
Das gute Gelingen ist zwar nichts Kleines, fängt aber mit Kleinigkeiten an.
Sokrates, 469-399 v. Chr.
Danke an Steffi für das farbstarke Foto von der Wertheimer Burg.

Die Forderung des Tages war klar – am Morgen erstmal anfangen, den absoluten Saustall im Garten aufzuräumen. Überall stehen die verwelkten Stauden vom Herbst, das Laub liegt hoch. Nicht gedacht hätte ich, dass die Grasmilben bereits aktiv sind, sie hätten auch noch eine Weile warten können. Es ist, wie es ist.
Die Einstellungschecks für die Filmaufnahmen laufen. Da freut es mich besonders, dass mich natürlich beim Rosenschneiden die Dornen gut erwischt haben, das macht sich immer schön vor einer Kamera. Auch da ist es, wie es ist. Natürlich hat es auf meine frischgeputzten Fenster den Saharastaub geregnet, auch da Danke für den Support von oben. Immerhin, der Winterdreck war schon mal weg, jetzt der Sand, wobei sich der theoretisch auch mit dem kommenden Blütenstaub kombinieren ließe. Schauen wir, wann sich Zeitfenster für solche Tätigkeiten auftun, nachdem Fahrdienste für eine OP des Vaters anstehen, das sind die Ereignisse, die dann auch die letzten Lücken dichtmachen mit unbekanntem Resultat. Wie nannte es meine Seelenschwester Gabi diese Woche so schön: Ich denke nur noch für einen Tag mit der Planung. So ist es. Für so durchorganisierte Menschen wie mich eine gewisse Herausforderung, siehe Goethezitat. Anpassungstraining oder „willkommen in der Realität“.
Gestern Abend habe ich versucht, den Blutmond zu fotografieren, doch es ist nichts geworden, zu viele Straßenlaternen bei uns hier oben. Es war beeindruckend zu sehen, so, wie letzte Woche der gelbe Himmel mittags um halb drei. Naturphänomene.
Allen ein schönes Wochenende mit Dingen, die gut tun und Freude bereiten. Auch das darf sein und ist Bestandteil einer guten Gesundheitsfürsorge. Auch das ist eine Forderung des Tages neben manch anderen.
Danke an Heike für den schönen Baum. Bald sind die Silhouetten der Bäume nicht mehr sichtbar, wenn sie ihr Blättergewand wieder tragen.

Seit Wochen sind die landwirtschaftlichen Fahrzeuge bereits unterwegs. Viele Gärten in der Nachbarschaft sind schon schick, unserer schaut aus wie sonstwas. Wir haben im Herbst nicht mal das Abschneiden der Stauden geschafft, was fürs Überwintern vieler Tiere ausgesprochen hilfreich war. Und auch jetzt wird der Garten nicht wie geleckt werden, denn wir haben einfach andere Dinge zu tun. Es ist einfach, wie es ist.
Dafür nisten die Vögel in jedem einzelnen Kasten und sammeln alles, was für den Nestbau geeignet ist, ein Gezwitscher ist das, herrlich! Die Krokusse blühen, die Tulpen spitzen heraus, alles treibt und der staubige Regen macht jetzt auch noch viel aus Richtung Einladung zum Wachstum.
Am Wochenende startet Aufregendes: Die Filmaufnahmen für das Nautilusprojekt beginnen. Die ersten Kurseinheiten werden eingefilmt. Der Greenscreen ist fein glatt gebügelt. Ich bin sehr aufgeregt. Das wird das größte Projekt, das wir jemals gestartet haben und es wird auch vom Arbeitsaufwand das umfangreichste. Vielleicht macht man sowas nur einmal im Leben, wer weiß. Am 25. September gehen wir damit an den Start. Es braucht viel Planung, damit etwas entstehen kann, was die Arbeit aus vielen Jahren zusammenfassen wird.
Egal, was immer auch ist: es wird an jedem Tag Abend. Manchmal blickt man auf einen erfolgreichen Tag zurück, manchmal hakt man einen Tag einfach nur ab. Und doch hat jeder Tag seine Wunder und Wunden. Sein Lächeln und seinen Schmerz. Seine seltsamen und lustigen Momente. Mond und Sonne. Von allem etwas. Das Leben ist höchst erstaunlich in seiner Vielfalt und seinen unerwarteten Wendungen.
