
Die Menschen kommen durch nichts den Göttern näher, als wenn sie Menschen glücklich machen.
Cicero, 106-43 v. Chr.
Maike hat das Labyrinth in Münsterschwarzach für uns fotografiert. Dankeschön!

Du hast eine Aufgabe zu erfüllen! Ein Satz wie der Ton einer gewaltigen Glocke. Wach auf und erinnere dich an deine Aufgabe.
Im Moment sitzen mir ungewöhnlich viele junge Menschen gegenüber, zwischen 10, 11 und 18 und mehr Leute zwischen 30 und 40, für mich ebenfalls junge Menschen. Diese beiden Altersgruppen fallen mir derzeit auf, weil sie ähnliche Fragen stellen: Wer bin ich? Warum bin ich auf diesem Planeten? Gibt es für mich eine Zukunft?
Die letzte Frage schockt mich aus dem Mund der Pubertierenden, denn sie ist tiefernst gemeint. Macht es Sinn, in so eine Welt hinein erwachsen zu werden? Die Frage ist eine Aufforderung, ein dringender Herzensappell an alle! Wenn unsere jungen Menschen und die, die mit Freude im Arbeitsleben stehen und vielleicht auch Kinder ins Leben einladen sollten wollen, diese Frage so bohrend stellen, kommt das einer Bankrotterklärung gleich.
Schauen wir hin! Kleine vielseitig interessierte großartige Tüftler, Bastler, Schöpfer, Erfinder und Bewegte betreten die Schule und werden 10, 13 Jahre später ausgespuckt. Dazwischen liegen Jahre bulimischen Lernens (Lernen, um es bei der Klausur von sich zu geben, nicht um etwas fürs Leben mitzunehmen). Stillsitzen. Erlernen der Fehlervermeidung (da jeder rote Strich am Rand eine Verschlechterung der Beurteilung bedeutet). Selbstständiges Denken wird nicht gefördert, unterdrückt wie die Notwendigkeit, dass wir bewegt am besten lernen. Zahllose Lehrende mit tollen Ideen und Vorstellungen treten an, alternative Projekte entstehen, doch es reicht noch lange nicht.
Auf der anderen Seite haben wir überforderte Eltern. Sie haben nicht gelernt, was „Kind“ bedeutet. Sie glauben oft, dass man ein Kind „nebenher“ hat. Es bald in die Kita kommt (das Gegenteil des Kinder-Gartens, in dem die Pflanze Kind liebevoll wachsen darf) und dort die Erziehenden die Aufgaben der Eltern übernehmen. Seit zwei Jahren sind die Kinder oft daheim, Eltern erkennen, dass es unmöglich ist, vernünftig Kinder zu erziehen UND im Homeoffice zu sein.
Die Pandemie zeigt klar auf, dass hier eine der wichtigsten Baustellen liegt. Kinder sind DIE ZUKUNFT. Sie gut ins Leben zu stellen, ihnen beizustehen, ihr Genie zu entfalten, ihr Potential zu entwickeln, ihre Kreativität anzuregen, sie in Bewegung zu bringen, sie sowohl körperlich als auch geistig und seelisch zu fördern, ihnen Musik, Kunst, Kultur als wesentliche Nahrungsquellen jenseits des Essens nahe zu bringen ist Aufgabe der Gesamtgesellschaft.
Schule ist Lebensschule! Keine abgesonderte Bildungsanstalt. Es schadet keinem Kind, wenn es auch im Handwerk Praktika absolviert, im Krankenhaus oder in anderen sozialen Einrichtungen Zeit verbringt und vielseitig aufwachsen darf. Dann hat der junge Mensch mehr Chancen, schneller zu erkennen, was sein Platz auf diesem Planeten ist. Wir brauchen Menschen, die ihre Hände, ihren Kopf und ihr Herz benutzen können.
Menschen im jungen Erwachsenenalter brauchen unsere Unterstützung, weil sie total überfordert sind. Ihnen fehlt Orientierung, Ermutigung. Sie sind bereit, neue Wege zugunsten von Familie zu gehen. Das können sie nicht, wenn sie kaum Wahlmöglichkeiten oder gute Lernfelder haben. Sie fühlen sich allein gelassen mit ihren Problemen wie Arbeit und Familie vereinbaren, Alleinerziehendendasein, Remote arbeiten und die Kita ist geschlossen. Ihnen fehlt die Sicherheit erfahrener Eltern. Die Ruhe und Gelassenheit älterer Menschen. Die gegenseitige Unterstützung. Die Anleitung und der Mut, ihrem Herzen zu folgen, weil „mans so oder so macht“. Muss man nicht!
Geben wir unseren Kindern eine Zukunftschance. SIE werden es sein, die die Probleme lösen, vor denen wir seit zwei Jahren fest die Augen verschließen und uns hinter einer Pandemie verstecken. Sie ist unser Weckruf gewesen, nicht unser „igelt euch ein und verweigert das Leben“. Wenn jetzt unsere jungen Menschen verzweifeln, ist es höchste Zeit, dass wir die Ohren und Herzen öffnen. Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf, heißt es in Afrika. Wo sind die Dörfer, die die jungen Menschen ans Herz nehmen, ihnen zeigen, was sie wissen und sie einladen, weit über alles hinauszudenken?
Ich versuche in der Praxis so gut es geht den Menschen, die zu mir kommen, Mut zu machen, Leuchtturm zu sein, Impulsgeber. Manchmal tröste ich, manchmal muss ich Klartext reden, manchmal braucht es Techniken und Interventionen, manchmal Stille. Immer braucht es tiefstes Vertrauen, dass wir alle schöpferische Genies sind. Tiefste Liebe zu allem, was lebt und das Wissen: Wir schaffen es!
Bitte hört die Einladung: Macht das Licht in euren Leuchttürmen an, damit alle, die gerade den Weg nicht finden, Orientierung haben und nicht an den Klippen des Lebens zerschellen. Jeder Mensch ist kostbar. Vielleicht ist gerade der Jugendliche, der mir sagt, dass er am liebsten tot wäre, das Genie, das es schafft, der Welt den Zündfunken zu geben, um neue gute Wege einzuschlagen!
Maikes Foto beweist, dass Leuchttürme auch an unerwarteten Orten stehen können. Möchtest du dein Licht anmachen?

