Mittwochs-Nachdenk-Input

Der Beginn ist der wichtigste Teil der Arbeit, fand Platon. Darüber werde ich ein wenig nachdenken in den nächsten Tagen, wenn ich den Vortrag über Prokrastination schreibe, Aufschieberitis auf Deutsch. Der Vortrag ist am 21. Mai in der Alten Synagoge in Kitzingen. Aufgeschoben habe ich das nicht, nur ist die Vorlaufliste lang im Moment. So viele Projekte sind neu, wollen angeschoben sein und benötigen Aufmerksamkeit. Das ist klasse. Das Augenmerk lag die letzten Wochen und Monate auf dem WeltenWandlerProjekt, der am Samstag startet. Wer mit dabei sein mag – bitte bald anmelden, die Platzzahl ist begrenzt.

Gespannt bin ich auf mein Pflanzenpaket, das ich Anfang Januar geordert habe – lauter tolle Heilpflanzen für den Garten. Wenn es noch eine Weile dauert, bis es kommt, gibt es keinen Platz mehr, weil sich die Natur den Garten derzeit ordentlich selbst erobert und meint, sich in Massen selbst aussäen zu dürfen. Hübsche Sachen bleiben stehen, keine Frage, wir werden sehen, wie es ausschaut, wenn das Paket gelandet ist.

„Der eine wartet, bis die Zeit sich wandelt, der andere packt an und handelt“ soll von Dante Alighieri stammen. Es trifft gut zu – es gibt Menschen, die erst aktiv werden, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Sie würden nicht proaktiv Projekte anstoßen oder dann, wenn etwas läuft, darüber nachdenken, was denn jetzt der nächste nötige Schritt wäre, damit das Pferd im Lauf nicht bremst und anfängt zu grasen. Die anderen sehen, erkennen und werden aktiv, weil sie kreativ sind, sich aufgefordert fühlen, Dinge nicht hinzunehmen, sondern für ihre Meinung einzustehen. Beide Verhaltensweisen haben ihre Berechtigung. Blinder Aktionismus kann in die Hose gehen, immer nur nach-denken und mit der Herde traben bedeutet auch zu akzeptieren, was andernorts entschieden wird. Vielleicht braucht es beide Haltungen, je nach Situation. Allerdings würde ich beim Blick auf die Weltlage sagen – wer jetzt nicht aktiv wird, kann hinterher auch nicht mehr meckern. Wir haben so viele Aufgaben, dass Zögern und Zaudern keine Alternativen mehr sind. Machen wir Augen und Herzen auf und kommen in Bewegung. Auf gute Weise.

Allen einen beweglichen Merkurtag.

 

 

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