
Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.
Christian Morgenstern
Ein Foto vom heutigen Tag der offenen Tür an der Akademie in Vaihingen

Wetterkapriolen. Normalerweise nichts, was mich massiv beeinflusst, aber wenn ich mal nachts aufwache mit heftigstem Kopfschmerz, dann haben wir viel Bewegung von Feuchtigkeit am Himmel. Ich denke, Menschen, die wetterfühlig sind, haben in diesen Tagen wenig Freude. Die Sonne sticht auch ganz fix, wenn man draußen ist. Ich hoffe weiterhin auf Regen, denn noch braucht die Natur viel Flüssigkeit von oben nach dem letzten Jahr. Wir werden sehen. Das Raufrunter der Temperaturen braucht es nach den Eisheiligen sicher nicht mehr so sehr.
Maiglöckchen – endlich hab ich sie im Garten und sie sind wunderbar! Ich hoffe, sie vermehren sich brav an ihrem Platz, das wäre toll. Auch der Waldmeister hat beschlossen, dass der Raum unter dem Holunder und unter den Himbeeren ganz seiner ist und bedeckt nun beachtliche Flächen. Schön ist das.
Die Spannung steigt, morgen geht der WeltenWandler an den Start. Wir können und dürfen die Augen nicht vor den Herausforderungen unserer Zeit verschließen. Kreativität, Intuition und Empathie sind die Währung der Zukunft. Wer gestaltet, wird nicht verwaltet. Sei dabei!
Allen ein gutes Wochenende mit Momenten der Ruhe und Freude, mit Anregungen und wenig Aufregungen.
Danke an Anne für das Foto aus der fränkischen Schweiz.

Vieles im Leben wird wesentlich erleichtert dadurch, dass wir lachen. Lachen nimmt Schwere von unseren Schultern, macht das Zwerchfell locker, ölt die Stimmbänder und ist einfach nur lebensspendend. Natürlich ist das Leben eine ernste Angelegenheit, aber eben nicht nur. Das Lebendigfühlen kommt oft genug mit dem Lachen, dem Singen, dem Tanzen und der Leichtigkeit.
Machen wir es uns nicht unnötig schwer und trist. Versuchen wir nicht 24 Stunden am Tag der Welt ein Pokerface zu zeigen, sondern nehmen einfach mal die leichtere Schulter für die Last der Tage.
Ich freue mich auf die nächsten Tage. Am Freitag werden wir uns im Lehrgang für die angehenden Heilpraktiker für Psychotherapie mit Depression und Manie befassen, so wichtige Themen. Am Samstag startet der erste Durchlauf im WeltenWandlerProjekt! Mutige Menschen werfen sich gemeinsam mit uns ins Abenteuer der Co-Kreativität in Theorie und Praxis. Wir sind sehr, sehr gespannt auf die drei Kurstage, einen Tag im Monat einer. Wer noch mit dabei sein will, kann sich heute noch anmelden! Beginn ist am Samstag um 9 Uhr, Ende 16 Uhr. Der Sonntag steht im Zeichen des Tages der offenen Tür in Vaihingen, dort wird neben all den anderen Ausbildungen auch über den Wochenendkurs für Heilpraktiker, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie informiert und ihr könnt alle Fragen stellen, die ihr dazu habt.
Allen einen wunderbaren Venustag!

