
Setz dich, atme durch. Wasser findet immer seinen Weg. Du bestehst zu einem Großteil aus Wasser, warum denkst du also, du findest deinen nicht? Vielleicht bist du schon längst angekommen. Danke an Manuela für das Foto.

Mir geht das Wort „Selbstliebe“ ab und an auf den Senkel, das ist bei manchen ein krasser Egotrip Marke „Nur dann werde ich meine inneren Baustellen klären, was die Voraussetzung fürs Glücklichsein ist.“
Weißt du was? Ich werde nie all meine Baustellen aufräumen. Punkt. Ich habe wenig Auszeiten, dafür eine geliebte Arbeit, den Haushalt, den ich schönhaben mag, einen Bruder zum Pflegen, zudem meine Familie, meinen prima Partner und den Garten. Ich erhole mich übrigens brauchbar bei einer Tätigkeit von der anderen.
Ich muss niemanden zur Optimierung zwingen, weil jeder Mensch großartig ist. Wenn er sein Potential entdecken mag und sich überlegen will, wie er sich besser in das ganz normale Leben stellt (das herausfordernd IST), ist er bei uns von Herzen willkommen. Wir werden niemandem sagen, dass er erst glücklich ist, wenn er nur um sein Wohlbefinden kreist und auf einen wie auch immer gearteten Messias hofft, der ihn/sie erlöst, um endlich glücklich zu sein und andere darüber belehrt, was sie doch bitte endlich mal für sich tun sollten.
Ich habe mich entschieden, jede sich bietende Gelegenheit zum Glücklichsein zu nutzen. Es sind die herrlichen Momente, in denen so vieles witzig ist, die Vögel um halb fünf singen, jene, in denen man lächelt, knuddelt, eine Tasse Grüntee genießt, Blumen anschaut, ein Buch vor sich hat, eine leckere Bowl auf den Tisch stellt oder am Abend sagt: Wow, was heute alles passiert ist, so gute Momente. Ich bin so dankbar.
DAS ist mein kleines glückliches Leben. Da muss ich nicht jeden Problemfitzel der Vergangenheit sorgsam gedreht und gewendet haben, mir überlegen, was jetzt ein tolles Urlaubsziel wäre, welchen Kurs ich belegen könnte oder welcher Guru mir sagt, wie Freude geht. Es ist ganz einfach: Sei dankbar, sei froh, lache ausreichend, singe genug, atme durch und denk dir manchmal – häng doch einfach den ganzen Schrott nicht allzu hoch. Das Leben ist kurz, du brauchst wenig von dem, was da draußen am Start ist. Vergeude das Leben nicht mit der Suche nach etwas, was längst in dir aufs Auspacken wartet.
Hab einen glücklichen Venustag. Mit Lächeln, Umarmung und Freiheit von Optimierungszwängen aller Art, unser modernes Korsett. Was, wenn du längst an einem guten Platz in deinem Leben bist? Du also nicht mehr permanent im Außen schauen musst, was du als Nächstes tun solltest?

Viele haben gefragt, was mein Bruder (wir alle natürlich) so isst, weil seine Zuckerwerte und vieles anderes mehr gut nach unten gehen. Ganz einfach: Berge Gemüse, Hülsenfrüchte, auch Obst, gesunde Fette wie Oliven-, Leinöl oder Ghee, wundervolle Gewürze und Kräuter. Und dann packen wir das am allerliebsten alles miteinander in eine schicke Schüssel, weil er das dann auch selbst gut essen kann. Das dauert, heißt, das Sättigungsgefühl wird spürbar, mehrere Fliegen mit einer Klappe! Guten Appetit.

Mini-Nautilus-Workshop am Dienstag! Was haben Stille, das Gefühl von Aufgehobensein und Vertrauen mit gelingender Kommunikation zu tun? Wie können wir auch mit uns herausfordernden Menschen in einen guten Kontakt kommen? Wie ist unsere Sprache mit uns selbst und was hat das alles mit Herzkohärenz zu tun? Wir haben uns Merkmale von Kommunikation angeschaut, uns daran erinnert, dass gute Gespräche der Vorbereitung bedürfen im Sinne von „was soll dabei rumkommen“, aber auch: „wie gehe ich selbst in das Gespräch? Offen, neugierig, frohen Herzens oder gehetzt, unvorbereitet, unkonzentriert?“. Mit einer kleinen Übung stimmten wir uns auf Mitgefühl, Liebe, Dankbarkeit und Frieden ein, ein Gefühl, das hilfreich sein kann vor wichtigen Gesprächen, Telefonaten oder Treffen, um fokussiert auftreten zu können. Präsenz als Präsent für Gesprächspartner – das war so kurzgefasst der Inhalt. Ein schöner Austausch schloss sich an: Was hat jeder für sich selbst mitgenommen? Was war für mich heute besonders wichtig? Die nächste Möglichkeit, Inhalte des Nautilusprojekts kennen zu lernen, ist am 17. Juni zum Thema Motivation, sei gern mit dabei!
Einen kommunikativ erfolgreichen Tag dir heute!

