Monthly Archives: Januar 2021

Jetzt ist der richtige Moment für … ZAUBER

Ist das nicht toll? Der kürzeste Monat des Jahres startet mit einem Montag. Also alles neu. Woche. Monat. Und du? Gehst du mit dem alten Ich in den Februar? Warum? Lichtmess morgen ist der perfekte Tag, um Neues zu starten, also bleibt dir noch der heutige Tag, um ein großes Projekt in Angriff zu nehmen.

Unterschreibe den Vertrag mit dir, in dem du dir zusagst, „dich zu lieben und zu ehren“, weil du 24 Stunden am Tag mit dir selbst zusammen bist und dir entweder den Himmel oder die Hölle auf Erden selbst bereitest.

Unterschreibe den Vertrag für eine tolle neue Ausbildung, die dich fördert durch Überforderung und deinen Geist dehnt, deine Freude nährt und dich noch besser ins Leben stellt!

Mach einen Termin aus, um dein inneres Chaos zu entrümpeln! Befreie dich von Altlasten, die nur Kraft und Energie kosten, von Menschen, die dich lähmen und bremsen, von Angewohnheiten, die dir nur schaden.

Am Montag, dem Mondentag, hast du nochmal Gelegenheit, zu prüfen, was du wo wie tun willst, und mit der Anfangskraft, die der Mars, der Dienstag, mitbringt (wie perfekt, dass dieses Jahr Lichtmess an einem Marstag ist!), der in der Schweiz übrigens Zischdig heißt, weils da echt zischt und abgeht wie sonstwas (nomen est omen) startest du neu durch!

„Und allem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben“, heißt es bei Hermann Hesse im Gedicht „Stufen“. Wo wirst du dir in diesen Tagen den Zauberschleier des Anfangs umlegen und dich aufmachen, Neuland zu erobern? Wer steht für dich ein? Du! Wer entscheidet, wer du bist? Du! Komm, lass uns aufbrechen. Zukunft will gestaltet werden. Dazu braucht es Mut, Herz, Grips, Kommunikationsfähigkeit, Liebe, Freude und Begeisterungsfähigkeit, Gelassenheit und Offenheit. All das kann man sehr gut trainieren in der Lebensschule.

Allen einen freundlichen Wochenstart!

 

Danke an Theresa für das Foto aus der Eilenriede in Hannover. Seit vielen Jahren schaue ich just auf dieses Bild, denn es ist mein Bildschirmschonerbild. Jeden Tag die Kraft des Frühlings. Ich kann aus Erfahrung sagen – das freut das Herz.

Ein bisschen Verrücktheit ist gut

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

 

Erasmus von Rotterdam, 1466–1536

Den Glücksmünzenfrosch hat Theresa in China fotografiert. Ein Schelm, wer dabei denkt: „Bitte werfen Sie eine Münze ein … Hier erfahren Sie Ihre persönliche Glücksmelodie …“

Gesucht und gefunden

„Ach, ich bin des Treibens müde!“, klagt der Wanderer im Nachtlied von Goethe. So geht es vielen Menschen derzeit. Sie sind müde nach einem Pandemiejahr. Müde der Nachrichten, müde des Stillstands und der Zunahme von Sorgen und Nöten. Das ist sehr stark spürbar und nicht gut.

Langsam macht sich eine Lethargie breit, die mit Winterschlaf nicht ausreichend beschrieben ist. Es ist kein wohliges in der Höhle liegen und Energie sparen, um im Frühling krass gut durchzustarten. Inzwischen gewöhnen sich die meisten daran, dass alles in den eigenen vier Wänden stattfindet, gut, wenn sie wenigstens gemütlich sind, eine Vollkatastrophe, wenn es kracht und scheppert an allen Ecken und Enden und sich Menschen gegenseitig an Leib und vor allem Seele verletzen.

Jugendliche können nicht pubertieren, sich nicht treffen, was für das Alter einem kleinen Tod gleichkommt, die Kleinen nicht spielen und die Familien sich nach wie vor nicht umarmen. Wir erleben ein Abschneiden von dem, was Menschen zu Menschen macht, gelingende Kommunikation.