Lernen ist Leben, wir lernen vom Leben, im Leben, leben uns lernend voran, denn alles sind Erfahrungen, die wir machen. Manche sind gewünscht und werden freudig angenommen, andere Lektionen hätten wir uns gern erspart. Entscheidend ist die Erkenntnis: das ist nicht die Generalprobe, das ist mein Leben. Tun wir also nicht gern so, als wäre das nur der Probelauf. Es gibt nur diese Runde.
Gestern Abend mussten wir wind- und temperaturbedingt auf Indoor umswitchen beim Mandalalegen, es war wunderbar. Es ergaben sich andere Erkenntnisse aus dieser Art des Miteinanders, als wenn wir alle im Garten verteilt gewesen wären, Blüten und Blätter sammelnd. So legten wir Blüten, Blätter und Karten, heraus kamen eine unglaubliche Vielfalt und eine herrliche Farbharmonie. Wunderschön.
Am Morgen dann das pralle Leben – Vater mit Bruder im Rollstuhl gestürzt. Soweit abschätzbar nochmal Glück gehabt, auch der verbogene Rollstuhl ist gerichtet. Weiterhin für Mutter auf einen OP-Termin warten. Wie wird es werden? Zeitgleich eine Bitte um eine Einschätzung über einen jungen Menschen, ob er wieder in die Herkunftsfamilie kann oder besser bei Pflegeeltern bleibt. Eine Frau hat sich in einer Gedankenschleife aufgehängt und findet den Ausgang nicht mehr, alles nur noch negativ, schwarz, Sackgasse. Eine Anmeldung zu einem Vortrag. Während das Telefon schellt, piepst das Mailprogramm und meldet eingehende Nachrichten, zeigt mir der Blick ins Küchenchaos, dass ich „eigentlich nebenher“ die Kühlschränke tiefenreinigen sollte und wollte. Menschen first. Jetzt sind auch die Kühlschränke für ein Vierteljahr wieder superfein hoffentlich. Ohne mein Terminmemo würde ich nicht glauben, dass es schon ein Vierteljahr her ist, seit ich die ausgeräumt und alle Fächer und Glasplatten geschrubbt habe. Das ist auch das Signal fürs Waschmaschine entkalken und den Wasserkocher. So hat eine Sache manchmal einen Rattenschwanz, aber dafür ist alles wieder für eine Weile gut. Jetzt gibt es kein Argument mehr, meinen Vortrag über Aufschieberitis weiter aufzuschieben.
Allen einen spannenden Donnerstag. Er ist dem Jupiter gewidmet, dem Bringer des Frohsinns.

Lernen ist ein gradueller Prozess. Seine reifste Stufe ist dann erreicht, wenn das Gewahrsein möglichst hoch entwickelt, der Stolz unter Kontrolle ist und wir sowohl aus den Fehlern der Vergangenheit wie aus den Fehlern anderer lernen können, ohne sie wiederholen zu müssen.
Swami Sivananda

Der Beginn ist der wichtigste Teil der Arbeit, fand Platon. Darüber werde ich ein wenig nachdenken in den nächsten Tagen, wenn ich den Vortrag über Prokrastination schreibe, Aufschieberitis auf Deutsch. Der Vortrag ist am 21. Mai in der Alten Synagoge in Kitzingen. Aufgeschoben habe ich das nicht, nur ist die Vorlaufliste lang im Moment. So viele Projekte sind neu, wollen angeschoben sein und benötigen Aufmerksamkeit. Das ist klasse. Das Augenmerk lag die letzten Wochen und Monate auf dem WeltenWandlerProjekt, der am Samstag startet. Wer mit dabei sein mag – bitte bald anmelden, die Platzzahl ist begrenzt.
Gespannt bin ich auf mein Pflanzenpaket, das ich Anfang Januar geordert habe – lauter tolle Heilpflanzen für den Garten. Wenn es noch eine Weile dauert, bis es kommt, gibt es keinen Platz mehr, weil sich die Natur den Garten derzeit ordentlich selbst erobert und meint, sich in Massen selbst aussäen zu dürfen. Hübsche Sachen bleiben stehen, keine Frage, wir werden sehen, wie es ausschaut, wenn das Paket gelandet ist.
„Der eine wartet, bis die Zeit sich wandelt, der andere packt an und handelt“ soll von Dante Alighieri stammen. Es trifft gut zu – es gibt Menschen, die erst aktiv werden, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Sie würden nicht proaktiv Projekte anstoßen oder dann, wenn etwas läuft, darüber nachdenken, was denn jetzt der nächste nötige Schritt wäre, damit das Pferd im Lauf nicht bremst und anfängt zu grasen. Die anderen sehen, erkennen und werden aktiv, weil sie kreativ sind, sich aufgefordert fühlen, Dinge nicht hinzunehmen, sondern für ihre Meinung einzustehen. Beide Verhaltensweisen haben ihre Berechtigung. Blinder Aktionismus kann in die Hose gehen, immer nur nach-denken und mit der Herde traben bedeutet auch zu akzeptieren, was andernorts entschieden wird. Vielleicht braucht es beide Haltungen, je nach Situation. Allerdings würde ich beim Blick auf die Weltlage sagen – wer jetzt nicht aktiv wird, kann hinterher auch nicht mehr meckern. Wir haben so viele Aufgaben, dass Zögern und Zaudern keine Alternativen mehr sind. Machen wir Augen und Herzen auf und kommen in Bewegung. Auf gute Weise.
Allen einen beweglichen Merkurtag.