Am Montagabend gab es am Goetheanum von Justus Wittich einen Vortrag in der Jubiläumsreihe mit dem Titel „Die Gesellschaftskrise und der Goetheanumbrand“. Es ging um Krisen, um Scheitern und dunkelste Momente im Leben Rudolf Steiners und der gesamten anthroposophischen Bewegung. Vor einigen Jahren haben wir hier eine „F***-up-Night“ veranstaltet, bei der Menschen über ihre schlimmsten Momente im Leben berichteten und erzählten, was sie daraus gelernt haben, was dadurch entstanden ist und welche Richtung ihr Leben davon ausgehend genommen hat. Nicht selten waren es Geschichten, in denen jemand erkannte, dass dieser Tiefschlag ein Aufwachmoment war, das Leben in seinen wesentlichen Punkten neu zu ergreifen, dem Herzen zu folgen und nicht rechts und links zu schauen, sondern das Eigene in die Welt zu stellen.
Nicht funktionierende Projekte, Flops – Warnschilder und Lernfelder, keine Fehler, Prototypen mit Verbesserungspotential, im schlimmsten Fall Verabschiedung von einer Sache, die einfach nicht an der Reihe ist.
Es braucht richtig viel Mut, anzuerkennen, dass etwas nicht läuft. Hinzuschauen, was die Ursache dafür ist, die kann auch im Außen liegen. Und dann durchatmen, Pause machen, neu einjustieren und wieder auferstehen. DAS ist beeindruckend. Das ist berührend und nötigt mir höchsten Respekt ab, wenn jemand wie ein Phönix wieder ersteht und seinen Weg weitergeht.
Einen bewegenden und beweglichen Mittwoch dir!
Wasser findet immer seinen Weg. Stephanie hat dieses Foto gemacht, Danke!

Wir alle scheitern, machen Fehler, erleben Schiffbruch. So gut wie nie entsteht Erfolg über Nacht, sondern ist das Resultat vieler nicht funktionierender Prototypen. Feiern wir uns für immer besser werdende Versuche, für unsere Geduld, das Durchhaltevermögen und das Glauben an unsere Mission. Wir dürfen einander unterstützen, ermutigen, eine Hand anbieten zum wieder aufstehen.
Marieke hat das Foto gemacht. Danke!

Zwei Jahre sind um mit meinem Bruder bei uns. Anfangs dachten wir, dass er einen Platz in einer Einrichtung bei uns um die Ecke bekommen würde. Dem war nicht so, kein Pflegepersonal. Gut, dass wir ab Tag 1 entschieden, seine Lebensgewohnheiten auf null = Prüfstand zu stellen. Was tut er, was isst er, was trinkt er, welche Medikamente bekommt er wann, wo und wie, was zieht er an? Ich wollte wissen, was geschieht, wenn wir alles neu denken. Das: Dauerinfekte zumindest in diesem herausfordernden Winter keine, Harnwegsentzündung seit Herbst keine. Wir konnten im 21. Monat wieder normal Fingernägel schneiden (vorher verweigert). Er singt, lacht, isst mit Freude Gemüseberge, hat einen Pflegerollstuhl, in dem er auch mal liegen und den Rücken entlasten kann. Sein offenes Bein ist schon einmal zu gewesen, es reißt immer wieder die letzte Schicht, weil Pergamenthaut, wir sind dran, gutes Wundmanagement. Er spielt, macht seine „Arbeit“ und beginnt auf seine Weise witzig zu sein. Vieles hat sich mit der Umstellung auf überwiegend pflanzenbasiert, Vollkorn und viele Hülsenfrüchte gebessert. Wir vermuten, dass hinter manchem Vitaminmangel steckte, die Speicher füllen sich wieder.
Entscheidend war etwas ganz anderes aus meiner Sicht, was sein Befinden so unglaublich ins Positive gedreht hat: Kein Gemecker, keine Kritik, freundliche Sprache, ruhiges Verhalten, viel Lob, Umarmungen und bei jeder Gelegenheit ein „Ich hab dich lieb“. Inzwischen kommt das zurück „bis zum Himmel und wieder zurück“. Läuft bei uns oder wie der Hausarzt sagt: „Seine Synapsen verschalten sich wie neu“. Liebevolles Sein ist der Gamechanger! Egal wie eine Frage auch lauten mag – Liebe ist eine gute Antwort.
Einen tatkräftigen Dienstag heute!

