• Gemischt

    Ich mag den Wochenspruch aus dem Seelenkalender sehr. Der Gedanke, dass wir die „Seele würdig gestalten“, damit sie sich zu einem entsprechenden Geisteskleid bilden kann, finde ich berührend. Da steckt für mich viel von der Ordnungstherapie drin, die Hildegard von Bingens discretio, „das rechte Maß“ ebenso beinhaltet wie den achtfachen Pfad des Buddhismus und Sebastian Kneipps Aussage, dass er erst dann Erfolge hatte bei Menschen, als er ihre Seelen in Ordnung gebracht hat. Dann kann auch ein guter Geist in den Menschen einziehen, der nur dann auch gern einzieht, wenn auch der Körper dazu bereit ist. Hier verbinden sich Körper, Seele und Geist ganz wunderbar.

    Ähnliche Gedanken tauschten wir im Seminar am Wochenende aus. Von Vagusnerv bis Yoga, von Pilates bis Gedankenklarheit gab es in der Austauschrunde jede Menge, was wir miteinander bewegt haben. Danke!

    Am 11. August gibt es von 10 bis 11.30 Uhr das letzte kostenfreie Nautilus-Mini, um das Nautilusprojekt kennen zu lernen, das am 26. 9. in die nächste Runde geht. Das Thema am 11. 8. ist „The Power of No“. Anmeldung hier bitte: https://www.seelengarten-krokauer.de/nautilus/#minis

    Allen einen freundlichen Wochenstart!
    Dieses Eckchen hat Annemarie entdeckt, Danke für das Foto.


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  • Die Seele weiten

    Kann ich die Seele weiten

    Dass sie sich selbst verbindet

    Empfangnem Welten-Keimesworte?

    Ich ahne, dass ich Kraft muss finden

    Die Seele würdig zu gestalten

    Zum Geisteskleide sich zu bilden.

    Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.

    Das tolle Foto vom Wandern stammt von Stephanie. Danke!


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  • Power

    Löwenzahn durchbricht Teer und Beton. Bäume krallen sich an Felsen. Im Garten schafft eine Schlehe 15 Meter Wurzel, um an einer günstigen Stelle neu auszutreiben. Natur gibt nicht auf. Sie lässt sich nicht vorschreiben, wo sie zu wachsen und wo sie wegzubleiben hat, weil das Leben sich seinen Weg bahnt. Mir hilft diese Vorstellung von der Kraft der Natur, wenn ich verzage, Anstrengungen kein Ergebnis zeigen, Dinge schwierig sind. Ich erinnere mich dann: Die Pflanzen geben auch nicht auf. Sie suchen solange, bis sie einen Weg zum Licht finden. Vielleicht müssen sie manche Kurve nehmen, aber sie streben weiter voran. Sie fragen nicht: „Macht das überhaupt Sinn?“ Ihre Aussage scheint eher zu lauten: „Der passende Weg wird sich ergeben, bleiben wir einfach weiter dran.“ Was, wenn du gerade dabei bist aufzugeben, obwohl du kurz vor dem Durchkommen bist? Und wo wäre es klug, ganz die Richtung zu wechseln, weil der Weg, auf dem du unterwegs bist, dir keinen Durchbruch ermöglicht? Suchst du nach deinem Sinn und Sein auch an der richtigen Stelle? Folge der Freude, das erleichtert den Weg.

    Ein schönes Wochenende mit diesem beeindruckenden Foto von Stephanie.


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  • Blau

    Kornblumen flecht‘ ich dir zum Kranz

    Ins blonde Lockenhaar.

    Wie leuchtet doch der blaue Glanz

    Auf goldnem Grund so klar!

     

    Der blaue Kranz ist meine Lust;

    Er sagt mir stets auf’s neu,

    Wohl keine sei in tiefster Brust

    Wie du, mein Kind, so treu.

     

    Auch mahnt sein Himmelblau zugleich

    Mich heimlich süßer Art,

    Dass mir ein ganzes Himmelreich

    In deiner Liebe ward.

     

    Emanuel Geibel, 1815 – 1884

    Sigrid hat das unglaubliche Kornblumenblau fotografiert. Danke dir!


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  • Energie

    „Energie“ ist das Seminarthema am Samstag, darauf freue ich mich sehr. Energie kann ich gerade gut gebrauchen, vermutlich der Rest der Welt auch. Schaue ich auf die Bäume vor dem Haus, werden dort die Blätter schon bunt aufgrund der Trockenheit. Im Bioladen habe ich heute getrocknete Aroniabeeren gesehen – perfekt. Die können wir direkt vom Strauch getrocknet ernten. Vermutlich wird es mit dem Holunder nicht anders. Wobei das alles gänzlich unangemessenes Jammern ist in Anbetracht der Brände überall auf der Welt.

