
Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen.
Leo Tolstoi
Mit Licht und Schatten hat Theresa ein feines Foto gemacht. Danke

Es gibt Menschen, die suchen andauernd etwas. Oft ist es die Brille (im Haar zu finden, total verschmiert), der Schlüsselbund (am Waschbecken des Gästeklos), ein Stift (hinterm Ohr) und sonstiges. Dauernd verlegen sie etwas. Dafür wurden schon Schlüsselbunde erfunden, die auf Pfeifen antworten.
Rudolf Steiner hat eine Übung empfohlen, die da helfen kann. Er rät, Dinge nicht an den üblichen Platz zu legen, sondern sich bewusst einzuprägen, wo man etwas an diesem Tag hinlegt, damit man sich ein feines, bildhaftes Gedächtnis angewöhnt. Die Verlegeübung ist einfach und schlicht, die Erfolge erfreuen uns und wir merken, wie in unser Leben ein bisschen mehr Ruhe einströmt, eine gewisse Sicherheit. Unsere Automatismen, die wir so gern nutzen, werden dadurch umgangen, weil das unbewusste Handeln ersetzt wird durch ein genaues Betrachten der Szenerie mit dem Schlüsselbund darin, das Erlauschen des Schlüssels im Schloss und wir werden gelassen, aber auch beweglicher, bewusster und flexibler.
Dass unsere Schussligkeit auch Vorteile hat, beweist eindringlich Beethovens Stück „Wut über den verlorenen Groschen“. Da hat sich der gute Beethoven offenbar mächtig aufgeregt, denn wie wir alle wusste auch Beethoven, dass der Verlust ärgerlich ist, aber auch die mit Suchen vergeudete Zeit. Hier zum Nachhören: https://www.youtube.com/watch?v=PYSR2XoiYlQ
Picasso hat das Problem ganz einfach gelöst und den Hammersatz rausgehauen: „Ich suche nicht. Ich finde.“
Wer findet, dass er dringend seinem Leben ein bisschen mehr Pep, Schwung und vor allem Zukunftsperspektiven geben sollte, ist im WeltenWandlerProjekt bestens aufgehoben, das Sonntag an den Start geht. Wer mitgehen will – gern. Sowas wie die Verlegeübung machen wir dabei auch. Nur anders. Alle Infos hier: https://www.seelengarten-krokauer.de/weltenwandler1/
In diesem Sinne allen frohes Finden an diesem Jupitertag.
Danke an Theresa für das Foto der chinesischen Glücksmünzen, natürlich auch in China festgehalten.

Das Meer
Grüß mir das Meer,
Silberne Wellen
Rauschen und schwellen,
Schön ist das Meer!
Grüß mir das Meer,
Golden es schäumt,
Ob es auch träumet?
Tief ist das Meer.
Grüß mir das Meer,
Glücklich es scheinet
Ströme es weinet,
Groß ist das Meer.
Friederike Kempner, 1836 – 1901
Das tolle Foto hat Annemarie in Frankreich gemacht. Vielen Dank!

