Autor: Christine Krokauer

  • Geh hinter!

    Geh hinter!

    Herr Winter geh hinter!

    Herr Winter
    geh hinter,
    der Frühling kommt bald!
    Das Eis ist geschwommen,
    die Blümlein sind kommen
    und grün wird der Wald.

    Herr Winter
    geh hinter,
    dein Reich ist vorbei.
    Die Vögelein alle,
    mit jubelndem Schalle,
    verkünden den Mai!

    Christian Morgenstern, 1871-1914

    Noch braucht es Geduld, ehe Blümlein kommen. Danke an Sigrid für das Schneeradfoto!

    gefällt mir Herr Winter geh hinter! Herr Winter geh hinter, der Frühling kommt bald! Das Eis ist geschwommen, die Blümlein sind kommen und grün wird der Wald. Herr Winter geh hinter, dein Reich ist vorbei. Die Vögelein alle, mit jubelndem Schalle, verkünden den Mai! Christian Morgenstern, 1871-1914 Noch braucht es Geduld, ehe Blümlein kommen. Danke…

  • Februar-Gedanken

    Februar-Gedanken

    Ihr Lieben,

    Vorfrühling

    Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
    an der Wiesen aufgedecktes Grau.
    Kleine Wasser ändern die Betonung.
    Zärtlichkeiten, ungenau,
    greifen nach der Erde aus dem Raum.
    Wege gehen weit ins Land und zeigens.
    Unvermutet siehst du seines Steigens
    Ausdruck in dem leeren Baum.

    Rainer Maria Rilke 1924

    Die meisten Menschen sagen, der Januar sei so schnell vorbeigeflogen, weil schon so viel war und die Welt sich gefühlt immer schneller dreht. Du kennst vermutlich das Yin- und Yang-Zeichen, oder? Ein Kreis, eine Hälfte schwarz mit weißem Punkt, die andere weiß mit schwarzem Punkt. Dreht man dieses Zeichen immer schneller, erlebt man zunächst verwirrende und doch klar zutage tretende grafische Muster und irgendwann steht das Bild gefühlt. Es wird alles still. Wir verlassen die Zone des immer schneller drehenden Chaos‘ und betreten das Feld der Ruhe und Einheit, in dem wir kreative Lösungen erarbeiten können. Wenn wir uns dieses Bild vor Augen führen, erkennen wir: Dinge, die immer schneller drehen, werden nicht mehr richtig greifbar, mit einem Mal springt unser Geist innerlich ins Feld – dort ist Ruhe und wir können an Lösungen auf Ebenen arbeiten, die vorher niemals denkbar waren.
    Für mich ist das eine wunderbare Ermutigung, wenn mich die Ereignisse in der Welt, in meinem Leben oder dem, was ich jeden Tag höre, sehe und erfahre, ängstigen, gar den Schlaf rauben. Ich weiß: da draußen ist ein Feld. Das steht jedem Lebewesen zur Verfügung. Es braucht Herzkohärenz (Verbindung unserer Herzkraft mit dem Denken) und den Mut, jenseits unserer Grenzen Schritte zu wagen. Oder wie es die Chaosforschung so treffend auf den Punkt bringt: At the edge of chaos, also auf der Kante von Chaos werden wir Menschen ruhig, kreativ und können Dinge, die wir niemals für möglich gehalten haben. Ist das nicht exakt das, was wir unter Wunder verstehen? Großartig!
    Herzliche Einladung zu Mut, Vertrauen, das immer schneller Drehen der Welt als direkten Weg zur Ruhe des Feldes nehmen und Humor, Gemeinschaft und Freundlichkeit nicht vergessen. Wir sind alle auf einer gewaltigen Abenteuerreise unterwegs. Gemeinsam schaffen wir das.
    Der Link für alle, die sich das Video anschauen möchten: https://www.instagram.com/reel/DTf-U35iL0k/