Du hast eine Aufgabe zu erfüllen. Du magst tun was du willst, magst Hunderte von Plänen verwirklichen, magst ohne Unterbrechung tätig sein – wenn du aber diese eine Aufgabe nicht erfüllst, wird alle deine Zeit vergeudet sein.
Rumi, 1207-1273
Eines der traumschönen Treppenhäuser des Goetheanums in Dornach.

Das Wochenende hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Am Freitag und Samstag war in meiner LTC-Coachingausbildung das letzte Modul mit dem Thema „Lieben“ an der Reihe. Am Samstag gab es eine Runde „Fragen und Antworten“ und als #Veit Lindau ankündigte, dass nun Pause sei, bekam er die Info ins Studio, dass er bittte warten möge. Zeit für unseren Flashmob! Nachdem wir ein Jahr lang immer wieder zum Tanzen aufgefordert worden waren und Veit in seiner grünen Hölle, dem Filmstudio, alleine tanzen musste, wurden wir alle per Videoschaltung ins Studio gesendet und tanzten mit Veit. Anja überbrachte in wunderbaren Worten den Dank der Teilnehmenden. #Michael Lukas, verantwortlich für viele Zoomtreffen, machte die Moderation. Im Anschluss an unseren Tanz und Anjas Worte öffneten alle ihre Mikros und schickten DAS Zitat aus dem Club der toten Dichter zu Veit, der minutenlang nicht fassen konnte, was da los war. Zur Krönung wurde ihm eine Riesenkiste ins Studio getragen, in der die Dankeskarten lagen, die die angehenden LTC-Coaches für ihn geschrieben hatten. Krass, das zu erleben. Wenn so ein großes Feld mit so einer Aktion zusammenkommt, entsteht eine gewaltige Welle. Passend zum Modulthema „Liebe“ war das ein Love bombing special.
Gestern bewegende Momente der anderen Art an unserem ersten Empowermenttag zum Thema „Wer bin ich“. Ein Kreis wunderbarer Menschen kommt in diesem kleinen Perlenkurs zusammen, um sich auf den Weg ins eigene Innere zu machen. Nur dort finden wir Antworten auf viele Fragen. Wunderschön, still, berührend, zart und fein, und doch kraftvoll, stärkend und ermutigend. Ich freue mich auf die nächsten vier Kurstage. Wer noch mit einsteigen will, kann gern Bescheid geben. Hier die Infos: https://www.seelengarten-krokauer.de/empowerment-days/
Morgen Abend ist der erste Abend im VHS-Seminar „Kraft der Stille“. Wir haben sehr verlernt, still zu sein, Stille zu genießen und daraus Energie für unser Leben zu ziehen, lieber lenken wir uns mit vielem Sinnfreien ab. Wer morgen Abend und am nächsten Dienstag jeweils um 19.30 Uhr mit dabei sein will, kann sich sehr gern noch über die VHS Kitzingen anmelden. Für das Seminar ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich. Hier der direkte Anmeldelink für euch: https://www.vhs.kitzingen.info/programm/gesellschaft.html?action%5B93%5D=course&courseId=581-C-21H37163KT&rowIndex=0
Allen einen guten Start in eine Woche, die nicht so durch den Wind durchgewirbelt wird, sondern in der sich Dinge einfach auf beste Weise fügen mögen.

