Author page: Christine Krokauer

Kruscheltag

Es gibt so Tage – man fängt an einer Ecke an aufzuräumen und plötzlich wird eine Riesenaktion daraus. Seit Wochen möchte ich den Vorratsraum aufräumen, weil der seit Corona irgendwie chaotisch ist. Klar: Am Tag mit drei Gewittern, also maximaler Schwüle und ich mit gewickeltem Bein mit Wattebergen unter der Zugbinde mit dem Projekt am Start. Wenn ich schon mal dabei bin, mache ich gleich den Gefrierschrank mit, bevor die Obsternte des Sommers Platz braucht. Das dauert, weil zwischendurch fein kochen, Telefonate, Betten frisch beziehen, Wäscheberge ohne Ende, die mit Dampf gebügelt werden wollten.

Schwüle ist so gar nicht meins, auch der Bruder klebt vor sich hin mit seinem Windelpaket und mag gar nichts alleine machen. Ich krame mir jetzt wieder mein Motto raus für den Sommer (ich werde niemals Temperaturen über 18 Grad gut finden) – „der Winter naht“. Bald ist Sommersonnwende. Ich sags ja nur als Vorinfo.

 

Allen einen freundlichen Venustag!

Sigrid hat bei den Pfingstrosen ein tolles Foto nachgelegt. Danke!

Ein Kinderspiel

Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen, ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.

Johann Wolfgang von Goethe

Die Natur ordnet die Rosenpracht nach ihrem inneren Muster alleine – Silke hat dieses zauberhafte Rosenexemplar fotografiert. Danke!

In diesen Tagen

Zungenbrecher sind nicht nur eine wunderbare Übung für die oft bequeme Mundmuskulatur, sondern auch fürs Gehirn. Manchmal beschäftige ich in Zeiten zwischen zwei Terminen meinen Geist mit dem Aufsagen von Zungenbrechern, wenn ich den Fokus halten möchte. Davon abgesehen sorgen sie für Heiterkeit, wenn man merkt, wie schnell man aus dem Rhythmus kommt und sich absolut verhaspelt.

Der Feiertag heute ist ein wenig seltsam. Ich kann ihn gut brauchen, um noch ein bisschen Kraft zu tanken, denn die Antibiose wird nach wie vor fortgesetzt und ist relativ anstrengend. Das Geburtstagskind des Tages, Christoph, darf arbeiten, denn in Hamburg, dem Firmensitz, ist dieser Donnerstag kein Feiertag.

Nachdem viele von euch nachgefragt haben, überlegen wir, ob wir unseren Megakurs, das Nautilusprojekt, in kleinere und mehr auseinandergezogene Einheiten anbieten sollen. Einige von euch wünschen sich mehr Zeit, nicht jede Woche Input etc., was für Persönlichkeitsentfaltung absolut in Ordnung ist. Wir tüfteln mal dran und geben euch dann gern Bescheid. Alle Infos zum Projekt unter www.seelengarten-krokauer.de/nautilus/

Kickstart für die den diesjährigen Ausbildungsgang ist am 23. 9.! Welcome!

 

Sina hat das Meerfoto geschickt. Da wäre ich jetzt gefühlt auch gern. Danke für dein Bild!

 

Zungenbrecher

Siebzehn Schnitzer, die auf siebzehn Schnitzsitzen sitzen und mit ihren spitzen Schnitzern Ritzen in ihr Schnitzholz schlitzen, wobei sie schwitzen, sind siebzehn schwitzende, schnitzende, auf dem Schnitzsitz sitzende, spitze Schnitzer benützende Schnitzholzritzenschlitzer.

 

 

Einfach mal was anderes denken und probieren. Herzliche Einladung zum Zungenbrecherspaß am Feiertag.

 

Die Jungfer im Grünen ist einfach eine Schönheit. Sigrid hat sie in ihrem Garten fotografiert, vielen Dank!

Meinen Weg neu finden

Nun sind unsere Sinne nach draußen orientiert. Farben, Wärme, Licht, Vogelkonzert, Luft und Sonnenschein ziehen Nase, Auge und Ohr in die Welt hinein, mehr als im Winter, wenn wir stärker nach innen orientiert sind.

