, die Natur. Ich sehe kreative Köpfe, die an gewaltigen Lösungen der Zeitprobleme arbeiten. Es ist sowas von zu spät, um Pessimist zu sein! Ich bin dankbar für all diese wunderbaren Menschen, die ihren Beitrag leisten, dass diese Welt ein lebenswerter Ort ist.

Hab einen freundlichen Wochenteilungstag heute.

 

Sina schenkt uns Aussichten. Unsere Welt ist wunderschön. Wir dürfen sie für eine kleine Weile hüten.

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