Bald geht’s rund. Erstmal nach dem Freitagspflegeeinsatz letzte Klienten für die Woche, ab 18 Uhr Kurs und morgen auch bei meiner eigenen Fortbildung und am Sonntag Start der Empowermentdays! Ich freue mich! Solltest du spontan am Sonntag mitmachen wollen, gib Bescheid, kein Problem.
Mega – am Dienstag findet an der VHS Kitzingen der erste Kursabend zum Thema „Kraft der Stille“ statt und wir werden mit Sicherheit ein wunderbarer Kreis von Menschen sein. Wenn du noch mit dazukommen magst, gern über die VHS Kitzingen anmelden!
Ich bin dankbar für all die Termine in dieser Woche. So wunderbare Menschen, mit denen ich arbeiten darf, tiefe und spannende Themen – berufliche, private, Herkunfts- und Jetztfamilie, Kollegenärger und Entwicklungsfragen Marke „soll ich oder soll ich nicht“ – es bewegt sich gerade unglaublich viel.
Jeder Tag ist wie ein Wimmelbuch. Ich darf Menschen begegnen, die mir ihr Vertrauen schenken. Ich darf Lebensgeschichten hören, die Heldensagen sind. Ich darf Wunder sehen, die vor meinen Augen geschehen, wenn Menschen ganz bei sich ankommen. Ich bin froh über meine Arbeit, die ich machen darf. Jeder ist eine Wundertüte. Hast du deine Wundertüte heute schon ausgepackt und dich daran gefreut? Vielleicht hast du ja gerade jetzt Lust dazu. Ist es nicht großartig, wer und was du bist?
Allen ein frohes Wochenende. Damit es zwischendurch was zu knuspern gibt, ist das Knäckebrot vom Blech perfekt. Da kann man super denken und sich konzentrieren, das macht Sinn.

Der mächtigste Herrscher ist der Augenblick, schreibt Schiller. Heute würden wir sagen „Be in the present moment“, „Hier und Jetzt“.
Auch wenn wir Menschen oft in der Vergangenheit weilen oder in der Zukunft unsere Träume betrachten, findet unser Leben ausschließlich in diesem Moment statt.
Da die Momente kostbar sind – keiner weiß, wie viele wir davon noch haben werden – könnten wir unsere Zauberkräfte nutzen, oder? Die magische Kraft, die uns in die Lage versetzt, Momente in wunderbare Augenblicke zu verwandeln. Ich kann mich ärgern, ich muss aber nicht. Ich kann belastet sein, doch wenn ich für einen Moment die Wolken anschaue, kann ich frei von Last sein. Ich kann froh sein, glücklich und in Ruhe, weil ich die magische Zauberkraft habe, eine klare Wahl dazu zu treffen.
Es ist mir bewusst, dass Leben kein Ponyhof ist. Ich muss aber auch nicht durch die Gegend schleichen, als wäre es permanent ein Horrorort. In aller Regel baue ich mir mein Gefängnis kunstvoll selbst. Aus Vorwürfen, die ich anderen mache (wenn ich keine schlechte Kindheit, bessere Lehrer, Ausbilder, Partner, Kinder, Wohnung … was immer gehabt hätte, wäre ich heute …), aus Ängsten, die ich in die Zukunft projiziere (es kommt nie was Besseres nach! Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach! Du kannst keinem trauen!). Und derweil fliegt wieder ein Moment davon, der sich vielleicht gewünscht hat, ein glücklicher sein zu dürfen. Jeder Tag hat seine goldenen Nuggets, wenn ich mir erlaube, die „Such das Gold“-Brille zu tragen.
Kleine Einladung: Was denkst du – wie oft kannst du heute Momente der Freude entdecken? Sammle sie bewusst, heute Abend holst du sie dir vielleicht alle nochmal vor dein inneres Auge oder erzählst einem lieben Menschen davon. Dann werden aus einem glücklichen Augenblick möglicherweise zwei, denn Glück vermehrt sich gern, wenn man es teilt.
Hab einen zauberhaften Tag mit vielen leuchtenden Momenten und kostbaren Augenblicken, die dein Herz nähren, deine Seele stärken und deinen Geist strahlen lassen.
Viele mögen das nicht besonders, mich begeistert es, wenn es draußen so ausschaut – klar. Grafisch. Still und leer. Die Form kommt optimal heraus. Mein Gehirn erholt sich dabei, weil es sich an Formen freuen kann, ohne mit Farbvielfalt erschlagen zu sein. Das sind Qualitäten, die nur wenige Tage im Jahr haben. Deshalb mag ich Stephanies Foto sehr, weil sie diesen Moment eingefangen hat, bei dem du die Dinge in der Nähe gestochen scharf sehen kannst, doch die Ferne ist ein lockendes Abenteuer – was wird da hinten sein? Was, wenn da ein Haus mit hellen Lichtern und einem Kaminfeuer wartet? Dein Auto mit dem Fellsitz? Etwas ganz und gar Unerwartetes? Magic.