Alles wird frei Haus geliefert, nach einem Jahr ist das selbstverständlich geworden und der Einzelhandel, der seit einem Jahr kreativ ums Überleben kämpft, wenn er keine Lebensmittel vertreibt oder eine Apotheke ist (wobei gerade die mit der Internetkonkurrenz kämpfen), überlegt berechtigt, ob die Menschen nach Aufhebung des Lockdowns jemals wieder die Wege in die Geschäfte finden. Wir nehmen uns damit die wichtigste Lebensgrundlage, die Dorfzentren und Städte lebenswert macht – die Begegnung, das Einkaufen, das sich treffen können.

Gastronomie und alles, was Kunst betrifft, ist abgedreht, dabei haben gerade diese beiden Gruppierungen massiv im ersten Lockdown investiert. Wir merken: ohne Begegnungsflächen und geistige Nahrung verblöden wir, brutal gesagt.

Wir gewöhnen uns ab: Bewegung, Begegnung, Kommunikation und damit Kommunion, Anregung, Kunst, Kultur und Begeisterung. Wir gewöhnen uns an: Jogginghosen. Rund um die Uhr Internetberieselung. Alles wird ins Haus geliefert. Nur nicht bewegen und rausgehen. Menschen argwöhnisch begutachten.

Wo bitte ist das Volk der Dichter und Denker abgeblieben? Wo unsere Kraft der Kreativität, des Humors? Wollten nicht im letzten Frühling alle singen für Pflegende und was ist draus geworden? Vergessen wir niemals, dass wir eine großartige Phantasie haben. Dass wir die Kraft haben, uns wirklich zu verbinden und die mit einzubeziehen, die glauben, den Anschluss verloren zu haben. Dass wir kreative Köpfe, schlau und gewitzt, mit Ideen gesegnet sind. Es gibt virtuelle Chöre und Orchester. Klar ist das anders live. Aber wenn live nicht geht, muss Plan B her. Es gibt Bildtelefon. Es gibt mit Sicherheit haufenweise Menschen, die sich gerade sehr langweilen.

Leute – da draußen sind Tausende überforderter Eltern mit ihren Kindern. Wer kann Nachhilfe geben, damit die Kinder nicht noch mit dem Druck gestraft sind, viel nachlernen zu müssen? Wer kann Zeit erübrigen, um mit den Jugendlichen zu diskutieren, damit sie die Hörner abstreifen, herausgefordert sind, denken lernen? Wo sind die Menschen, die gemeinsam auch mit den größeren Kindern was unternehmen? Viele Jugendliche sagen, sie würden gern kochen und backen lernen, aber Eltern haben gerade alles außer Zeit. Wo sind die Omas und Opas, die gerade ihre Familie nicht knuddeln können, aber Freude an einem Fahrradreparaturworkshop oder Apfelküchlebacken haben?

Wie wäre es mit Aushängen im Supermarkt? Seit Monaten ziert nix die Pinnwände. Ladet euch virtuell ein. Erweitert euren Bekanntenkreis um Menschen, die schätzen, was ihr anbieten könnt und nutznießt vom Wissen anderer, die genau das drauf haben, was ihr nicht schafft. Helfen wir uns einfach wieder intensiver gegenseitig, damit jetzt, wo die Sache zäh wird, keiner durch die Maschen fällt. Eine Gesellschaft ist so stabil wie ihr schwächstes Glied. In dem Fall sind das die Kinder, die Senioren, die Alleinstehenden, die einsamen Menschen, die daheim nur noch mit Schmerzen sitzen, weil Einsamkeit im Gehirn als Schmerz verarbeitet wird.

Wer kann was? Wer bietet was an? Wer braucht was? Wer kann was tauschen? Schreibt es auf. Pflastert die Pinnwände. Hängt euer Angebot an Laternenpfosten und zeigt euch. Die, die was brauchen, lernen jetzt, den Mund aufzumachen. Die, die was haben, machen es bekannt. Zeigen wir, was Gemeinschaft für eine gute Kraft ist.

Und nutzt die Zeit, euch für eine gute Ausbildung anzumelden, euch fit zu machen. Zukunft will gestaltet sein. Es wird eine Zeit NACH Lockdowns geben. Bist du bereit dafür? Wer was anbieten kann oder etwas sucht  – hinterlasst einen Kommentar, vielleicht ergeben sich hilfreiche Netzwerke.

Allen ein einfallsreiches Wochenende!

 

Ein lieber Dank an Ursula für die Winterimpression.

Ach, ich bin des Treibens müde!

