HPP-Prüfung

HPP-Prüfung

Die schriftliche Überprüfung für Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie wird in Würzburg nach der bundeseinheitlichen Überprüfung durchgeführt. Sie findet jeweils am 3. Mittwoch im März und am 2. Mittwoch im Oktober eines Jahres statt und besteht aus 28 Multiple-Choice-Fragen. Für die Beantwortung der Fragen sind 55 Minuten vorgesehen, für die Übertragung der Antworten auf den Lösungsbogen weitere 5 Minuten.

Prüfungsfragen der Prüfung vom Mittwoch 13. Oktober 2021

 

Gruppe B GRUPPE
A-Nummer in der Fragezeile!

1. Aussagenkombination  A 5

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Bei folgenden Krankheiten können Symptome einer Panikstörung auftreten:

  1. Herzrhythmusstörung
  2. Hyperthyreose
  3. Asthma bronchiale
  4. Agoraphobie
  5. Posttraumatische Belastungsstörung

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

 

2. Aussagenkombination A 10

Welche der folgenden Symptome sind typisch beim Vorliegen einer Manie?

  1. Psychomotorische Unruhe
  2. Tag-Nacht-Umkehr mit gesteigertem Schlafbedürfnis am Tag
  3. Stimmungsschwankungen („Himmelhoch jauchzend. zu Tode betrübt“)
  4. Panikattacken
  5. Distanzloses Verhalten

A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

 

3. Einfachauswahl  A 15

Im Rahmen einer rechtlichen Betreuung kann ein Einwilligungsvorbehalt angeordnet werden.
Welche Aussage zum Einwilligungsvorbehalt trifft zu?

A) Voraussetzung für die Anordnung eines Einwilligungsvorbehaltes ist das Vorliegen einer schweren körperlichen Erkrankung
B) Es handelt sich um eine spezielle Form der Betreuung für höchstpersönliche Rechtsgeschäfte wie Eheschließung oder Testament
C) Bestimmte Rechtsgeschäfte werden ohne Einwilligung eines vom Gericht bestellten Betreuers nicht rechtswirksam
D) Primäerer Zweck des Einwilligungsvorbehaltes ist es, andere vor den Rechtsgeschäften des Betreuten zu schützen
E) Ein Einwilligungsvorbehalt bleibt grundsätzlich lebenslang bestehen

 

4. Mehrfachauswahl  A 20

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

Zu den abnormen Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle (nach ICD-10) gehören:

A) Pathologisches Stehlen (Kleptomanie)
B) Pathologischer Narzissmus
C) Pathologisches Lügen (Pseudologica phantastica)
D) Pathologischer Rausch
E) Pathologische Brandstiftung (Pyromanie)

 

5. Aussagenkombination  A 25

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Zu den organischen, einschließlich symptomatischen psychischen Störungen (nach ICD-10) zählen:

  1. Leichte kognitive Störung
  2. Delir, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt
  3. Demenz bei Alzheimer Krankheit
  4. Katatone Schizophrenie
  5. Postenzephalitisches Syndrom

A) Nur die Aussage, 2 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig.

 

6. Aussagenkombination  A 2

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
In der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) zur Behandlung der emotional instabilen Persönlichkeitsstörungen vom Borderline-Typ

  1. ist die dauerhafte begleitende Gabe von Psychopharmaka ein elementarer Therapiebestandteil
  2. stehen zu Beginn der Behandlung selbstgefährdende Verhaltensweisen im Mittelpunkt sowie Maßnahmen zu deren Reduktion
  3. werden im Therapieverlauf nach Stabilisierung mögliche Traumata und andere negative Erfahrungen bearbeitet
  4. werden Problemlösungsfertigkeiten und soziale Kompetenzen trainiert
  5. wird am Aufbau innerer Achtsamkeit und Akzeptanz, Umgang mit Gefühlen und Aufbau von Stresstoleranz gearbeitet

A) Nur die Aussage 1, 3 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

 

7. Aussagenkombination  A 21

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Zu den Symptomen des Nikotinentzugssyndroms bei tabakabhängigen Konsumenten zählen nach ICD-10:

  1. Hypertonie
  2. Krankheitsgefühl
  3. Konzentrationsstörungen
  4. Ängstlichkeit
  5. Hohe Risikobereitschaft

A) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.

 

8. Aussagenkombination  A 26

Welche der folgenden amnestischen Angaben eines 25-jährigen, unter innerer Unruhe leidenden Patienten stützen im Rahmen der Differentialdiagnose den Verdacht auf eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) des Erwachsenenalters?

  1. In Bemerkungen der Zeugnisse aus der Grundschulzeit finden sich Hinweise auf motorische Unruhe und Impulsivität
  2. Beim Bruder des Patienten werde eine Behandlung mit Methylphenidat durchgeführt
  3. Die Beschwerden seien wenige Tage nach dem Tod des Vaters vor einem viertel Jahr aufgetreten
  4. Bei einer hausärztlichen Untersuchung seien die Schilddrüsenwerte deutlich erhöht gewesen
  5. Der Patient berichtet über häufiges Verlieren von Gegenständen und von mehreren selbstverschuldeten Verkehrsunfällen

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.

 

9. Einfachauswahl  A 3

Wie in der Therapie mit Medikamenten können auch in der Psychotherapie Nebenwirkungen auftreten.
Welche Aussage zu Nebenwirkungen der Psychotherapie trifft am ehesten zu?

A) Nebenwirkungen sind mit therapeutischen Kunstfehlern gleichzusetzen
B) Es findet sich bisher kein spezifisches Instrument (Verfahren) zur Erfassung von Nebenwirkungen
C) Empirische Befunde sprechen dafür, dass besonders erfolgreiche Therapien mit einem besonders hohen Nebenwirkungsprofil behaftet sind
D) Bei Gruppentherapien sind negative Effekte deutlich seltener als bei Einzeltherapien
E) Zu den Nebenwirkungen zählt auch die kurzfristige Verschlechterung der Symptomatik oder die kurzfristige Angstausweitung durch eine regelgerecht durchgeführte Therapie

 

10. Aussagenkombination  A 6

Welche der folgenden Aussagen zur Differentialdiagnose der Anorexia nervosa treffen zu?
Auszuschließende andere Ursachen des Untergewichts sind:

  1. Leukämie
  2. Hyperthyreose
  3. Kokainmissbrauch
  4. Zwangserkrankung mit ernährungsbedingten Zwängen
  5. Diabetes mellitus

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig.

 

11. Aussagenkombination  A 16

Welche der folgenden Aussagen zur Intelligenzminderung (geistige Behinderung) treffen zu:

  1. Bei Personen mit Intelligenzminderung zeigt sich klinisch eine gleichförmige, einheitliche Symptomatik.
  2. Sie kann sich nach dem 50. Lebensjahr zurückbilden.
  3. Sie ist gehäuft mit psychischen Erkrankungen verbunden.
  4. Sie besteht praktisch nur in einem speziellen sozialen Kontext.
  5. Für die Einteilung des Schweregrads (nach ICD-10) werden IQ-Werte (Intelligenzquotient) zugrunde gelegt.

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

 

12. Aussagenkombination  A 22

Welche der folgenden Aussagen zum pathologischen Spielen (nach ICD-10) treffen zu?

  1. Pathologisches Spielen beginnt meist im höheren Erwachsenenalter
  2. Die Handlungen können kontrolliert werden, Verpflichtungen werden eingehalten
  3. Charakteristisch ist häufiges, wiederholtes, episodenhaftes Glücksspielen
  4. Das Risiko für Suizidversuche oder Suizide ist erhöht
  5. Als Begleiterkrankung liegt u.a. die hyperkinetische Störung gehäuft vor

A) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen richtig

 

13. Mehrfachauswahl  A 27

Wählen Sie zwei Antworten!
Welche der folgenden Aussagen zu Psychotherapieverfahren treffen zu?

A) Die Gestalttherapie gehört zu den humanistischen Verfahren
B) Kennzeichnend für die Gesprächspsychotherapie ist das direktive Verhalten des Therapeuten
C) Kerngedanke der Verhaltenstherapie ist, dass Verhalten und Erleben von unbewussten Persönlichkeitsanteilen bestimmt wird
D) Gedankenstopp und Selbstverbalisationstraining sind kognitiv-verhaltenstherapeutische Techniken
E) Wird im Rahmen der Verhaltenstherapie durch Vermeidung einer angstbesetzten Situation die ängstliche Erregung vermindert, handelt es sich um eine positive Verstärkung

 

14. Aussagenkombination  A 1

Welche der folgenden Symptome werden bei einer Demenz bei Alzheimer-Krankheit beobachtet?

  1. Orientierungsstörungen
  2. Apraxie
  3. Gedächtnisstörungen
  4. Wortfindungsstörungen
  5. Alexie

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

 

15. Aussagenkombination  A 7

Eine 45-jährige Frau kommt in Ihre Praxis und berichtet von leichter Erschöpfbarkeit, Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und Durchschlafstörungen. Sie habe Angst vor der Zukunft und „dass etwas Schlimmes passieren“ könne. Sie habe sich sozial sehr zurückgezogen, da ihr „alles zu viel“ sei. Weitere Beschwerden nennt sie spontan nicht, wirkt im Gespräch aber abgelenkt und fahrig.
Welche der folgenden Diagnosen können den beschriebenen Symptomen zugrunde liegen?

  1. Eine Anpassungsstörung
  2. Eine depressive Episode
  3. Eine generalisierte Angststörung
  4. Eine organische affektive Störung
  5. Eine Schizophrenie

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

 

16. Aussagenkombination  A 11

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?
Akoasmen (elementare unausgeformte, nicht verbale akustische Sinnestäuschungen) werden beobachtet bei:

  1. Alkoholdelir
  2. Epileptischer Aura
  3. Schizophrenie
  4. Zwangsstörung
  5. Abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung

A) Nur die Aussage 3 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.

 

17. Einfachauswahl A 23

Ein Patient stellt sich erstmals in Ihrer Praxis vor. Er sei wegen Herzbeschwerden, Schwindel, häufigen Bauchschmerzen, Durchfall und Hautjucken schon bei vielen Ärzten gewesen und habe sich vielen Behandlungen unterzogen. Die Symptome seien aber immer wieder aufgetreten. Jetzt hoffe er, dass Sie ihm helfen können.
Zu welcher Gesundheitsstörung passen die Symptome am ehesten?

A) Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
B) Somatoforme Störung
C) Multiple Sklerose
D) Colitis Ulcerosa
E) Bipolare affektive Störung

 

18. Aussagenkombination  A 28

Welche der folgenden Aussagen zur Unterbringung von psychisch Kranken in psychiatrischen Krankenhäusern trifft (treffen) zu?

  1. Die strafrechtliche Unterbringung in einer Einrichtung des Maßregelvollzugs erfordert die vorige Einrichtung einer Betreuung
  2. Die strafrechtliche Unterbringung in einer Entziehungsanstalt kann bei Minderjährigen von den Eltern angeordnet werden
  3. Die zivilrechtliche Unterbringung (nach Betreuungsrecht) setzt eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit des Betroffenen voraus
  4. Die öffentlich-rechtliche Unterbringung nach Landesrecht (z.B. Psychisch-Kranken-Gesetz) ist zeitlich nicht befristet
  5. Eine öffentlich-rechtliche Unterbringung nach Landesrecht (z.B. Psychisch-Kranken-Gesetz) it zur Abwehr von Selbstgefährdung nicht möglich.

A) Nur die Aussage 3 ist richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

 

19. Mehrfachauswahl  A 4

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!
Depressive Episoden des höheren Lebensalters („Altersdepressionen“)

A) sind teilweise schwer von Demenzen abzugrenzen
B) sind einer psychotherapeutischen Behandlung nicht zugänglich
C) gehen häufig mit somatischen Symptomen einher
D) führen so gut wie nie zu einer Suizidgefährdung
E) sind normale Alterserscheinungen

 

20. Mehrfachauswahl  A 12

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!
Bei einem bewusstlosen, spontan-atmenden Patienten sind folgende Notfallmaßnahmen indiziert:

A) keine weiteren Maßnahmen
B) Notruf wählen
C) Stabile Seitenlage
D) Bis zum Eintreffen des Notarztes kardiale Druckmassage und Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung im Wechsel 30:2
E) Bis zum Eintreffen des Notarztes kardiale Druckmassage und Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung im Wechsel 20:2

 

21. Aussagenkombination  A 17

Welche der folgenden Aussagen zur depressiven Episode (nach ICD-10) treffen zu?