Wer eine echte Dattelpalme pflanzt, tut das nicht für sich, denn der Baum braucht eine gute Zeit, bis Datteln geerntet werden können. Das gilt für viele Bäume, auch die heimische Walnuss braucht Zeit, selbst unser Apfelbaum hat sich viel Zeit gelassen.
Samen in den Boden säen bedeutet warten können. Bei Radieschen ist das nicht so lange, aber bis ein wirklich großer Baum gewachsen ist, ist sehr viel Zeit vergangen.
Samen säen wir jeden Tag auch im übertragenen Sinn. Wir säen Samen der Freude, der Gemeinschaft, der Ermutigung. Samen der Wut, des Zorns, der Einsamkeit. Des Zwistes, des Streits.
Welche Samen hast du heute in deiner Tasche und kannst sie verteilen? Welche Früchte möchtest du ernten, was also säst du?
Achtest du darauf, dass die Saat nicht auf steinigen Grund fällt oder vertraust du der Kraft des Windes, die den Samen dahin trägt, wo er gute Bedingungen findet?
Hast du eine bunte Mischung oder bist du der Gestalter einer Monokultur?
Wie viel Geduld bringst du auf, um auf die Ernte zu warten?
Säst du auch, wenn du gar keinen Anteil an der Ernte erwarten kannst?
Kannst du aus freiem Herzen geben?
Einen samenreichen Tag voller Erntevorfreude wünsche ich dir.
Sina schenkt uns dieses Bild. Es tut gut, finde ich. Danke dir!

Noch immer ist der Wind vom Wochenende zu spüren und macht vielen Menschen Kopfschmerzen. Gestern ist für eine kleine Zeit das Fenster im Praxisraum eingeschneit gewesen, das macht eine spezielle Lichtstimmung. Wenn es heftig windet, ist es bei uns auch mal lauter, der Wind ist auf der Höhe mit einer eigenen Kraft unterwegs, so dass wir am Samstag im strömenden Regen noch hurtig neue Pflöcke zum Abstützen des Rosenbogens eingeschlagen und alles neu festgezurrt haben, damit die Rose, die inzwischen stattlich ist, nicht mitsamt dem Bogen den Abgang macht. Wir haben schnell verstanden, warum hier so viele Bäume wirklich krumm auf dem Feld stehen. Bei unseren zuerst eingepflanzten, die nun schon 12 Jahre stehen, haben wir erst im Sommer die Stützen abgenommen. Sie stehen nun stabil. Hoffen wir zumindest.
Neulich erzählte mir jemand von einem Projekt, bei dem es darum ging, in einem geschlossenen System Pflanzen anzubauen für eventuelle Raummissionen und anderes. Ab einer bestimmten Größe fallen die Bäume dieses Projekts um, die Ursache ist der fehlende Wind, der die Wurzeln nicht stark genug werden lässt. Ich weiß nicht, ob die Geschichte stimmt. Einleuchtend ist: Viele Pflanzen brauchen erstmal Schutz und Stütze, bevor sie im Freiland gut gedeihen. Der Witterung ausgesetzt sein macht sie stärker als Gewächshauspflanzen. Menschen brauchen auch Widerstand, um zu wachsen und zu reifen, Klarheit für vieles zu erlangen und sich gut ins Leben einzuwurzeln.
Es ist ein schönes Bild, das Morgenstern in seinem Text verarbeitet hat – wir werden stark im Gegenwind, schlagen tiefere Wurzeln, bilden stärkere Äste, festere Blätter und stützen einander. Vielleicht hilft uns dieses Bild, innerlich standhaft und zuversichtlich zu bleiben, wenn der Wind des Lebens heftiger weht.
Allen einen kraftvollen Tag.
Danke an Stephanie für den strahlenden Wolkenzauber am Winterhimmel.