Nachdem ich neulich über das Zitat des Alten Fritz, der König sei der erste Diener des Staates, nachgedacht habe, fand ich dieses Zitat von Hesse. Auch er gebraucht das Wort „dienen“, das ich sehr mag. Er stellt das Dienen in den Zusammenhang mit dem menschlichen Potential und schreibt, dass wir dann am besten dienen, wenn wir unser Potential maximal entfalten können.
In unserer Welt halten wir es eher mit der Selbstoptimierung im Sinne von „less is more“. Das mag für vieles richtig sein, aber es unterstellt, dass Gaben, die uns in die Wiege gelegt wurden, sich auch entfalten, wenn wir nichts dafür tun. Gaben und Talente brauchen etwas, das eher unbeliebt ist: aufmerksame und liebevolle Augen und richtig viel Arbeit. Die liebevollen Augen erkennen Talent und Gabe und mit Hilfe von Arbeit wird daraus etwas Tolles.
Eine Gabe, ein Talent allein macht noch keinen Meister aus uns, denn das sind Rohdiamanten, die einen Schliff benötigen, damit sie auch strahlen können. Diesen Part übersehen wir in unserer Bequem- und Rundumwohlfühlwelt gern, in der wir Arbeit, Frustration, weil die Hürde hoch ist, Ablehnung und Scheitern leugnen oder schönreden. Wir erwachen eines Morgens und unser Talent ist voll erblüht, so die landläufige Vorstellung. Wer sich abmüht, wird oft belächelt, wer diszipliniert arbeitet, hört gern Kommentare Marke „was, für was denn?“
Wer ein Instrument lernt, eine Sportart beginnt, irgendetwas anfängt, erfährt rasch, dass nur stetes Üben den Meister macht. Es gibt Menschen, die lernen schneller, Geige lernen dauert vielleicht auch länger als Mundharmonika, aber stets gilt, der Weg zur Carnegie Hall lautet „üben, üben, üben“. Und damit sind wir beim Dienen. Wir dienen richtig lange, wenn wir es zum Herrscher bringen wollen. Und wir brauchen oft genug Hilfe von außen, die motiviert, unterstützt, korrigiert und immer wieder den Weg zum Ziel vor Augen führt.
Da wir aber schon den Kleinsten verwehren, auf etwas warten zu lernen, sich anstrengen zu müssen (was Kinder beim Laufenlernen als Erstes von ganz allein erfahren und herrlichst überwinden), wachsen Menschen heran, die glauben, mit Fingerschnipp wird etwas serviert. Das kann nicht der richtige Weg sein, denn sie bringen später den Mumm nicht auf, ihre Talente und Gaben zu erkennen und gar mit viel Einsatz, Elan, Entsagung und Fleiß auszubauen. Wer bedient werden möchte, ist sicher nicht im Dienmodus, geschweige denn im Dienst der Menschheit unterwegs. Tugenden sind heute eher was für „Rückständige“, selbst schuld, wer sich daran hält.
Unseren Ego-Willi pflegen wir gut „das will ich, das auch!“, aber unseren Willen vernachlässigen wir sträflich. Es geht nicht um den Willen zur Macht, sondern um die Demut des Dienens.
Allen einen bewegenden Merkurtag.
Mit diesem Ladeneingang hat sich der Besitzer die größte Mühe gegeben. Theresa würdigt mit ihrem Foto aus Australien dieses Engagement.

Die Spirale ist ein uraltes Symbol. Sie ent-wickelt etwas. Man kann sich in etwas hineinentwickeln oder aus etwas heraus, oft geht eines ins andere über. Im Frühjahr entwickeln sich viele Pflanzen und zeigen uns mit ihrem Wachstum etwas von dem Geheimnis der Natur. Was macht es, dass eine Pflanze wächst? Wer sagt ihr, wie sie aussehen soll? Klar, der genetische Bauplan. Aber bis eine Pflanze zu dem wird, was sie am Ende sein soll, braucht es vieles, was zusammenspielt. Im Garten liegt gerade alles flach, weil der schwere Schnee alles niedergedrückt hat. Der Wetterbericht meldet im März schon Temperaturen über 20 Grad und mehr. Dann explodiert draußen alles. Noch habe ich die Fenster nicht frühlingsschick gemacht mit frisch gewaschenen Vorhängen, denn wenn ich darüber nachdenke und die Vorhersagen anschaue – bei 90 Grad Regenwahrscheinlichkeit bringt das wenig. Der Durchblick muss also noch ein wenig warten.
Was möchten wir in unserem Leben entwickeln? Welchem inneren Seelenbauplan möchten wir folgen? Oft braucht es schwere Stoppschilder im Leben wie Krankheiten, um zu unserem wahren Sein durchzudringen. Ich denke – wäre es nicht anders gegangen? Manchmal offenbar nicht. Dann müssen wir innehalten und uns anschauen, was ist, damit das, was mit Macht gesehen sein möchte, Raum bekommt. Wer bist du? Was für Entwicklungswünsche hast du für die nächsten Wochen?
Allen einen tatfreudigen Marstag.
Die Spirale hat Gabi auf La Palma vor die Linse bekommen, Dankeschön.