Sich verlieren, um sich zu finden – wie oft erleben wir das, manchmal mit Sorge, dass wir uns vielleicht nicht mehr wieder finden, wie es gestern in einem Klientengespräch anklang: Werde ich meinen Weg wieder finden? Ich glaube, wir verlieren unseren Weg nicht, wir sehen ihn nur immer wieder nicht und tappen wie im Dunkeln, suchend, irrend und vielleicht auch mit Angst im Herzen. Da darf man sich erinnern an Hilde Domins Satz aus ihrem Buch „Nur eine Rose als Stütze“ aus dem Jahr 1959: „Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug.“

Es gibt nicht immer eine Versicherung, dass die Luft tragen wird. Manchmal fallen wir auch, straucheln, stürzen und müssen uns wieder aufrichten, was oft sehr mühsam ist. Leben ist lernen, ist nicht „alles fällt mir zu“. Leben bedeutet, sich oft genug etwas zu erringen, mit Mühe, mit Anstrengung, ich bin eingeladen, mir etwas „zu eigen“ zu machen, denn nur dann ist es auch zu mir gehörig.

 

Allen einen bewegten Merkurtag.

 

Pfingstrosen sind einfach wunderbar. Stephanie hat dieses Prachtexemplar fotografiert. Danke dir!

Weltenwärme

Vergessend meine Willenseigenheit,
Erfüllet Weltenwärme sommerkündend
Mir Geist und Seelenwesen;
Im Licht mich zu verlieren
Gebietet mir das Geistesschauen,
Und kraftvoll kündet Ahnung mir:
Verliere dich, um dich zu finden.

 

Wochenspruch für diese Woche, Seelenkalender von Rudolf Steiner

Sommerkündende Weltenwärme ist derzeit draußen wirklich gut wahrnehmbar. Wenn der Mohn leuchtet, ist der Sommer greifbar wie auf Stephanies Foto.

Zukunft der Pflege

Einmal alle Vierteljahr wird geschaut, ob der Bruder gut versorgt ist. Gestern war unser Besuchstermin, alles fein. Neulich ging es in einem Gespräch um die Lage in den Kliniken mit Notstand, Personalproblemen und vielem mehr und die Frage, ob es so kommt wie in anderen Ländern, dass die Angehörigen ihre Menschen in der Klinik versorgen mit Essen, sie waschen und Pflegemaßnahmen übernehmen. Da sind wir sehr nah dran, würde ich mal sagen. Wir werden wieder sehr bald lernen müssen, wie man pflegt.

Hausmittel wie die gute alte essigsaure Tonerde, Pflanzentinkturen, Presssäfte, Retterspitz, Wickel und Auflagen werden erneut Eingang in unser Bewusstsein finden (müssen). Wer denkt, dass das Gesundheitssystem ewig so weitergeht mit „versorgt von der Wiege bis zur Bahre“ unterliegt einem massiven Irrtum.

Pflege wird zunehmend wieder ins häusliche Umfeld verlagert werden und es macht sehr viel Sinn, sich in diesem Bereich Grundlagenwissen anzueignen. Ich kann aus wirklich langer Erfahrung sagen – es macht auch Freude, einen Menschen gut zu versorgen, ihn sauber gewaschen zu haben, mit gutem Essen zu versorgen, zu fühlen, ob Füße warm oder kalt sind, was es braucht, damit ein bettlägeriger Mensch keine Druckstellen bekommt und was das alles mit Mitmenschlichkeit und Würde zu tun hat. Anwendung ist schlichtweg Zuwendung.

 

Allen einen gut versorgten Dienstag. Unsere Königskerze wächst. Sie lehrt uns Würde.

Ein solcher Vormittag

Es war ein solcher Vormittag

Es war ein solcher  Vormittag,

wo man die Fische singen hörte,

kein Lüftchen lief, kein Stimmchen störte,

kein Wellchen wölbte sich zum Schlag.

Nur sie, die Fische, brachen leis

der weit und breiten Stille Siegel

und sangen millionenweis‘

dicht unter dem durchsonnten Spiegel.

Christian Morgenstern, 1871 – 1914

Im Garten erlebt man auch oft besondere Vormittage, vor allem in diesen Tagen.

Kompliziertere Tage

Raus aus der Klinik. War wieder eine Odyssee. Die in der Klinik verordnete Weiterbehandlung ist in keiner Apotheke lieferbar. Also zurück in die Klinik, neues Rezept. Wird nur für einen Tag verordnet, also weiter zum Hausarzt, zur Apotheke. So wird man rasch gesund.