  1. Für die Diagnose einer depressiven Episode wird die Dauer von mindestens drei Monaten verlangt
  2. Sie zeigt ein breites Bild unterschiedlicher Symptome und Ausprägung
  3. Agitiertheit spricht gegen eine schwere depressive Episode
  4. Sie ist in ihrer Auswirkung vom sozialen Umfeld abhängig
  5. Sie beeinträchtigt die selbstständige Lebensführung nicht

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

 

22. Aussagenkombination  A 8

Welche der folgenden Aussagen zu Benzodiazepinen treffen zu?

  1. Wirksame Metaboliten können bei Dauertherapie zu einer Kumulationsgefahr führen
  2. Häufige Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit und Benommenheit
  3. Benzodiazepine werden bei akuten Angstzuständen eingesetzt
  4. Bei Hochdosisabhängigkeit ist grundsätzlich ein sofortiges Absetzen angezeigt
  5. Entzugssymptome können sich über Wochen hinziehen

A) Nur die Aussagen 1,2 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

 

23. Einfachauswahl  A 13

Welche Aussage zur Kommunikation im Rahmen der motivierenden Gesprächsführung (Motivational Interviewing) trifft am ehesten zu?

A) Der Therapeut weist den Patienten möglichst oft direkt auf dessen Fehler hin
B) Der Therapeut versucht möglichst viele Argumente für eine Verhaltensänderung vorzuschlagen
C) Zur Verbesserung des Problemverständnisses stellt der Therapeut möglichst geschlossene Fragen oder immer wieder die gleichen Fragen
D) Der Therapeut vermeidet Diskussionen und direkt konfrontatives Vorgehen
E) Bei jeden Klienten geht der Therapeut gleich vor und nimmt eine gewisse Motivation an

 

24. Aussagenkombination  A 18

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Sinnvolle therapeutische Möglichkeiten bei der hypochondrischen Störung sind:

  1. Motivation zur besseren Bewältigung der Krankheitsangst
  2. Wiederholte apparative Diagnostik der Beschwerden
  3. Psychoedukation zu Auswirkungen von Stress und Angst
  4. Training der Reduktion sicherheitssuchenden Verhaltens
  5. Bearbeitung früherer und aktueller Belastungen

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Antworten sind richtig

 

25. Mehrfachauswahl  A 9

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!
Für die Entscheidung, ob bei einem suizidalen Patienten mit depressiver Episode die Indikation für eine stationäre Therapie besteht, legen bestimmte Faktoren die Notwendigkeit einer Klinikaufnahme nahe.

Eine stationäre Einweisung sollte unbedingt erwogen werden,

A) wenn die zugrundeliegende depressive Störung einer intensiven psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung bedarf
B) bei Patienten mit chronischer, latenter Suizidalität, von der diese sich glaubhaft distanzieren können
C) bei mangelnder Absprachefähigkeit
D) bei tragfähiger therapeutischer Beziehung
E) bei vorhandener Bündnis- und Beziehungsfähigkeit

 

26. Aussagenkombination  A 19

Welche der folgenden Aussagen zu Persönlichkeitsstörungen trifft (treffen) zu?

  1. Personen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung sind oft sehr einfühlsam
  2. Personen mit schizoider Persönlichkeitsstörung haben oft einen großen Freundeskreis
  3. Personen mit emotional instabiler Persönlichkeitsstörung haben oft nur geringe Fähigkeiten, ihre Ziele langfristig zu verfolgen,
  4. Personen mit dissozialer Persönlichkeitsstörung haben oft langfristige Beziehungen.
  5. Personen mit paranoider Persönlichkeitsstörung zeigen oft eine übertriebene Empfindlichkeit bei Rückschlägen und Zurücksetzung

A) Nur die Aussage 3 ist richtig
B) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

 

27. Aussagenkombination  A 14

Welche der folgenden Aussagen hinsichtlich der Sozio- und Psychotherapie schizophrener Kranker trifft (treffen) zu?

  1. Aufdeckend psychotherapeutische Interventionen sind supportiven Interventionen vorzuziehen
  2. Schizophrene Residualsyndrome sind durch Verhaltenstraining und Übungsprogramme nicht besserungsfähig
  3. Patienten mit sogenannten Plussymptomen sind in der Regel besser zu rehabilitieren als Patienten mit sogenannten Minussymptomen
  4. Sozio- und psychotherapeutische Maßnahmen ersetzen in der Regel eine Rezidivprophylaxe mit Antipsychotika
  5. Psychoedukation in Gruppen ist bei Patienten mit Schizophrenie grundsätzlich kontraindiziert

A) Nur die Aussage 1 ist richtig
B) Nur die Aussage 3 ist richtig
C) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
D) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

 

28. Aussagenkombination  A 24

Welche der folgenden Aussagen zur Bulimia nervosa treffen zu?

  1. Die Betroffenen betreiben teilweise einen Missbrauch von Abführmitteln, Schilddrüsenpräpareten oder Diuretika
  2. In der Vorgeschichte lässt sich häufig eine Episode einer Anorexia nervosa nachweisen
  3. Die Betroffenen zeigen häufig depressive Symptome
  4. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen
  5. Der Body-Mass-Index liegt typischerweise unter 17,5 kg/m2

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1,2 und 3 sind richti
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

Vorläufige Lösungen der Überprüfung vom 13. Oktober 2021

Lösungen Gruppe A:
1: E | 2: D | 3: E | 4: A+C | 5: E | 6: E | 7: E | 8: E | 9: A+C | 10: A | 11: C | 12: B+C | 13: D | 14: B | 15: C | 16: B | 17: C | 18: D | 19: B | 20: A+E | 21: D | 22: D | 23: B | 24: B | 25: D | 26: C | 27: A+D | 28: A

Lösungen Gruppe B:
1: E | 2: A | 3: C | 4: A+E | 5: D | 6: D | 7: D | 8: C | 9: E | 10: E | 11: B | 12: D | 13: A+D | 14: E | 15: E | 16: C | 17: B | 18: A | 19: A+C | 20: B+C | 21: C | 22: E | 23: D | 24: D | 25: A+C | 26: B | 27: B | 28: B

Prüfungsfragen der Prüfung vom Mittwoch 17. März 2021

Fragen der Gruppe B

1. Einfachauswahl
Welche Aussage zur Unterbringung psychisch Kranker in einem psychiatrischen Krankenhaus trifft zu?

A) Die Einweisung eines psychisch erkrankten Menschen nach dem Unterbringungsrecht der Länder (z.B. Psychisch-Kranken-Gesetz) ist nur bei akuter Eigengefährdung möglich
B) Die Unterbringung nach dem Betreuungsrecht erfolgt ohne zeitliche Befristung
C) Eine Unterbringung psychisch Kranker nach dem Betreuungsrecht kann auch zum Zwecke einer notwendigen ärztlichen Untersuchung erfolgen
D) Eine Unterbringung nach dem Betreuungsgesetz kann bei Fremdgefährdung auch vom behandelnden Psychiater angeordnet werden
E) Die Unterbringung eines psychisch erkrankten Menschen nach dem Unterbringungsrecht der Länder (z.B. Psychisch-Kranken-Gesetz) darf höchstens vier Wochen dauern

 

2. Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zu Essstörungen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A) Anorexia nervosa tritt bei Frauen und Männern etwa gleich häufig auf
B) Bei der Bulimia nervosa hat sich die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als wirksam erwiesen
C) Beim Pica-Syndrom (nach lateinisch: pica = Elster) werden ungenießbare bzw. nicht essbare Substanzen verzehrt
D) Für die Binge-Eating-Störung (BES) ist der häufige Verzehr sehr kleiner Mahlzeiten charakteristisch
E) Von Adipositas spricht man bei Männern bei einem Body-Mass-Index (BMI) von 24 kg/m2

 

3. Aussagenkombination
Bei welchen der folgenden Erkrankungen/Folgezustände kann als zugehöriges Symptom eine Gangstörung vorkommen?

1. Innenohrerkrankung
2. Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen)
3. Schädigung peripherer Nerven (Neuropathie)
4. Erkrankungen von Muskeln und Gelenken
5. Nach Schädel-Hirn-Verletzungen

A) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

 

4. Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zur Behandlung von Patienten mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A) Ein Therapieziel ist die Verbesserung der Beziehungsfähigkeit
B) Für eine gute Prognose spricht die Verdrängung von Abhängigkeitsbedürfnissen
C) Bei Patienten mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung besteht ein erhöhtes Suizidrisiko gegenüber der Normalbevölkerung
D) Verglichen mit anderen psychischen Störungen (wie Depression oder Angststörungen) ist die therapeutische Beziehung für eine erfolgreiche Therapie weniger bedeutsam
E) Der narzisstische Patient sucht in der Regel frühzeitig psychotherapeutische Hilfe auf

 

5. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Zu den unerwünschten Wirkungen bzw. Risiken einer psychotherapeutischen Behandlung zählen:

1. Auftreten von psychotischen Symptomen
2. Destabilisierung von Beziehungen
3. Suizid des Patienten
4. Verminderung eines begleitenden Substanzkonsums
5. Übertragung im Rahmen der psychoanalytischen Therapie

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

 

6. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Merkmale des präsuizidalen Syndroms nach Ringel sind:

1. Realitätsverkennung
2. Aggressionsumkehr
3. Einengung
4. Gedankenentzug
5. Suizidphantasien

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

7. Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zu Zwangsstörungen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A) Zwangssymptome haben eine Tendenz zur Generalisierung
B) Zwangsstörungen treten nahezu immer isoliert auf
C) Zwangsstörungen treten bei Männern deutlich häufiger auf als bei Frauen
D) Zwangsstörungen beeinträchtigen den Alltag des Patienten kaum
E) Die Zwangsgedanken werden vom Betroffenen fast immer quälend oder sinnlos erlebt

 

8. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Zum Wahn gehören:

1. Überzeugungen, die im Widerspruch zu den Einschätzungen gesunder Menschen oder den Naturgesetzen stehen
2. Intakte Realitätskontrolle
3. Subjektive Gewissheit
4. Unkorrigierbarkeit
5. Somnolenz

A) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

 

9. Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zu Störungen der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisfunktion treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A) Konfabulationen sind für das Korsakow-Syndrom typische Erinnerungslücken, die mit Einfällen gefüllt werden, die vom Betroffenen für Erinnerungen gehalten werden
B) Eine Merkfähigkeitsstörung wird durch Fragen zu biographischen und historischen Ereignissen überprüft
C) Mit der Aufgabe „von 100 immer 7 abziehen“ (100 – 7 Test) wird die Funktion des Langzeitgedächtnissen geprüft
D) Bei einem organischen amnestischen Syndrom besteht eine Beeinträchtigung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses, bei erhaltenem Immediatgedächtnis
E) Bei der Amnesie ist die Erinnerungsfähigkeit gesteigert

 

10. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Im Rahmen einer depressiven Episode kann es zum Auftreten folgender Symptome kommen:

1. Agitiertheit
2. Halluzinationen
3. Wahnvorstellungen
4. Autoaggressive Handlungen
5. Hypochondrische Grübeleien

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

 

11. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur Abstinenzregel der klassischen Psychoanalyse trifft (treffen) zu?