Wow, spannendes Wochenende. Sinnesschulung im Cardea-Kurs mit den 12 Sinnen der Anthroposophie und eine erste Erfahrung mit Aufstellungsarbeit: Planetenhölzer in der Hand – wie wirken sie? Können wir erleben, was sie uns vermitteln? Einige haben sogar ihren Baum in einer Zettelarbeit auf dem Fußboden wiedergefunden. Am Sonntag war Kursabschluss der Rogers-Fortbildung und wir haben uns angeschaut, was resiliente Menschen anders machen. Zum Kursende hat sich jeder Teilnehmer einen Brief geschrieben, den er in einem halben Jahr im Briefkasten finden wird. Ich bin gespannt, die Rückmeldungen der letzten Jahre waren so klasse. In einem halben Jahr hat sich vieles verändert, können Gedanken in neuen Bahnen laufen und das sieht man dann, wenn man seinen Brief erhält. Ein toller Kurs hat sich gestern verabschiedet, eine großartige Mischung aus Therapeuten und Menschen, die sich mit Rogers zur Selbsterfahrung befasst haben. Sie werden alle viel in ihren Alltag mitnehmen an Achtsamkeit, Wertschätzung, Empathie und vor allem Authentizität.
Christoph war am Wochenende beim Treffen der Würdekompass-Bewegung. Dort gab es einen regen Austausch über die Arbeit der einzelnen Würdekompassgruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Thema ist so wichtig in unserer Zeit und wir freuen uns, dass wir mit dabei sind! Das nächste Treffen bei uns mit der Würdekompassgruppe ist am Montag, 16. März um 19.30 Uhr. Die Gruppe ist kostenfrei und offen für alle, die das Thema Würde interessiert. Nur bitte anmelden!
Starten wir in die neue Woche und schauen, was nach dem Sturm und dem Schneechaos kommt. Mein Bruder hatte auf dem Weg nach München gestern ein Gewitter nach dem nächsten, der andere wird heute wieder am Knie operiert. Es ist eine lange Geschichte, inzwischen über 10 Monate. Es will und will nicht heilen.
Am Sonntag geht’s los – das WeltenWandlerProjekt geht wieder an den Start! Spiral Dynamics, Theorie U, Co-Kreativität sind Themen unter dem Aspekt „fit for future“. Wir brauchen ein neues Denken, weg von unserer gepflegten Egozentrik und hin zu einem konstruktiven neuen Wir, das keine Feindbilder nutzt und aufhört, Schuld als Schwarzen Peter im Spiel des Lebens einzusetzen, dazu ist es zu spät. Lasst uns gemeinsam Zukunft gestalten! Es gibt noch Plätze, wer beim WeltenWandler dabei sein mag, ist herzlich willkommen! Infos hier: https://www.seelengarten-krokauer.de/weltenwandler1/
Allen einen feinen Start in die neue Woche!
Das herrliche Gänseblümchenfoto hat Manuela gemacht. Lieben Dank dafür.

