
Die Wunder, die man in der Natur bestaunen kann, sind endlos. Frost kann aus einem Zaun ein Kunstwerk machen.
Stephanie war draußen unterwegs, Danke für dein Foto!

Das zweite Seminarwochenende des Jahres liegt hinter mir – schön war es. Am Samstag haben wir uns mit der Dynamischen Urteilsbildung von Lex Bos befasst, am Sonntag ging es um „Kunst im Coaching“ und Bewegung. Das knüpfte an den Vorabend an, an dem wir Eurythmie miteinander erlebten, um besser im Alltag mit Stress und Druck umgehen zu können.
Mir geht es nicht (nur) um einen vollen Technikkoffer, sondern um Wahrnehmungsfähigkeit. Erkenne ich Themen an der Oberfläche und jene in der Tiefe? Nehme ich den anderen Menschen in seiner Gesamtheit wahr? Ein intensiver Austausch darum, sich genau anzuschauen, was von Coachees oder Teams als Thema benannt wird. Ist das „Problem“ wirklich das Problem oder steht es nur als Stellvertreter für tieferliegende Konflikte, die keiner aussprechen kann/mag? Es geht nicht um schnelle oberflächliche Lösungen, sondern um langfristige Hilfe zur Selbsthilfe. Maria Montessoris Aussage „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist ein wunderbarer Leitspruch.
Arbeit an mir selbst ist für mich Voraussetzung für Arbeit mit anderen Menschen. Es geht nicht um Optimierungswahn oder Aktionismus, eher um Anhalten, Stille, Atmen, Wahrnehmen und im Kontakt mit dem Körper auf Antworten zu lauschen. Wir wissen tief im Inneren, was Not wendet. Es braucht den größten Mut, dem eigenen Weg zu folgen.
Hab einen freundlichen Start in die neue Woche!
Die Wintersonne geht über Oy-Mittelberg im Allgäu auf.

Es ist in diesem Winterdunkel
Die Offenbarung eigner Kraft
Der Seele starker Trieb
In Finsternisse sie zu lenken
Und ahnend vorzufühlen
Durch Herzenswärme Sinnesoffenbarung.
Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner
Das Foto stammt aus dem auch im Winter wundervollen Garten von Primavera in Oy-Mittelberg.

Manche Nächte sind kurz, sehr kurz. Der Grund: Angstzustände und Unruhe beim Bruder, den wir pflegen. Er sitzt im Bett und schimpft lautstark, ist in einer vollkommen anderen Welt. Ansprechen, danebensitzen, zurückholen. Er ist wieder da, gähnt, ich wieder ab ins Bett. 30 Minuten später wiederholt sich das und so die ganze Nacht. Am Morgen sind es die falschen Socken, das falsche Oberteil, der Puzzlestapel kippt um, 12 Puzzles sind ausgekippt. Alle Teile auf ein großes Tablett, die 12 Platten um ihn herum – heute schafft er das nicht. Sonst geht das, heute nicht. Er hat Kopfschmerzen, das bekommen wir heraus und geben mehr zu trinken, Minze in den Nacken und einen kalten Waschlappen auf die Augen. Schlafen – Fehlanzeige. Systemcheck – Windel sauber. Keine Falte drückt. Es scheint ihm keine direkte Sonne ins Gesicht. Er bekommt einen Schokopudding als Nachtisch, also Freustufe 1. Es nutzt nix. Wir checken die Wetterapp, ob ein gravierender Wechsel ansteht, Mondphase. Nicht mal Lavendelspray hilft. Fazit: Manche Tage sind anstrengend, doch auch sie gehen vorüber und wir hoffen auf eine bessere Nacht.
Stephanie hat das feine Bild gemacht. Dankeschön!

Kurzes Frühlingsfeeling vom Wetter her. Das tut gut nach Eis, Schnee und Straßenchaos. Erstaunlich: Über der Wiese tanzen die Mucken im Sonnenschein. Ich staune, wo sie herkommen nach Tagen mit Dauerfrost. Naturwunder.
Am Wochenende freue ich mich auf ein schönes Seminar, am Samstagabend ist der zweite Teil unseres Online-Stärkekurses mit Alltagsübungen und sachten Bewegungen. Wer noch mit einsteigen mag, kann das gern tun, Anmeldung hier: https://www.seelengarten-krokauer.de/aktuelles/#staerke
Anfang Februar sind wir in Kitzingen in der Alten Synagoge mit einem zweiteiligen Seminar (3. und 10. 2.) zum Thema „Probiers mal mit Gemütlichkeit im Alltag“. Hierfür bitte jetzt direkt bei der VHS Kitzingen anmelden! Vorher ist am 20. 1. Vortrag zum Thema „Wechseljahre – Wandeljahre“ in der Synagoge, dazu braucht es keine Anmeldung.
Allen einen schönen Venustag heute!
Andrea hat das Foto gemacht – herzlichen Dank dafür.