1. Private Dienstleistungen durch den Klienten für den Therapeuten sind mit der Abstinenzregel vereinbar
2. Es verstößt nicht gegen die Abstinenzregel, wenn der Therapeut eine rein freundschaftliche Beziehung zum Klienten pflegt
3. Es verstößt nicht gegen die Abstinenzregel, wenn der Therapeut im Rahmen der Therapie anhand früherer eigener Konflikte dem Klienten geeignete Problemlösestrategien veranschaulicht und vermittelt
4. Die einvernehmliche Aufnahme sexueller Beziehungen zwischen Klient und Therapeut ist mit der Abstinenzregel vereinbar
5. Die Abstinenzregel erstreckt sich auch auf Personen, die dem Klienten nahestehen

A) Nur die Aussage 5 ist richtig
B) Nur die Aussagen 1und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
D) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

 

12. Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zu dissoziativen Störungen (nach ICD-10) treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A) Frauen sind häufiger betroffen als Männer
B) Dissoziative Krampfanfälle gehen mit einem Bewusstseinsverlust einher
C) Chronische Zustände treten nicht auf
D) Es besteht kein Zusammenhang zwischen dissoziativen Symptomen und belastenden Ereignissen, Problemen oder Bedürfnissen
E) Eine körperliche Erkrankung, welche die Symptome erklären könnte, ist nicht nachweisbar

 

13. Einfachauswahl
Welche Aussage zum Heilpraktikergesetz trifft zu?

A) Das Heilpraktikergesetz wurde bereits 1949 verabschiedet
B) Ärzte benötigen für die Ausübung der Psychotherapie eine Heilpraktikererlaubnis
C) Die Ausübung der Zahnheilkunde fällt nicht unter die Bestimmungen dieses Gesetzes
D) Heilpraktiker dürfen die Ausübung der Heilkunde auch im Umherziehen anbieten
E) Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist eine der Voraussetzungen für die auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkte Heilpraktikererlaubnis

 

14. Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zum Delir treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A) Im Gegensatz zur Demenz fehlt bei einem Delir die Bewusstseinsstörung
B) Akustische Halluzinationen treten beim Alkoholentzugsdelir nicht auf
C) Das Delir ist gekennzeichnet durch Störungen der Orientierung, der Psychomotorik und der Wahrnehmung
D) Ein Alkoholentzugsdelir kann häufig bis zu einem Jahr anhalten
E) Für ein Alkoholentzugsdelir ist ein typisches Symptom die erhöhte Suggestibilität

 

15. Einfachauswahl
Welche Aussage zu grundlegenden Annahmen der Verhaltenstherapie trifft am ehesten zu?

A) Die Behandlung ist vor allem auf vergangene Erfahrungen und Erlebnisse ausgerichtet
B) Abweichendes Verhalten wird im Zuge von Lernprozessen erworben
C) Problematisches Verhalten wird im Zuge von Lernprozessen erworben
D) Der Entwicklung von funktionalem und dysfunktionalem Verhalten liegen unterschiedliche Lerngesetze zugrunde
E) Aus der Analyse von verdrängten Konflikten werden therapeutische Interventionen abgeleitet

 

16. Einfachauswahl
Welches der folgenden psychopathologischen Symptome spricht im Rahmen der Differentialdiagnose am ehesten für eine organische psychische Störung aufgrund einer nachweisbaren Hirnerkrankungen?

A) Gedankenlautwerden
B) Gedankenentzug
C) Dialog mit einer „inneren Stimme“
D) Desorientiertheit
E) Stimmen mit Befehlscharakter

 

17. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur Substitutionsbehandlung von Opioidabhängigen treffen zu?

1. Eine Schwangerschaft schließt eine Substitutionsbehandlung aus
2. Die Substitutionsbehandlung darf in Ausnahmefällen (z.B. Sonntag/Feiertage) vom Heilpraktiker durchgeführt werden
3. Eine Substitutionsbehandlung ist ein generelles Ausschlusskriterium für das Führen eines Kraftfahrzeuges
4. Methadon ist auch suchterzeugend
5. Das Risiko von HIV-Infektionen wird durch die kontrollierte Methadongabe verringert

A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

18. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur Demenz treffen zu?

1. Die häufigste Form aller Demenzerkrankungen ist die vaskuläre Demenz
2. Differentialdiagnostisch ist bei einer Demenz auch an eine Depression zu denken
3. Bei einer Demenz bei Alzheimer-Krankheit finden sich pathologische Ablagerungen von Proteinen im Gehirn
4. Verhaltensstörungen wie Aggressivität und Reizbarkeit passen nicht zur Diagnose Demenz
5. Bei einer vaskulären Demenz ist die Behandlung von Risikofaktoren wie arterieller Hypertonie, Rauchen und Diabetes mellitus wichtig

A) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

 

19. Aussagenkombination
Welche der folgenden Symptome und Verhaltensweisen können zur Prodromalphase einer Schizophrenie gehören?

1. Interessenverlust an der Arbeit
2. Sozialer Rückzug
3. Vernachlässigung der Körperhygiene und Kleidung
4. Ausgestaltetes Wahnsystem
5. Depressivität

A) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

 

20. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zu Entwicklungsstörungen treffen zu?

1. Bei der expressiven Sprachstörung ist die Intelligenzentwicklung in der Regel nicht gestört
2. Bei einer isolierten Artikulationsstörung ist nur das Sprachverständnis außerhalb der Norm reduziert
3. Bei der rezeptiven Sprachstörung ist das Sprachverständnis nicht gestört
4. Ein Beispiel für eine Artikulationsstörung ist das Lispeln (Sigmatismus)
5. Der frühkindliche Autismus tritt vorwiegend bei Mädchen auf

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

 

21. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Ein 25-jähriger Mann wird durch Überaktivität sorglose Heiterkeit, Distanzlosigkeit und Unkonzentriertheit auffällig; es besteht kein Krankheitsgefühl. Differenzialdiagnostisch müssen Sie folgende Erkrankungen in Betracht ziehen und/oder durch weitere Befunde abklären:

1. Manische Episode im Rahmen einer bipolaren affektiven Störung
2. Hirntumor (im Bereich des Stirnhirns)
3. Neurologische System- oder Stoffwechselerkrankung
4. Stimulanzienmissbrauch (Drogenmissbrauch vom Kokain- oder Amphetamintyp)
5. Alkoholdelir (Delirium tremens)

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

 

22. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zu Angststörungen treffen zu?

1. Die körperlichen Reaktionen und Empfindungen der pathologischen Angst unterscheiden sich in der Qualität erheblich von denen der „normalen Angst“
2. Die soziale Phobie gehört zu den häufigsten Angststörungen
3. Bei der Agoraphobie besteht eine Angst sich in eine Menschenmenge oder auf öffentliche Plätze zu begeben
4. Eine Panikattacke ist eine einzelne, abrupt beginnende Episode von intensiver Angst oder Unbehagen, die mit vegetativen Symptomen einhergeht.
5. Eine primäre Angststörung liegt bei einem Angstsyndrom vor, das auf eine körperliche oder psychische Grunderkrankung zurückzuführen ist

A) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

 

23. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zum psychopathologischen Befund treffen zu?

1. Illusion ist eine vermeintliche Wahrnehmung ohne Sinneseindrücke
2. Halluzination ist eine Missdeutung von Sinneseindrücken
3. Es kann auf mehreren Sinnesgebieten gleichzeitig halluziniert werden
4. Orientierungsstörung ist eine mangelhafte Orientierung oder völlige Desorientierung in Bezug auf Ort, Zeit, Situation und eigene Person
5. „Doppelte Buchführung“ bezeichnet die gleichzeitige Orientierung an der realen und wahnhaften Welt

A) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

24. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Die Erfordernis zur Errichtung einer rechtlichen Betreuung ist aus medizinischer Sicht gegeben, wenn folgende gesundheitliche Einschränkungen vorliegen:

1. Der Betroffene überblickt aufgrund einer psychischen Erkrankung, trotz umfassender ärztlicher Aufklärung, nicht die Tragweite des Risikos eines operativen Eingriffs
2. Aufgrund körperlicher Behinderung gelingt die Führung eines eigenen Haushaltes nur mit Hilfe einer Putzfrau
3. Es besteht Drogenmissbrauch, kompliziert durch Beschaffungskriminalität
4. Es besteht aufgrund einer psychischen Erkrankung die Unfähigkeit die eigenen Angelegenheiten zu besorgen
5. Es besteht eine nicht altersentsprechende emotionale Abhängigkeit von Bezugspersonen

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig
B) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
E) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

 

25. Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Diagnostische Leitlinien für den schädlichen Gebrauch von psychotropen Substanzen (nach ICD-10) sind:

1. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Substanzkonsums
2. Körperliche Störung aufgrund des Substanzkonsums
3. Psychische Störung aufgrund des Substanzkonsums
4. Starker Wunsch oder eine Art Zwang die Substanz zu konsumieren
5. Sozial unüblicher Konsum der entsprechenden Substanz

A) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
C) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig
D) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
E) Alle Aussagen sind richtig

 

26. Einfachauswahl
Welche Aussage trifft zu?

Eine negative Verstärkung im Sinne der operanten Konditionierung ist:

A) Eine Mutter belohnt ihr Kind dafür, dass es andere schlägt
B) Eine Mutter schlägt ihr Kind, weil es andere schlägt
C) Eine Mutter beendet den Hausarrest, nachdem das Kind seine Hausaufgaben gemacht hat
D) Eine Mutter erteilt Hausarrest, weil das Kind seine Hausaufgaben nicht macht
E) Eine Mutter schränkt das Fußballspielen ein, weil das Kind seine Hausaufgaben nicht gemacht hat

 

27. Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zur Differentialdiagnose psychotischer Störungen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A) Kernsymptome der wahnhaften Störung sind Negativsymptome und Halluzinationen
B) Bei der hebephrenen Schizophrenie stehend die affektiven Veränderungen im Vordergrund
C) Anhaltende Positivsymptome kennzeichnen das schizophrene Residuum
D) Bei der Schizophrenie ist die Bewusstseinsklarheit in der Regel nicht beeinträchtigt
E) Die induzierte wahnhafte Störung (Folie à deux) wird durch Drogeneinnahme verursacht

 

28. Einfachauswahl
Bei einem depressiven Patienten beabsichtigt der Therapeut die Methode der kognitiven Umstrukturierung einzusetzen. Welche Aussage zur kognitiven Umstrukturierung trifft zu?

A) Der Therapeut nimmt an, dass sich Kognitionen nur indirekt über eine Verhaltensänderung beeinflussen lassen
B) Im sokratischen Dialog versucht der Therapeut seinen Patienten von der objektiven Wahrheit zu überzeugen
C) Im sokratischen Dialog stellt der Therapeut seine Fragen zurückhaltend und geduldig und erfragt Widersprüche
D) Beim Entkatastrophisieren soll sich der Patient in die Perspektive eines anderen versetzen
E) Der Therapeut verzichtet auf Verhaltensexperimente, um den Patienten auf dessen automatische Gedanken zu fokussieren

Vorläufige Lösungen der Überprüfung vom 17. März 2021

Lösungen Gruppe A:
1: C+E. 2: C. 3: A+D. 4: D. 5: C. 6: E. 7: B. 8: C. 9: A. 10: B+C. 11: D. 12: A. 13: E. 14: B+D. 15: E. 16: A. 17: E. 18: B. 19: C. 20: A+C. 21: A+E. 22: A+E. 23: C. 24: C. 25: B. 26: B. 27: C. 28: C.

Lösungen Gruppe B:
1: C. 2: B+C. 3: E. 4: A+C. 5: B. 6: C. 7: A+E. 8: B. 9: A+D. 10: E. 11: A. 12: A+E. 13: C. 14: C+E. 15: B.16: D. 17: C. 18: C. 19: D. 20: A. 21: E. 22: C. 23: E. 24: B. 25: A. 26:C. 27: B+D. 28: C.

Prüfungsfragen der Prüfung vom Mittwoch 14. Oktober 2020

Fragen der Gruppe A

Frage 1:

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur Bindungsstörung (nach ICD-10) treffen zu?

1. Die reaktive Bindungsstörung wird von anhaltenden und ausgeprägten kognitiven Defiziten, die denen des Autismus vergleichbar sind, begleitet
2. Zur klinischen Leitsymptomatik der reaktiven Bindungsstörung gehören repetitive und stereotype Verhaltensmuster
3. Wichtig ist die diagnostische Abgrenzung von tief greifenden Entwicklungsstörungen (nach ICD-10)
4. Die reaktive Bindungsstörung tritt meist im Kontext von Vernachlässigung oder Misshandlung auf
5. Beginn vor dem Alter von 5 Jahren

A Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
C Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
D Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
E Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

Frage 2:

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

Typische Symptome des amnestischen Syndroms (Korsakow-Syndrom) sind:
A Akustische Halluzinationen
B Zeitgitterstörungen
C Erhöhte Vigilanz
D Augenmuskelmuskellähmungen
E Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses

 

Frage 3:

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

Symptome einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome (nach ICD-10) sind:
A Gedankenausbreitung
B Schuldgefühle
C Psychomotorische Hemmung
D Verarmungswahn
E Anhaltenden Halluzinationen

 

Frage 4:

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zum unterschiedlichen Vorgehen von Psychoanalyse und Verhaltenstherapie treffen am ehesten zu?

1. In der klassischen Psychoanalyse wird überwiegend gegenwartsbezogen gearbeitet
2. In der klassischen Psychoanalyse werden vor allem kognitive Techniken eingestzt
3. In der klassischen Psychoanalyse bleibt der Therapeut neutral-indifferent
4. In der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) geht es auch um beobachtbares Verhalten
5. Ziel der kognitiven Verhaltentherpaie (KVT) ist unter anderem eine Verbesserung des Selbstmanagements

A Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
B Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
C Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
E Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

 

Frage 5:

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

Bei somatoformen Störungen (nach ICD-10)
A findet sich bei der Abklärung keine ausreichende organische Erklärung für die beschriebenen Körperbeschwerden
B sollten Patienten wiederholt die komplette somatische Diagnostik inklusive apparativer Verfahren und Bildgebung durchlaufen
C besteht häufig eine Komorbidität mit depressiven Störungen
D spielen soziale Faktoren keine Rolle
E steht die medikamentöse Therapie im Vordergrund

 

Frage 6:

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

Störungen der Affektivität bei Schizophrenie snd:
A Ambivalenz
B Haltungsstereotypien
C Manierismen
D Parathymie
E Akustische Halluzinationen

 

Frage 7:

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zu Essstörungen treffen zu?