Wanderers Nachtlied

Der du von dem Himmel bist,

Alles Leid und Schmerzen stillest,

Den, der doppelt elend ist,

Doppelt mit Erquickung füllest;

Ach, ich bin des Treibens müde!

Was soll all der Schmerz und Lust?

Süßer Friede,

Komm, ach komm in meine Brust!

Johann Wolfgang von Goethe, Fassung von 1789

Ursula hat diesen mächtigen Winterhimmel im Bild festgehalten. Danke!

Muss ich das tun?

Es gibt so Tage. Manchmal klappen die Dinge nicht wunschgemäß, purzeln Termine durcheinander und möchte manches dazwischengeschoben werden, weil es wichtig ist. So ein Tag war der Wochenteilungstag und forderte damit genau das ein, was ich geschrieben hatte: Flexibilität.

Vielleicht sollte ich schreiben: Freude! Begeisterung! Leichtigkeit! Gelassenheit plus X wenn ich gerade so ein guter „Wünscher“ bin. Wobei – Freude erlebe ich täglich in meiner Arbeit, die für mich die beste auf der Welt ist. Menschen begleiten ist wunderbar und Begeisterung erlebe ich ebenfalls. Leichtigkeit – gemeint ist, dass Dinge auch leicht sein dürfen. Das habe ich auch oft, aber da stelle ich mir gelegentlich selbst ein Bein. Es gibt oft Dinge zu tun, die sind nicht einfach, nicht leicht und auch nicht unbedingt Lieblingsdinge, müssen aber einfach gemacht werden. Da mangelt es dann an der Leichtigkeit, die bei allem da ist, wo man im Flow mitschwingt und Herzensangelegenheiten erfüllt. Das gelingt mit dem Auswaschen von Biomülleimern oder zu großen Wäschebergen nicht in jedem Fall. Gelassenheit – da finden wir das „lassen“ drin. Bedenkenswert ist der Satz: „Muss ich das tun?“ Ihr könnt jedes Wort extra betonen. „Muss ich das tun?“ „Muss ich das tun?“ „Muss ich das tun?“ „Muss ich das tun?“ und ihr werdet erkennen, dass das spannende Perspektiven ergibt.

Morgen ist mein stiller Lieblingstag der Woche. Jupiter bringt oft so viel Freude mit. Termine an diesem Tag haben oft als Grundstimmung so eine Freude, auch wenn sie die Klienten noch nicht immer spüren können, an Donnerstagen kommen wir leichter dran an diese Freude. Sie darf ein kleines Flämmchen sein am Anfang und irgendwann hauen wir es raus: „Freude schöner Götterfunken!“

Allen heute einen Götterfunken. Einen Hauch vom tiefen Wissen, wie angenommen und geliebt wir sein und uns so fühlen dürfen. Und Freude aller Couleur. Wem kannst DU eine kleine Freude bereiten? Wer freut dein Herz und berührt dich tief an diesem Jupitertag?

 

Katja hat dieses Steinhaus entdeckt. Kunst kommt nicht selten von können. Danke für das Foto!

Von Götterboten

Jeder Wochentag hat seine Qualitäten. Der Mittwoch ist Merkur zugesellt, was wir an Mercredi im Französischen noch erkennen können. Der Planet Merkur hat gerade mal knapp 5000 Kilometer im Durchmesser, ist am nahesten von allen Planeten an der Sonne dran, bietet über 450 Grad plus am Tag und bibbernde 170 Grad minus in der Nacht.

Merkur ist die römische Variante von Hermes. Das war in der Antike noch kein Paketdienst, sondern ein echter Schelm schon als Baby. Wie fast immer im griechischen Götterhimmel ist der Vater Zeus und seine Mutter die Plejade Maia. Was macht Hermes als Baby mit einer geschenkten Schildkröte? Er nimmt ihr den Panzer ab und baut daraus eine Leier, weshalb er auch mit einer Schildkröte dargestellt wird. Die Wiege fand er offenbar generell langweilig, denn er verließ sie für einen Ausflug auf die Weide und klaute seinem Halbbruder Apollon 50 Rinder, opferte zwei davon und begab sich zurück in seine Wiege. Von Apollon, der seinen Bruder offenbar kannte, harsch befragt, leugnete der Kleine alles und stahl dabei Apollon Pfeil und Bogen. Das war zu viel und Apollon wurde richtig sauer. Da ergriff der kleine Hermes seine Schildkrötenleier und beeindruckte den Bruder so, dass dieser die Leier gegen die Rinder tauschte. Genau diese Leier wanderte später dann von Apollon zu Orpheus, dem Sänger. Zeus setzte sie nach dessen Tod als Sternbild an den Himmel.

