HPP-Prüfung

HPP-Prüfung

Die schriftliche Überprüfung für Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie wird in Würzburg nach der bundeseinheitlichen Überprüfung durchgeführt. Sie findet jeweils am 3. Mittwoch im März und am 2. Mittwoch im Oktober eines Jahres statt und besteht aus 28 Multiple-Choice-Fragen. Für die Beantwortung der Fragen sind 55 Minuten vorgesehen, für die Übertragung der Antworten auf den Lösungsbogen weitere 5 Minuten.

Prüfungsfragen vom Mittwoch, 9. Oktober 2019 Gruppe B mit dem Versuch der Antwortenkommentierung

Überprüfung am 9. Oktober 2019 HPP Gruppe B

 

1 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

Demenzerkrankungen

A) sind ein Synonym für Alzheimer Erkrankung

B) beginnen selten vor dem 75. Lebensjahr

C) führen zu einer Abnahme des Gedächtnisses und des Denkvermögens

D) sollten zur Differentialdiagnostik mit einem bildgebenden Verfahren (cCT, cMRT) untersucht werden

E) führen in der Regel innerhalb von 12 Monaten zum Tod

Richtig: C, D. zu A) Alzheimer ist die häufigste Demenzform, es gibt aber viele weitere. zu B) Demenzerkrankungen gibt es leider oft auch vor dem 75. Lebensjahr. zu E) Meist langsamerer Verlauf, in etwa 7-10 Jahren zum Tod führend

 

2 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Zwangsstörungen treffen zu?

  1. Bei Zwangsstörungen beobachtet man sehr häufig Spontanremissionen
  2. Eine Zwangsstörung beginnt in der Regel im mittleren bis höheren Erwachsenenalter
  3. Aufgrund des hohen Leidensdruckes kommt es meist zu einer raschen Diagnosestellung
  4. Eine Kombination aus Psychotherapie und medikamentöser Behandlung hat sich bewährt
  5. Zwangssymptome können bei einer Depression auftreten

A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2,3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2,4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3,4 und 5 sind richtig

Richtig: B
Oft Chronifizierung bei Zwängen. zu 2. Beginn meist im frühen Erwachsenenalter. zu 3. Betroffene suchen oft erst spät oder gar keine Hilfe.

 

3 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Inhaber einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten Heilpraktikererlaubnis sind grundsätzlich berechtigt zur selbstständigen Anwendung

  1. der kognitiven Verhaltenstherapie
  2. der tiefenpsychologischen fundierten Psychotherapie
  3. der Psychoanalyse
  4. von Intelligenztests
  5. der Osteopathie

A) Nur die Aussage 1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussage 3 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussage 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1,2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: D
Osteopathie = körperliches Therapieverfahren

 

4 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Typische Symptome einer depressiven Episode (nach ICD-10) sind:

  1. Ideenflucht
  2. Interessenverlust
  3. Vermindertes Selbstbewusstsein
  4. Suizidgedanken
  5. verminderter Antrieb

A) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: D. Ideenflucht = formale Denkstörung, eher bei manischer Episode.

 

5 Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Ein 60-jähriger Patient berichtet Ihnen von einer quälenden Unruhe, verstärkt im Sitzen und Liegen, mit ausgeprägtem Bewegungsdrang, der den ganzen Körper betrifft. Während des Gesprächs ist er unfähig, still zu sitzen, tritt von einem Bein auf das andere und wippt hin und her.

Dies spricht am ehesten für ein/eine

A) Dissoziative Bewegungsstörung

B) Schilddrüsenunterfunktion

C) Tourette-Syndrom

D) Adynamie

E) Akathisie

Richtig: E
A) dissoziative Bewegungsstörung = unfähig, Bewegungen durchzuführen. B) bei Unterfunktion reduziert, bei Tourette eher unwillkürliche Bewegungen oder Laute (Tics). Adynamie ist eher Muskelschwäche

 

6 Mehrfachauswahl

Bei einer 25-jährigen Frau, die wegen depressiver Verstimmung in Ihre psychotherapeutische Behandlung kommt, vermuten Sie eine Bulimia nervosa mit selbstinduziertem Erbrechen.
Welche der folgenden Befunde stützen im Rahmen der Differenzialdiagnose am ehesten Ihren Verdacht?

Wählen Sie zwei Antworten!

A) Adipositas Grad 3 (Body Mass Index > 40 kg/m2)

B) Speicheldrüsenschwellung

C) Zahnschäden

D) Chloasma (Pigmentflecken im Gesicht)

E) Akne

Richtig: B, C
A ist falsch, häufig normales oder nur leichtes Untergewicht. D) eher bei Schwangerschaft E) einfach nur falsch

 

7 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Aufmerksamkeitsdefizit/-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) treffen zu?

  1. Typische Kennzeichen des ADHS im Kindesalter sind u. a. Hypermotorik und impulshafte Ausbrüche
  2. Typische Kennzeichen des ADHS im Erwachsenenalter sind u.a. Desorganisation und fehlendes Durchhaltevermögen
  3. Häufige komorbide Störungen bei ADHS im Kindesalter sind Tic-Störungen und Störungen des Sozialverhaltens
  4. Häufige komorbide Störungen bei ADHS im Erwachsenenalter sind Abhängigkeitserkrankungen, depressive Störungen und Angststörungen
  5. Bei der Behandlung eines ADHS im Erwachsenenalter ist die Gabe von Methylphenidat kontraindiziert

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussage 1 und 3 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: D
5. Geht auch bei Erwachsenen

 

8 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Die emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typ (nach ICD-10)

  1. neigt zu suizidalem und präsuizidalem Verhalten
  2. ist gleichbedeutend mit einer schweren Depression
  3. neigt selten zu Wutanfällen und aggressiven Durchbrüchen
  4. zeigt eine ausgeprägt und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung
  5. ist gekennzeichnet durch ein intensives Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3, 4, und 5 sind richtig

Richtig: C
schwere Depression gehört zu F 3 mit eigener Symptomatik/Verlauf. Wutanfälle und Aggression gehören dazu

 

9 Einfachauswahl

Empathie ist eine zentrale Komponente im therapeutischen Kontakt der Gesprächstherapie (nach Rogers).
Welche Aussage zur Empathie trifft zu?