1. Patienten mit Anorexia nervosa klagen meist über Kraftlosigkeit und körperliche Erschöpfung
2. Bei einem Body-Mass-Index (BMI) kleiner als 18,5 kg/m2 bei Erwachsenen spricht man von Untergewicht
3. Charakteristisch für die Binge-Eating-Störung (BES) sind gewichtsregulierende Maßnahmen wie z.B. Erbrechen
4. Patienten mit Anorexia norvosa haben einen hohen Leidensdruck und erleben sich als zu dünn
5. Zu den Symptomen der Anorexia nervosa gehören übertriebene körperliche Aktivitäten, wie z.B. häufiges Joggen und Schwimmen

A Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
B Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig
C Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
E Alle Aussagen sind richtig

 

Frage 8:

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zu Persönlichkeitsstörungen (nach ICD-10) treffen zu?

1. Das auffällige Verhaltensmuster ist andauernd
2. Charakteristisch sind Gedächtnisprobleme
3. Die Störungen beginnen in der Kindheit oder Adoleszenz
4. Die Störungen sind gut mit Medikamenten behandelbar
5. Die Störungen werden durch eine organische Erkrankung oder Verletzung des Gehirns verursacht

A Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
C Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
D Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
E Nur die Aussagen 1, ,2, 3 und 5 sind richtig

 

Frage 9:

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Zwangssymtome können auftreten bei:
1. Angststörungen
2. Depressive Episode
3. Schizophrenie
4. Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
5. Hinrtumor

A Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
B Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
C Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
D Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E Alle Aussagen sind richtig

 

Frage 10:

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Ein erhötes Suizidrisiko gegenüber der Normalbevölkerung besteht bei einer Erkrankung an:
1. Schizophrenie
2. Depression
3. Alkoholkrankheit
4. Anorexia nervosa
5. Persönlichkeitsstörungen

A Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
B Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
C Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E Alle Aussagen sind richtig

 

Frage 11:

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Typische Symptome des Morbus Parkinson sind:
1. Monotone Stimme
2. Mikrografie
3. Bewegungsarmut
4. Tremor
5. Krampfanfälle

A Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
B Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig
C Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

 

Frage 12:

Einfachauswahl. Welche Aussage zur schweren Intelligenzminderung (nach ICD-10) trifft zu?

A Der IQ (intelligenzquotient) liegt unter 20
B Der IQ liegt im Bereich zwischen 20 und 34
C Der IQ liegt im Bereich zwischen 50 und 69
D Der IQ liegt im Bereich zwischen 70 und 84
E Der IQ liegt im Bereich zwischen 85 und 115

 

Frage 13:

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Als Absetzphänomen nach längerem hochdosiertem Cannabiskonsum können auftreten:
1. Angst
2. Tremor
3. Schlafstörungen
4. Schwitzen
5. Reizbarkeit

A Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
C Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E Alle Aussagen sind richtig

 

Frage 14:

Einfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur anhaltenden wahnhaften Störung (nach ICD-10) trifft zu?

A Ständiges Stimmenhören und schizophrene Symptome in der Vorgeschichte sind typisch
B Nach den diagnostischen Leitlinien müssen die Wahnvorstellungen minestens 12 Monate dauern
C Die Betroffenen zeigen auch in Bereichen und Handlungen, die sich nicht auf den Wahn beziehen, massive Auffälligkeiten
D Nur in seltenen Fällen bestehen Verfolgungs- und Beeinträchtigungsideen
E Nicht vereinbar mit der Diagnose ist eine hirnorganische Erkrankung

 

Frage 15:

Aussagenkombination. Eine Patientin mit einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ (BPS) stellt sich nach einem stationären Klinikaufenthalt im nahegelegenen psychiatrischen Krankenhaus in Ihrer Praxis vor mit dem Wunsch zur Durchführung einer Psychotherapie. Dem vorgelegten Arztbrief entnehmen Sie, dass die Patientin im klinischen Setting sehr von der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) profitiert habe.

Welche der folgenden Aussagen zur dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) treffen zu?
1. Die DBT integriert Techniken aus der Verhaltenstherapie (VT), der humanistischen Therapie, der psychodynamischen Therapie und der Zen-Meditation
2. Die DBT findet in erster Linie in der Behandlung scherer komorbider Störungen (z.B. akute Drogenintoxikation) von Patienten mit BPS Anwendung
3. Die DBT ist bei chronisch suizidalen Patienten mit BPS kontraindiziert
4. Die DBT wird u.a. als Fertigkeitstraining (sog. interaktives Skilltraining) durchgeführt
5. Die Wirksamkeit der DBT bei Patienten mit BPS ist wissenschaftlich belegt

A Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig
B Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig
C Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
D Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig
E Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

 

Frage 16:

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

Für eine schizoide Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) sprechen im Rahmen der Differentialdiagnostik:
A Deutlich mangelnde Sensibilität im Erkennen und Befolgen gesellschaftlicher Regeln
B Emotionale Kühle, Distanziertheit oder flache Affektivität
C Übermäßiges Interesse an körperlicher Attraktivität
D Bedürfnis nach übermäßiger Bewunderung
E Übermäßiger Zweifel und Vorsicht

 

Frage 17:

Einfachauswahl. Welche Aussage zur verhaltenstherapeutischen Behandlung von Zwangsstörungen trifft am ehesten zu?

A Der Therapeut versucht, die Veränderung aufzuheben und den Patienten zu ermutigen, sich dem zu stellen, was er wirklich fürchtet
B Besonders wirksam ist die Rekonstruktion des auslösenden Ereignisses der Zwangsrituale
C Bei einem Expositionstrainig mit Reaktionsmanagment soll der Patient die Erfahrung machen, dass sich der Spannungszustand auch abaut, wenn er seine Rituale nicht ausführt
D Für die Wirkung einer Konfrontation ist es besser, wenn sich der Patient gedanklich ablenkt
E Begleitend zur verhaltenstherapeutischen Behandlung sollte eine Dauertherapie mit Benzodiazepinen erfolgen

 

Frage 18:

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Unerwünschte Nebenwirkungen bei Antipsychotika (Neuroleptika) sind:
1. Parkinsonoid
2. Sitzunruhe (Akathesie)
3. Herzkreislaufstörungen
4. Gewichtszunahme
5. Abhängigkeitsentwicklung

A Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
B Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
C Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig
D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

 

Frage 19:

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Übertragung/Gegenübertragung im Sinne der Psychoanalyse treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A Bei der Übertragung werden aggressive Triebe übertrieben und theatralisch dargestellt
B Eine Übertragung ist kein Grund eine Therapie zu beenden
C Der Therapeut muss auf Übertragungen rasch mit Gegenmaßnahmen reagieren
D Die Gegenübertragung bezeichnet das Erahnen von Wünschen des Therapeuten durch den Patienten
E Je nach Zeitpunkt der Therapie kann der Therapeut auf eine Übertragung im Sinne einer Deutung hinweisen

 

Frage 20:

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A ADHS ist gekennzeichnet durch motorische Hyperaktivität, Impulsivität und Störung der Aufmerksamkeit
B ADHS tritt im Erwachsenenalter nicht auf
C Vor Diagnosestellung einer ADHS muss eine organische Ursache ausgeschlossen werden
D Genetische Faktoren spielen bei ADHS keine Rolle
E Eine alleinige Verhaltenstherapie ist einer medikamentösen Therapie bei ADHS eindeutig überlegen

 

Frage 21:

Einfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Diagnosestellung eines Abhängigkeitssyndroms (nach ICD-10) trifft zu?

A Eine Alkoholabhängigkeit besteht, wenn täglich mehr als 50g (Männer) oder 30g (Frauen) Alkohol konsumiert werden
B Die Diagnose eines Abhängigkeitssyndroms kann nur dann gestellt werden, wenn eindeutige schädliche Folgen (z.B. Leberschädigung oder Führerscheinverlust) nachgewiesen werden können
C Eine erhaltende Kontrollfähigkeit bezüglich Beginn, Beendigung oder Menge des Konsums schließt die Diagnose eines Abhängigkeitssyndroms aus
D zu den Kriterien für die Diagnosestellung zählt, ob ein starker Wunsch oder eine Art Zwang besteht, eine Substanz zu konsumieren
E Ein Abhängigkeitssyndrom kann ausgeschlossen werden, wenn der Betroffene 30 Tage lang auf die Substanz verzichten kann

 

Frage 22:

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zum Eye Movment Desensitization and Reprocessing (EMDR) treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A Bei der Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) konzentriert sich der Patient auf eine traumatische Erinnerung und die damit verbundenen Gedanken und Körperempfindungen
B EMDR funktioniert nur mit visueller Stimulierung
C Bei EMDR wird grundsätzlich mit einer weniger Angst auslösenden Szene begonnen
D Bei EMDR wird eine bilaterale zerebrale Stimulation eingestzt
E EMDR ist vor allem für Patienten mit schizophrenen Psychosen und schweren hirnorganischen Erkrankungen geeignet

 

Frage 23:

Mehrfachauswahl. Ein Patient kommt in Ihre Praxis, weil der Hausarzt ihm eine psychotherapeutische Behandlung seiner Depression empfohlen habe. Der Patient klagt über innere Leere, Antriebslosigkeit. Nichts freue ihn mehr, auf nichts habe er mehr Lust, ständig grüble er. Alles mache er falsch. Er meide andere Menschen. Er komme noch nicht einmal von seinem Sofa hoch.

Welche der folgenden Aussagen zum verhaltenstherapeutischen Vorgehen treffen am ehesten zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A Der Therapeut sollte mit ihm das sogenannte Teufelskreismodell der Angst erarbeiten
B Der Therapeut sollte ihn vor allem in Planung und Aufbau von herausfordernden, großen und besonderen Aktivitäten (z.B. Marathon laufen) unterstützen
C Der Therapeut sollte ihm gezielt Gegenargumente nennen, die beweisen, dass sein automatischer Gedanke („Ich mache alles falsch“) falsch ist
D Der Therapeut sollte mit ihm Techniken einüben, seine Grübelgedanken und -inhalte zu unterbrechen und umzustrukturieren
E Der Therapeut sollte im Verlauf auch soziale Fertigkeiten trainieren und Ressourcen aktivieren

 

Frage 24:

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zum Patientenrechtegesetz (Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten) treffen zu?

Im Patientenrechtegsetz sind folgende Pflichten des Behandelnden verankert:
1. Aufklärungspflicht
2. Aufbewahrungspflicht der Patientenakte
3. Dokumentationspflicht
4. Informationspflicht
5. Meldepflicht

A Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig
B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
C Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
D Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig
E Alle Aussagen sind richtig

 

Frage 25:

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Behandlung von chronischen Schmerzstörungen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A Opioidhaltige Analgetika führen nicht selten zu einer Abhängigkeitsentwicklung
B Ein Training zur Stressbewältigung kann dazu beitragen, Hilflosigkeitsgefühle zu überwinden
C Entspannungstraining ist kontraindiziert
D Auf Schonung und Vermeidung körperlicher Aktivität aollte auch bei psychischer Ursache der Schmerzen konsequent geachtet werden
E Der Patient sollte regelmäßig auf das Fortbestehen seiner Beschwerden hingewiesen werden

 

Frage 26:

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zu psychotischen Störungen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A Bei der katatonen Schizophrenie treten nur selten psychomotorische Erregungszustände auf
B Die zönästhetische Schizophrenie ist gekennzeichnet durch körperliche Missempfindungen und Leibhalluzinationen
C Die hebephrene Schizophrenie beginnt selten vor dem 25. Lebensjahr
D Amphetaminkonsum ist ein Risikofaktor für psychotische Störungen
E Die Lebenserwartung schizophrener Patienten ist gegenüber der Gesamtbevökerung nicht verringert

 

Frage 27:

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zu Sexualstörungen treffen nach ICD-10 zu?

1. Der dauerhafte Wunsch dem anderen Geschlecht anzugehören, wird als Transsexualismus bezeichnet
2. Anhedonie bezeichnet psychogen bedingte Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs
3. Bei sexuellen Funktionsstörungen muss an eine mögliche organische Ursache gedacht werden
4. Homo- und Bisexualität werden zu den Störungen der Sexualpräferenz gerechnet
5. Exhibitionismus wird zu den sexuellen Funktionsstörungen gerechnet

A Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
B Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig
C Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig
D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
E Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

 

Frage 28:

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur gesetzlichen Betreuung treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!