Die Leier war nicht das einzige Instrument, das Hermes erfand, angeblich tat er das auch mit der Hirtenflöte. Hermes fiel bald als Meisterdieb im Götterhimmel auf, er klaute, was möglich war: den Gürtel von Aphrodite, Neptuns Dreizack und vieles mehr, weshalb er auch der Gott der Diebe genannt wird.

Insgeheim war Zeus mächtig stolz auf den gewitzten Sohn, redete sich aber den Mythen nach den Mund fusselig, um ihn vom Stehlen abzuhalten (war lange sinnfrei). Ruhe kehrte erst ein, als er den hochagilen Sohn zum Götterboten machte, weshalb sein Name auch von Paketdiensten genutzt wird. Die meisten kennen ihn mit geflügelten Schuhen, Flügelhelm und gigantischem Tempo, weshalb sich auch Sporthersteller gern bei Hermes-Merkur etwas abschauen.

Angeblich – er hatte offenbar schnell Langeweile – entwickelte er das Würfeln, das Weissagen, Turnen, Boxen, die Astronomie, die Tonleiter, Maße, Gewichte und das griechische Alphabet (dieses mit Hilfe der Moiren). Übrigens war er der Urgroßvater des listenreichen Odysseus, der viel von ihm geerbt hat, wie wir in Homers Odyssee nachlesen können (falls euch langweilig wird: Ilias und Odyssee gehören zu unserem Kulturgut!!). Viele Helden hat er in die Unterwelt begleitet: Herakles, Perseus und Odysseus. Pan, der Gott der Natur, ist ein Sohn von Hermes.

Durch sein „Tätigkeitsfeld“ wurde Hermes-Merkur der Gott der Händler und Kaufleute sowie der Reisenden, die er am Ende des Lebens bis an die Pforte des Hades brachte.

Mit dem Heroldsstab, den Hermes-Merkur bekam, konnte er angeblich Menschen in Schlaf versetzen und sie daraus auch wieder erwecken. Uns ist der Hermesstab (Caduceus) aus der Medizin bestens bekannt, um diesen Stab schlingen sich zwei Schlangen, die einander anschauen.

Der Mittwoch, der Hermes-Merkur ehrt und die Mitte der Woche in unserer Sprache anzeigt, bringt Schwung, Bewegung, Kommunikation. Vielleicht kann der eine oder andere diese Kraft mit in den Wochenteilungstag mitnehmen!

 

Seinen eigenen göttlichen Himmel bewahrt dieser mächtige Hüter aus der Luft, den Katja genial abgelichtet hat. Danke für dieses atemberaubende Foto eines wahren Königs.

Mein Wunder des Tages

Manchmal fällt einem gänzlich unerwartet ein bezauberndes Geschenk in den Schoß. Auf Facebook sieht jemand mein Foto. Erinnerungen steigen auf, sie hat mich schon einmal gesehen. Dann kommt das Bild klar nach oben, Daniela schreibt mich an und dankt mir. Der Grund: Vor Jahren war ich für Hansehaus in einem Möbelhaus mit einer Aktion an einem Stand. Die Menschen wollten Möbel kaufen und nicht unbedingt nebenher Infos über Häuser haben, aber einige bleiben doch stehen. So auch eine erschöpfte junge Mutter, wir sprachen kurz. Und jetzt, wirklich viele Jahre später, schreibt sie mir: „…. wir sind ins Gespräch gekommen. Ich war an diesem Tag so unfassbar müde und am Ende (Schlafmangel und Erschöpfung als junge Mama) und Du warst so unglaublich warmherzig und freundlich. Das Gespräch mit Dir war gar nicht lange, aber Deine liebevolle und wertschätzende Art, habe ich als stärkend erlebt und tatsächlich in den letzten Jahren immer wieder daran gedacht“.

Wie großartig, wenn jemand so etwas rückmeldet. Wie wunderbar, wenn ein kleiner Moment reinen Menschseins so lange nachklingt und immer wieder Kraft gibt.