A) Empathie bedeutet, die Gefühle des anderen zu übernehmen

B) Empathie ist ausgerichtet auf den inneren Bezugsrahmen des Klienten

C) Empathie ist gleichzusetzen mit billigendem Verständnishaben

D) Empathie heißt, eine Bewertung abzugeben

E) Empathie zielt darauf ab, die Selbstexploration des Klienten zu verhindern

Richtig: B

A) Identifikation mit dem Patienten, Abgrenzungsproblem des Therapeuten. C) Empathie ist nicht gleich Billigung, D gerade nicht und gerade Selbstexploration wird gewünscht.

 

10 Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Verantwortlich für die öffentlich-rechtliche Unterbringung eines psychisch Kranken im psychiatrischen Krankenhaus für eine Zeitdauer von 6 Wochen gemäß Unterbringungsrecht der Länder (z.B. Psychisch-Kranken-Gesetz) ist

A) das Ordnungsamt

B) das Gericht

C) das Gesundheitsamt

D) die zuständige Ärztekammer

E) die Kriminalpolizei

Richtig: B
Ordnungsamt beantragt. Gesundheitsamt ist normalerweise nicht involviert. Ärztekammer ebenfalls nicht und Kriminalpolizei maximal wegen Abtransport.

 

11 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Anpassungsstörungen (nach ICD-10) treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Auslöser sind meist nicht zu definieren

B) Auftreten nach psychosozialer Belastung

C) Bei Kindern häufiger Auftreten regressiver Symptome, wie z.B. sekundäre Enuresis

D) Dauer in der Regel länger als 6 Monate

E) Individuelle Faktoren spielen bei dem Auftreten keine Rolle

Richtig: B und C
A) Auslöser muss vorhanden sein. zu D) Meist kürzer als 6 Monate außer depressive Anpassungsstörung. E) Individuelle Faktoren entscheiden

 

12 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zu Wahrnehmungsstörungen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Illusionäre Verkennungen treten u. a. beim Delir auf

B) Eine Halluzination ist eine Sinnestäuschung ohne entsprechenden äußeren Reiz

C) Optische Halluzinationen sprechen gegen eine körperlich begründbare Psychose

D) Optische Halluzinationen bestimmen das klinische Bild der hebephrenen Schizophrenie

E) Akustische Halluzinationen sind charakteristisch für die paranoide Persönlichkeitsstörung

Richtig: A und B
C) Bei Delir z.B. optische Halluzinationen. D) Hebephrenie = Störungen der Affektivität, formale Denkstörungen, Negativsymptomatik. Paranoide PS ohne psychotische Symptome

 

13 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
In der Verhaltenstherapie

  1. sind experimentelle Befunde zur klassischen und operanten Konditionierung eine wichtige Grundlage von Modellen zur Entstehung psychischer Störungen sowie von Interventionsmethoden
  2. gilt das Prinzip der klassischen Konditionierung inzwischen als veraltet und ist nur noch von untergeordneter Rolle
  3. bezeichnet operante Konditionierung einen Lernprozess, bei dem die Auftretenswahrscheinlichkeit von Verhalten durch seine Konsequenzen erhöht oder erniedrigt wird
  4. ist der Begriff „negative Verstärkung” innerhalb des operanten Konditionierens mit „Bestrafung” gleichzusetzen.
  5. kommen Verstärkerpläne zum Aufbau neuen Verhaltens zum Einsatz

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

Richtig: D
2. falsch. 4. = Wegnahme einer unangenehmen Konsequenz.

 

14 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Techniken zählen am ehesten zu den Konfrontationstherapien?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Flooding

B) Time-out (Auszeit)

C) Selbstmanagement

D) Systematische Desensibilisierung

E) Shaping (Verhaltensformung)

Richtig: A und D
B) Wegnahme aller Reize nach unerwünschtem Verhalten. C) Selbstmanagement = jemand gestaltet sein Leben gut alleine. E) Shaping = kleinschrittiger Aufbau des gewünschten Verhaltens

 

15 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zum Delir treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Bei alkohol- oder drogenabhängigen Patienten kann ein Delir in der Regel ambulant behandelt werden

B) Ein Delir ist ein ätiologisch unspezifisches Syndrom mit Störungen des Bewusstseins, der Kognition und der Psychomotorik

C) Ein Delir verläuft in der Regel asymptomatisch

D) Ein Delir ist eine organisch bedingte psychische Störung

E) Akustische Halluzinationen treten beim Delir nicht auf

Richtig: B und D
A) Stationär wegen Sterblichkeit! C) Viele und starke Symptome auf. E) Falsch, akustische Halluzinationen können beim Delir ebenfalls auftreten

 

16 Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Grübeln gehört im psychopathologischen Befund zur Gruppe der

A) Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen

B) formalen Denkstörungen

C) Befürchtungen und Zwängen

D) Ich-Störungen

E) inhaltlichen Denkstörungen

Richtig: B
A) Grübeln stört Gedächtnis/Aufmerksamkeit nicht. C) Befürchtungen/Zwänge = affektive Störungen, D) Beim Grübeln keine Störung der Meinhaftigkeit, ebenso ist E) der Denkinhalt nicht gestört

 

17 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

Sie wollen mit ihrem Patienten im Rahmen eines sozialen Kompetenztrainings einüben, dass dieser angemessen für seine Rechte eintritt. Sie geben dem Patienten die Instruktionen

A) laut und deutlich zu reden

B) bei Forderungen den Gebrauch von „Ich“ zu vermeiden

C) sich für die eigenen Forderungen zu entschuldigen

D) erst zu erklären, warum man etwas wolle, dann zu sagen, was

E) Verständnis für die Position des anderen zu äußern

Richtig: A, E
B) Ich ist wichtig, kein Entschuldigen C) und E) eigene Rechte klären, nicht für die der anderen eintreten

 

18 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Suizidalität treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Bei depressiven Patienten sollte man Fragen nach Suizidgedanken meiden, da diese das Suizidrisiko in der Regel erhöhen

B) Suchterkrankte Menschen sind in erhöhtem Maße suizidgefährdet

C) Wenn suizidale Patienten nach vorheriger Verzweiflung, plötzlich ruhig und gelöst wirken, ist dies ein Zeichen von Besserung, die Suizidgefahr lässt nach

D) Nur wenige Patienten mit Suizidgedanken kündigen geplante Suizidhandlungen an

E) In Deutschland sterben mehr Menschen an Suizid als im Verkehr

Richtig: B, E
A) immer nachfragen! zu C) Siehe Ringel-Pöldinger, hohe Gefahr! zu D) 80% der Patienten suchen vor einem Suizid ihren Arzt auf oder kündigen die Tat an.