Zwischen Angst und Zukunftsvorstellungen eiert die Menschheit durch das Chaos, nicht wissend, ob es ein kreatives oder destruktives sein möchte. Ich denke so: Es ist immer ein kreatives Chaos und Menschen sind Wundertüten. Wir können so viel mehr als wir glauben. Davon abgesehen ist es sowieso längst zu spät, um Pessimist zu sein.
Wenn Tulpen unverdrossen wachsen, Vögel nisten, Blätter sprießen – wie kann ich da nicht denken, dass wir für jede Herausforderung früher oder später eine gute Antwort finden können? Ich darf Vertrauen entwickeln, selbst wenn ich das als eine reine Option in den Orbit schicke. Es kann nicht fehlgehen.
Allen einen freundlichen Tag, trotz allem.
Apropos freundlich – am Dienstagabend um 19.30 Uhr ist im Saal der Alten Synagoge in Kitzingen mein Vortrag über „Liebevolle Kommunikation“ – bist du mit am Start? Ich freu mich sehr auf dich! An der Abendkasse wird ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben.
Danke an Sandra für das zauberhafte Vogel-Ginkgo-Foto!

Im Märzen der Bauer
die Rösslein einspannt
Er setzt seine Felder
und Wiesen in Stand.
Er pflüget den Boden
er egget und sät
und rührt seine Hände
früh morgens und spät
Die Bäu´rin, die Mägde
sie dürfen nicht ruh´n
sie haben in Haus
und Garten zu tun.
Sie graben und rechen
und singen ein Lied
sie freu´n sich, wenn alles
schön grünet und blüht.
So geht unter Arbeit
das Frühjahr vorbei
Da erntet der Bauer
das duftende Heu
Er mäht das Getreide
dann drischt er es aus
Im Winter da gibt es
manch fröhlichen Schmaus
Text aus Nordmähren, 19. Jahrhundert
Im frühen Morgenlicht hat Steffi den Traktor entdeckt – weniger Rösslein, mehr Technik, weniger Pflügen, mehr Holzmachen. Vieles aus dem Volkslied ist heute sehr anders. Danke für dein Foto!

Eduard Mörike lebte von 1844 bis 1851 in Bad Mergentheim und lernte dort Magarethe von Speeth kennen, die er später heiratete. Einem Brief an ein Fräulein Bauer bei ihrer Abreise nach England entnehmen wir die Wertschätzung Mörikes für das Städtchen im Taubertal, in dem ich teilweise aufgewachsen bin und meine Schulzeit verbracht habe. Bad Mergentheim war von 1525 bis 1809 Dienstsitz des Hoch- und Deutschmeisters des Deutschen Ordens, das Ordensschloss zeugt davon und viele Festivitäten im Jahreslauf
In diesen Tagen sprechen viele Klienten über die Geschehnisse im Außen und die Frage, was Heimat eigentlich ist. Was ist Heimat für mich? Geboren wurde ich in Baden-Baden, doch meine Geburtsstadt habe ich nie wirklich kennen gelernt. Meine Eltern sind drei Wochen nach meiner Geburt nach Bad Mergentheim gezogen, um eine Kuranstalt zu eröffnen und weil das eine Baustelle war, kam ich erstmal in einer lieben Pflegefamilie unter, bis die Baustelle beziehbar war. Danach folgten Hotels, in denen ich als Kind herumgehüpft bin und viele Promis gesehen habe, die dort für Gastspiele genächtigt haben, Schauspieler und Sänger vor allem. Meine beeindruckendste Erinnerung waren die Wiener Sängerknaben. Weniger der Chor blieb mir in Erinnerung, sondern die Tatsache, dass ich für das Konzert natürlich schick angezogen wurde. Ein gelber Wollpullover. Gelb werde ich sicher niemals freiwillig tragen und Wolle erst recht nicht. Der Abend war ein kratzender und juckender Alptraum. Es ist gut, dass ich dank Bach später sehr versöhnt wurde mit Chören. Und ich bin kein Reisemensch geworden, denn als Kind habe ich in zu vielen Hotelzimmern übernachtet. Irgenwann zogen wir dann um, getrennt von der Arbeit und ich bekam mein erstes Zimmer.