Zwei Tage langsameres Programm zum Eingewöhnen, sprich – den Kühlschrank mal wieder bis zum Rand beim Einkaufen gefüllt und aufgeräumt und am Sonntag dann der Kurstag über Ken Wilber. Der war wichtig, weil die nächsten Wochenlektionen im Nautilusprojekt auf diesem Kurstag fußen, dafür musste unser Kurstag über Spiral Dynamics verlegt werden, er findet erst am Samstag, 15. Juli, von 9 bis 16 Uhr statt und ist dafür für alle offen, die sich für das Thema interessieren.

Da ich mit den bandagierten Füßen weder Autofahren noch lange stehen kann, entfällt leider das Seminar an der VHS Kitzingen zum Thema „Ressourcen“ an diesem und nächstem Dienstag leider. Die nächste Veranstaltung in Kitzingen ist der Vortrag über „Der innere Kritiker“ am 27. 6. um 19.30 Uhr, ohne Anmeldung, Abendkasse.

Alle durch die Krankheit verlegten Termine werden in den nächsten Tagen neu angeboten. Es braucht ein wenig Geduld, das war kein Pappenstiel, vor 100 Jahren hätte ich das nicht überlebt. Insofern – ich arbeite alle Termine ab, aber bitte habt Geduld. Ich gebe mein Bestes.

Allen einen frohen Wochenstart!

 

So schaut der Blick aufs Küchenfenster von der anderen Seite aus.

Rosen!

Unkraut wächst in zwei Monaten, eine rote Rose braucht dafür ein ganzes Jahr.

Rumi

DAS ist derzeit der Blick am frühen Morgen aus meinem Küchenfenster. Besser kann der Tag nicht starten, oder?

Wunderschöner Abend

Was für ein großartiger Abend am Mittwoch in der Alten Synagoge in Kitzingen! So viele Menschen haben sich zusammengefunden zum Thema Herzkohärenz, überraschend viele Herren waren darunter. Es gab spannende und tiefe Fragen nach dem Vortrag. Wir haben miteinander viele Übungen gemacht, um unseren Herzraum ins Bewusstsein zu heben, vieles gehört über die Kraft des Herzgehirns, das mit 40.000 Nervenzellen ausgestattet ist und uns mit unserer Intuition, den Möglichkeiten der Zukunft und dem „Herztelefon“ verbinden kann. Das Herztelefon kennt jeder: Du denkst an einen lieben Menschen, in dem Moment klingelt das Telefon. Du denkst an dein weit entfernt wohnendes Kind, rufst an und es berichtet, dass es ihm nicht gut geht. Wir spüren jenseits von Zeit und Raum die Herzensverbindung zu verschiedenen Menschen, die uns wichtig sind. DAS ist Herzenergie.

Übungen, die unseren Herzraum öffnen, ihm schützen, behüten und die Kräfte bündeln, haben im Raum eine wunderschöne Stimmung entstehen lassen. Es sind Sternstunden, wenn man beseelt nach einem Vortrag nach Hause fährt und Energie wie ein zarter Mantel umhüllt.

Wie geht es? Gehe mit einem liebevollen Bewusstsein in deinen Herzbereich. Atme in Ruhe, in deinem Tempo. Stell dir vor, dass du gute Energie, Kraft, Liebe – was immer dir wichtig ist – einatmest, bis du davon geflutet bist. Nun kannst du diese gute Energie in die Welt senden, als ob dein Herzraum eine strahlende Sonne ist, deren Wärme und Liebe sich einfach ergießen darf.

Hab einen zauberschönen Freitag!

 

In Stille an so einem feinen See sitzen verbindet uns mit dem Sein und lässt das Tun zur Seite treten. Kraftmomente an Kraftorten. Danke für dein Foto, liebe Stephanie!

 

Herz und Hirn

Die Welt wird sich erst ändern, wenn wir unseren Verstand aus dem Herzen ausdeuten.

Friedrich Schiller

Sigrid hat die derzeit leuchtenden Rapsfelder im Bild festgehalten. Danke dir!

Gegen Erschöpfung

Erschöpfung  bedeutet, ich habe alles ausgeschöpft, was mir zur Verfügung steht, die Ressourcen sind ausgehöhlt, es kommt keine Kraft nach. Das ist eine anhaltende Reaktion auf chronischen Stress sowohl emotional als auch zwischenmenschlich, im Privatbereich und im Arbeitsleben. Er entsteht, wenn wir uns nicht in der Lage fühlen, Situationen unter Kontrolle zu haben, gegen unsere Werte agieren (sollen), wenig bis keine Wertschätzung erfahren, das Beziehungsfeld von negativen Erlebnissen geprägt ist, wir überfordert sind ohne Aussicht auf Entlastung und Ungerechtigkeit empfinden.