 

19 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Typische Charakteristika der anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) sind:

Wählen Sie zwei Antworten!

A) Das Verlangen, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen

B) Übertrieben Gewissenhaftigkeit und unverhältnismäßige Leistungsbezogenheit unter Vernachlässigung von Vergnügen und zwischenmenschlichen Beziehungen

C) Überlassung der Verantwortung für Lebensbereiche des eigenen Lebens an andere

D) Übermäßige Vorliebe für Phantasien, einzelgängerisches Verhalten und in sich gekehrte Zurückhaltung

E) Rigidität und Eigensinn, wobei andere gegenüber auf einer Unterordnung unter eigene Gewohnheiten bestanden wird.

Richtig: B, E
A) wäre eher histrionische PS, zu C) wäre eher abhängige PS, D) wäre eher schizoide PS

 

20 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu psychischen Störungen im Wochenbett treffen zu?

  1. Die postpartale Depression hat meist eine günstige Prognose
  2. Bei einer schweren postpartalen Depression empfiehlt sich eine Behandlung mit einem Antidepressivum
  3. Bei ersten Anzeichen für eine postpartale Depression sollte die Mutter vom Kind getrennt werden
  4. Im Wochenbett treten psychische Erkrankungen gehäuft auf
  5. Eine postpartale Depression kann sich innerhalb von Stunden nach der Entbindung entwickeln

A) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: D
zu 1. Beginn akut, eindeutige Ursache, also bessere Prognose. 2. ADs werden eingesetzt. Erst bei Kindsgefährdung wird dieser Schritt überlegt.

 

21 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Psychotherapie treffen zu?

  1. „Erlernte Hilflosigkeit” ist ein in der psychoanalytischen Therapie verwendeter Begriff eines Abwehrmechanismus
  2. Bei einer akuten schweren depressiven Episode ist eine ambulante psychodynamisch orientierte Psychotherapie Therapie der ersten Wahl
  3. In der kognitiven Therapie wird der sokratische Dialog angewendet
  4. Beim SORKC-Modell handelt es sich um ein in der verhaltenstherapeutischen Diagnostik anwendbares Modell zur Problem-, Situations- und Verhaltensanalyse
  5. Psychodynamisch orientierte Psychotherapiemethoden spielen in der Kindertherapie keine wesentliche Rolle

A) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Richtig: A
zu 1.„erlernte Hilflosigkeit” Begriff der VT. 2. Psychodynamische Verfahren sind aufdeckend, also kontraindiziert. 5. Auch bei Kindern gibt es psychodynamisch orientierte Methoden.

 

22 Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

Bei Menschen, die an einer hebephrenen Schizophrenie leiden, sind nach ICD-10 folgende Symptome am ehesten typisch:

A) Miosis

B) Antriebsverlust

C) Trance

D) Besessenheitszustände

E) Affektverflachung

Richtig: B, E
A) gehört zu F1. C) Trance bei dissoziativen Störungen, ebenso D.

 

23 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Antipsychotika (Neuroleptika) treffen zu?

  1. Antipsychotika sind zur Behandlung schizophrener Störungen geeignet
  2. Antipsychotika werden auch zur Behandlung schwerer depressiver Episoden eingesetzt
  3. Antipsychotika werden nach „typischen” und „atypischen” Antipsychotika unterschieden
  4. Bei Einnahme von Antipsychotika sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen (z. B. Elektrokardiogramm, EKG) durchgeführt werden
  5. Bei Antipsychotika kann als typische Nebenwirkung ein Parkinsonoid auftreten

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: E

 

24 Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Charakteristisch für ein histrionische Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) ist/sind:

A) Starke Zweifel und übertrieben Vorsicht

B) Ängste vor Alleinsein und Verlassenwerden

C) Leichte Beeinflussbarkeit durch andere Personen

D) Übermäßige Gewissenhaftigkeit

E) Fehlen von Selbstvertrauen

Richtig: C
A) eher bei ängstlich-vermeidender PS. B) eher bei Borderline oder abhängiger PS D) eher bei anankastischer PS, E) eher narzisstische PS

 

25 Einfachauswahl

Welche Aussage über die bipolare affektive Störung (nach ICD-10) trifft zu?

A) Akustische Halluzinationen sind mit der Diagnose einer manischen Episode im Rahmen einer bipolaren affektiven Störung nicht vereinbar

B) Unter Rapid Cycling versteht man das ständige Umherlaufen manischer Patienten

C) Die depressive Episode im Rahmen einer bipolaren affektiven Störung unterscheidet sich von der unipolaren Störung durch das Vorliegen parathymer Gedankeninhalte

D) Eine manische Episode ist von einer Schizophrenie gelegentlich nur im Verlauf unterscheidbar

E) Die Diagnose einer Dysthymia schließt eine bipolare affektive Störung aus

Richtig: D
A) auch bei manischer Episode gibt es psychotische Symptome, B) bezieht sich auf schnellen  Phasenwechsel, C) kann es bei allen depressiven Episoden geben

 

26 Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Die Substitutionsbehandlung von Opioidabhängigen mit Methadon

A) darf durch den Heilpraktiker durchgeführt werden

B) führt in aller Regel zur vollständigen Abstinenz

C) hält die Opioidabhängigkeit aufrecht

D) schließt ein gleichzeitige psychotherapeutische Behandlung aus

E) ist nur stationär durchführbar

Richtig: C
A) HPP darf keine Medikamente verschreiben. B) Methadon ist ein Opioid, führt zu körperlicher Abhängigkeit, aber weniger Rauschpotential, D) Psychotherapie begleitend kann helfen und E) auch ambulant möglich

 

27 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zum Störungsbild einer sozialen Phobie treffen zu?