Wir alle haben in diesen Zeiten Menschlichkeit massiv nötig. Wir alle erinnern uns an Momente, in denen jemand einfach zugehört, ein gutes Wort gesagt hat, eine Tasse Tee hinstellte oder einfach nur da war. Es sind oft nicht die großen Aktionen, die uns in Erinnerung bleiben, sondern diese Innehaltmomente im Chaos der Welt.

Menschlichkeit ist Herzenswärme, ich finde das Wort Güte zauberhaft. Da solche Momente für uns kostbaren Schätze sind – wo kann ich heute so einen Moment herstellen für einen Menschen, dem es gerade nicht gut geht? Sollte es dir gerade nicht gut gehen, weil dich viele Ängste, Sorgen und Nöte plagen: Schließe einfach mal kurz die Augen und stell dir vor, wir sitzen nebeneinander auf einer sonnengewärmten Bank unter einer uralten Kastanie. Die Kastanie hat ihre Blütenkerzen aufgestellt und schickt rosaroten Zauber auf uns. Wir blicken ins Land. Die Sonne zaubert Lichter durch das frische Grün. Bienen summen, die Vögel geben ihre schönsten Lieder zum Besten, um den Frühling zu feiern. Wir sitzen da, fühlen uns gut miteinander und es braucht keine Worte. Unsagbares, Unnennbares schwingt und wird liebevoll ohne Fragen ins Herz genommen. Trauer wandelt sich. Angst fliegt mit dem leisen Frühjahrshauch davon. Es braucht nur ein offenes Herz, mehr nicht.

Allen einen kraftvollen Dienst-ag. In welchen Dienst möchtest du heute deine Kraft stellen? Wem wirst du heute ein Lächeln schenken und von wem bekommst du eines? Lasst uns eine Welle der Herzlichkeit aussenden. Und eine Welle der Dankbarkeit, dass solche Momente immer möglich sind und wir sogar manchmal in Sternstunden eine Rückmeldung bekommen, was eine vielleicht auch nur ganz kurze Begegnung ausgelöst hat. Insofern schicken wir heute auch gleich mal allen erschöpften Müttern und Vätern unsere Kräfte und Mut, die herausfordernde Zeit gut zu überstehen. Sie hüten die großen Schätze, die ein Land hat – die Kinder, die Zukunft.

Danke an Stephanie für das wunderbare Winterbild.

Sehnsucht nach Frühling

Sehnsucht nach dem Frühling

O wie ist es kalt geworden

und so traurig, öd‘ und leer!

Raue Winde wehn von Norden,

und die Sonne scheint nicht mehr.

Auf die Berge möcht‘ ich fliegen,

möchte sehn ein grünes Tal,

möcht‘ in Gras und Blumen liegen

und mich freun am Sonnenstrahl.

Möchte hören die Schalmeien

und der Herden Glockenklang,

möchte freuen mich im Freien

an der Vögel süßem Sang.

Schöner Frühling, komm doch wieder,

lieber Frühling, komm doch bald,

bring uns Blumen, Laub und Lieder,

schmücke wieder Feld und Wald!

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798–1874

Ursula hat sehr genau im Schnee hingeschaut. Und? Geduld. Es wird. Danke für dein Bild, liebe Ursula!

Verliert nicht die Hoffnung!

Am Wochenende kam uns sehr viel Hoffnungslosigkeit von Menschen entgegen. Viele sind entkräftet im Seelisch-Geistigen, bei vielen wird das Immunsystem, wie es für die Jahreszeit übrigens immer typisch ist, schwächer, sie haben Angst vor Erkrankungen. Viele verlieren den Mut in Bezug auf ihre Arbeit, ihre Existenz ist bedroht, ihr Einkommen schwindet durch Kurzarbeit, Homeoffice zwingt so manchen in die Einsamkeit, Homeschooling parallel in die Überforderung. Ungute Stimmung entsteht zudem, wenn bei dem Wetter niemand Lust hat, stundenlang draußen rumzulaufen oder die Fenster aufzureißen.

JETZT gilt es. Jetzt dürfen wir nicht aufgeben, gerade jetzt nicht. Die Nacht ist am dunkelsten kurz vor Sonnenaufgang, so ist es mit dem Winter auch. Hinter diesen Schneewolken wartet ein Frühling. Bitte erinnert euch an eine geniale menschliche Eigenschaft: Phantasie. Generationen von Menschen vor uns haben schlimme Zeiten überstanden, weil sie die Kraft der Phantasie genutzt haben, um neben ihrem schrecklichen Alltag, vielleicht weit weg von allen, die sie liebten, in aussichtslosen Stellungen mit massiver Unterdrückung, in Armenhäusern und sonstigen katastrophalen Umständen immer wieder in das Land der Hoffnung zu reisen. Dorthin, wo die Sonne scheint, Menschen einander freundlich begegnen, gute Arbeit wartet, die Möglichkeit, für sich zu sorgen.

