Autor: Christine Krokauer

  • All Leben will Widerstand

    All Leben will Widerstand

     

    Was wärst du, Wind,

    wenn du nicht Bäume hättest

    zu durchbrausen;

    was wärst du, Geist,

    wenn du nicht Leiber hättest,

    drin zu hausen!

    All Leben will Widerstand.

    All Licht will Trübe.

    All Wehen will Stamm und Wand,

    dass es sich dran übe.

                Christian Morgenstern

    Danke an Stephanie für das Foto.

    gefällt mir  Was wärst du, Wind, wenn du nicht Bäume hättest zu durchbrausen; was wärst du, Geist, wenn du nicht Leiber hättest, drin zu hausen! All Leben will Widerstand. All Licht will Trübe. All Wehen will Stamm und Wand, dass es sich dran übe.             Christian Morgenstern Danke an Stephanie für das Foto.

  • Herzensarbeit

    Herzensarbeit

     

    Aufstellungssonntag. Es ist großartig, mit einem Team aufzustellen, das in vielen Jahren zusammengewachsen ist, viele hundert Aufstellungen miteinander gemacht hat. Wir halten einen Raum, in dem Menschen ihre tiefen Schicksalsfragen stellen können und das System antwortet. Ruhig, sicher, still, stärkend, auch wenn die Themen, die Menschen mitbringen, unglaublich komplex und tiefgreifend sind, teilweise Generationen überspannen. Diese Tage lassen uns erfüllt und gestärkt zurück.

    Derzeit ist viel los im Außen und innerhalb von Familien. Trennungen, schwere Krankheiten, die das gesamte Familienmobile durcheinanderwirbeln, beruflich heftige Herausforderungen, Kündigung, Auflösung. Angst zieht sich wie ein Kaugummi durch, der an Kleidung klebt und sich schwer lösen lässt. Manchem schlägt auch das herausfordernde Wetter aufs Gemüt, andere sind bleischwer müde.

    Wie immer es gerade in deinem Leben ist – mögen heute Sonnenstrahlen durch dein Herz tanzen und Leichtigkeit, Frohsinn und stille Heiterkeit mitbringen. Wenn Chaos das neue Normal ist, sind Flexibilität und innere Beweglichkeit mögliche Antworten. Hab einen lebendigen Rosenmontag.

    Theresa hat das wilde Wasser in Schweden im Bild festgehalten. Danke dafür!

    gefällt mir  Aufstellungssonntag. Es ist großartig, mit einem Team aufzustellen, das in vielen Jahren zusammengewachsen ist, viele hundert Aufstellungen miteinander gemacht hat. Wir halten einen Raum, in dem Menschen ihre tiefen Schicksalsfragen stellen können und das System antwortet. Ruhig, sicher, still, stärkend, auch wenn die Themen, die Menschen mitbringen, unglaublich komplex und tiefgreifend sind, teilweise…

  • Stärke mir das Schauen

    Stärke mir das Schauen

     

    Die Welt sie drohet zu betäuben

    Der Seele eingeborne Kraft;

    Nun trete du Erinnerung

    Aus Geistestiefen leuchtend auf

    Und stärke mir das Schauen

    Das nur durch Willenskräfte

    Sich selbst erhalten kann.

    Wochenspruch aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner.

    Treppenhaus im Goetheanum Dornach.

    gefällt mir  Die Welt sie drohet zu betäuben Der Seele eingeborne Kraft; Nun trete du Erinnerung Aus Geistestiefen leuchtend auf Und stärke mir das Schauen Das nur durch Willenskräfte Sich selbst erhalten kann. Wochenspruch aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner. Treppenhaus im Goetheanum Dornach.

  • Dien-Mut

    Dien-Mut

     

    Morgensterns Bild vom Strom der Zeit, in dem wir gleich Blumen schwimmen, unser Leben ein kurzer Augenaufschlag – er erinnert mich an die Tugend der Demut. Dien-Mut, die Kraft, sich mit allem, was man selbst ist und hat, in den Dienst des Lebens zu stellen, dem Leben zu dienen mit seinen Herausforderungen. Das Leben ist wirklich ein Wimpernschlag im Angesicht der Ewigkeit. Wie können wir in Anbetracht dieses Wissens so leben, dass unser Sein wie ein kleiner Sonnenstrahl in der Finsternis des Alls sein kann? Wo greifen wir hin und unterstützen, wenn wir sehen, dass jemand Hilfe braucht? Wo hören wir das Seufzen einsamer Menschen, das stille Sterben in der Natur und handeln in unserem kleinen Umfeld angemessen? Vielleicht müssen wir nicht auf den „großen Wurf“, den „Lebensruf“, den „Durchbruch“ warten, weil viele kleine Schritte, die wir in Güte, Freude, Liebe und Geduld tun, uns möglicherweise auf stille Pfade führen. Letztlich führen sie uns jedoch genau dahin, wo wir sein sollen – in unserem Leben mitten drin mit aller Wirkkraft, die uns möglich ist.

    Für alle Faschingsmenschen – habt frohe närrische Tage. Allen anderen ein feines Wochenende!

     

    Theresa hat die Polarlichter in Schweden fotografiert. Dankeschön!

     

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  • Der Strom der Zeit

    Der Strom der Zeit

     

    Unhemmbar rinnt und reißt

    der Strom der Zeit,

    in dem wir gleich verstreuten

    Blumen schwimmen,

    unhemmbar braust und fegt

    der Sturm der Zeit,

    wir riefen kaum,

    verweht sind unsre Stimmen.

    Ein kurzer Augenaufschlag

    Ist der Mensch,

    der ewige Kraft

    auf ihre Werke tut;

    ein Blinzeln –

    der Geschlechter lange Reihn,

    ein Blick –

    des Erdballs

    Werde und Verglut.