Kommunikation – auf allen Ebenen das wesentliche Bindeglied zwischen Menschen. Im Außen erleben wir gerade auf krasse Weise, wie Kommunikation dafür sorgt, dass Wege zueinander zerstört werden können, was Auswirkungen auf das gesamte Weltgeschehen hat. Frieden, die Grundlage jeder wertschätzenden Kommunikation, entsteht im eigenen Herzen. Deshalb werde ich den (kostenfreien) Workshop morgen um 10 bis 11.30 Uhr zweiteilen: Wir schauen uns manche Aspekte von Kommunikation an und gehen zudem der Frage nach, was Herzkohärenz bedeutet und wie wir sie mit einer kleinen einfachen Übung rasch selbst herstellen können. Ich freue mich, wenn du mit am Start sein magst, einfach nur hier anmelden: : https://www.seelengarten-krokauer.de/#minis
Eine gelingende, freundliche und sonnige Woche dir!
Ein Gongschlag macht präsent. Wir können einen realen Gong bei uns nutzen, den Christoph selbst geschmiedet hat.


Geburtstag. Viele liebe Zeichen der Wertschätzung kommen an – von ganzem Herzen DANKE.
Ich starte in ein neues Jahrsiebt, das bedeutet, es kommen die Jahre, in denen ich die Summe meiner Erfahrungen in den Topf werfen kann. Manches wird sich verändern, wird klarer, bekommt mehr Struktur, das bahnt sich geraume Zeit schon an. Je weniger Sand in der Uhr ist, desto wesentlicher möchte man werden, seine Stunden nicht mehr mit Dingen verbringen, die vermeiden, dass man genau hinschaut. Witzig, dass ausgerechnet dann die Augen und Ohren schlechter werden, vielleicht weil die Einladung des Lebens darin besteht, nun Inventur im Inneren zu machen, mit dem Außen in eine Form des Friedens zu kommen, um sich irgendwann (im nächsten Jahrzehnt) aus dem Arbeitsleben zu verabschieden und nicht zuletzt dadurch sein Leben, soweit das machbar ist, noch einmal sehr tiefgreifend verändern.
Bis dahin freue ich mich über Grüße, Wünsche, Karten, Briefe, sage Herzensdank und bereite den Workshop für Dienstag vor, da gibt es ein kostenfreies Mini-Nautilus um 10 Uhr zum Thema „Kommunikation“, anmelden kannst du dich hier: https://www.seelengarten-krokauer.de/nautilus/
Ein sonniges Wochenende für dich!

Die Woche – bewegend. Eine kranke Mutter, deren Thema jedoch ihre jugendliche Tochter war, die ausrastet. Zu lange hat die Mutter vieles ungesund ertragen aus Angst, dass das Kind zum (aggressiven) Vater geht. Eine Jugendliche, die aus tiefer Depression herauskommt, sich ihr Leben zurückholt mit neuen Perspektiven, Vertrauen in sich selbst. Jemand mit Abgrenzung und Neinsagen am Arbeitplatz. Eine Frau, die am Mutterthema gearbeitet und erkannt hat, dass Loslassen in Liebe dran ist. Trauma, Erschöpfung. Fassungslosigkeit bei einem Geschäftsmann, der Mitarbeiter sucht, weil ambulante Pflege schwer ist und er nicht weiß, wie er seine Patienten betreuen soll ohne ausreichend versiertes Personal. Eine junge Frau auf dem Weg zur Selbstständigkeit, die private Themen aufräumt, um den Fokus ganz auf die neue Arbeit zu richten, eine Führungskraft, die an ihrer Selbstführung arbeitet.
So unterschiedlich ist die Welt, die sich auf zwei Stühlen in der Praxis trifft, die wie eine kleine geschützte Insel durch das All segelt und Raum hält für alles, was ist und alles, was angeschaut, bearbeitet und vielleicht ganz neu gegriffen und gestaltet werden mag. In Ruhe. Im eigenen Tempo, in machbaren Schritten. Ich bin unendlich dankbar für das Vertrauen der Menschen, die mit mir arbeiten und ihren Mut, dieses Leben zu einem guten und erfüllten zu machen. Ihr seid Wundertüten.
Entfaltung – Natur zeigt ohne Worte und Belehrung, wie das optimal verläuft.

Lieblingsmensch, ich lade dich von Herzen ein, dich so zu entfalten, wie es dir entspricht. Alles ist da, finde dein Tempo, das, was du als Nächstes tun magst. Hier ist dein Kompost, dein Boden, deine Sonne, dein Regen, alles andere erleben wir staunend und freudig mit.
Wunder Natur. Unglaublich. Stunden kann ich so etwas staunend bewundern.