Mitten im Deutschordensschloss betrieben meine Eltern dann viele Jahre bis zu ihrem Ruhestand ein Café, was für Kinder von Gastronomen im Klartext heißt: Es ist viel zu tun, vor allem am Wochenende und in den Ferien, da ist Hochbetrieb, auch an Feiertagen. War die Klasse im Freibad, servierten wir Eisbecher oder machten sie, um den Vater abzulösen, damit die Hand durchhält. Vermutlich stammt mein Arbeitsethos aus dieser Zeit, mir fehlt einfach die Vorstellung, wie sich Wochenenden und Ferien anfühlen. Das hatten wir nicht, denn wenn weniger zu tun war, gab es den Haushalt, den großen Garten und meinen behinderten Bruder. Wenn man so aufwächst, fällt einem nicht auf, dass das ein anderes Leben ist als das von anderen Menschen. Wenn man es damnn im Erwachsenenalter bemerkt, muss es nicht nur negativ sein. Es hat mir viel beigebracht und zusammen mit dem Ballett habe ich kein Problem mit dem Wort Disziplin. Auch da gibt es Schlimmeres.
Im Mergentheimer Schloss war auch meine Ballettschule jahrelang untergebracht. Es gab dort eine Wendeltreppe mit einer gemalten Decke. Legte man sich auf den Boden und schaute nach oben, war es, als würde man in den Himmel fliegen. Erst viel später wurde mir bewusst, was diese Mauern wohl alles gesehen und miterlebt haben.
Wenn ich auf dem Pflegeweg zu Vater und Bruder von Würzburg über die B 19 fahre, komme ich durch Giebelstadt – ein kleiner Ort, in dem Florian Geyer geboren wurde, im Bauernkrieg, der 1525 ausbrach, der Anführer des Schwarzen Haufens. Der war bekannt für seinen Verzicht auf Komfort und galt als Beispiel eines Menschen, der für seine Überzeugungen einsteht, während Götz von Berlichingen mit der eisernen Faust, nicht weit entfernt im Jagsttal zu Hause, Bekanntheit erlangte durch ein Zitat, das ihm von Goethe in den Mund gelegt wurde. Die Festspiele in Giebelstadt sind legendär, ebenso natürlich die in Jagsthausen.
Seit 1984 lebe ich in Würzburg. Ist das nun Heimat für mich? Meine Eltern brachten Baden-Baden und Bamberg zusammen, legten den Lebensschwerpunkt nach Bad Mergentheim. Ich habe im Taubertal meine Kindheit und Jugend verbracht, in Würzburg bin ich seit dem Studium. Ich glaube, mit dem Begriff Heimat verbinde ich immer einen Bücherschrank, denn das ist es, was ich an jedem Ort, an dem ich gelebt habe, als Zuflucht und Tor zu allem erlebt habe. Vermutlich bin ich deshalb auch so ein Büchermensch. Es ist für mich kein Ort mit Heimat verbunden, sondern das Erlebnis eines Buchdeckels mit Seiten dazwischen und Heimat entsteht, wenn aus den Buchstaben Worte werden in meinem Kopf.
Was bedeutet für dich Heimat? Mit welchem Dialekt, welcher Sprache bist du aufgewachsen?
Allen einen freundlichen Tag mit einem Gespür dafür, dass Heimat für Menschen eine wichtige Wurzel bedeutet im Hinblick darauf, dass viele Menschen in unserer Welt jeden Tag an vielen Orten ihre Heimat verlassen müssen.
Sina nimmt uns mit in den Wald, wie er in ein paar Wochen wieder aussehen wird, wenn die Schlüsselblumen ihre Blüten entfalten. Dankeschön!

Erstaunliche Dinge. Polarlichter an der Nordsee. Jemand schickt mir gestern eine Sprachnachricht. Der gestrige Post hat eine wichtige Lebensentscheidung auf gute Weise beeinflusst. Wunderschön! Danke!
Auch erstaunlich: Vor vielen Jahren habe ich Menschen in einer Ausbildung im Literarischen Schreiben begleitet. Viele der damaligen Lernenden sind bis heute mit mir in Kontakt. Ich freue mich über ihre Bücher, die sie erfolgreich schreiben, über Nachrichten aus ihrem Leben und dass so mancher aus der damaligen Zeit ein lieber Freund, eine liebe Freundin geworden ist. Über einen solchen Kontakt haben wir vor vielen Jahren einen Auftrag zum Lektorat und Satz eines wunderschönen Buchs bekommen. Das Buch wurde privat gedruckt und letzte Woche kam die Anfrage einer Dame bei mir an, ob wir so ein Exemplar hätten, sie hätte so gern eines, aber es ist vergriffen.
