Donnerstags-Nachdenk-Input

Unendlich weite Wege – ein neues Jahr kann einem mit seinen vielen unbeschriebenen Blättern auch so vorkommen. Und doch gilt: Nur dieser Atemzug. Manche Lebenslagen sind so schwer, dass wir nur in Atemzügen denken können, um zu überleben. Ein Atemzug. Dann der nächste. Es gibt Zeiten, da denken wir in Epochen, Projektwochen oder mehr. Das ändert nichts an der Tatsache, dass wir immer noch pro Tag rund 25920 Atemzüge vornehmen, ein Erdentag. Das platonische Weltenjahr sind rund 25920 Jahre, dann ist die Sonne einmal durch den Tierkreis gewandert. Oben wie unten, das alte kosmische Gesetz.

Dag Hammarskjöld, dessen Buch „Zeichen am Weg“ meinen Nachttisch nie verlässt, ist in Lappland viele einsame Wege gegangen, um nachzudenken. In der Natur, die dort eine andere Sprache spricht als anderswo, hat er den Kopf zum Denken freibekommen. Dort ist er gewandert, gelaufen, hat sich auf dem Campingkocher etwas zu essen gemacht und ist weitergelaufen. Das fehlt uns heute oft – das Durchatmen in der Natur, die uns wieder zu uns selbst bringt.

Was ist allem Leben gemeinsam? Der eine Atemzug, den wir tun, um JETZT zu leben.

Allen heute 25920 Atemzüge in Ruhe, beschützt und ohne Zaudern.

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