  1. Die Ängste treten vorwiegend in größeren Menschenmengen auf
  2. Die Störung tritt ganz überwiegend bei Männern auf
  3. Soziale Phobien sind in der Regel mit einem niedrigen Selbstwertgefühl verbunden
  4. Die Symptome können sich bis hin zu einer Panikattacke verstärken
  5. Soziale Phobien können sich in Beschwerden wie Händezittern, Übelkeit und Drang zum Wasserlassen äußern

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: D

 

28 Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Mögliche Ursachen einer organischen depressiven Störung (nach ICD-10) sind:

  1. Maligne Hirnerkrankungen
  2. Zwangsstörung
  3. Hypothyreose
  4. Morbus Parkinson
  5. Hypochondrische Störung

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Richtig: B
zu 2. Zwangsstörung ist i.d.R. psychisch (es sei denn, es wäre eine organische psychische Störung 2. Ranges) 5. ebenso psychisch ist die hypochondrische Störung.

Lösungen der Gruppe A:
1 AD, 2 BC, 3 B, 4 BE, 5 CD, 6 B, 7 BD, 8 BE, 9 D, 10 B, 11 B, 12 D, 13 E, 14 D, 15 D, 16 BC, 17 A, 18 C, 19 C, 20 D, 21 D, 22 AB, 23 AE, 24 B, 25 E, 26 C, 27 D, 28 BE

 

Prüfungsfragen der Prüfung vom Mittwoch, 20. März 2019

Gruppe A

 

1  Einfachauswahl

Welche Aussage zu Demenzerkrankungen trifft zu?

A) Die Lewy-Körperchen-Demenz ist die häufigste Form der Demenzerkrankung

B) Die Demenz bei Alzheimer-Krankheit ist durch einen akuten Beginn und den plötzlichen Verfall der kognitiven Fähigkeiten gekennzeichnet

C) Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit tritt als sehr langsam fortschreitende Demenz in Erscheinung

D) Zu Beginn der Demenz bei Pick-Krankheit (frontotemporale Demenz) stehen Charakterveränderungen und der Verlust sozialer Fähigkeiten im Vordergrund

E) Die Blutwerte zeigen bei Demenz spezifische Veränderungen

 

2  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?
Negativsymptom(e) eines schizophrenen Residuums ist/sind:

  1. Psychomotorische Verlangsamung
  2. Affektverflachung
  3. Passivität und Initiativemangel
  4. Akustische und optische Halluzinationen
  5. Negativismus

A) Nur die Aussage 5 ist richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

3  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Neben der Psychopharmakotherapie und Psychotherapie sind nachgewiesen wirksame Methoden der Behandlung einer depressiven Episode:

  1. Wachtherapie (Schlafentzugstherapie)
  2. Elektrokonvulsive Therapie (EKT)
  3. Hyperbare Oxygenierung
  4. Lichttherapie
  5. Aderlass

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3, und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

4  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Zu den typischen Differentialdiagnosen bei einer depressiven Episode (nach ICD·10) zählen:

  1. Organisch bedingte depressive Symptomatik
  2. Paranoide Persönlichkeitsstörung
  3. Anpassungsstörung
  4. Hypothyreose
  5. Dysthymia

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

 

5  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur psychotischen Störung Alkoholhalluzinose treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Wahnideen sprechen gegen eine Alkoholhalluzinose

B) Psychomotorische Störungen wie B. Erregung können auftreten

C) Charakteristisch sind ausgeprägte vegetative Begleiterscheinungen

D) Bewusstseinstrübung ist ein Hauptmerkmal bei der Alkoholhalluzinose

E) Die Alkoholhalluzinose ist typischerweise durch akustische Halluzinationen und Angst gekennzeichnet

 

6  Einfachauswahl

Eine Frau bittet einen Therapeuten wegen ihres 7-jährigen Sohnes, der an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leidet, um Hilfe.
Welche Aussage trifft zu?

A) Der Therapeut sollte grundsätzlich von einer Psychopharmakotherapie abraten

B) Bei oppositionellem Problemverhalten des Kindes ist ein Elterntraining kontraindiziert

C) Ein soziales Kompetenztraining ist immer indiziert

D) Bei Kindern mit Problemen in der Schule sollte der Schwerpunkt der Behandlung auf einer Psychoedukation der Eltern liegen

E) Mit einem Token-System (z.B. Sternchen, die in andere Verstärker eingetauscht werden können) lässt sich Verhalten gezielt operant konditionieren

 

7  Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Bei der Erhebung der Anamnese eines depressiven Patienten ist die Frage nach der Suizidalität obligat, um

A) die Angehörigen in die Verantwortung nehmen zu können

B) den Grad der suizidalen Gefährdung abschätzen zu können

C) das für den Betroffenen richtige Antidepressivum auswählen zu können

D) die als Voraussetzung für Suizidhandlungen unerlässlichen depressiven Wahninhalte erfassen zu können

E) den Betroffenen stationär unterbringen zu können

 

8  Einfachauswahl

Welches der folgenden Therapieverfahren eignet sich besonders für die Behandlung der Zwangsstörung?

A) Psychopharmakotherapie mit Mood Stabilizern (Stimmungsstabilisierer)

B) Katathyme imaginative Therapie

C) Hypnose

D) Kognitive Verhaltenstherapie ohne Exposition

E) Kognitive Verhaltenstherapie einschließlich Exposition

 

9  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Bei einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) nach ICD-10 treten folgende Symptome gehäuft auf:

  1. Sozialer Rückzug
  2. Depression
  3. Albträume
  4. Ideenflucht
  5. Logorrhö

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

 

10  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Therapiemethoden sollten bei der Behandlung einer spezifischen Phobie im Vordergrund stehen?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Entspannungsverfahren

B) Medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva

C) Medikamentöse Behandlung mit Anxiolytika

D) Expositionstherapie

E) Psychodynamische Therapie

  

11  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Diagnostische Leitlinien für den schädlichen Gebrauch von psychotropen Substanzen (nach ICD-10) sind:

  1. Sozial unüblicher Konsum der entsprechenden Substanz.
  2. Starker Wunsch oder eine Art Zwang, die Substanz zu konsumieren
  3. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Substanzkonsums
  4. Körperliche Störung aufgrund des Substanzkonsums
  5. Psychische Störung aufgrund des Substanzkonsums

A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

12  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur psychiatrisch-psychotherapeutischen Diagnostik treffen zu?