    Grundlage von Energie ist für mich, immer wieder in die ruhige Mitte zu kommen. Dazu brauche ich Zeiten des Nichts. Kein Input, kein Sprechen, Stille. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenige Tage Stille wirken. Für andere sind das Wandertage in der Natur, manche entspannen total am Wasser. Ich habe ein paar Kraftorte, die mir sehr schnell Energie geben – hast du auch Orte, an die du gehst und du merkst förmlich, wie deine Batterie auflädt?

    Stephanie hat das Mühlrad entdeckt. Danke für dein Bild.


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  • Kraftort Buchhandlung

    Ein ultimativer Kraftort ist die Buchhandlung am Goetheanum. Tage kann ich mich darin verlieren, durch die im Sommer offene Tür zum Innenhof kommt ein frisches Lüftchen und der Rest der Welt ist weit weg.


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  • Chaos kann ich versus Danke!

    Weshalb verharren Menschen so lange in schwierigen Situationen, auch wenn klar ist – das wird nicht mehr gut werden? Oft ist die Angst vor Neuem, Unbekanntem größer als: Das kenne ich, das ist mir vertraut, damit komme ich klar. Manchmal wiederholen sich Kindheitsmuster in Beziehungen. „Chaos kann ich. Angst macht mir, wenn es ruhig ist. Dann weiß ich: Es wird wieder was passieren.“ Ist das so? Lade ich die Endlosschleifen manchmal förmlich ein?

    Es gibt kein Leben ohne Not, Sorge, Leid, Krankheiten und Kummer. Doch treffe ich jeden Moment meines Lebens die Wahl, den Fokus nur auf das Negative zu richten oder auf das, was vermeintlich im Leben fehlt. Wir jagen der nächsten Karotte nach im Glauben, die größere Rübe würde uns glücklicher machen. Ehrlich? Glücklich machen uns gelebte Momente mit lieben Menschen, miteinander singen, lachen, das Brot teilen.

    Dankbar sein für das klare Wasser im Glas, den Duft von frisch gekochtem Essen, einem Teller Suppe. Dankbar für ein Dach über dem Kopf, eine hilfreiche Hand. Dankbar für dich selbst, denn du verbringst mit dir die meiste Zeit deines Lebens. Wärst du unausstehlich, wie schlimm wäre dein Leben. Also bitte behandle dich nicht so. Dann verändert sich auch das Außen.

     

    Grandiose Landschaft, von Theresa im Bild festgehalten. Dankeschön!


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  • Pracht und Schönheit

    Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schön die Welt ist, und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen, in irgendeiner Pflanze, einem Stein, einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenbart.

    Rainer Maria Rilke

    Bornholm, Theresa hat fotografiert. Danke dir!


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  • Nagomi

    Nagomi – ein Herzensweg für den Alltag. Ken Mogi, Neurowissenschaftler und Autor, verbindet japanische Weisheit und Wissenschaft und hat ein Buch über die Prinzipien von Nagomi geschrieben. Es basiert auf innerer Ruhe, Verbundenheit, Einfachheit, Mitgefühl und Harmonie, wodurch Ausgeglichenheit entsteht. Sich in die Stille begeben und sich Zeit für seine Seelenhygiene (ein heute kaum mehr bekanntes Wort) nehmen, innere Ruhe durch bewusstes Atmen üben, die kleinen Momente und Dinge des Alltags schätzen, um Freude und Dankbarkeit zu erleben, achtsam handeln und allen Lebewesen mit Respekt, Geduld, Nachsicht und offenem Herzen begegnen – so entsteht innerer Frieden.

    In diesen sehr bewegten Zeiten muss ich mir jeden Tag über diese grundlegenden Übungswege bewusst werden, damit der Alltag  nicht dazu führt, dass ich das Wesentliche des Lebens aus den Augen bzw. dem Herzen verliere. Diese Momente des Inne-Haltens sind kostbar und wichtig.

     


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  • Erntetage

    Ein jeder Tag ist für den Geist ein Erntetag.

    Friedrich Rückert

    Für viele Landwirte ist jetzt jeder Tag Erntetag, hoffentlich mit gutem Ertrag. Ohne die Arbeit der Menschen in der Landwirtschaft hätten wir nichts auf dem Teller. Als Kinder mussten wir immer bei der Ernte helfen, dafür gab es sogar manchmal schulfrei. Den Weg vom Acker zum Teller kannten alle Kinder, die harte Arbeit machte uns bewusst, wie kostbar Essen ist. Danke an Manuela für das Foto!


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