Author page: Christine Krokauer

Was Kinder so brauchen

Ein tiefes Gespräch gab es gestern. Ausgangspunkt war die Frage, was Kinder brauchen, um gesund heranzuwachsen. Eltern legen in den ersten Lebensjahren die Grundlage dafür, dass ihr Kind erst einmal körperlich reift, um nach und nach in Lernen und Denken hineinzuwachsen, es soziale vor Medienkompetenzen entwickelt. Individualität tritt uns im Kind  entgegen. Die Begleitung zum Erwachsenen, der seine Lebensaufgabe findet, dem Dasein Sinn verleihen kann, ist eine grandiose Herausforderung. Eltern und Kinder schenken sich gegenseitig endlos Lernfelder. Eltern brauchen Ermutigung und Unterstützung, oft zudem Anleitung, wie Erziehung gelingen kann.

Wie man Wadenwickel anlegt oder Zwiebelsäckchen, weshalb Rhythmus im Alltag hilfreich ist, wissen wir oft nicht mehr. Unsere Welt lehrt nun erneut den Einkehrschwung ins Innere, zurück zum alten Wissen um die Kraft von Kräutern, die Power von Rhythmen, gutem Pendeln zwischen An- und Entspannung, die Wichtigkeit von Werten, Sinn und Authentizität.

Mensch zu werden, der mit seinen Gaben umgehen kann, aktiv sein Leben gestaltet, sich und etwas bewegt, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern lebenslange Aufgabe. Am Anfang am besten von liebevollen Menschen unterstützt und später in einem immer vielfältiger werdenden selbstdefinierten Lernfeld stehend, so mag Leben gelingen.

 

Allen einen wunderbaren Wochenteilungstag mit der beweglichen Kraft des Merkur.

 

Türen gehen auf und eröffnen ungeahnte Einblicke in die Tiefen. Stephanie hat einen Blick hinter ein Hoftor erhaschen können. Danke!

 

Was tut nicht eine Frühlingsnacht

Eingeschlafen im Abendhauch

War der knospende Rosenstrauch,

Und staunend, als er früh erwacht,

Stand er in voller Blütenpracht.

Was tut nicht eine Frühlingsnacht

An Menschenblumenknospen auch!

Friedrich Rückert, 1788–1866

Staunend sehen wir diese Farben in der klaren Maienluft. Stephanie hat fotografiert, Danke dir!

Nicht aufgeben!

Ich habe eine Mail von einem von mir sehr verehrten und geschätzten Kollegen erhalten. Er macht eine bewegende, berührende Arbeit mit seinen Klient:innen auf achtsamste und feinfühligste Weise. Er steckt in einer Lebenskrise, zweifelt an seinem Tun, das gerade noch auf einen kleinen Personenkreis beschränkt bleibt. Veit Lindau stellt einen Podcast ein, in dem er 30 Minuten erklärt, weshalb er sich für einige Monate zurückzieht, um wieder in seine eigene Kraft zu kommen.

Allein die Tatsache, dass man sich erklären muss, sagt viel über unsere Pseudohochglanzwelt, in der nicht mehr viel Glanz ist, aber jede Menge verstecktes Licht. Die Verzweiflung von Menschen, die Großartiges entwickeln und das Gefühl haben, dass sich dafür keiner interessiert, kann ich gut nachvollziehen.

Menschen sind überladen mit Angeboten. Sie orientieren sich oft nicht an dem, was voranbringt, sondern fordern Wunder ohne Aufwand. Wenn eine Theorie nichts hilft, sucht man sich den nächsten Guru. Irgendwann kommt die Person, deren Wort dazu führt, dass Körper, Seele und Geist „gesund sind“, gern auch gegen sehr viel Geld, sonst wirkt es nicht.

Mittelmaß, lautes Anpreisen und Setzen auf schnellen Erfolg wirken anziehender als die Qualität einer freilassenden und ermutigenden Begleitung, die unterstützt, nicht vorkaut, Raum für Experimente lässt, Wege aufzeigt im Wissen, dass selbst Gehen froh macht.

Liebe Kolleg:innen, die ihr wunderbar achtsam, feinfühlig und zuMUTend stärkend arbeitet – lasst uns auf dem Weg bleiben, von dem wir wissen, dass er zielführend ist. Unterstützen wir uns, nicht aufzugeben!

 

Allen einen Dienstag voller Tatkraft.

 

Einen Platz zum Ausschnaufen und Krafttanken hat Stephanie beim Wandern entdeckt. Sind das nicht herrliche Maifarben? Danke für dein Bild!