  1. In der Anamnese sollte auch immer nach körperlichen Vorerkrankungen gefragt werden
  2. Zu einer vollständigen psychiatrisch-psychotherapeutischen Anamnese gehört auch die Sexualanamnese
  3. Nach Suizidalität sollte nicht im Erstgespräch gefragt werden, da in dieser Situation noch keine Vertrauensbasis zwischen Patient und Untersucher besteht
  4. Die Beurteilung der Orientierung, der Affektivität, des Antriebs und der Wahrnehmung sind wichtige Inhalte des psychopathologischen Befundes
  5. Anamnese, eigene Beobachtungen des Untersuchers sowie gegebenenfalls psychologische Tests und fremdanamnestische Angaben sind die Grundlage für die Erstellung eines psychopathologischen Befundes

A) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

13  Aussagenkombination

Ein 49-jähriger Mann kommt in Ihre Praxis, da er sich seit mehreren Wochen und ohne erkennbaren Anlass traurig und weniger leistungsfähig als früher fühlt. Sie vermuten eine leichte depressive Episode (nach ICD-10).
Welche der folgenden Symptome passen am besten zu dieser Verdachtsdiagnose?

  1. Kreisende Gedanken
  2. Verarmungswahn
  3. Antriebsstörung
  4. Schlafstörungen
  5. Bewusstseinsstörung

A) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

 

14  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Somatisierungsstörung (nach ICD-10) treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Die Betroffenen sind aufgrund ihres hohen Leidensdruckes meist rasch zu einer Psychotherapie motivierbar

B) Im Störungsverlauf kann es zu einer Abhängigkeit oder einem Missbrauch von Medikamenten kommen

C) Die Diagnose kann nach 3 Monaten bei entsprechender Symptomatik gestellt werden

D) Die Störung tritt bei beiden Geschlechtern gleich häufig auf

E) Die Störung beginnt meist im frühen Erwachsenenalter

 

15  Aussagenkombination

Bei welchen der folgenden Erkrankungen wirken psychische Faktoren in der Krankheitsentstehung oder -Verschlimmerung mit?

  1. Colitis ulcerosa
  2. Enterocolitis regionalis (Morbus Crohn)
  3. Asthma bronchiale
  4. Essenzielle arterielle Hypertonie
  5. Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte)

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

16  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Benzodiazepinabhängigkeit trifft (treffen) zu?

  1. Abhängigkeitsstörungen von Benzodiazepinen sind selten und treten in der Regel erst nach sechs Monaten Gebrauch auf
  2. Die Halbwertszeiten von Benzodiazepinen haben keinen Einfluss auf den Zeitpunkt des Auftretens von Entzugserscheinungen
  3. Durch kontrollierte und zeitlich begrenzte Verschreibungen lässt sich das Risiko einer Abhängigkeitsentwicklung verringern
  4. Risiken des langfristigen Gebrauchs von Benzodiazepinen sind neben der Abhängigkeitsentwicklung Sturzneigung und kognitive Einbußen
  5. In der Substitutionstherapie hat sich Methadon bei Benzodiazepinabhängigkeit bewährt

A) Nur die Aussage 4 Ist richtig

B) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

17  Einfachauswahl

In der psychotherapeutischen Behandlung werden oft Entspannungsmethoden eingesetzt.
Welche Aussage zu Entspannungsmethode.n trifft am ehesten zu?

A) Das Erlernen einer Entspannungsmethode (z. progressive Muskelrelaxation) ist notwendig, um die systematische Desensibilisierung erfolgreich umsetzen zu können

B) Die Wirkung von progressiver Muskelrelaxation (PMR) beruht auf autosuggestiver Konzentration

C) Bei der Anwendung von Entspannungsmethoden können keine Angstzustände auftreten

D) Entspannungsmethoden sind bei Abhängigkeitserkrankungen kontraindiziert

E) Vor dem Einsatz von Entspannungsmethoden sollten Beruhigungsmedikamente eingenommen werden

 

18  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Typische formale Denkstörungen bei einer manifesten Schizophrenie sind:

  1. Katalepsie
  2. Gedankenentzug
  3. Gedankenabreißen
  4. Inkohärenz
  5. Neologismen

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

19  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
Typische Methoden/Vorgehensweisen der kognitiven Umstrukturierung sind am ehesten:

A) Empirische Überprüfung verzerrter Wahrnehmungen

B) Traumdeutung

C) Sokratischer Dialog

D) Motivierende Gesprächsführung (Motivational lnterviewing)

E) Empathisches Validieren

 

20  Aussagenkombination

Welche der folgenden Störungen werden nach ICD-10 zu den neurotischen, Belastungs­ und somatoformen Störungen gerechnet?

  1. Angststörungen
  2. Zwangsstörungen
  3. Schizophrenien
  4. Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen
  5. Dissoziative Störungen

A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

21  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Diagnostische Leitlinien für ein Delir (nach ICD-10) sind:

  1. Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus
  2. Irreversible kognitive Störung
  3. Dauer seit mindestens 6 Monaten
  4. Störungen des Bewusstseins und der Aufmerksamkeit
  5. Affektive Störungen wie Depression, Angst oder Reizbarkeit

A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

 

22  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
Das Rollenspiel im Rahmen der Verhaltenstherapie beruht insbesondere auf den Lernmechanismen:

A) Indirekte Bestrafung

B) Positive Verstärkung

C) Negative Verstärkung

D) Lernen am Modell

E) Habituation

 

23  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur freiheitsentziehenden Unterbringung eines Betreuten (nach Bürgerlichem Gesetzbuch, BGB) treffen zu?

  1. Eine Unterbringung des Betreuten durch den Betreuer, die mit Freiheitsentziehung verbunden ist, ist nur zulässig, solange sie zum Wohl des Betreuten erforderlich ist
  2. Die Unterbringung ist nur mit Genehmigung des Betreuungsgerichts zulässig. Ohne die Genehmigung ist die Unterbringung nur zulässig, wenn mit dem Aufschub Gefahr verbunden ist; die Genehmigung ist dann unverzüglich nachzuholen
  3. Liegt eine Patientenverfügung vor, so ist eine Unterbringung nach BGB nicht möglich
  4. Eine Unterbringung ist nur in psychiatrischen Kliniken, nicht aber in Pflegeheimen möglich
  5. Im Rahmen der Erteilung einer Genehmigung zur Unterbringung muss das zuständige Gericht ein Sachverständigengutachten einholen

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

24  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
Bei einer katatonen Schizophrenie (nach ICD-10)

A) kann autogenes Training erfolgreich eingesetzt werden

B) kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen

C) treten keine Halluzinationen auf

D) stehen psychomotorische Störungen im Vordergrund

E) sind Psychopharmaka kontraindiziert

 

25  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Chorea Huntington treffen zu?