Da wir keines mehr hatten, habe ich die damalige Schülerin angeschrieben. Das ist echt nicht zu glauben. Sie hatte die anfragende Dame als zweijähriges Mädchen auf dem Arm in der Buchhandlung ihres Vaters. Also habe ich zwischen diesen beiden Menschen den Kontakt vermittelt und jetzt treffen sich beide, tief gerührt, welche Wege das Leben geht, um sich auszutauschen. Ich glaube, das wird ein herzerwärmendes Treffen werden!
So spinnen sich Fäden. Was vor vielleicht 20 Jahren einen Anfang genommen hat, bekommt nun eine neue Verknüpfung. Ich bin so erfüllt von solchen Dingen.
Wie kleine Sachen im Lauf der Zeit wachsen und dann eine Wirkung entfalten – ein Satz in einem Post, eine gemeinsame Arbeit über ein Jahr mit einem Menschen, der jetzt für einen anderen Menschen ein Leuchtturm werden kann, denn die ältere Dame kann ihr viel Wissen vermitteln, was das zweijährige Kind nicht hatte und vielleicht manches besser verstehen in ihrem eigenen Leben.
Das sind Momente tiefer Dankbarkeit für mich. Kairos – zur richtigen Zeit am richtigen Ort das richtige tun ist ein Geschenk. Wunder der Synchronizität.
Heute schreiben die Heilpraktiker:innen ihre deutschlandweite Prüfung. Allen Kandidaten gutes Gelingen in der schriftlichen und anschließend in der mündlichen Überprüfung an den örtlichen Gesundheitsämtern!
Allen einen Tag mit guten Begegnungen und liebevoller Ermutigung, von welcher Seite auch immer. Jedes Lächeln, jedes gute Wort ist ein Geschenk, das wir einem Menschen machen können. Wer weiß, wann die Antwort in unser Leben zurückkommt, auf welchen wundersamen Wegen.
Danke an Maike für das Foto. Ein wenig sachten Rückenwind könnte die Welt gerade gut gebrauchen.

Der Kastanienbaum
Dort unter dem Kastanienbaum
War’s einst so wonnig mir,
Der ersten Liebe schönsten Traum
Verträumt ich dort mit ihr.
Dort unter dem Kastanienbaum
Ist’s jetzt so traurig mir.
Dort gab ich meinen Schmerzen Raum,
Seit Vanda schied von hier.
Und doch ist’s gar ein lieber Ort,
Erinnrung heiligt ihn.
Es ist kein Zweig, kein Blütchen dort,
Dem sie nicht Reiz verliehn.
Das Windesspiel in dunkler Krone,
Ihr melancholisch Rauschen
Gleicht ihrem bangen Abschieds-Tone
Und zwingt mich, ihm zu lauschen.
Die weiße Blume? war sie nicht
Selbst eine weiße Blüte?
Strahlt Unschuld nicht ihr Angesicht,
Nicht Reinheit, Seelengüte?
Mit zartem Purpurnetz durchstickt
Seh ich die Blume prangen
Und denke, wenigstens entzückt.
An ihre Rosenwangen.
Bald werd ich eine Frucht erschaun
Und sehe dann fürwahr.
Es war ja auch kastanienbraun,
Ihr schöngelocktes Haar.
Nur eines fehlt, des Auges Blau,
Des Liebchens größte Zier,
Das trägt der Baum mir nicht zur Schau,
Das zeigt er niemals mir.
Doch wenn der Frühling wiederkehrt.
Belebt die weite Au,
Da, hoff ich, ist der Baum bekehrt
Und blüht halb weiß, halb – blau.
Theodor Fontane, 1819-1898
Dieter hat das Kastanienbaumfoto aufgenommen. Herzlichen Dank fürs Vorfreuen.