Mein Lieblingswetter. Im Grunde müsste ich draußen den Grasmilben trotzen und das Unkraut – kniehoch ist das niedrigste – hacken, aber manchmal gibt es Wichtigeres zu tun.
Menschen erleiden Schicksalsschläge, verzweifeln an ihrem Leben, stellen sich Fragen, für die sie keine Antworten finden. Es ist wunderbar, mit den Menschen über solchen Themen zu brüten, Wege aufzuzeigen, den Blickwinkel zu verändern.
Jede Frage der Klienten ist auch eine Frage an einen selbst – welche Antworten würde man selbst finden auf so eine Frage? Gibt es zu allen Fragen Antworten? Muss man nicht manchmal Fragen leben, ehe Antworten aufscheinen können?
Gelegentlich geht es darum, derzeit unlösbare Projekte (ich mag das Wort Problem nicht allzu gern) auszuhalten, weil in der Ungewissheit zwischen Frage und Antwort eine Reifekraft liegt.
Allen einen kraftvollen Marstag.
Danke an Anne für das Foto!

Die meisten Menschen benennen ein paar Grundprobleme ihres Lebens:
Die Liste ließe sich noch um ein paar Meter fortsetzen. Das Schema ist ähnlich: Wenn xy wäre/nicht wäre, dann wäre nicht/wäre mein Leben anders.
Merke: Die Energie folgt den Gedanken. Denke ich oft und gern an die Wenns und Abers und Probleme (definiere Problem), fütter ich die und die werden fett und groß. Aus einem Pups kann dann ein Wirbelsturm werden.
Kafka hat es klar benannt: nicht nach Hindernissen suchen. Streichen wir die Wenns und Abers und stoppen das Dauergenöl über miese Kindheit, mieses Karma und sonstige Miesigkeiten unseres Lebens. Übernehmen wir bitte endlich mal Verantwortung für unser Denken, Fühlen und Wollen. Hören wir uns doch einmal drei Stunden selbst zu (könnte sich wie eine massive Strafe anfühlen) und überlegen dann – brauchen wir das wirklich?
Also. Weg mit dem ganzen Krempeldenken über Hindernisse und was sich gehört und was ich (nicht) kann blabla. Mach einfach dein Ding. Find raus, was dich total begeistert und dann machs halt endlich mal. Aber jammer nicht rum, wenns Arbeit macht. Wenn es das ist, was du willst, was du liebst, was dich total begeistert – bitte mach es einfach.
Allen einen tatkräftigen Montag!
Wir sehen uns – Dienstag, 19.30 Uhr ist GlücksWERKstatt und wir starten den WeltenWandler am 18. Mai, 9 Uhr. Bist du dabei oder bleibst du lieber bei der kollektiven Mieseskarmahindertmichamleben-Klage? Bitte anmelden für beide Veranstaltungen.
Danke an Theresa für das USA-Foto

Na, an Muttertag gedacht? Es gibt Spezialisten, die aller Werbung und Hype zum Trotz diesen Tag „übersehen“ und erinnert werden (müssen), dass sie durchaus zum großen Glück noch eine Mutter haben. Na klar kann man sich darüber aufregen, dass das ein Kommerztag ist. Mag sein, es ist immer das, was man selbst daraus macht.
An manchen Tagen ist die Zeit zu kurz. Egal, wie früh man aufsteht, es reicht nicht. Selbst wenn das Programm durchaus bewältigbar war, aber man rechnet nicht mit x Anrufen, Mails und anderen Unterbrechungen. Am Ende ist doch alles just in time fertig, aber man fühlt sich wie bei der Neueröffnung eines Ladens. Während hinten die letzten Handwerker die letzten Schubladen zusammenpfriemeln und man hofft, dass keiner das Klopfen und Hämmern hört, geht vorne die Ladentür das erste Mal auf. Keep smiling.
Allen heute einen Tag, an dem alles bewältigt werden kann, was ansteht und ein feines Wochenende mit guten Momenten für alle Mütter, Großmütter und alle Kinder, die noch ein bisschen Zeit haben bis Sonntag, etwas zu organisieren 🙂