Was wärst du, Wind,
wenn du nicht Bäume hättest
zu durchbrausen;
was wärst du, Geist,
wenn du nicht Leiber hättest,
drin zu hausen!
All Leben will Widerstand.
All Licht will Trübe.
All Wehen will Stamm und Wand,
dass es sich dran übe.
Christian Morgenstern: Gesammelte Werke. Wiesbaden 1996, S.517

Weite Reisen sind nun in diesen Monaten nicht mehr so einfach möglich wie vor zwei Jahren. Menschen früherer Zeit kamen selten über ihr Dorf hinaus – dazwischen liegt viel an Entwicklung von Fortbewegungsmitteln und Möglichkeiten. Ist das nicht großartig, was wir alles erfunden haben als Menschheit? Autos, Züge, Schiffe, Flugzeuge. Wir können uns unter dem Mikroskop winzige Dinge anschauen, röntgen, operieren am offenen Herzen und vieles mehr.
Wir sind eine Spezies, die einen unglaublichen Ideenreichtum hat. Wir sind krass kreativ, wenn es drauf ankommt. Wenn wir fliegen wollen, nerven wir so lange, bis wir das schaffen. Wir waren auf dem Mond. Wir tauchen tief. Wir sind vermutlich überall auf dem Planeten schon herumgestreift. Wir entdecken, dass man aus Lianen Medizin und aus Läusen Lippenstiftfarbe machen kann. Wir können stricken und flechten, schwimmen und singen, wir übermitteln Informationen rund um den Globus. Wir forschen und suchen. Wir entdecken und gestalten. Wir bauen hoch und rechnen aus, dass wir mit Begrünung an Hochhäusern halbe Städte ernähren könnten.
Denken wir ernsthaft, dass wir nicht kreativ genug sind, alle Themen, die uns bedrücken, gut zu lösen? Vielleicht nicht gleich perfekt, da ist agiles Vorgehen gefragt – fangen wir mit dem Machbaren an und schauen, wo es uns hinführt. Rund acht Milliarden Menschen bedeutet doch im Klartext, auf die Power von acht Milliarden kreativen Potentialköpfen zugreifen zu können. Wovor haben wir denn Angst? Dass da draußen jemand ist aus einem Slum, der mit einem Schlag eine bahnbrechende Idee hat und die Schlaubischlumpfs mit Hochschulabschluss haben das nicht zuerst gecheckt? Ist es wichtig, WER dazu beiträgt, dass wir unsere derzeitige Situation bewältigen, die Klimakatastrophe umbiegen und als Menschheit gute neue Wege gehen?
Oft genug wissen die Mitarbeiter am Fließband mehr darüber, was ihr Unternehmen erfolgreich machen würde als Marketingstrategen. Menschen entwickeln grundgeniale Hacks, die so einfach sind, dass man sich fragt, warum da bisher noch keiner draufgekommen ist. Nur weil Probleme riesig sind, bedeutet das nicht, dass sie unlösbar sind! Vielleicht braucht es dann einfach mehr mutige Hirne, die out of the box denken.
Wie wäre es, wenn wir mal die acht Milliarden fragen, was ihnen zur Pandemie, zur Zusammenarbeit der Weltengemeinschaft im Hinblick auf Klima, Umwelt, Arbeit, Frieden und vieles mehr einfällt? Es ist der Planet, auf dem wir alle leben, also gehen die Themen alle was an. Und ergo darf jeder mit dazu beitragen, dass wir Lösungen kreieren anstatt die ganze Zeit auf Probleme zu starren, oder? Irgendwann steht ein Kind auf und wird sagen: „Der Kaiser ist ja nackig!“ und es wird uns überraschen, dass wir das irgendwie übersehen haben.
Was kannst du beitragen, um den Planeten schöner zu machen? Alles zählt. Die ganz großen Gedanken und das Lächeln, das du heute verteilst, weil das die schnellste Form ist, jedes Leben auf der Stelle zu verzaubern.
Laden wir unser Genie ein, gute Gedanken zu entwickeln. Lächeln wir. Und haben wir alle mehr Vertrauen in unsere Fähigkeiten und – dass wir rechtzeitig merken, dass es JETZT an der Zeit für kreative Lösungen ist.
Allen einen wunderbaren Wochenstart.
Für die, die gerade wie ich hier Schneegestöber haben, ein weiter Blick in die Landschaft. Danke an Stephanie, die netterweise viel unterwegs ist draußen und ein enorm gutes Auge für Zaubermomente hat. DANKE.