Pferde sind besondere Begleiter des Menschen und hervorragende Therapeuten. Man braucht einen klaren Geist und die Bereitschaft, auf das Pferd zu hören. Es ist ein Fluchttier, weshalb es einen ruhigen Reiter braucht, der die Zügel in der Hand hält. Es ist ein wunderbarer Lehrer und ein Krafttier für viele. Auch in der Therapie sind Pferde ungeheuer hilfreich, weil sie Menschen den Zugang zu sich selbst wieder ermöglichen. Im Umgang mit dem Pferd lernen sie, mit ihren Ängsten besser zurecht zu kommen, wieder Vertrauen ins eigene Leben zu fassen. Eine wunderbare Arbeit, die die Kollegen mit der pferdegestützten Arbeit tun. Es ist mir immer wieder eine besondere Freude, Menschen ausbilden zu dürfen, die in ihrer Arbeit mit Tieren die erlernten Techniken hilfreich für ihre Klienten verbinden.
Auch ohne Tierhilfe dürfen wir erstaunliche Arbeit tun. Der Alptraum eines Klienten erweist sich als wesentlicher Schlüssel zu einem verdrängten Anteil in seiner Seele, der nun nach Hause kommen darf. Das war gestern Morgen eine tief bewegende Arbeit. Am Nachmittag dann ging es in einem Lasercoaching darum, die Weichen für die Zukunft neu zu stellen und in einem Präventionscoaching um die Frage, was zu Burnout führt und wie wir ihn verhindern können. Themen wie Schlaf, Bewegung, gute Ernährung gehörten ebenso dazu wie Werte, Zeitmanagement, das Gefühl, die vielen Alltagssituationen selbst beeinflussen zu können, also ganz grundlegende salutogenetische Antworten auf Lebensfragen.
Am Abend Übgruppe, denn wir sind immer Lernende, stets aufgefordert, uns zu entwickeln, zu trainieren und auf der Übungsmatte des Lebens anzutreten.
Dazwischen nutze ich jeden freien Moment, um an meinem im September startenden Nautilusprojekt für die Cardea-Therapeuten, Cardea-Coaches und an Potentialentwicklung interessierten Menschen zu arbeiten. Stück für Stück entsteht der Kurs, ich schreibe derzeit die Skripten und freue mich über jedes, das fertig wird, denn es sind die Bausteine der Arbeit der Zukunft, die ich da zusammensetze, aufschichte und zu einem hoffentlich stabilen Haus aufschichten kann.
Was für eine Vielfalt jeder Tag hat plus das, was im Außen dazukommt. Herausforderungen, Geschenke, Einladungen, den Geist massiv zu dehnen.
Dir wünsche ich heute einen guten, friedlichen und freundlichen Tag mit allem, was du für einen gelingenden Tag benötigst.
Andrea hat die bunten Frühlingsblüten für uns festgehalten. Lieben Dank dafür!

Am Wochenende hatten wir zwei wunderschöne Kurstage. Am Samstag ging es um das Labyrinth als Symbol des Lebensweges und die vier Temperamente bei den angehenden Cardea-Therapeuten. Am Sonntag gingen wir im Rogerskurs der Frage nach, wer wir sind und was uns ausmacht als Menschen. Zwei Kurstage mit intensiven Begegnungen und Gesprächen, Austausch und bei sich ankommen. Bald endet der Rogerskurs, nur noch ein Kurstag zum Thema Resilienz. Wer sich für diesen Kurs interessiert, hat jederzeit die Möglichkeit, online einzusteigen! Hier der Link:
https://elopage.com/s/SeelenGarten-Krokauer/rogers
Unser gesamtes umfangreiches Online-Ausbildungsprogramm findet ihr hier:
https://elopage.com/s/SeelenGarten-Krokauer
Bäume erzählen viele Geschichten. Sie sind Wohnraum für Waldtiere, Futter, Informationsnetz durch die Wurzeln, leben in bestens aufgestellten Gemeinschaften und senden Botschaften mit Hilfe ätherischer Öle. Viele besitzen hohe Heilkraft und alle spenden Menschen lebensnotwendigen Sauerstoff. Die meisten wissen wenig über Bäume, Peter Wohllebens Bücher haben da ein wenig zur Aufklärung beigetragen. In den meisten Kulturen galten heilige Haine als bedeutende rituelle Stätten. Alle unsere Vorfahren lebten im, von und mit dem Wald. Er ist unsere Urheimat, bevor wir angefangen haben zu roden und Pflanzen zum Überleben anzubauen. Holz ist Baustoff und Brennmaterial. Zapfen sind wichtiger Brennstoff und vieles, was die Bäume liefern wie Harze sind hochwirksam bei Erkrankungen. Bäume sind Meister der Anpassung, sie wachsen auf kargstem Felsgestein, treiben in Ritzen und umwachsen Schilder. Sie spenden Schatten, kühlen, gleichen das Klima aus. Wälder sind die grünen Lungen der Erde, die wir bedenkenlos zerstören. Ein Baum ist schnell gefällt, doch bis ein Wald entstanden ist, vergehen Jahrzehnte. Bäume sind kein Selbstbedienungsladen, ebenso wenig der Rest der Natur. Die Klimaereignisse der letzten Jahre haben gezeigt, was Stürme in Monokulturenwäldern anrichten.