Derzeit arbeite ich mich durch Berge Literatur für neue Kurse, meine Praxisarbeit und nicht zuletzt für mich und die Familie: Resilienz, Prof. Andreas Michalsens „Ernährung – meine Quintessenz“, Sebastian Pups-Pardigols und Dr. Stephan Bortfelds „Die drei Säulen der Gesundheit“ und vieles mehr. Die (Epigenetik-)Forschung zu all diesen Themen ist so spannend! Ich freue mich auch auf das neue Buch von Dr. Fritz Helmut Hemmerich, der einen weiten Blick mit konkretem Fachwissen verbindet.
Es gibt keinen short trip zur Wiederherstellung der eigenen Gesundheit, doch Essentials, die zu jedem passen: Schlaf ist die Basis von allem, Bewegung im Sinne von Ausdauer und Kraft boostert nicht nur deine Kraftwerke im Körper, die Mitochondrien, sondern ist der Startschuss für jeden guten Prozess in deinem System, typgerechte Ernährung und – unterschätzt ohne Ende – Lebensfreude! Hast du Beziehungen, die dich richtig, richtig stärken? Menschen, bei denen du dich sicher und behütet fühlst? Leute, mit denen du dich vor Lachen wegschmeißen kannst? Diese Welt ist ein wundervoller Ort, egal, was im Außen gerade geschieht. Natur ist die Superkraft schlechthin. Das Wissen der Alten wie Sebastian Kneipp mit seiner Gießkanne voll kalten Wassers – heute ist das Gold wert. Gerade diese alten Schätze aus der Naturheilkunde wie Phytotherapie, milde Reize zur Anregung des Immunsystems, gesunde Bewegung an der frischen Luft und hara hachi bu (hör auf zu essen, bevor du satt bist) sind schlicht und wirksam. Dr. Wald, Dr. Garten und gesunder Menschenverstand – herzliche Einladung zur Wiederentdeckung der wahren Winner. Übrigens – auch noch kostengünstig.
Brise gefällig, um alten Mief aus dem Kopf zu blasen? Theresas Foto nimmt dich mit nach Bornholm an den Strand. Dankeschön!

Vom Büblein auf dem Eise
Gefroren hat es heuer
noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher
und spricht zu sich ganz leis:
»Ich will es einmal wagen,
das Eis, es muss doch tragen.
Wer weiß!«
Das Büblein stapft und hacket
mit seinem Stiefelein.
Das Eis auf einmal knacket,
und krach! schon bricht’s hinein.
Das Büblein platscht und krabbelt,
als wie ein Krebs und zappelt
mit Arm und Bein.
»O helft, ich muss versinken
in lauter Eis und Schnee!
O helft, ich muss ertrinken
im tiefen, tiefen See!«
Wär‘ nicht ein Mann gekommen –
der sich ein Herz genommen,
o weh!
Der packt es bei dem Schopfe
und zieht es dann heraus,
vom Fuße bis zum Kopfe
wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet,
der Vater hat’s geklopfet
zu Haus.
Friedrich Güll, 1827
Stephanie hat das Bild gemacht, herzlichen Dank!

Vorgestern war vielfach ein krasser Tag. Unfälle, Stürze, Trennungen. Als wäre kollektiv der Wurm drin. Manches hat Vorgeschichten wie bei Trennungen, manches liegt am Blitzeis, manches ist einfach richtig schiefgelaufen. Allen, die in diesen Tagen stürzen oder durch das Wetter Leid erleben – gute Besserung. Es macht mehr Sinn als sonst, gut auf den Weg zu achten und Dinge, die nicht notwendig sind, auch mal sein zu lassen.
Was eher weniger Sinn macht, ist mediale Panikmache. In meiner Kindheit (im Taubertal) gab es Winter mit Schnee und Eis, Thermohosen waren so unbekannt wie beheizbare Sohlen, Stiefel nie wasserdicht. Wir wussten, dass man bei Eis dicke Socken oder Lappen um die Schuhe macht, wenn man unbedingt rausmusste, die Erwachsenen haben sich am Wetter direkt orientiert. Geht so: Tür auf, rausschauen, mit dem Fuß vorsichtig antasten und entscheiden – drinbleiben, langsam fahren oder „geht scho“. Vermeiden, was nicht notwendig ist, achtsam, langsam und rücksichtsvoll, wenn man draußen unterwegs ist. Gute Genesung und Lösungen allen, die in diesen Tagen aus vielerlei Ecken Schlimmes erleben.
Manche Seen frieren langsam zu. Sigrid hat das Foto gemacht. Dankeschön.

Manchmal muss es ein Teller guter Suppe sein. Wenn es draußen kalt ist und man vom Schneeschippen ins Warme kommt, tut ein Eintopf richtig gut. Im Winter gibt es fast jeden Abend Gemüsesuppe bei uns, weil es wärmt, schmeckt und es gemütlich ist, am Esstisch zu sitzen und sich zu freuen über Lauch, Sellerie, Wurzelpetersilie, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Karotten, Petersilie, Topinambur, ein wenig Kurkuma und Ingwer. Mal mit Gerstengraupen, mal mit Grieß, mal mit Backerbsen. Jedes Land hat seine Suppenspezialitäten. Wir sind richtige Suppenfans mit den Jahren geworden. Ja, es macht Arbeit, Gemüseschnippeln kann jedoch auch eine Form der Achtsamkeit und des Abschaltens sein.
Theresa hat diesen Suppenteller in Schweden serviert bekommen. Guten Appetit.

Worauf freust du dich in dieser Woche? Hast du genügend Sachen, die dich stärken? Das ist für jeden Menschen etwas anderes – die einen erholen sich beim Sport, die anderen stricken Socken, wieder andere finden ihre Erfüllung, indem sie etwas für andere Menschen bewirken. Auch unsere Arbeit, wenn sie sinnstiftend und erfüllend ist, kann uns in unsere Mitte und Kraft bringen! Was dich stärkt, ist hilfreich. Und wenn gerade keine Zeit für irgendwelche guten Projekte da zu sein scheint – ein paar Minuten in der Sonne mit einer Tasse Tee stehen ist ein erster guter Schritt.
Einen guten Start in die dritte Januarwoche!
Winterbild von Manuela. Dankeschön!

Der Seele Schaffensmacht
Sie strebet aus dem Herzensgrunde
Im Menschenleben Götterkräfte
Zu rechtem Wirken zu entflammen
Sich selber zu gestalten
In Menschenliebe und im Menschenwerke.
Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.
Manuela hat das beeindruckende Foto gemacht. Dankeschön!