Die letzten 36 Stunden hatten es ein wenig in sich. Erstmal viele krasse Themen in der Praxis, dann kam zunehmend Wind auf und es begann sacht zu schneien. Irgendwann stellten wir in der Praxis fest, dass wir nichts mehr sehen – klaro, bei einer ewig dicken Schneeschicht auf dem Dachfenster. Vorsichtiger Versuch, es zu öffnen. Schnell wieder zugeklappt, der Schnee schoss waagrecht rein. Im Schneefall dann erste Runde schippen und dauernd rein wegen Telefon, Notfall hier, Anfrage da. Rausgeschaut – das Geschippte war nicht mehr zu sehen.
Es klingelt und eine mutige Dame steht sehr eingeschneit vor der Tür zum Vortrag. Eine gute Stunde zu früh. Keine Chance mehr, ihn abzusagen, als ich gesehen habe, welches Chaos auf den Straßen da gerade anwächst (in meinem Frieden auf dem Berg bekomme ich von all dem stets recht wenig mit zum Glück). Am Ende haben sich doch wirklich Menschen durch diesen Wahnsinn an Schnee gekämpft und alle mit mindestens 45 Kilometern Fahrtstrecke! Ich hoffe, dass alle gut angekommen sind daheim. Am Morgen haben wir tonnenschwere Schneemassen in den Garten gekippt und nun können wir beim Tauen zuschauen. Die Kursteilnehmer heute und am Wochenende haben hoffentlich andere Fahrverhältnisse. Was für ein Wahnsinn, selbst in der Stadt wurde der Busverkehr eingestellt. Ein Winter, der an einem Tag stattfindet.
Am Wochenende werden wir uns intensiv im Heilpraktikerkurs mit dem Thema Sucht/Alkohol befassen. Passt prima in die ersten Tage nach Fasching. Morgen haben die Cardea-Teilnehmer ihren sechsten Kurstag und er wird sich um die Sinne des Menschen drehen. Am Sonntag endet unsere Fortbildung/Selbsterfahrung zum Thema „Gelebte Werte – Gesprächstherapie nach Carl Rogers“. Das ist so ein feiner und besonderer Kurs voller Wertschätzung und Achtsamkeit, auch viel Klarheit. Besonders schön – wir erkennen, dass man sehr tiefe klare Worte finden kann. Werden sie aus einem liebevollen Herzen, mit Achtsamkeit, Bedacht und freundlich geäußert, kann der Adressat damit anders umgehen und wachsen. Im November starten wir den nächsten dieser besonderen, herzstärkenden und zauberhaften Kurse!
Allen ein gutes Wochenende mit Ruhe im Außen, damit auch die inneren unruhigen Geisterlein, die derzeit so manchen erfassen, wieder ein wenig ins Lot kommen. Sehr hilfreich ist dazu der Text von Goethe, den man bewusst mit dem Atemprozess verbinden darf, passend zu den Zeilen.
Die Schneebank hat Manuela fotografiert, dafür danke ich ihr sehr!

Aus dem West-Östlichen Diwan
Im Atemholen sind zweierlei Gnaden:
Die Luft einziehen
Sich ihrer entladen.
Jenes bedrängt, dieses erfrischt.
So wunderbar ist das Leben gemischt.
Du danke Gott, wenn er dich presst,
Und dank ihm, wenn er dich wieder entlässt.
Johann Wolfgang von Goethe
Das Mandelbäumchen im Schnee hat Sigrid heute fotografiert! Lieben Dank!

Neuer Sturm im Anmarsch. Virenalarm. Negative Informationen fluten uns im Alltag. Wen wundert es, dass Menschen Angst bekommen? Angst ist der größte Feind des Immunsystems, auch des gesellschaftlichen. Aus Angst wird geduckt, versteckt, die Flucht ergriffen, Angst macht schwach ohne Ende, körperlich und mental. Angst ist nie der richtige Weg. Gegen Angst hilft nur das Gefühl der Selbstwirksamkeit, dass das, was ich tun kann, auch etwas nutzt. Und so, wie ich durch vernünftiges Verhalten und beste Ernährung mein körperliches Immunsystem schützen kann, kann ich auch mein geistig-seelisches Immunsystem schützen.
Nehmen wir unser Leben wieder selbst in die Hand anstatt alles abzugeben. Die Verantwortung macht uns Sorge, doch sie bedeutet Freiheit. Wenn ich Hirn und Leben führungstechnisch abgebe, habe ich zwar keine Verantwortung mehr, muss aber in vorgegebenen Bahnen fahren, egal wohin, in der Regel an die Wand nach voriger optimaler Ausnutzung. Der Mensch als Batterie für ein krankes System – Matrix hat das vor Jahrzehnten schon aufgezeigt.
Wir sind die Generation, die sich nicht mehr rausreden kann mit „wir haben nichts davon gewusst“. Jeder Pups, der irgendwo entfährt, wird heute in Sekundenbruchteilen weltweit zur Monsterblähung. Woran es mangelt, ist nicht Information, die haben wir zu viel. Es mangelt an der Fähigkeit, mit den erhältlichen Informationen, so man sie von Fake news unterscheiden kann, auch etwas anzufangen und daraus Handlungskonsequenzen zu generieren. Wie das geht? Ganz einfach. Train the brain. Fang an, den Kopf neu zu konfigurieren und zu denken. Und fang an, auf Bauch und Herz zu hören. Die Dreierkombi Kopf-Herz-Bauch ist recht zielführend. In der Regel führt sie dich aus dem Mainstream. Dort findest du sie, die Dichter, die Denker, die Erkenner, die Tatkräftigen, die, die die Übersicht haben, die klare Entscheidungen treffen, die statt Egozentrik viel größere WIR denken und auch danach streben können. Du bist Mensch. Du wohnst im Dorf Erde. Verhalte dich so. Verlass die millionenspurige Straße der Angst. Willkommen im Dschungel des Abenteuers, das sich Leben nennt.
Allen einen liebevollen Venustag und hoffentlich keine Schäden durch Sturm, Schnee und Glatteis.
Die umgeknickten Bäume hat Sigrid fotografiert. Vielen Dank! Wir haben am Wochenende in Hessen ganze zerstörte Wälder gesehen, in denen Bäume nur noch zu Streichholz verarbeitet werden können. Awake!