  1. Erste Symptome der Krankheit zeigen sich meist zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr
  2. Bei frühzeitiger Therapie kann die Erkrankung geheilt werden
  3. Psychische Beschwerden gehen den Bewegungsstörungen oft mehrere Jahre voraus
  4. Die Bewegungsstörungen beginnen meist mit Hyperkinesen bei verringertem Muskeltonus
  5. Die geistige Leistungsfähigkeit ist nicht beeinträchtigt

A) Nur die Aussagen·1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

26  Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zum Intelligenztest (z. B. Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene, Mittelwert 100, Standardabweichung 15) treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Bei einem IQ (Intelligenzquotient) von 100 haben 50% der Referenzgruppe einen höheren Intelligenzquotienten

B) Ein IQ von 50 entspricht der durchschnittlichen Intelligenz

C) Ein IQ von 115 entspricht einem Prozentrang von 99 (99 % der Referenzgruppe erreichen niedrigere Werte im Test)

D) 30 % der Menschen liegen zwischen einem IQ von 85 und 115

E) Ein IQ von weniger als 20 entspricht nach ICD-10 einer schwersten Intelligenzminderung

 

27  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?
Für eine schizoide Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) spricht/sprechen am ehesten:

  1. Wenige oder überhaupt keine Tätigkeiten bereiten Freude
  2. Starke Neigung zu theatralischem Verhalten und übertriebener Ausdruck von Gefühlen
  3. Übersteigertes Interesse an sexuellen Erfahrungen mit anderen Menschen
  4. Mangel an engen Freunden oder vertrauensvollen Beziehungen
  5. Übermäßiges Bedürfnis nach Anerkennung und Bewunderung

A) Nur die Aussage 4 ist richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

 

28  Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu somataformen Störungen (nach ICD-10) treffen zu?

  1. Depressive Störungen können begleitend auftreten
  2. in den meisten Fällen geht einer somataformen Schmerzstörung eine nachweisbare organische Ursache (z. B. Verletzung) voraus
  3. Eine Chronifizierung tritt nur in sehr seltenen Fällen auf
  4. Beim Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung ist ein Antipsychotikum Mittel der Wahl
  5. Patienten mit einer somatoformen Störung suchen häufig primär einen Hausarzt oder Internisten auf

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

 

Hier die vorläufigen Lösungen (Stand 20. 3. 2019) für die Überprüfung am 20. März. Ab ca. Ende März liegen die offiziellen Lösungsschlüssel vor, Angaben also ohne jede Gewähr auf Richtigkeit.
(Die Angaben sind ohne Gewähr, entscheidend ist der offizielle Lösungsschlüssel, der in 1-2 Wochen veröffentlicht wird.)

Lösungen GRUPPE A
1 D, 2 C, 3 C, 4 E, 5 BE,  6 C oder E, 7 B, 8 E, 9 C, 10 BD, 11 C, 12 D, 13 A, 14 BE, 15 E, 16 B, 17 A, 18 E, 19 AC, 20 D, 21 C, 22 DE, 23 C, 24 BD, 25 C, 26 AE, 27 C, 28  B

Lösungen GRUPPE B
1 BE, 2 BD, 3 E, 4 D, 5 C, 6 C, 7 C, 8 AE, 9 C, 10 C oder E, 11 B, 12 DE, 13 C, 14 D, 15 B, 16 C, 17 C, 18 B, 19 E, 20 D, 21 A, 22 E, 23 A, 24 E, 25 C, 26 AC, 27 BE, 28 BD

Prüfungsfragen der Prüfung vom Mittwoch, 10. Oktober 2018

Gruppe A

1          Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Störungen des Sozialverhaltens (nach ICD-10) treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Jugendliche Aufmüpfigkeit zählt zu den typischen Symptomen der Störung des Sozialverhaltens

B) Bei einem Jugendlichen, der seit zwei bis drei Monaten die Schule schwänzt, sollte die Diagnose einer Störung des Sozialverhaltens gestellt werden

C) Für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit einer Störung des Sozialverhaltens sind vorrangig medikamentöse Maßnahmen zielführend

D) In seinen extremsten Auswirkungen beinhaltet das Verhalten bei Störungen des Sozialverhaltens gröbste Verletzungen altersentsprechender sozialer Erwartungen, wie z.B. Grausamkeit gegenüber anderen Menschen oder Tieren

E) Störungen des Sozialverhaltens können sich in einigen Fällen zu einer dissozialen Persönlichkeitsstörung entwickeln

 

2          Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Demenz treffen zu?

  1. Typisch sind qualitative Bewusstseinsstörungen
  2. Eine depressive Störung kann Merkmale einer frühen Demenz zeigen
  3. Wesentliche Voraussetzung für die Diagnose einer Demenz ist der Nachweis einer Abnahme des Gedächtnisses und des Denkvermögens mit Beeinträchtigung der Aktivitäten des täglichen Lebens
  4. Ein Delir kann auch bei einer Demenz vorkommen
  5. Eine Demenz bei Alzheimer Krankheit muss gegenwärtig als reversibel angesehen werden

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

3          Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

Selektive Serotoninwiederaufnahme-Hemmer (SSRI)

A) sind bei psychotherapeutisch behandelten Personen kontraindiziert

B) können zum Serotoninsyndrom führen

C) werden zur Behandlung von Angststörungen eingesetzt

D) führen typischerweise zu einem deutlich erhöhten Speichelfluss

E) vermindern die Serotonin-Konzentration im synaptischen Spalt im Gehirn

 

4          Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zu Zwangsgedanken treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Im Beisein anderer Personen treten keine Zwangsgedanken auf

B) Begleitend kann es zu Zwangshandlungen kommen

C) Zwangsgedanken wiederholen sich und werden als unangenehm empfunden

D) Es gibt keine aggressiven Zwangsgedanken

E) Zählzwang gehört nicht zu den Zwangsgedanken

 

5          Einfachauswahl

Welche Aussage zur emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ (nach ICD-10) trifft zu?

A) Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung profitieren von langen stationären Aufenthalten

B) Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung neigen selten zu selbstverletzendem Verhalten

C) Die Borderline-Persönlichkeitsstörung führt selten zu suizidalen Gedanken

D) Borderline-Persönlichkeitsstörungen treten in der Regel im mittleren Erwachsenenalter auf

E) Borderline-Persönlichkeitsstörungen haben häufig einen langen chronischen Verlauf

 

6          Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Typische Symptome der Schizophrenie sind:

  1. Ambivalanz
  2. Zerfahrenheit des Denkens
  3. Katatoner Stupor
  4. Gedankenentzug
  5. Intelligenzminderung

A) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

7          Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Für die Eröffnung eines Anamnesegesprächs mit einem Patienten ist folgender Fragetyp im Allgemeinen am besten geeignet:

A) Konfrontationsfrage

B) Suggestivfrage

C) Fangfrage

D) Katalogfrage

E) Offene Frage

 

8          Einfachauswahl

Bei welcher Therapieform zur Behandlung psychischer Erkrankungen besteht für Heilpraktiker mit einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten Erlaubnis ein Tätigkeitsverbot?

A) Gruppentherapie (Psychotherapie im Gruppensetting)

B) Substitutionstherapie mit Methadon

C) EMDR-Therapie (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

D) Expositionstherapie

E) Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie

 

9          Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Epilepsie trifft (trefefn) zu?

  1. Nach einem einzigen Gelegenheitskrampfanfall ist die Fahrtauglichkeit nicht beeinträchtigt.
  2. Entzugskrampfanfälle treten ausschließlich beim Alkoholentzugssyndrom auf
  3. Das abrupte Absetzen von Benzodiazepinen kann zu einem epileptischen Anfall führen
  4. Epilepsie manifestiert sich nur in der Kindheit
  5. Zur Diagnosesicherung wird ein Enzephalogramm (EEG) durchgeführt

A) Nur die Aussage 3 ist richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

C) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

10        Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Eine typische formelle Achtsamkeitsübung ist/sind:

A) Genusstraining

B) Progressive Muskelentspannung

C) Autogenes Trainin g

D) Phantasiereisen

E) Body-Scan

 

11        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Elektrokrampftherapie (EKT) treffen zu?

  1. Durch elektrische Reizung des Gehirns wird ein Krampfanfall ausgelöst
  2. Die EKT ist eine wirksame Behandlungsmethode
  3. Die EKT kann bei Depressionen eingesetzt werden
  4. Die EKT ist eine Sonderform der Elektroenzephalographie (EEG)
  5. Die EKT wird aufgrund der hohen Risiken nicht mehr angewendet

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

E) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

 

12        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) treffen zu?

  1. Erkrankungen wie das Tourette-Syndrom oder der Asperger-Autismus treten oft mit einer begleitenden ADHS-Symptomatik auf
  2. Erworbene Erkrankungen wie Schädel-Hirn-Traumata und entzündliche Hirnerkrankungen können ähnliche Symptome wie ein ADHS bedingen
  3. Bei neuropsychologischen Testungen fallen ADHS-Patienten im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen durch geringere Auslassungsfehler und Falschantworten auf
  4. Bei erwachsenen ADHS-Patienten treten dissoziale Persönlichkeitsstörungen gehäuft komorbid auf
  5. Bei Erwachsenen spricht impulsives Verhalten gegen ein ADHS

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

13        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Psychotherapieverfahren treffen zu?

  1. Hauptindikatoren der klassischen Psychoanalyse ist die akute paranoide Schizophrenie
  2. Bei der Psychoanalyse wird der Patient zum „freien Assoziieren“ angehalten
  3. Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) hat sich bei der generalisierten Angststörung als wirksam erwiesen
  4. Verfahren der ersten Wahl bei der Zwangsstörung ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Exposition und Reaktionsmanagement
  5. Bei Behandlungsbeginn der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) ist eine Retraumatisierung durch die Exposition mit dem traumatischen Inhalt notwendig

A) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

 

14        Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Alkoholkrankheit treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Der Entzug bei Alkoholabhängigkeit sollte ambulant erfolgen

B) Der Alkoholentzug sollte als „kalter Entzug“ ohne Substitutionsbehandlung erfolgen

C) Im Alkoholentzug können schwere neurologische Komplikationen auftreten

D) Die Substitution der Vitamine B 1 (Thiamin) und Folsäure ist ein wichtiger Bestandteil in der Behandlung der chronischen Alkoholkrankheit

E) Die Alkoholkrankheit kommt selten in Verbindung mit weiteren psychischen Erkrankungen vor

 

15        Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Ein Einwilligungsvorbehalt

A) ist ein Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit, der die freie Willensbestimmung ausschließt

B) ist eine Regelung zum Umgang mit vertraulichen Patientendaten

C) regelt, dass bestimmte Rechtsgeschäfte ohne Einwilligung eines vom Gericht bestellten Betreuers nicht rechtswirksam werden

D) liegt vor, wenn der Betroffene Art, Bedeutung und Tragweite (Risiken) der ärztlichen Maßnahme nicht erfassen kann

E) regelt die zukünftige ärztliche Behandlung

 

16        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?
Bei einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10)

  1. sind psychotische Symptome vorhanden
  2. können paranoide Wesenszüge vorhanden sein
  3. besteht eine Intelligenzminderung mit Verhaltensstörung
  4. treten unterschiedliche Merkmale verschiedener Persönlichkeitsstörungen auf
  5. sind die typischen Merkmale der dissozialen Persönlichkeitsstörung das vorherrschende Symptombild

A) Nur die Aussage 2 ist richtig

B) Nur die Aussage 5 ist richtig

C) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

 

17        Aussagenkombination

Sie haben bei einem Patienten den Verdacht auf eine schizotype Störung (nach ICD-10).
Welche der folgenden Symptome stützen Ihren Verdacht im Rahmen der Differentialdiagnose?

  1. Der Patient erscheint kalt und unnahbar
  2. Ausgeprägte Ideenflucht
  3. Antriebsschwäche
  4. Misstrauen
  5. Denken und Sprache vage, gekünstelt und umständlich

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

18        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zum Drogenkonsum trifft (treffen) zu?

