Die Ewigkeit berühren

In tiefer Nacht erreicht mich die Mailanfrage einer jungen Frau, die Mama geworden ist und ihre Berufsausbildung bald fortsetzen wird. Sie fragt nach Würde und stellt die wirklich wichtigen Fragen, die wir uns alle immer wieder vorlegen dürfen: Wer bin ich? Wo komme ich her, wo gehe ich hin? Was ist meine Aufgabe auf diesem Planeten?

Das finde ich so berührend. Es passt zu dieser Woche. Was waren das für verschiedene Menschen hier, das ist so ein Kaleidoskop menschlichen Erlebens. Menschen in Trennung. Menschen mit schweren körperlichen Krankheiten, die mit heftigen Diagnosen fertig werden müssen. Menschen, die keinen Sinn in ihrem Leben mehr sehen, solche, die langjährige zerfressende Konflikte klären möchten. Schüler in den Ausbildungen, die stark gemacht werden möchten, um genau das alles stemmen zu können. Anfragen per Mail. Der Wunsch nach einem bestimmten Vortragsthema. Die Frage, wann ich mal ein Buch schreibe (echt jetzt?) Hilferufe UND Dankeschöns.

Jeder Tag besteht aus Millionen von Augenblicken, in denen wir die Ewigkeit berühren. In einem Moment der Schönheit eines Sonnenaufgangs. Im Purzelbaum, den ein Hund auf der Wiese neben dem Haus vollführte – einfach aus Lebensfreude heraus. Im Sturm, der heute Nacht ums Haus brauste und nach Dingen suchte, die er mitnehmen und woanders als Geschenk ablegen kann. Im sternklaren Himmel, im Wolkenflug. In diesen Momenten, in denen wir plötzlich im Gespräch still werden. Still vor Berührung. Vor Achtung, Respekt und Wertschätzung, was da gerade geschieht. In denen ein Mensch seinen Weg wieder entdeckt. Tief in sich. Da, wo er immer schon war.

Ich sitze hier, umgeben von einem Armvoll Hyazinthen, die mir ein unbekannter Spender diese Woche geschickt hat – wer immer das war: Von Herzen Danke für einen Farbtraum und eine Duftorgie der Spitzenklasse. Die zauberhaften Blüten öffnen sich Stück für Stück.

Genau das ist mein täglicher Antrieb: Menschen ihre Schönheit, ihre Würde, ihre Echtheit, ihr Wunder Stück für Stück erfahrbar zu machen. Damit sie in ihrem Leben gut einwurzeln. Wachsen, blühen und fruchten. Ich liebe es, im SeelenGarten Gärtner zu sein. Ich liebe es, im LebensRaum Menschen Halt, Schutz, Sicherheit auf der einen Seite zu geben, auf der anderen, um in diesem Raum ihren inneren Herzensquell zu entdecken, sich selbst und das, was sie geistig trägt.

Wenn ich diese Woche für etwas besonders dankbar bin, dann für die Tatsache, dass es so viele solcher Momente gab, in denen es still wird, weil das Universum im Herzen tönt.

Allen ein wunderbares Wochenende! Habt euch bitte lieb da draußen. Wir brauchen nichts mehr als einander in Freundlichkeit, Liebe und Wertschätzung. Alle! Jeder wird gebraucht. Vor allem DU.

 

Da viele von euch ja immer gern mehr Meer haben – hier ist ein Strand, den Theresa fotografiert hat. DANKE.

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