A Die Anordnung einer Betreuung führt zur Geschäftsunfähigkeit
B Ein volljähriger Geschäftsunfähiger kann keine Betreuung für sich beantragen
C Organische psychische Störungen sind häufig Anlass für die Einrichtung einer Betreuung
D Psychotherapeutische Gespräche mit Betreuten erfordern grundsätzlich die Genehmigung durch das Gericht
E Angehörige können eine Betreuung beim Gericht anregen

Lösungsschlüssel für die Prüfung vom 14.10.2020:

Lösungen Gruppe A:
1: E    2: B, E   3: B, C  4: D   5: A, C   6: A, D   7: B   8: A   9: E   10: E   11: D  12: B    13: E  14: E    15: D   16: A, B  17: C   18: D   19: B, E  20: A, C   21: D   22: A, D   23: D, E  24: C   25: A, B   26: B, D   27: A   28: C, E

Lösungen Gruppe B:
1: A, C   2: E   3: D   4: A, C  5: A, B   6: B, E   7: D   8: B, D   9: B, C  10: A, D  11: A, B  12: A, D   13: A   14: E   15: B  16: D   17: D, E  18: C, E  19: D  20: B  21: C   22: A  23: E    24: D   25: E   26: B, E   27: E    28: C

Prüfungsfragen vom Mittwoch, 9. Oktober 2019 Gruppe B mit dem Versuch der Antwortenkommentierung

 

1 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

Demenzerkrankungen

A) sind ein Synonym für Alzheimer Erkrankung

B) beginnen selten vor dem 75. Lebensjahr

C) führen zu einer Abnahme des Gedächtnisses und des Denkvermögens

D) sollten zur Differentialdiagnostik mit einem bildgebenden Verfahren (cCT, cMRT) untersucht werden

E) führen in der Regel innerhalb von 12 Monaten zum Tod

Richtig: C, D. zu A) Alzheimer ist die häufigste Demenzform, es gibt aber viele weitere. zu B) Demenzerkrankungen gibt es leider oft auch vor dem 75. Lebensjahr. zu E) Meist langsamerer Verlauf, in etwa 7-10 Jahren zum Tod führend

 

2 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Zwangsstörungen treffen zu?

  1. Bei Zwangsstörungen beobachtet man sehr häufig Spontanremissionen
  2. Eine Zwangsstörung beginnt in der Regel im mittleren bis höheren Erwachsenenalter
  3. Aufgrund des hohen Leidensdruckes kommt es meist zu einer raschen Diagnosestellung
  4. Eine Kombination aus Psychotherapie und medikamentöser Behandlung hat sich bewährt
  5. Zwangssymptome können bei einer Depression auftreten

A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2,3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2,4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3,4 und 5 sind richtig

Richtig: B
Oft Chronifizierung bei Zwängen. zu 2. Beginn meist im frühen Erwachsenenalter. zu 3. Betroffene suchen oft erst spät oder gar keine Hilfe.

 

3 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Inhaber einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten Heilpraktikererlaubnis sind grundsätzlich berechtigt zur selbstständigen Anwendung

  1. der kognitiven Verhaltenstherapie
  2. der tiefenpsychologischen fundierten Psychotherapie
  3. der Psychoanalyse
  4. von Intelligenztests
  5. der Osteopathie

A) Nur die Aussage 1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussage 3 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussage 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1,2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: D
Osteopathie = körperliches Therapieverfahren

 

4 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Typische Symptome einer depressiven Episode (nach ICD-10) sind:

  1. Ideenflucht
  2. Interessenverlust
  3. Vermindertes Selbstbewusstsein
  4. Suizidgedanken
  5. verminderter Antrieb

A) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: D. Ideenflucht = formale Denkstörung, eher bei manischer Episode.

 

5 Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Ein 60-jähriger Patient berichtet Ihnen von einer quälenden Unruhe, verstärkt im Sitzen und Liegen, mit ausgeprägtem Bewegungsdrang, der den ganzen Körper betrifft. Während des Gesprächs ist er unfähig, still zu sitzen, tritt von einem Bein auf das andere und wippt hin und her.

Dies spricht am ehesten für ein/eine

A) Dissoziative Bewegungsstörung

B) Schilddrüsenunterfunktion

C) Tourette-Syndrom

D) Adynamie

E) Akathisie

Richtig: E
A) dissoziative Bewegungsstörung = unfähig, Bewegungen durchzuführen. B) bei Unterfunktion reduziert, bei Tourette eher unwillkürliche Bewegungen oder Laute (Tics). Adynamie ist eher Muskelschwäche

 

6 Mehrfachauswahl

Bei einer 25-jährigen Frau, die wegen depressiver Verstimmung in Ihre psychotherapeutische Behandlung kommt, vermuten Sie eine Bulimia nervosa mit selbstinduziertem Erbrechen.
Welche der folgenden Befunde stützen im Rahmen der Differenzialdiagnose am ehesten Ihren Verdacht?

Wählen Sie zwei Antworten!

A) Adipositas Grad 3 (Body Mass Index > 40 kg/m2)

B) Speicheldrüsenschwellung

C) Zahnschäden

D) Chloasma (Pigmentflecken im Gesicht)

E) Akne

Richtig: B, C
A ist falsch, häufig normales oder nur leichtes Untergewicht. D) eher bei Schwangerschaft E) einfach nur falsch

 

7 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Aufmerksamkeitsdefizit/-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) treffen zu?

  1. Typische Kennzeichen des ADHS im Kindesalter sind u. a. Hypermotorik und impulshafte Ausbrüche
  2. Typische Kennzeichen des ADHS im Erwachsenenalter sind u.a. Desorganisation und fehlendes Durchhaltevermögen
  3. Häufige komorbide Störungen bei ADHS im Kindesalter sind Tic-Störungen und Störungen des Sozialverhaltens
  4. Häufige komorbide Störungen bei ADHS im Erwachsenenalter sind Abhängigkeitserkrankungen, depressive Störungen und Angststörungen
  5. Bei der Behandlung eines ADHS im Erwachsenenalter ist die Gabe von Methylphenidat kontraindiziert

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussage 1 und 3 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: D
5. Geht auch bei Erwachsenen

 

8 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Die emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typ (nach ICD-10)

  1. neigt zu suizidalem und präsuizidalem Verhalten
  2. ist gleichbedeutend mit einer schweren Depression
  3. neigt selten zu Wutanfällen und aggressiven Durchbrüchen
  4. zeigt eine ausgeprägt und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung
  5. ist gekennzeichnet durch ein intensives Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3, 4, und 5 sind richtig

Richtig: C
schwere Depression gehört zu F 3 mit eigener Symptomatik/Verlauf. Wutanfälle und Aggression gehören dazu

 

9 Einfachauswahl

Empathie ist eine zentrale Komponente im therapeutischen Kontakt der Gesprächstherapie (nach Rogers).
Welche Aussage zur Empathie trifft zu?

A) Empathie bedeutet, die Gefühle des anderen zu übernehmen

B) Empathie ist ausgerichtet auf den inneren Bezugsrahmen des Klienten

C) Empathie ist gleichzusetzen mit billigendem Verständnishaben

D) Empathie heißt, eine Bewertung abzugeben

E) Empathie zielt darauf ab, die Selbstexploration des Klienten zu verhindern

Richtig: B

A) Identifikation mit dem Patienten, Abgrenzungsproblem des Therapeuten. C) Empathie ist nicht gleich Billigung, D gerade nicht und gerade Selbstexploration wird gewünscht.

 

10 Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Verantwortlich für die öffentlich-rechtliche Unterbringung eines psychisch Kranken im psychiatrischen Krankenhaus für eine Zeitdauer von 6 Wochen gemäß Unterbringungsrecht der Länder (z.B. Psychisch-Kranken-Gesetz) ist

A) das Ordnungsamt

B) das Gericht

C) das Gesundheitsamt

D) die zuständige Ärztekammer

E) die Kriminalpolizei

Richtig: B
Ordnungsamt beantragt. Gesundheitsamt ist normalerweise nicht involviert. Ärztekammer ebenfalls nicht und Kriminalpolizei maximal wegen Abtransport.

 

11 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Anpassungsstörungen (nach ICD-10) treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Auslöser sind meist nicht zu definieren

B) Auftreten nach psychosozialer Belastung

C) Bei Kindern häufiger Auftreten regressiver Symptome, wie z.B. sekundäre Enuresis

D) Dauer in der Regel länger als 6 Monate

E) Individuelle Faktoren spielen bei dem Auftreten keine Rolle

Richtig: B und C
A) Auslöser muss vorhanden sein. zu D) Meist kürzer als 6 Monate außer depressive Anpassungsstörung. E) Individuelle Faktoren entscheiden

 

12 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zu Wahrnehmungsstörungen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Illusionäre Verkennungen treten u. a. beim Delir auf

B) Eine Halluzination ist eine Sinnestäuschung ohne entsprechenden äußeren Reiz

C) Optische Halluzinationen sprechen gegen eine körperlich begründbare Psychose

D) Optische Halluzinationen bestimmen das klinische Bild der hebephrenen Schizophrenie

E) Akustische Halluzinationen sind charakteristisch für die paranoide Persönlichkeitsstörung

Richtig: A und B
C) Bei Delir z.B. optische Halluzinationen. D) Hebephrenie = Störungen der Affektivität, formale Denkstörungen, Negativsymptomatik. Paranoide PS ohne psychotische Symptome

 

13 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
In der Verhaltenstherapie

  1. sind experimentelle Befunde zur klassischen und operanten Konditionierung eine wichtige Grundlage von Modellen zur Entstehung psychischer Störungen sowie von Interventionsmethoden
  2. gilt das Prinzip der klassischen Konditionierung inzwischen als veraltet und ist nur noch von untergeordneter Rolle
  3. bezeichnet operante Konditionierung einen Lernprozess, bei dem die Auftretenswahrscheinlichkeit von Verhalten durch seine Konsequenzen erhöht oder erniedrigt wird
  4. ist der Begriff „negative Verstärkung” innerhalb des operanten Konditionierens mit „Bestrafung” gleichzusetzen.
  5. kommen Verstärkerpläne zum Aufbau neuen Verhaltens zum Einsatz

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

Richtig: D
2. falsch. 4. = Wegnahme einer unangenehmen Konsequenz.

 

14 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Techniken zählen am ehesten zu den Konfrontationstherapien?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Flooding

B) Time-out (Auszeit)

C) Selbstmanagement

D) Systematische Desensibilisierung

E) Shaping (Verhaltensformung)

Richtig: A und D
B) Wegnahme aller Reize nach unerwünschtem Verhalten. C) Selbstmanagement = jemand gestaltet sein Leben gut alleine. E) Shaping = kleinschrittiger Aufbau des gewünschten Verhaltens

 

15 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zum Delir treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Bei alkohol- oder drogenabhängigen Patienten kann ein Delir in der Regel ambulant behandelt werden

B) Ein Delir ist ein ätiologisch unspezifisches Syndrom mit Störungen des Bewusstseins, der Kognition und der Psychomotorik

C) Ein Delir verläuft in der Regel asymptomatisch

D) Ein Delir ist eine organisch bedingte psychische Störung

E) Akustische Halluzinationen treten beim Delir nicht auf

Richtig: B und D
A) Stationär wegen Sterblichkeit! C) Viele und starke Symptome auf. E) Falsch, akustische Halluzinationen können beim Delir ebenfalls auftreten

 

16 Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Grübeln gehört im psychopathologischen Befund zur Gruppe der

A) Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen

B) formalen Denkstörungen

C) Befürchtungen und Zwängen

D) Ich-Störungen

E) inhaltlichen Denkstörungen

Richtig: B
A) Grübeln stört Gedächtnis/Aufmerksamkeit nicht. C) Befürchtungen/Zwänge = affektive Störungen, D) Beim Grübeln keine Störung der Meinhaftigkeit, ebenso ist E) der Denkinhalt nicht gestört

 

17 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

Sie wollen mit ihrem Patienten im Rahmen eines sozialen Kompetenztrainings einüben, dass dieser angemessen für seine Rechte eintritt. Sie geben dem Patienten die Instruktionen

A) laut und deutlich zu reden

B) bei Forderungen den Gebrauch von „Ich“ zu vermeiden

C) sich für die eigenen Forderungen zu entschuldigen

D) erst zu erklären, warum man etwas wolle, dann zu sagen, was

E) Verständnis für die Position des anderen zu äußern

Richtig: A, E
B) Ich ist wichtig, kein Entschuldigen C) und E) eigene Rechte klären, nicht für die der anderen eintreten

 

18 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Suizidalität treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Bei depressiven Patienten sollte man Fragen nach Suizidgedanken meiden, da diese das Suizidrisiko in der Regel erhöhen

B) Suchterkrankte Menschen sind in erhöhtem Maße suizidgefährdet

C) Wenn suizidale Patienten nach vorheriger Verzweiflung, plötzlich ruhig und gelöst wirken, ist dies ein Zeichen von Besserung, die Suizidgefahr lässt nach

D) Nur wenige Patienten mit Suizidgedanken kündigen geplante Suizidhandlungen an

E) In Deutschland sterben mehr Menschen an Suizid als im Verkehr

Richtig: B, E
A) immer nachfragen! zu C) Siehe Ringel-Pöldinger, hohe Gefahr! zu D) 80% der Patienten suchen vor einem Suizid ihren Arzt auf oder kündigen die Tat an.