  1. Typisch für eine Opioidtoxikation ist eine Mydriasis
  2. Bei der akuten Kokainintoxikation können Halluzinationen auftreten
  3. Halluzinogene führen zu einer sehr starken körperlichen Abhängigkeit
  4. Amphetamine führen zu einer sehr starken körperlichen Abhängigkeit
  5. Bei Konsum von Cannabis ist das Risiko später harte Drogen zu konsumieren nicht erhöht

A) Nur die Aussage 2 ist richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

 

19        Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur sozialen Angststörung (sozialen Phobie) treffen zu?
Wählen Sie zwei Antworten!

A) Die intensiven physiologischen Symptome werden meist als vitale Bedrohung erlebt

B) Die Ängste treten in Situationen auf, in denen eigenes Verhalten einer Bewertung durch andere ausgesetzt ist

C) Erhöhte Selbstaufmerksamkeit und Sicherheitsverhalten tragen zur Aufrechterhaltung der sozialen Angststörung bei

D) Die meisten Betroffenen erkranken erst nach dem 30. Lebensjahr

E) Das Risiko, einen Substanzmissbrauch oder eine Abhängigkeit zu entwickeln, ist bei Menschen mit ausgeprägten sozialen Ängsten im Vergleich zur Normalbevölkerung vermindert

 

20        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Sogenannte „Denkfehler“ im Rahmen der kognitiven Therapie der Depression (nach Beck) sind:

  1. Generalisierung
  2. Wahngedanken
  3. Katastrophisierung
  4. Schwarz-Weiß-Denken
  5. Vermeidungsverhalten

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

21        Aussagenkombination

Welche der folgenden Merkmale lassen am ehesten an eine abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 denken?

  1. Streitsüchtiges und beharrliches Bestehen auf eigenen Rechten
  2. Ausgeprägte Ängste vor dem Alleinsein bzw. Verlassenwerden
  3. Eingeschränkte Fähigkeit beim Treffen von alltäglichen Entscheidungen ohne Ratschläge und Bestätigung von anderen
  4. Übermäßige Gewissenhaftigkeit bis hin zum Perfektionismus, um Fehler zu vermeiden
  5. Unterordnung der eigenen Bedürfnisse unter die anderer nahestehender Personen

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

22        Einfachauswahl

Eine Mutter bittet um eine Entwicklungsdiagnostik bei ihrer zweijährigen Tochter. Das Mädchen habe sich zunächst unauffällig entwickelt, mit 1 Jahr zu laufen und zu sprechen begonnen.
Seit mehreren Monaten stagniere die Entwicklung; bereits erworbene Fähigkeiten habe sie wieder verlernt. Das Kind laufe zunehmend schlechter, spreche immer weniger und müsse wieder gefüttert werden. Bei der Untersuchung fallen vor allem Stereotypien der Hände (waschende Bewegungen) auf.

Welche der folgenden Diagnosen trifft am ehesten zu?

A) Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

B) Selektiver Mutismus

C) Rett-Syndrom

D) Chorea Huntington

E) Trotzphase

 

23        Einfachauswahl

Unter welcher Bedingung ist die Unterbringung gemäß Unterbringungsrecht der Länder (z.B. Unterbringungsgesetz bzw. Psychisch-Kranken-Gesetz) eines psychisch Kranken in einer psychiatrischen Klinik gegen dessen Willen zulässig?

A) Der Patient ist nicht bereit, sich einer notwendigen Behandlung zu unterziehen

B) Die betroffene Person hat gegen Gesetze verstoßen und ist nicht zur freiwilligen Behandlung bereit

C) Vorherige ambulante Behandlungsversuche sind fehlgeschlagen

D) Die Unterbringung ist zur Abwehr von akuten erheblichen Gefahren für Gesundheit oder Leben des Betroffenen oder besonders bedeutende Rechtsgüter anderer erforderlich

E) Ein Heilpraktiker hat die Notwendigkeit einer stationären Behandlung attestiert

 

24        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Ein 53-jähriger Patient erwähnt während des Patientengesprächs die frühere Einnahme von Haloperidol (z.B. Haldol®).
Dies kann am ehesten auf folgende Vorerkrankungen hinweisen:

  1. Manische Episode
  2. Schizophrenie
  3. Organisch bedingte Psychose
  4. Epilepsie
  5. Morbus Parkinson

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

25        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Bei einer substanzinduzierten psychotischen Störung (nach ICD-10) können folgende Symptome auftreten:

  1. Stupor
  2. Personenverkennung
  3. Akustische Halluzinationen
  4. Ekstase
  5. Verfolgungsideen

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

 

26        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Zu den psychischen Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion zählen:

  1. Rededrang
  2. Motorische Unruhe
  3. Depressive Verstimmung
  4. Antriebsmangel
  5. Leichte Ermüdbarkeit

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

 

27        Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Wichtige Risikofaktoren für Suizide sind:

  1. Weibliches Geschlecht
  2. Frühere Suizidversuche
  3. Konkrete Suizidvorbereitungen
  4. Wahnsymptome
  5. Mittleres Lebensalter

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

 

28        Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?
Der Begriff „Habituation“ aus der Verhaltenstherapie bedeutet

A) ein Nachlassen an Spannung und Reaktionsstärke durch Ermüdung nach häufigem Ausführen eines Verhaltens

B) eine Abnahme der Leistung im zeitlichen Verlauf

C) eine Abnahme der Reaktionshäufigkeit nach Weglassen der Verstärkung

D) eine Abnahme der Reaktionsbereitschaft auf einen mehrfach dargebotenen Reiz

E) eine erhöhte Aufmerksamkeit und Hinwendung bezogen auf eine neue Situation

 

Hier die vorläufigen Lösungsschlüssel zur Überprüfung vom 10. Oktober 2018. Alle Antworten OHNE Gewähr. Das Gesundheitsamt Ansbach veröffentlicht die gültigen Antworten bis Ende Oktober auf der Homepage.

Lösungen Gruppe A

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
D + E
C
B + C
B + C
E
C
E
B
C
E
D
B
C
C + D
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
C
D
C
A
B + C
C
D
C
D
A
E
D
D
D

Lösungen Gruppe B

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
E
E
C
C
E
C
D
D
B + C
C
D
C
D
D + E
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
E
D
D
D
B + C
B
C
B
C
A
C
B + C
C + D
A