So gut wie möglich

Wünsche nicht, etwas anderes zu sein, als was du bist, aber versuche, dies so gut wie möglich zu sein.

Franz von Sales, 1567–1622

Diese Blüte ist so gut wie möglich, oder? Stephanie hat genau mit der Kamera hingeschaut, vielen Dank für dein Foto!

Tolles Wochenende

Dankbar bin ich für dieses Wochenende. So viele Menschen mal wieder beisammen, die gemeinsam arbeiten, sich austauschen, wachsen und auch die eigenen Themen angehen. Noch sechs Wochenenden haben die angehenden Cardea-Therapeut:innen vor sich, dann ist ihre Ausbildung abgeschlossen. Im zweiten Jahr ist systemische Arbeit der Schwerpunkt  neben Hypnotherapie, das ist intensives Arbeiten und üben, üben, üben. Austausch und Reflektion sind wichtig in diesem zweiten Jahr. Danke für die zwei tollen Tage!

In dieser Woche freue ich mich vor allem auf Mittwochabend in der Alten Synagoge in Kitzingen, um 19.30 Uhr startet der Vortrag über Herzkohärenz. Anmeldung ist nicht notwendig, an der Abendkasse wird ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben. Ich freue mich ebenso, dass mich die VHS Marktheidenfeld für einige Veranstaltungen im Herbst-Wintersemester eingeladen hat.

Allen einen schönen Wochenstart mit Lächeln und Freude.

 

Der Anblick des Primaveragartens im Morgenlicht ist immer eine Freude.

Danke

Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, dass tüchtige Menschen undankbar gewesen wären.

Johann Wolfgang von Goethe

Ein herrliches Gute Laune See-Foto von Beate. Danke dir!

Goldwege am Samstag

Goldwege des Herzens gehen wir an diesem Wochenende mit unserem Cardea-Kurs. Wir haben ein intensives Übwochenende und am Sonntag begleiten wir Klient:innen bei Aufstellungen.

Gegen Überfüllung im Leben

Manchmal reichen einfache Hilfsmittel, um Klarheit zu erhalten wie Blätter oder Bastelfilz, perfekt für kleine Aufstellungen, wenn gerade kein Team zur Hand ist. Im Gegensatz zu Aufstellungsfiguren, mit denen man wie aus einer Metaebene heraus oft Klarheit in verzwickte Situationen bringen und Verbindungen im Team erkennen kann, erlauben Blätter oder Kissen leichter, auch ins fühlende Wahrnehmen zu kommen. Ich freue mich immer wieder, wenn ich mit Menschen auf diese Weise arbeiten darf – so entsteht Verständnis für so manche Situation, Wahrnehmung, dass es anderen auch nicht gut geht und wie man aus auf dieser Ebene viel erkennen und verändern kann. Am Sonntag stellen wir mit Menschen spannende Familienthemen auf, das ist eine wirklich berührende und im wahrsten Sinn des Wortes bewegende Arbeit.

Am 1. Juni startet die Lerngruppe für Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, die im Oktober zur Prüfung für an ihrem jeweiligen Gesundheitsamt gehen. Die Gruppe ist offen für Prüfungskandidaten aller Schulen, Infos: https://www.seelengarten-krokauer.de/lerngruppe/

Burn- und Boreout sind derzeit so oft Thema, dass ich euch gern auf unser Prophylaxeprogramm hinweise: https://www.seelengarten-krokauer.de/coaching/#Burnout-Prophylaxe

 

Allen einen wunderschönen Frei/utag!

 

Häufig ist das Leben überfüllt. Legt man Kissen für die jeweiligen Aufgaben, erkennt man das leichter und kann gute Wege aus dem Overload entwickeln.

Gut für den ganzen Menschen

Ein Spaziergang im Wald ist nicht nur wegen der Monoterpene bestens für unsere Gesundheit, sondern das Frühjahr tut den Augen einfach gut mit all diesen zauberschönen verschiedenen Grüns, die Susanne auf ihrem Foto eingefangen hat! Danke dir!

Herzflattern

Manchmal ist es hilfreich, den Verstand zu verlieren, weil er uns nicht immer nur was nutzt. Das Zusammenspiel zwischen Hirn, Herz und Bauch kann zielführend sein. Am 17. Mai werden wir uns ab 19.30 Uhr in der Alten Synagoge in Kitzingen mit der Verbindung dieser drei Energiezentren befassen beim Vortrag zum Thema „Herzkohärenz“. Ich freue mich sehr auf diesen Abend, man muss sich nicht anmelden. An der Abendkasse wird ein kleiner Beitrag erhoben, einfach kommen! Herzlich willkommen!