 

19 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Typische Charakteristika der anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) sind:

Wählen Sie zwei Antworten!

A) Das Verlangen, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen

B) Übertrieben Gewissenhaftigkeit und unverhältnismäßige Leistungsbezogenheit unter Vernachlässigung von Vergnügen und zwischenmenschlichen Beziehungen

C) Überlassung der Verantwortung für Lebensbereiche des eigenen Lebens an andere

D) Übermäßige Vorliebe für Phantasien, einzelgängerisches Verhalten und in sich gekehrte Zurückhaltung

E) Rigidität und Eigensinn, wobei andere gegenüber auf einer Unterordnung unter eigene Gewohnheiten bestanden wird.

Richtig: B, E
A) wäre eher histrionische PS, zu C) wäre eher abhängige PS, D) wäre eher schizoide PS

 

20 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu psychischen Störungen im Wochenbett treffen zu?

  1. Die postpartale Depression hat meist eine günstige Prognose
  2. Bei einer schweren postpartalen Depression empfiehlt sich eine Behandlung mit einem Antidepressivum
  3. Bei ersten Anzeichen für eine postpartale Depression sollte die Mutter vom Kind getrennt werden
  4. Im Wochenbett treten psychische Erkrankungen gehäuft auf
  5. Eine postpartale Depression kann sich innerhalb von Stunden nach der Entbindung entwickeln

A) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: D
zu 1. Beginn akut, eindeutige Ursache, also bessere Prognose. 2. ADs werden eingesetzt. Erst bei Kindsgefährdung wird dieser Schritt überlegt.

 

21 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Psychotherapie treffen zu?

  1. „Erlernte Hilflosigkeit” ist ein in der psychoanalytischen Therapie verwendeter Begriff eines Abwehrmechanismus
  2. Bei einer akuten schweren depressiven Episode ist eine ambulante psychodynamisch orientierte Psychotherapie Therapie der ersten Wahl
  3. In der kognitiven Therapie wird der sokratische Dialog angewendet
  4. Beim SORKC-Modell handelt es sich um ein in der verhaltenstherapeutischen Diagnostik anwendbares Modell zur Problem-, Situations- und Verhaltensanalyse
  5. Psychodynamisch orientierte Psychotherapiemethoden spielen in der Kindertherapie keine wesentliche Rolle

A) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Richtig: A
zu 1.„erlernte Hilflosigkeit” Begriff der VT. 2. Psychodynamische Verfahren sind aufdeckend, also kontraindiziert. 5. Auch bei Kindern gibt es psychodynamisch orientierte Methoden.

 

22 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

Bei Menschen, die an einer hebephrenen Schizophrenie leiden, sind nach ICD-10 folgende Symptome am ehesten typisch:

A) Miosis

B) Antriebsverlust

C) Trance

D) Besessenheitszustände

E) Affektverflachung

Richtig: B, E
A) gehört zu F1. C) Trance bei dissoziativen Störungen, ebenso D.

 

23 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Antipsychotika (Neuroleptika) treffen zu?

  1. Antipsychotika sind zur Behandlung schizophrener Störungen geeignet
  2. Antipsychotika werden auch zur Behandlung schwerer depressiver Episoden eingesetzt
  3. Antipsychotika werden nach „typischen” und „atypischen” Antipsychotika unterschieden
  4. Bei Einnahme von Antipsychotika sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen (z. B. Elektrokardiogramm, EKG) durchgeführt werden
  5. Bei Antipsychotika kann als typische Nebenwirkung ein Parkinsonoid auftreten

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: E

 

24 Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Charakteristisch für ein histrionische Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) ist/sind:

A) Starke Zweifel und übertrieben Vorsicht

B) Ängste vor Alleinsein und Verlassenwerden

C) Leichte Beeinflussbarkeit durch andere Personen

D) Übermäßige Gewissenhaftigkeit

E) Fehlen von Selbstvertrauen

Richtig: C
A) eher bei ängstlich-vermeidender PS. B) eher bei Borderline oder abhängiger PS D) eher bei anankastischer PS, E) eher narzisstische PS

 

25 Einfachauswahl

Welche Aussage über die bipolare affektive Störung (nach ICD-10) trifft zu?

A) Akustische Halluzinationen sind mit der Diagnose einer manischen Episode im Rahmen einer bipolaren affektiven Störung nicht vereinbar

B) Unter Rapid Cycling versteht man das ständige Umherlaufen manischer Patienten

C) Die depressive Episode im Rahmen einer bipolaren affektiven Störung unterscheidet sich von der unipolaren Störung durch das Vorliegen parathymer Gedankeninhalte

D) Eine manische Episode ist von einer Schizophrenie gelegentlich nur im Verlauf unterscheidbar

E) Die Diagnose einer Dysthymia schließt eine bipolare affektive Störung aus

Richtig: D
A) auch bei manischer Episode gibt es psychotische Symptome, B) bezieht sich auf schnellen  Phasenwechsel, C) kann es bei allen depressiven Episoden geben

 

26 Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Die Substitutionsbehandlung von Opioidabhängigen mit Methadon

A) darf durch den Heilpraktiker durchgeführt werden

B) führt in aller Regel zur vollständigen Abstinenz

C) hält die Opioidabhängigkeit aufrecht

D) schließt ein gleichzeitige psychotherapeutische Behandlung aus

E) ist nur stationär durchführbar

Richtig: C
A) HPP darf keine Medikamente verschreiben. B) Methadon ist ein Opioid, führt zu körperlicher Abhängigkeit, aber weniger Rauschpotential, D) Psychotherapie begleitend kann helfen und E) auch ambulant möglich

 

27 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zum Störungsbild einer sozialen Phobie treffen zu?

  1. Die Ängste treten vorwiegend in größeren Menschenmengen auf
  2. Die Störung tritt ganz überwiegend bei Männern auf
  3. Soziale Phobien sind in der Regel mit einem niedrigen Selbstwertgefühl verbunden
  4. Die Symptome können sich bis hin zu einer Panikattacke verstärken
  5. Soziale Phobien können sich in Beschwerden wie Händezittern, Übelkeit und Drang zum Wasserlassen äußern

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: D

 

28 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Mögliche Ursachen einer organischen depressiven Störung (nach ICD-10) sind:

  1. Maligne Hirnerkrankungen
  2. Zwangsstörung
  3. Hypothyreose
  4. Morbus Parkinson
  5. Hypochondrische Störung

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: B
zu 2. Zwangsstörung ist i.d.R. psychisch (es sei denn, es wäre eine organische psychische Störung 2. Ranges) 5. ebenso psychisch ist die hypochondrische Störung.

Lösungen der Gruppe A:
1 AD, 2 BC, 3 B, 4 BE, 5 CD, 6 B, 7 BD, 8 BE, 9 D, 10 B, 11 B, 12 D, 13 E, 14 D, 15 D, 16 BC, 17 A, 18 C, 19 C, 20 D, 21 D, 22 AB, 23 AE, 24 B, 25 E, 26 C, 27 D, 28 BE

 

Prüfungsfragen der Prüfung vom Mittwoch, 20. März 2019

Gruppe A

 

1  Einfachauswahl

Welche Aussage zu Demenzerkrankungen trifft zu?

A) Die Lewy-Körperchen-Demenz ist die häufigste Form der Demenzerkrankung

B) Die Demenz bei Alzheimer-Krankheit ist durch einen akuten Beginn und den plötzlichen Verfall der kognitiven Fähigkeiten gekennzeichnet

C) Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit tritt als sehr langsam fortschreitende Demenz in Erscheinung

D) Zu Beginn der Demenz bei Pick-Krankheit (frontotemporale Demenz) stehen Charakterveränderungen und der Verlust sozialer Fähigkeiten im Vordergrund

E) Die Blutwerte zeigen bei Demenz spezifische Veränderungen

 

2  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?
Negativsymptom(e) eines schizophrenen Residuums ist/sind:

  1. Psychomotorische Verlangsamung
  2. Affektverflachung
  3. Passivität und Initiativemangel
  4. Akustische und optische Halluzinationen
  5. Negativismus

A) Nur die Aussage 5 ist richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

3  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Neben der Psychopharmakotherapie und Psychotherapie sind nachgewiesen wirksame Methoden der Behandlung einer depressiven Episode:

  1. Wachtherapie (Schlafentzugstherapie)
  2. Elektrokonvulsive Therapie (EKT)
  3. Hyperbare Oxygenierung
  4. Lichttherapie
  5. Aderlass

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3, und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

4  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Zu den typischen Differentialdiagnosen bei einer depressiven Episode (nach ICD·10) zählen:

  1. Organisch bedingte depressive Symptomatik
  2. Paranoide Persönlichkeitsstörung
  3. Anpassungsstörung
  4. Hypothyreose
  5. Dysthymia

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

 

5  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur psychotischen Störung Alkoholhalluzinose treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Wahnideen sprechen gegen eine Alkoholhalluzinose

B) Psychomotorische Störungen wie B. Erregung können auftreten

C) Charakteristisch sind ausgeprägte vegetative Begleiterscheinungen

D) Bewusstseinstrübung ist ein Hauptmerkmal bei der Alkoholhalluzinose

E) Die Alkoholhalluzinose ist typischerweise durch akustische Halluzinationen und Angst gekennzeichnet

 

6  Einfachauswahl

Eine Frau bittet einen Therapeuten wegen ihres 7-jährigen Sohnes, der an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leidet, um Hilfe.
Welche Aussage trifft zu?

A) Der Therapeut sollte grundsätzlich von einer Psychopharmakotherapie abraten

B) Bei oppositionellem Problemverhalten des Kindes ist ein Elterntraining kontraindiziert

C) Ein soziales Kompetenztraining ist immer indiziert

D) Bei Kindern mit Problemen in der Schule sollte der Schwerpunkt der Behandlung auf einer Psychoedukation der Eltern liegen

E) Mit einem Token-System (z.B. Sternchen, die in andere Verstärker eingetauscht werden können) lässt sich Verhalten gezielt operant konditionieren

 

7  Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Bei der Erhebung der Anamnese eines depressiven Patienten ist die Frage nach der Suizidalität obligat, um

A) die Angehörigen in die Verantwortung nehmen zu können

B) den Grad der suizidalen Gefährdung abschätzen zu können

C) das für den Betroffenen richtige Antidepressivum auswählen zu können

D) die als Voraussetzung für Suizidhandlungen unerlässlichen depressiven Wahninhalte erfassen zu können

E) den Betroffenen stationär unterbringen zu können

 

8  Einfachauswahl

Welches der folgenden Therapieverfahren eignet sich besonders für die Behandlung der Zwangsstörung?

A) Psychopharmakotherapie mit Mood Stabilizern (Stimmungsstabilisierer)

B) Katathyme imaginative Therapie

C) Hypnose

D) Kognitive Verhaltenstherapie ohne Exposition

E) Kognitive Verhaltenstherapie einschließlich Exposition

 

9  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Bei einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) nach ICD-10 treten folgende Symptome gehäuft auf:

  1. Sozialer Rückzug
  2. Depression
  3. Albträume
  4. Ideenflucht
  5. Logorrhö

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

 

10  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Therapiemethoden sollten bei der Behandlung einer spezifischen Phobie im Vordergrund stehen?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Entspannungsverfahren

B) Medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva

C) Medikamentöse Behandlung mit Anxiolytika

D) Expositionstherapie

E) Psychodynamische Therapie

  

11  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Diagnostische Leitlinien für den schädlichen Gebrauch von psychotropen Substanzen (nach ICD-10) sind:

  1. Sozial unüblicher Konsum der entsprechenden Substanz.
  2. Starker Wunsch oder eine Art Zwang, die Substanz zu konsumieren
  3. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Substanzkonsums
  4. Körperliche Störung aufgrund des Substanzkonsums
  5. Psychische Störung aufgrund des Substanzkonsums

A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

12  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur psychiatrisch-psychotherapeutischen Diagnostik treffen zu?