„If you can dream it, you can make it“ war eine der Thesen von Walt Disney. Unterschätzen wir nie unsere Fähigkeit, uns seelisch-geistig immer wieder aufzutanken mit Glaube, Hoffnung und Liebe. Solche Zeiten lehren uns massiv Demut, Unerschütterlichkeit und Standhaftigkeit. Jetzt dürfen wir nicht kippen. Uns nicht in die eine oder andere Richtung zerren lassen, sondern biegsam wie ein Bambus immer wieder in unsere innere Mitte zurückschwingen.

Wo möchte dir die Zukunft die Hand reichen (das tut sie andauernd, wir merken es nur nicht!)? Was ist der erste kleine Schritt, den du selbst tun kannst, um wieder stabiler zu werden? Und wenn es nur trotz heftigem Wind und Schneegestöber eine halbe Stunde frische Luft ist. Ein schlichtes, nährendes Essen, das du dir schön anrichtest, einen Teller mit Apfelschnitzen, einen Grießbrei mit Zimt und Zucker-Lachgesicht drauf. In dem Moment, in dem du solche kleinen Dinge tust, erlebst du, dass du durch deine Handlungen etwas bewirkst. Wie im Kleinen auch im Großen.

Nicht aufgeben, du bist kein Brief. Lass dem Kopf am Wochenanfang eine Pause von Grübelei und Sorgen, der Mond, der diesen Tag behütet, hilft dir dabei. Wenn wir uns zu sehr in Überlegungen verrennen, finden wir keine Lösungen, sondern rotieren in immer mehr Fragen hinein. Loslassen, was nicht zu ändern ist. Atme durch, fokussiere dich auf das, was genau in diesem Moment zu tun ist. Kannst du dein Geschäft verändern? Dich? Fehlt dir eine Fortbildung? Dann mache sie JETZT, nie war die Zeit dafür besser und es eröffnen sich dadurch Perspektiven. Falte die Wäsche, putze das Bad, schreibe den Brief für den Chef, stärke die Kinder und lache so viel es geht.

Achte auf guten Schlaf, den erreichst du durch Grübelstopp, Bewegung an der frischen Luft und Rhythmus. Den meisten Menschen hilft in diesen Wirrniszeiten, wenn sie eine klare Tagesstruktur einhalten. Allen! Von klein bis Senior. Wenn Mahlzeiten wieder Mahl-Zeiten werden, wir ins Vertrauen gehen, dass eine schlimme Situation niemals schlimm bleibt, egal, wie lange sie dauern mag.

Das Wichtigste in diesen Tagen ist: In der Mitte bleiben. Sich bestmöglich gesund verhalten. Seinen Geist klar und frei von Wut, Angst, Hass, Schmerz und anderem zu halten. Seine Werte zu definieren, Dankbarkeit, Dankbarkeit, Dankbarkeit. Senden wir unseren Mitmenschen ein Zeichen der Freundschaft. Lächeln wir an, wem wir begegnen. Seien wir freundlich im außen und vor allem zu uns selbst. 24 Stunden am Tag sind wir mit uns zusammen im Kopf. Das kann die grässlichste Folter sein und die größte Ermutigung.

Starten wir in die neue Woche voller Vertrauen, dass wir zu jedem Moment unseres Lebens zwischen unseren Ohren wunderbare Orte aufsuchen können und Kraft tanken dürfen. Dass wir handlungsfähig sind, da draußen rund 80 Millionen Mitbürger sind, die alle auf ihre eigenen Fragestellungen zurückgeworfen sind. Das ist eine Megachance. Und megaschwer. Das Wissen, dass es die gesamte Welt betrifft, mag helfen, um sich klar zu bekennen zum inneren Frieden. Zur Klarheit. Zur Ruhe. Zur Gelassenheit. Dazu allen das Beste.

 

Niemals sind wir hoffnungslos, niemals gibt es keinen nächsten Moment. Auch wenn wir sterben, gilt es Neuland zu entdecken, das uns vertrauter ist als wir befürchten. Dass es immer tolle Aussichten geben kann, mag Stephanies Foto vermitteln. Danke dafür!