Die Familienwallungen reißen nicht ab. Ein Bruder hat am Tag nach der Bestattung des Vaters Vorhofflattern bekommen, was bei Menschen mit Herzinfarkt in der Vorgeschichte keine Freude auslöst. Jetzt stehen Behandlungen diverser Art im Herzzentrum an. Mal schauen, ob er sich auf ein paar Ergänzungen einlassen kann, denn die Havelhöher Herzschule ist ein wunderbares Konzept für Menschen mit Herzproblemen, ihr Leben neu einzurichten und zwar auf eine herzgesunde Art und Weise. Gesundheit ist immer ein ganzheitliches Thema, wir können kein Organ reparieren, ohne darüber zu forschen, was das Problem an genau der Stelle ausgelöst hat. Der Mensch ist kein Auto, da reicht es nicht, eine Dichtung auszuwechseln. Viele würden das sehr gern darauf reduzieren, doch sind wir Menschen eher ein Gesamtkunstwerk und auch nur als Ganzes zu betrachten, wenn Heilung angestrebt wird anstelle von Kurieren und Symptombeseitigung.

 

Das Relief für den Klinikeingang der Klink Arlesheim. Es zeigt das Venenkreuz des Herzens unter dem Titel Mysterium cordis.

Verstand verlieren

Wer die Welt nicht von Kind auf gewohnt wäre, müsste über ihr den Verstand verlieren. Das Wunder eines einzigen Baumes würde genügen, ihn zu vernichten.

Christian Morgenstern, 1871–1914

Baumnwunder im Wald, von Ursula entdeckt. Danke für dein Bild!

Gegen Gedankenkreisen

Die Galgenlieder von Morgenstern sind nach einem langen Tag, wie er gestern war, Labsal. Wenn der Kopf zur Ruhe kommen soll, die Gedanken jedoch schwirren, nehme ich mir einen Text z. B. aus den Galgenliedern vor und schreibe ihn mit der nichtdominanten Hand oder mit einer anderen als der normalen Schrift ab. Oder ich fange bei der letzten Zeile an und schreibe mich mit veränderter Schrift bis zur Titelzeile hoch. Was geschieht?

Das Gedankenkreisen stoppt. Die Konzentration geht ins Schreiben. Vor allem beim Rückwärtsschreiben bemüht sich das Gehirn, die Buchstaben zusammenzusetzen, den Sinn herauszufinden und widmet sich nicht mehr nervigen Schleifen.

Ist dein Geist unruhig und Meditation oder Bewegung ist gerade nicht dein Weg – nimm dir einen Text und schreibe ihn auf diese Weise ab. Schau, was geschieht jenseits der Tatsache, dass du dich mit Literatur beschäftigst.

Einen wunderschönen Wochenteilungstag für dich!

 

Minze im Kräutergarten von Bad Wörishofen.

Trichterliches

Die Trichter

Zwei Trichter wandeln durch die Nacht.
Durch ihres Rumpfs verengten Schacht
fließt weißes Mondlicht
still und heiter
auf ihren
Waldweg
u. s.
w.

Christian Morgenstern, 1871–1914

Gegen Egoblähung

Es ist oft so bewegend zu sehen, was Aufstellungen bewirken können. Sie helfen, Zusammenhänge zu erkennen, Verständnis zu entwickeln, öffnen und halten Räume, damit Veränderung sich entwickeln kann. Für mich gehört das Systemische zum schönsten im Praxisalltag und es ist eine großartige Arbeit mit dem Team hier! Wer Interesse an einer Aufstellung hat, kann sich gern bei mir melden. Es gibt viele Möglichkeiten!

Unruhiger Geist – das ist eines der Themen, die sich durch den Praxisalltag ziehen. Wie beruhige ich den Geist? Gestern fiel mir ein Satz ein, den mir vor vielen Jahren einer meiner geschätzten Lehrer gab. Er schaute mich freundlich an, nachdem ich ihn fünf Minuten lang mit meinen Problemen zugetextet hatte und bemerkte ruhig: „Nimm dich nicht so wichtig.“ Peng! Eine Ohrfeige hätte nicht heftiger wirken können, ich war beleidigt. Fünf Worte gegen Egoblähung. Oder wie Beuys es 1978 formulierte: „Die Einweihung findet am Hauptbahnhof statt“, sprich: In der Rushhour des Lebensalltags.

 

In diesem Sinne einen ruhigen Tag mit der Kraft des Mars.

 

Beate hat die Frühlingsstimmung mit ihrer Kamera eingefangen. Vielen Dank für dein Bild!