Gingko Biloba
Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Giebt geheimen Sinn zu kosten,
Wie’s den Wissenden erbaut,
Ist es Ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Dass man sie als Eines kennt?
Solche Frage zu erwidern,
Fand ich wohl den rechten Sinn,
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Das ich Eins und doppelt bin?
Johann Wolfgang von Goethe
Das Gingko-biloba-Blatt in Holz steht bei Primavera im Allgäu!

Der Herrscher sei der erste Diener des Staates, forderte der alte Fritz, der vermutlich wesentlich mehr Zeit auf dem Schlachtfeld verbracht hat als mit seinem Hobby, dem Flötenspiel. Seine Forderung ist wichtig. Wer herrschen will, muss dienen können. Ich glaube, daran fehlt es heute ein wenig. Viele wollen herrschen, bestimmen, fällen Urteile und sind schnell mit Meinungen bei der Hand, das Dienenkönnen ist eher wenig angesagt.
Dienen hat viel mit Demut zu tun, im Wort Demut steckt ebenso wie im Wort ZuMUTung der Mut. Mutig handeln ist nicht handeln, wenn ich keine Angst mehr habe, sondern handeln trotz Angst, weil es not-wendig ist.
Dienen bedeutet, sich nicht für besser halten als andere, auch mal was von alleine sehen und einfach machen, nicht erst gebeten werden müssen, sondern selbstständig die Lage überschauen. Dienen meint auch, sich nicht zu fein sein für Dinge, die getan werden müssen, die Erwartungshaltung ablegen und von sich aus agieren, ehe jemand anderes etwas anweist. Wir nennen uns oft Dienstleistungsgesellschaft, doch sind die Dienste, die wir leisten, oft Bärendienste, mit dem Mund dahergesprochen und wenig erfüllt und wenn, dann mit dem „ewige Dankbarkeit-Anspruch“ oder einer Opferhaltung. Wir alle sind stets nur eine Bananenschale vom Rollstuhl entfernt, oft entscheidet eine Millisekunde darüber, ob wir Glück hatten oder eben nicht. Und dann kann es geschehen, dass wir auf die Dienste anderer angewiesen sind. Es ist schwer für viele, Hilfe annehmen zu können und zu müssen und schwer, sie zu leisten. Machen wir es uns einfach. Geben wir mit dem Herzen und nehmen wir mit dem Herzen. Dann entsteht keine Peinlichkeit, kein Opfer wird generiert und die Würde beider Seiten bleibt gewahrt. Dann zurücklehnen und Musik von Friedrich dem Großen genießen: https://www.youtube.com/watch?v=58BS7NNHAf4
Allen einen guten Jupitertag voller Freude.
Die Christusstatue in Rio de Janeiro hat Sandra fotografiert, vielen herzlichen Dank!

… Der Herrscher ist der erste Diener des Staates. Er wird gut besoldet, damit er die Würde seiner Stellung aufrechterhalte. Man fordert aber von ihm, dass er werktätig für das Wohl des Staates arbeite …
Friedrich der Große
Die zauberhafte Pflanze ziert unseren März-Newsletter und fotografiert wurde sie von Manuela, danke dir!