    Christian Morgenstern, 1871-1914

    Danke an Theresa für das Bild aus Schweden.

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  • Weise Systeme

    Weise Systeme

     

    Systeme sind weise. Dein Körper ist eines der unglaublichsten Systeme! Das feine Zusammenspiel von Neurotransmittern, Hormonen, der Arbeit deiner Mitochondrien, die hochkomplexen Vorgänge in den Organen – Wunder über Wunder. Grenzen wie Haut, Lunge, Darm spiegeln, wie wir mit uns und der Umwelt interagieren, uns etwas „einverleiben“, jemanden „gut riechen können“ und vieles mehr. Zahlreiche Symptome, die dem psychischen Bereich zugeordnet werden, haben handfeste körperliche Grundlagen. Das Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist ist faszinierend. Manchmal muss der Körper sprechen, weil wir auf andere Signale nicht achten.

    Viele Menschen machen vor einer längeren Urlaubsreise mit dem Auto einen Check in der Werkstatt. Wir vernachlässigen unsere Systemchecks gerne. Wie oft hältst du am Tag einen Moment inne, fragst den Körper, wie es ihm gerade geht, trinkst ein warmes Wasser, erlaubst der Seele, am offenen Fenster mit Blick in die Natur Stress loszulassen und über Atmung zu entspannen? Wie oft wird dein Geist mit Schönem genährt wie Musik, ein gutes Buch oder ein tiefer Austausch?

    Ich wünsche dir für Körper, Seele und Geist immer wieder Momente des Innehaltens und der Verbundenheit.

     

    Für ein bisschen Augenferien heute ein Foto von Theresa. Vielen Dank dafür.

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  • Sammelstunden

    Sammelstunden

    Der Mensch braucht Stunden, wo er sich sammelt und in sich hineinlebt.

    Albert Schweitzer

    Danke an Theresa für das Bornholm-Foto.

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  • Gibt es den großen Wurf

    Gibt es den großen Wurf

     

    Warten auf den großen Wurf – gibt es das Eine, was mich richtig erfüllt? Die Frage bewegen viele Menschen in Kopf und Herz. Manchmal ist das Außen komplex. Mit drei Schulkindern im Ausland unterwegs sein ist möglich. Die Frage ist: Will ich das aus welchen Gründen? Wie gehen die (vielleicht pubertären) Kinder damit um, dass sie aus ihrem Freundeskreis genommen werden? Wie löse ich den ethisch-moralischen Konflikt alt werdender Eltern, wenn ich von weit weg aus arbeiten will, zugleich aber im Notfall vor Ort sein möchte? Aus Kostengründen aufs Land ziehen und im Alter nur noch wegkommen, solange ich selbst noch Auto fahren kann? Handwerk oder Studium?

    Unzählige dieser Fragen wollen jeden Tag gelöst, gute Antworten gefunden und gelebt werden. Wir bebrüten ungelegte Zukunftseier oder glauben, nur weil jemand täglich vom tollen Leben auf dem Segelschiff bloggt und strahlende Kinder präsentiert, dass es nicht hinter den Kulissen genauso kracht wie in der eigenen Familie?

    Manchmal gibt es „den einen Wurf“, von klein an weiß jemand „Wenn ich groß bin, werde ich dieses und jenes“, machen das und sind damit fein. Manchmal gibt es viele kleine Glückswürfe, weil der Menschen her generalistisch aufgestellt ist und viele Dinge probiert und kann. Ab und an rudern wir wie verrückt – und bemerken es erst durch eine Frage von außen, dass wir an Land sind.

    Es gibt nicht DEN Weg zum guten Leben. Es gibt nur ein Bemühen um Antworten auf die Frage, was für dich persönlich das Gute, Wahre und Schöne ist. Was dein Herz zum Leuchten bringt, wo du den authentischen Weg wählst, der zu deinen Zielen führt. Kaum einer geht kerzengerade Wege, wir mäandern uns so durch den Lebensdschungel. Genießen wir die Etappen dieser Abenteuerreise. Das Ziel findet uns dann vielleicht entspannter. Was ist der kleine Schritt, den du heute wagen kannst?

    Einen freundlichen Donnerstag für dich.

     

    Das Foto ist von Stephanie, vielen lieben Dank!

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  • Anfang

    Anfang

     

    Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge.

    Cicero

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    Vorfreude ist wunderbar. Viele Menschen sehnen sich nach dem ersten Frühlingsgrün, nach Sonnenschein und hellerem Licht. Wir haben oft Grund zur Freude und Dankbarkeit. Im Alltag schwindet das, weil vieles wie selbstverständlich ist und wir mit Negativem belastet werden.

    Unrecht oder Dinge, die sehr falsch laufen, gefährlich sind oder ungeahnte Folgen haben können, von denen jemand weiß, müssen benannt, adressiert und dargestellt werden, das hat Schutzfunktion. Gemeint ist Flurfunk. Klatsch, Tratsch, Unterstellungen, ungesunde Koalitionen, die Menschen bilden, um besser dazustehen und die anderen, bewusst oder unbewusst, stark schaden.

    Jede Verletzung hat Konsequenzen und nimmt Betroffenen Lebensfreude.

    Was können wir heute zur Lebensfreude für uns und andere beitragen? Worauf freust du dich am meisten vor? Bei mir ist es die Vorfreude darauf, dass ich hoffentlich in 255 Tagen, wenn alles gut läuft, an meinen Kraftplatz fahren kann. In Gedanken laufe ich dort jeden Tag spazieren und freue mich.

     

    Ursulas Foto ist eine kleine Vorfreude auf die Kraft, die die Natur im Frühling zeigt. Dankeschön!

     

     

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