Dazu kommt, dass wir unter Erholung oft verstehen: Glas Wein, Serie gucken zum Abschalten. Das ist passive „Erholung“, die unser System unbemerkt jede Menge Energien kostet. Aktive Erholung, die Ressourcen wieder auffüllt, sind Bewegung (Laufen, Schwimmen, Wandern, Krafttraining mit Beratung etc.), Kreativität (was immer Freude bereitet), Meditation, die zu dir passt (Achtsamkeit, Sitzen in der Stille, Gehmeditation etc.) und Schlaf! Trinke genug. Lerne, Nein zu sagen. Mehr ins Leben, was dir gut tut, weniger Nerviges. Vermeide mentalen Overload: Mediennutzung runter, Blaulichtfilter am Rechner/Handy, abends Rückschau auf den Tag und offene Loops schließen, Vergessenes für den Folgetag notieren.

Routinen helfen, Kraft zu sparen: Rhythmus bei den Mahlzeiten, Essen in RUHE ohne Ablenkung, typgerechte Ernährung, Pausen, Bewegung und Auszeiten, in denen der Geist ruht. Kneipp bietet jede Menge Hilfen wie Wasser- und Tautreten, Gesichtsguss, Licht- und Luftbäder in Form von Zimmergymnastik bei offenem Fenster, Knieguss.

Das Einfache hilft, Dr. Wald und Dr. Garten, mehr Schlaf, Ruhe und dann die Überlegung – was mache ich hier eigentlich? Ist es das, was mir wirklich wichtig ist? Wenn ja: Wie kann ich künftig besser mit der Belastung umgehen? Wenn nein: Was könnte der nächste Schritt sein?

 

Einen freundlichen Jupitertag heute allen und Liebe für das, was du heute zu tun hast.

 

Noch genug Wasser zum Ausgießen in den Kannen auf Sigrids Foto! Danke!

Guter Tipp

Verstünden wir den Wert und die Würde der Nächstenliebe, wir würden uns auf nichts anderes mehr verlegen.

 

Teresa von Avila, 1515–1582

 

 

Sigrid hat zauberhafte Pfingstrosen. Danke für dein Foto!

Was Kinder so brauchen

Ein tiefes Gespräch gab es gestern. Ausgangspunkt war die Frage, was Kinder brauchen, um gesund heranzuwachsen. Eltern legen in den ersten Lebensjahren die Grundlage dafür, dass ihr Kind erst einmal körperlich reift, um nach und nach in Lernen und Denken hineinzuwachsen, es soziale vor Medienkompetenzen entwickelt. Individualität tritt uns im Kind  entgegen. Die Begleitung zum Erwachsenen, der seine Lebensaufgabe findet, dem Dasein Sinn verleihen kann, ist eine grandiose Herausforderung. Eltern und Kinder schenken sich gegenseitig endlos Lernfelder. Eltern brauchen Ermutigung und Unterstützung, oft zudem Anleitung, wie Erziehung gelingen kann.

Wie man Wadenwickel anlegt oder Zwiebelsäckchen, weshalb Rhythmus im Alltag hilfreich ist, wissen wir oft nicht mehr. Unsere Welt lehrt nun erneut den Einkehrschwung ins Innere, zurück zum alten Wissen um die Kraft von Kräutern, die Power von Rhythmen, gutem Pendeln zwischen An- und Entspannung, die Wichtigkeit von Werten, Sinn und Authentizität.

Mensch zu werden, der mit seinen Gaben umgehen kann, aktiv sein Leben gestaltet, sich und etwas bewegt, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern lebenslange Aufgabe. Am Anfang am besten von liebevollen Menschen unterstützt und später in einem immer vielfältiger werdenden selbstdefinierten Lernfeld stehend, so mag Leben gelingen.

 

Allen einen wunderbaren Wochenteilungstag mit der beweglichen Kraft des Merkur.

 

Türen gehen auf und eröffnen ungeahnte Einblicke in die Tiefen. Stephanie hat einen Blick hinter ein Hoftor erhaschen können. Danke!