  1. In der Anamnese sollte auch immer nach körperlichen Vorerkrankungen gefragt werden
  2. Zu einer vollständigen psychiatrisch-psychotherapeutischen Anamnese gehört auch die Sexualanamnese
  3. Nach Suizidalität sollte nicht im Erstgespräch gefragt werden, da in dieser Situation noch keine Vertrauensbasis zwischen Patient und Untersucher besteht
  4. Die Beurteilung der Orientierung, der Affektivität, des Antriebs und der Wahrnehmung sind wichtige Inhalte des psychopathologischen Befundes
  5. Anamnese, eigene Beobachtungen des Untersuchers sowie gegebenenfalls psychologische Tests und fremdanamnestische Angaben sind die Grundlage für die Erstellung eines psychopathologischen Befundes

A) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

13  Aussagenkombination

Ein 49-jähriger Mann kommt in Ihre Praxis, da er sich seit mehreren Wochen und ohne erkennbaren Anlass traurig und weniger leistungsfähig als früher fühlt. Sie vermuten eine leichte depressive Episode (nach ICD-10).
Welche der folgenden Symptome passen am besten zu dieser Verdachtsdiagnose?

  1. Kreisende Gedanken
  2. Verarmungswahn
  3. Antriebsstörung
  4. Schlafstörungen
  5. Bewusstseinsstörung

A) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

 

14  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Somatisierungsstörung (nach ICD-10) treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Die Betroffenen sind aufgrund ihres hohen Leidensdruckes meist rasch zu einer Psychotherapie motivierbar

B) Im Störungsverlauf kann es zu einer Abhängigkeit oder einem Missbrauch von Medikamenten kommen

C) Die Diagnose kann nach 3 Monaten bei entsprechender Symptomatik gestellt werden

D) Die Störung tritt bei beiden Geschlechtern gleich häufig auf

E) Die Störung beginnt meist im frühen Erwachsenenalter

 

15  Aussagenkombination

Bei welchen der folgenden Erkrankungen wirken psychische Faktoren in der Krankheitsentstehung oder -Verschlimmerung mit?

  1. Colitis ulcerosa
  2. Enterocolitis regionalis (Morbus Crohn)
  3. Asthma bronchiale
  4. Essenzielle arterielle Hypertonie
  5. Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte)

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

16  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Benzodiazepinabhängigkeit trifft (treffen) zu?

  1. Abhängigkeitsstörungen von Benzodiazepinen sind selten und treten in der Regel erst nach sechs Monaten Gebrauch auf
  2. Die Halbwertszeiten von Benzodiazepinen haben keinen Einfluss auf den Zeitpunkt des Auftretens von Entzugserscheinungen
  3. Durch kontrollierte und zeitlich begrenzte Verschreibungen lässt sich das Risiko einer Abhängigkeitsentwicklung verringern
  4. Risiken des langfristigen Gebrauchs von Benzodiazepinen sind neben der Abhängigkeitsentwicklung Sturzneigung und kognitive Einbußen
  5. In der Substitutionstherapie hat sich Methadon bei Benzodiazepinabhängigkeit bewährt

A) Nur die Aussage 4 Ist richtig

B) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

17  Einfachauswahl

In der psychotherapeutischen Behandlung werden oft Entspannungsmethoden eingesetzt.
Welche Aussage zu Entspannungsmethode.n trifft am ehesten zu?

A) Das Erlernen einer Entspannungsmethode (z. progressive Muskelrelaxation) ist notwendig, um die systematische Desensibilisierung erfolgreich umsetzen zu können

B) Die Wirkung von progressiver Muskelrelaxation (PMR) beruht auf autosuggestiver Konzentration

C) Bei der Anwendung von Entspannungsmethoden können keine Angstzustände auftreten

D) Entspannungsmethoden sind bei Abhängigkeitserkrankungen kontraindiziert

E) Vor dem Einsatz von Entspannungsmethoden sollten Beruhigungsmedikamente eingenommen werden

 

18  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Typische formale Denkstörungen bei einer manifesten Schizophrenie sind:

  1. Katalepsie
  2. Gedankenentzug
  3. Gedankenabreißen
  4. Inkohärenz
  5. Neologismen

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

19  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
Typische Methoden/Vorgehensweisen der kognitiven Umstrukturierung sind am ehesten:

A) Empirische Überprüfung verzerrter Wahrnehmungen

B) Traumdeutung

C) Sokratischer Dialog

D) Motivierende Gesprächsführung (Motivational lnterviewing)

E) Empathisches Validieren

 

20  Aussagenkombination

Welche der folgenden Störungen werden nach ICD-10 zu den neurotischen, Belastungs­ und somatoformen Störungen gerechnet?

  1. Angststörungen
  2. Zwangsstörungen
  3. Schizophrenien
  4. Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen
  5. Dissoziative Störungen

A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

21  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Diagnostische Leitlinien für ein Delir (nach ICD-10) sind:

  1. Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
  2. Irreversible kognitive Störung
  3. Dauer seit mindestens 6 Monaten
  4. Störungen des Bewusstseins und der Aufmerksamkeit
  5. Affektive Störungen wie Depression, Angst oder Reizbarkeit

A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

 

22  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
Das Rollenspiel im Rahmen der Verhaltenstherapie beruht insbesondere auf den Lernmechanismen:

A) Indirekte Bestrafung

B) Positive Verstärkung

C) Negative Verstärkung

D) Lernen am Modell

E) Habituation

 

23  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur freiheitsentziehenden Unterbringung eines Betreuten (nach Bürgerlichem Gesetzbuch, BGB) treffen zu?

  1. Eine Unterbringung des Betreuten durch den Betreuer, die mit Freiheitsentziehung verbunden ist, ist nur zulässig, solange sie zum Wohl des Betreuten erforderlich ist
  2. Die Unterbringung ist nur mit Genehmigung des Betreuungsgerichts zulässig. Ohne die Genehmigung ist die Unterbringung nur zulässig, wenn mit dem Aufschub Gefahr verbunden ist; die Genehmigung ist dann unverzüglich nachzuholen
  3. Liegt eine Patientenverfügung vor, so ist eine Unterbringung nach BGB nicht möglich
  4. Eine Unterbringung ist nur in psychiatrischen Kliniken, nicht aber in Pflegeheimen möglich
  5. Im Rahmen der Erteilung einer Genehmigung zur Unterbringung muss das zuständige Gericht ein Sachverständigengutachten einholen

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

24  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
Bei einer katatonen Schizophrenie (nach ICD-10)

A) kann autogenes Training erfolgreich eingesetzt werden

B) kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen

C) treten keine Halluzinationen auf

D) stehen psychomotorische Störungen im Vordergrund

E) sind Psychopharmaka kontraindiziert

 

25  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Chorea Huntington treffen zu?

  1. Erste Symptome der Krankheit zeigen sich meist zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr
  2. Bei frühzeitiger Therapie kann die Erkrankung geheilt werden
  3. Psychische Beschwerden gehen den Bewegungsstörungen oft mehrere Jahre voraus
  4. Die Bewegungsstörungen beginnen meist mit Hyperkinesen bei verringertem Muskeltonus
  5. Die geistige Leistungsfähigkeit ist nicht beeinträchtigt

A) Nur die Aussagen·1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

26  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zum Intelligenztest (z. B. Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene, Mittelwert 100, Standardabweichung 15) treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Bei einem IQ (Intelligenzquotient) von 100 haben 50% der Referenzgruppe einen höheren Intelligenzquotienten

B) Ein IQ von 50 entspricht der durchschnittlichen Intelligenz

C) Ein IQ von 115 entspricht einem Prozentrang von 99 (99 % der Referenzgruppe erreichen niedrigere Werte im Test)

D) 30 % der Menschen liegen zwischen einem IQ von 85 und 115

E) Ein IQ von weniger als 20 entspricht nach ICD-10 einer schwersten Intelligenzminderung

 

27  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?
Für eine schizoide Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) spricht/sprechen am ehesten:

  1. Wenige oder überhaupt keine Tätigkeiten bereiten Freude
  2. Starke Neigung zu theatralischem Verhalten und übertriebener Ausdruck von Gefühlen
  3. Übersteigertes Interesse an sexuellen Erfahrungen mit anderen Menschen
  4. Mangel an engen Freunden oder vertrauensvollen Beziehungen
  5. Übermäßiges Bedürfnis nach Anerkennung und Bewunderung

A) Nur die Aussage 4 ist richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

 

28  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu somataformen Störungen (nach ICD-10) treffen zu?

  1. Depressive Störungen können begleitend auftreten
  2. in den meisten Fällen geht einer somataformen Schmerzstörung eine nachweisbare organische Ursache (z. B. Verletzung) voraus
  3. Eine Chronifizierung tritt nur in sehr seltenen Fällen auf
  4. Beim Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung ist ein Antipsychotikum Mittel der Wahl
  5. Patienten mit einer somatoformen Störung suchen häufig primär einen Hausarzt oder Internisten auf

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

 

Hier die vorläufigen Lösungen (Stand 20. 3. 2019) für die Überprüfung am 20. März. Ab ca. Ende März liegen die offiziellen Lösungsschlüssel vor, Angaben also ohne jede Gewähr auf Richtigkeit.
(Die Angaben sind ohne Gewähr, entscheidend ist der offizielle Lösungsschlüssel, der in 1-2 Wochen veröffentlicht wird.)

Lösungen GRUPPE A
1 D, 2 C, 3 C, 4 E, 5 BE,  6 C oder E, 7 B, 8 E, 9 C, 10 BD, 11 C, 12 D, 13 A, 14 BE, 15 E, 16 B, 17 A, 18 E, 19 AC, 20 D, 21 C, 22 DE, 23 C, 24 BD, 25 C, 26 AE, 27 C, 28  B

Lösungen GRUPPE B
1 BE, 2 BD, 3 E, 4 D, 5 C, 6 C, 7 C, 8 AE, 9 C, 10 C oder E, 11 B, 12 DE, 13 C, 14 D, 15 B, 16 C, 17 C, 18 B, 19 E, 20 D, 21 A, 22 E, 23 A, 24 E, 25 C, 26 AC, 27 BE, 28 BD

Prüfungsfragen der Prüfung vom Mittwoch, 10. Oktober 2018

Gruppe A

1          Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Störungen des Sozialverhaltens (nach ICD-10) treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Jugendliche Aufmüpfigkeit zählt zu den typischen Symptomen der Störung des Sozialverhaltens

B) Bei einem Jugendlichen, der seit zwei bis drei Monaten die Schule schwänzt, sollte die Diagnose einer Störung des Sozialverhaltens gestellt werden

C) Für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer Störung des Sozialverhaltens sind vorrangig medikamentöse Maßnahmen zielführend

D) In seinen extremsten Auswirkungen beinhaltet das Verhalten bei Störungen des Sozialverhaltens gröbste Verletzungen altersentsprechender sozialer Erwartungen, wie z.B. Grausamkeit gegenüber anderen Menschen oder Tieren

E) Störungen des Sozialverhaltens können sich in einigen Fällen zu einer dissozialen Persönlichkeitsstörung entwickeln

 

2          Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Demenz treffen zu?

  1. Typisch sind qualitative Bewusstseinsstörungen
  2. Eine depressive Störung kann Merkmale einer frühen Demenz zeigen
  3. Wesentliche Voraussetzung für die Diagnose einer Demenz ist der Nachweis einer Abnahme des Gedächtnisses und des Denkvermögens mit Beeinträchtigung der Aktivitäten des täglichen Lebens
  4. Ein Delir kann auch bei einer Demenz vorkommen
  5. Eine Demenz bei Alzheimer Krankheit muss gegenwärtig als reversibel angesehen werden

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

3          Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

Selektive Serotoninwiederaufnahme-Hemmer (SSRI)

A) sind bei psychotherapeutisch behandelten Personen kontraindiziert

B) können zum Serotoninsyndrom führen

C) werden zur Behandlung von Angststörungen eingesetzt

D) führen typischerweise zu einem deutlich erhöhten Speichelfluss

E) vermindern die Serotonin-Konzentration im synaptischen Spalt im Gehirn

 

4          Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zu Zwangsgedanken treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Im Beisein anderer Personen treten keine Zwangsgedanken auf

B) Begleitend kann es zu Zwangshandlungen kommen

C) Zwangsgedanken wiederholen sich und werden als unangenehm empfunden

D) Es gibt keine aggressiven Zwangsgedanken

E) Zählzwang gehört nicht zu den Zwangsgedanken

 

5          Einfachauswahl

Welche Aussage zur emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ (nach ICD-10) trifft zu?

A) Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung profitieren von langen stationären Aufenthalten

B) Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung neigen selten zu selbstverletzendem Verhalten

C) Die Borderline-Persönlichkeitsstörung führt selten zu suizidalen Gedanken

D) Borderline-Persönlichkeitsstörungen treten in der Regel im mittleren Erwachsenenalter auf

E) Borderline-Persönlichkeitsstörungen haben häufig einen langen chronischen Verlauf

 

6          Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Typische Symptome der Schizophrenie sind:

  1. Ambivalanz
  2. Zerfahrenheit des Denkens
  3. Katatoner Stupor
  4. Gedankenentzug
  5. Intelligenzminderung

A) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

7          Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Für die Eröffnung eines Anamnesegesprächs mit einem Patienten ist folgender Fragetyp im Allgemeinen am besten geeignet:

A) Konfrontationsfrage

B) Suggestivfrage

C) Fangfrage

D) Katalogfrage

E) Offene Frage

 

8          Einfachauswahl

Bei welcher Therapieform zur Behandlung psychischer Erkrankungen besteht für Heilpraktiker mit einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten Erlaubnis ein Tätigkeitsverbot?

A) Gruppentherapie (Psychotherapie im Gruppensetting)

B) Substitutionstherapie mit Methadon

C) EMDR-Therapie (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

D) Expositionstherapie

E) Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie

 

9          Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Epilepsie trifft (trefefn) zu?

  1. Nach einem einzigen Gelegenheitskrampfanfall ist die Fahrtauglichkeit nicht beeinträchtigt.
  2. Entzugskrampfanfälle treten ausschließlich beim Alkoholentzugssyndrom auf
  3. Das abrupte Absetzen von Benzodiazepinen kann zu einem epileptischen Anfall führen
  4. Epilepsie manifestiert sich nur in der Kindheit
  5. Zur Diagnosesicherung wird ein Enzephalogramm (EEG) durchgeführt

A) Nur die Aussage 3 ist richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

C) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

10        Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Eine typische formelle Achtsamkeitsübung ist/sind:

A) Genusstraining

B) Progressive Muskelentspannung

C) Autogenes Trainin g

D) Phantasiereisen

E) Body-Scan

 

11        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Elektrokrampftherapie (EKT) treffen zu?

  1. Durch elektrische Reizung des Gehirns wird ein Krampfanfall ausgelöst
  2. Die EKT ist eine wirksame Behandlungsmethode
  3. Die EKT kann bei Depressionen eingesetzt werden
  4. Die EKT ist eine Sonderform der Elektroenzephalographie (EEG)
  5. Die EKT wird aufgrund der hohen Risiken nicht mehr angewendet

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

E) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

 

12        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) treffen zu?

  1. Erkrankungen wie das Tourette-Syndrom oder der Asperger-Autismus treten oft mit einer begleitenden ADHS-Symptomatik auf
  2. Erworbene Erkrankungen wie Schädel-Hirn-Traumata und entzündliche Hirnerkrankungen können ähnliche Symptome wie ein ADHS bedingen
  3. Bei neuropsychologischen Testungen fallen ADHS-Patienten im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen durch geringere Auslassungsfehler und Falschantworten auf
  4. Bei erwachsenen ADHS-Patienten treten dissoziale Persönlichkeitsstörungen gehäuft komorbid auf
  5. Bei Erwachsenen spricht impulsives Verhalten gegen ein ADHS

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

13        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Psychotherapieverfahren treffen zu?

  1. Hauptindikatoren der klassischen Psychoanalyse ist die akute paranoide Schizophrenie
  2. Bei der Psychoanalyse wird der Patient zum „freien Assoziieren“ angehalten
  3. Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) hat sich bei der generalisierten Angststörung als wirksam erwiesen
  4. Verfahren der ersten Wahl bei der Zwangsstörung ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Exposition und Reaktionsmanagement
  5. Bei Behandlungsbeginn der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) ist eine Retraumatisierung durch die Exposition mit dem traumatischen Inhalt notwendig

A) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

 

14        Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Alkoholkrankheit treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Der Entzug bei Alkoholabhängigkeit sollte ambulant erfolgen

B) Der Alkoholentzug sollte als „kalter Entzug“ ohne Substitutionsbehandlung erfolgen

C) Im Alkoholentzug können schwere neurologische Komplikationen auftreten

D) Die Substitution der Vitamine B 1 (Thiamin) und Folsäure ist ein wichtiger Bestandteil in der Behandlung der chronischen Alkoholkrankheit

E) Die Alkoholkrankheit kommt selten in Verbindung mit weiteren psychischen Erkrankungen vor

 

15        Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Ein Einwilligungsvorbehalt

A) ist ein Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit, der die freie Willensbestimmung ausschließt

B) ist eine Regelung zum Umgang mit vertraulichen Patientendaten

C) regelt, dass bestimmte Rechtsgeschäfte ohne Einwilligung eines vom Gericht bestellten Betreuers nicht rechtswirksam werden

D) liegt vor, wenn der Betroffene Art, Bedeutung und Tragweite (Risiken) der ärztlichen Maßnahme nicht erfassen kann

E) regelt die zukünftige ärztliche Behandlung

 

16        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?
Bei einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10)

  1. sind psychotische Symptome vorhanden
  2. können paranoide Wesenszüge vorhanden sein
  3. besteht eine Intelligenzminderung mit Verhaltensstörung
  4. treten unterschiedliche Merkmale verschiedener Persönlichkeitsstörungen auf
  5. sind die typischen Merkmale der dissozialen Persönlichkeitsstörung das vorherrschende Symptombild

A) Nur die Aussage 2 ist richtig

B) Nur die Aussage 5 ist richtig

C) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

 

17        Aussagenkombination

Sie haben bei einem Patienten den Verdacht auf eine schizotype Störung (nach ICD-10).
Welche der folgenden Symptome stützen Ihren Verdacht im Rahmen der Differentialdiagnose?

  1. Der Patient erscheint kalt und unnahbar
  2. Ausgeprägte Ideenflucht
  3. Antriebsschwäche
  4. Misstrauen
  5. Denken und Sprache vage, gekünstelt und umständlich

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

18        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zum Drogenkonsum trifft (treffen) zu?

  1. Typisch für eine Opioidtoxikation ist eine Mydriasis
  2. Bei der akuten Kokainintoxikation können Halluzinationen auftreten
  3. Halluzinogene führen zu einer sehr starken körperlichen Abhängigkeit
  4. Amphetamine führen zu einer sehr starken körperlichen Abhängigkeit
  5. Bei Konsum von Cannabis ist das Risiko später harte Drogen zu konsumieren nicht erhöht

A) Nur die Aussage 2 ist richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

 

19        Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur sozialen Angststörung (sozialen Phobie) treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Die intensiven physiologischen Symptome werden meist als vitale Bedrohung erlebt

B) Die Ängste treten in Situationen auf, in denen eigenes Verhalten einer Bewertung durch andere ausgesetzt ist

C) Erhöhte Selbstaufmerksamkeit und Sicherheitsverhalten tragen zur Aufrechterhaltung der sozialen Angststörung bei

D) Die meisten Betroffenen erkranken erst nach dem 30. Lebensjahr

E) Das Risiko, einen Substanzmissbrauch oder eine Abhängigkeit zu entwickeln, ist bei Menschen mit ausgeprägten sozialen Ängsten im Vergleich zur Normalbevölkerung vermindert

 

20        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Sogenannte „Denkfehler“ im Rahmen der kognitiven Therapie der Depression (nach Beck) sind:

  1. Generalisierung
  2. Wahngedanken
  3. Katastrophisierung
  4. Schwarz-Weiß-Denken
  5. Vermeidungsverhalten

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

21        Aussagenkombination

Welche der folgenden Merkmale lassen am ehesten an eine abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 denken?

  1. Streitsüchtiges und beharrliches Bestehen auf eigenen Rechten
  2. Ausgeprägte Ängste vor dem Alleinsein bzw. Verlassenwerden
  3. Eingeschränkte Fähigkeit beim Treffen von alltäglichen Entscheidungen ohne Ratschläge und Bestätigung von anderen
  4. Übermäßige Gewissenhaftigkeit bis hin zum Perfektionismus, um Fehler zu vermeiden
  5. Unterordnung der eigenen Bedürfnisse unter die anderer nahestehender Personen

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

22        Einfachauswahl

Eine Mutter bittet um eine Entwicklungsdiagnostik bei ihrer zweijährigen Tochter. Das Mädchen habe sich zunächst unauffällig entwickelt, mit 1 Jahr zu laufen und zu sprechen begonnen.
Seit mehreren Monaten stagniere die Entwicklung; bereits erworbene Fähigkeiten habe sie wieder verlernt. Das Kind laufe zunehmend schlechter, spreche immer weniger und müsse wieder gefüttert werden. Bei der Untersuchung fallen vor allem Stereotypien der Hände (waschende Bewegungen) auf.

Welche der folgenden Diagnosen trifft am ehesten zu?

A) Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

B) Selektiver Mutismus

C) Rett-Syndrom

D) Chorea Huntington

E) Trotzphase

 

23        Einfachauswahl

Unter welcher Bedingung ist die Unterbringung gemäß Unterbringungsrecht der Länder (z.B. Unterbringungsgesetz bzw. Psychisch-Kranken-Gesetz) eines psychisch Kranken in einer psychiatrischen Klinik gegen dessen Willen zulässig?

A) Der Patient ist nicht bereit, sich einer notwendigen Behandlung zu unterziehen

B) Die betroffene Person hat gegen Gesetze verstoßen und ist nicht zur freiwilligen Behandlung bereit

C) Vorherige ambulante Behandlungsversuche sind fehlgeschlagen

D) Die Unterbringung ist zur Abwehr von akuten erheblichen Gefahren für Gesundheit oder Leben des Betroffenen oder besonders bedeutende Rechtsgüter anderer erforderlich

E) Ein Heilpraktiker hat die Notwendigkeit einer stationären Behandlung attestiert

 

24        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Ein 53-jähriger Patient erwähnt während des Patientengesprächs die frühere Einnahme von Haloperidol (z.B. Haldol®).
Dies kann am ehesten auf folgende Vorerkrankungen hinweisen:

  1. Manische Episode
  2. Schizophrenie
  3. Organisch bedingte Psychose
  4. Epilepsie
  5. Morbus Parkinson

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

25        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Bei einer substanzinduzierten psychotischen Störung (nach ICD-10) können folgende Symptome auftreten:

  1. Stupor
  2. Personenverkennung
  3. Akustische Halluzinationen
  4. Ekstase
  5. Verfolgungsideen

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

26        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Zu den psychischen Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion zählen:

  1. Rededrang
  2. Motorische Unruhe
  3. Depressive Verstimmung
  4. Antriebsmangel
  5. Leichte Ermüdbarkeit

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

 

27        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wichtige Risikofaktoren für Suizide sind:

  1. Weibliches Geschlecht
  2. Frühere Suizidversuche
  3. Konkrete Suizidvorbereitungen
  4. Wahnsymptome
  5. Mittleres Lebensalter

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

28        Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Der Begriff „Habituation“ aus der Verhaltenstherapie bedeutet

A) ein Nachlassen an Spannung und Reaktionsstärke durch Ermüdung nach häufigem Ausführen eines Verhaltens

B) eine Abnahme der Leistung im zeitlichen Verlauf

C) eine Abnahme der Reaktionshäufigkeit nach Weglassen der Verstärkung

D) eine Abnahme der Reaktionsbereitschaft auf einen mehrfach dargebotenen Reiz

E) eine erhöhte Aufmerksamkeit und Hinwendung bezogen auf eine neue Situation

 

Hier die vorläufigen Lösungsschlüssel zur Überprüfung vom 10. Oktober 2018. Alle Antworten OHNE Gewähr. Das Gesundheitsamt Ansbach veröffentlicht die gültigen Antworten bis Ende Oktober auf der Homepage.

Lösungen Gruppe A

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
D + E
C
B + C
B + C
E
C
E
B
C
E
D
B
C
C + D
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
C
D
C
A
B + C
C
D
C
D
A
E
D
D
D

Lösungen Gruppe B

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
E
E
C
C
E
C
D
D
B + C
C
D
C
D
D + E
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
E
D
D
D
B + C
B
C
B
C
A
C
B + C
C + D
A

Wir nutzen auf unserer Webseite personenbezogene Daten, um dein Nutzererlebnis deutlich zu verbessern. Einige sind essenziell, andere helfen uns, die Inhalte unserer Seite zu optimieren.