Harren und hoffen

Alle menschliche Weisheit liegt in den zwei Worten „Harren“ und „Hoffen“.

Alexandre Dumas in: Der Graf von Monte Christo

Für alle, die einen Hoffnungsstrahl brauchen, hier ein stärkendes Foto von Steffi mit Zauberkraft: Gut hinschauen. Sich ganz drin versenken. Einatmen. Ausatmen. Merkst du, wie es wirkt?

Lebst du schon oder erträgst du noch?

Christian Morgensterns Aussage, dass wir nicht so fortleben brauchen, wie wir es tun, sondern lieber die tausend Möglichkeiten wählen können, finde ich wunderbar. Zu jedem Moment unseres Lebens dürfen wir innehalten und uns fragen:

Warum renne ich so?

Habe ich eine Vision und davon heruntergebrochen herausfordernde Ziele, die mein Wachstum fördern?

Ist mein Weg überhaupt der, den ich gehen will?

Liebe ich, was ich mache?

Liebe ich, mit wem ich lebe?

Liebe ich, wo ich bin?

Diese Fragen sind hilfreich: Wären wir ein guter Freund und wir würden die ehrlichen (!) Antworten auf diese Fragen hören, wäre unser Rat: Resette sofort deins System. Zieh dich in die Stille zurück. Finde auf diese Fragen Antworten. Erlaube deiner Vision, wieder Platz zu nehmen in deinem Bewusstsein.

Wie lange, glaubst du, lebst du noch? Du weißt es nicht? Keiner tut das. Aber der Unterschied zwischen Leben leben und Ertragen heißt, dir immer wieder diese Fragen vorzulegen und den ehrlichen Antworten zu folgen.

Ein Wochenende gegen Ende Januar ist perfekt für diese Fragen. Traditionell gilt Maria Lichtmess am 3. 2. als wunderbarer Termin, die reifen geistigen Früchte des Winters in wirkliche Schritte in die Tat hin zu einem lebendigen Leben zu gehen. Manchmal schafft man das gut alleine, manchmal braucht es einen neutralen Blick von außen. Falls dem so ist – melde dich.

Allen ein Wochenenden, an dem ihr ehrlich mit euch und eurem Umfeld seid. Und euch klarmacht, dass das Leben zu kurz ist, um falschen Wegen zu folgen, mit Menschen abzuhängen, die Energievampire oder so unterirdisch unterwegs sind, dass ihr geistig absteigt, anstatt gefordert zu sein. Wir werden wie die Menschen, die uns umgeben. Suche dein Wachstumsfeld.

Herzensgruß zu euch.

Danke an Steffi für ihr wunderschönes Winterbild!

Tausend neue Möglichkeiten!

Wir brauchen nicht so fortzuleben,

wie wir gestern gelebt haben.

Macht euch nur von dieser Anschauung los,

und tausend Möglichkeiten laden uns

zu neuem Leben ein.

Christian Morgenstern, 1871–1914

Anne hat von den Weinbergen aus fotografiert. Vielen Dank!

Ritual oder Routine?

 

Traditionen waren gestern in einem spannenden Gespräch das Thema, bei dem es auch um Rituale und Routinen ging. Vieles in unserem Alltag ist Routine. Es fehlen uns die Rituale, die wir bei besonderen Übergängen feiern sollten, Schwellenfeste. Wir überschreiten viele Schwellen im Leben: Vom Kindergarten zur Schule, Start der Pubertät, Eintritt in den Beruf, Heirat, Kinder, Rentenbeginn und viele andere Übergänge mehr. Wir durchleben sie nicht bewusst als Zäsur und wundern uns dann, dass wir „reingeschlittert“ sind. Der Unterschied zwischen Routine und Ritual (auch Zähneputzen könnte ein Ritual sein) liegt in der Achtsamkeit. Und Traditionen, wenn sie nicht lebendig gepflegt, gewünscht und mit Freude gestaltet werden, sind leere Hülsen, in denen jede Freude stirbt.

Wo hängst du in öden Routinen fest? Welche besonderen Rituale feierst du? Was ist deine liebste Tradition?

Hab einen liebevollen Venustag.

 

Ein bisschen Jakobsweg-Meer von Theresa für alle die, die Sehnsucht nach mehr Meer haben. Danke!

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