Es wird Zeit, dass wir in so vielem die Finger aus dem Getriebe nehmen. Dass wir bei uns selbst anfangen und hinterfragen, wer wir sind, was wir auf der Erde tun und vor allem, aus welchen Gründen wir das tun. Wer kein Warum in seinem Leben findet, tut sich schwer, ist orientierungslos, kann schnell von der Angst gefangen genommen werden.
Jeder Krieg beginnt in einem Kopf, der nicht mit dem Herzen verbunden ist. Jeder Streit ebenso, denn er ist Krieg im Miniformat. Viele unserer Handlungen wurzeln in Angst, manche in Gier, in Habsucht oder Herrscherwillen. Frieden und Gemeinschaft beginnen bei uns selbst. Gelingt es uns, das innere Team in unserem Kopf wie eine Rittertafelrunde zu führen, kann viel Gutes von uns ausgehen. Ist der Kopf ein Haufen sich widersprechender, zänkischer Wesen, sind unsere Handlungen unklar, folgen kurzfristigen Egozielen und nehmen das große Ganze nicht in den Blick.
Die zerstörten Wälder sind nur ein Symbol menschlicher Gier, Egozentrik und mangelhafter Weitsicht. Eines von vielen. Langsam müssten all die Mosaiksteine doch ein Ganzes im Kopf ergeben, oder?
Allen einen freundlichen Tag, denn was im Herzen freundlich ist, strahlt das auch aus. DAS kann heute die Welt verändern. Bist du dabei?
Anne hat das Foto am Baumwipfelpfad im Steigerwald gemacht. Herzlichen Dank!

Das Thema des heutigen Kurstages ist „Labyrinth als Symbol des Lebenswegs“ und gerade in diesen Tagen kann das hilfreich sein. In der Mitte des Labyrinths begegnen wir dem Minotaurus oder dem Nichts, vor dem wir Angst haben. Jeder hat seinen Minotaurus, mit dem er ringt, nicht nur einmal im Leben, sondern viele Male. Die Einflüsse können von außen kommen und uns ängstigen, sie können von innen kommen, meistens beides.
Wir kennen die Wege nicht, die wir gehen im Leben. Wir wissen nicht, wo wir morgen sind, in welcher Welt wir erwachen. Manches können wir beeinflussen, das Meiste jedoch nicht.
Was wir jedoch beeinflussen können ist, wie wir der Angst Raum in unserem Leben geben. Dass wir Angst haben bei Bedrohungen aller Art, ist klar, dennoch sollten wir versuchen, sie nicht zum Beherrscher unserer Gedanken werden zu lassen.
Im Labyrinth verirrt man sich nicht wie in einem Irrgarten. Im Labyrinth sind wir geführt, wir kommen in die Mitte, stellen uns dem Minotaurus und gehen dann wieder nach draußen, in das Leben, die Welt, mit hoffentlich neuen Kräften, die erstanden sind, weil wir hingeschaut und uns auseinandergesetzt haben mit dem, was da in der Tiefe war. Und dann können wir uns neu in die Welt einwurzeln.
So, wie der Baum nicht nur in die Höhe wächst, sondern in der Tiefe sein Wurzelwerk ausbildet, sich in Ästen verzweigt, Blätter, Blüten und Früchte hervorbringt, ist es mit uns auch. Es gibt Zeiten, da ist es wichtig, für gutes Wurzelwerk zu sorgen. Vielleicht sind jetzt Wurzelzeiten, in denen wir Kraft aus der Tiefe unseres Seins holen und im Außen erstmal nicht viel ist.
Allen ein Wochenende der Ruhe und des Friedens.
Danke an Ursula für das Waldfoto!

Er ist’s
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!
Eduard Mörike, 1804 – 1875
Einmal im Jahr muss dieser Text sein. Danke an Ursula für das Frühlingsfoto!