    Eure Herzwerker
    Christine und Christoph Krokauer

    Unsere Termine im Februar
    Am 3. und 10. Februar findet im Seminarraum der Alten Synagoge Kitzingen jeweils von 19 bis 20.30 Uhr der Kurs „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ statt – wie können wir leichter und mit mehr Freude durch den Alltag gehen und mit uns selbst liebevoller umgehen? Bitte direkt bei der VHS Kitzingen anmelden, hier der Link: https://www.vhs.kitzingen.info/kurs/neu-im-angebot/probier-s-mal-mit-gemuetlichkeit-vom-liebevollen-umgang-mit-mir-selbst/25H16128KT
    Am Samstag, 7. 2., lautet das Thema unseres für alle Interessenten offenen Onlineseminars gegen die Hektik unserer Zeit: „Stille“. Wer gern teilnehmen mag, kann sich über diesen Link anmelden: https://myablefy.com/s/SeelenGarten-Krokauer/np-em5
    Am Sonntag, 15. 2., ist Aufstellungstag! Wir haben noch einen Termin frei. Verbindlich sind ein Vor- und ein Nachgespräch, die Aufstellung ist mit dem festen Team (keine Zuschauer) online. Bitte schnell per Mail anfragen, damit wir schauen können, ob sich das Thema für eine Aufstellung eignet. Alle Aufstellungstermine 2026 und 2027 findest du auf der Homepage unter „Aktuelles – Aufstellungen“! Aufstellungen mit Kissen, Brett und Zetteln sind in der Praxis jederzeit möglich. Gern anfragen.
    Am 21. 2. werden wir uns in unserem Online-Seminartag mit der Einführung in die buddhistische Welt befassen. Das Seminar ist für alle Interessenten offen, Start 9 Uhr. Ende 16 Uhr. Hier der Anmeldelink: https://myablefy.com/s/SeelenGarten-Krokauer/np-s06
    Die angehenden Cardea-Coaches haben am 28. 2. und 1. 3. ihr fünftes Ausbildungswochenende. Thema ist „Traumasensibles Arbeiten“. Ich freue mich besonders auf dieses wichtige Thema!
    Am Samstag, 28. 2., ist der dritte Kursabend unseres für alle offenen Winterkurses mit dem Thema „Stärke für Körper, Seele und Geist – innere Struktur gestalten gegen Chaos im Außen“. Um uns innerlich neu einzunorden, zu stärken, der nervösen Hektik von außen Ruhe und Gelassenheit entgegenzusetzen, werden wir uns an vier Abenden von 19.30 bis 21 Uhr online treffen, um uns mit wunderbar kraftvollen Übungen für den Alltag und den Körper Kräftequellen zu erschließen. Wer die ersten Abende verpasst hat, kann dennoch gern mitreisen, die Inhalte der ersten Termine sind aufgezeichnet und online verfügbar. Der letzte Termin ist am 21. 3., immer 19.30-21.00 Uhr online. Anmeldung und genauere Infos hier: http://www.seelengarten-krokauer.de/aktuelles/#staerke

    Ausbildungs-Erweiterung im Coaching ab Herbst
    Die Zeiten sind gelinde gesagt krass, wir erleben sehr viel Umbruch und Hektik. Den Herausforderungen unserer Welt tragen wir durch unsere fundierten Ausbildungen Rechnung. Daher werden wir ab September unsere Coachingausbildung erweitern. Wir werden drei Ausbildungswochenenden zum Thema Systemisches Coaching dazunehmen, ein Wochenende wird sich mit Resilienz – Transformation befassen und das fünfte Zusatzwochenende vertieft die Integrale Arbeit nach Ken Wilber, wir schauen auf das Thema Metamoderne und arbeiten mit der Zukunft durch Herzkohärenz. Du bist an der Ausbildung interessiert? Dann bist du herzlich eingeladen, beim (kostenfreien) Kickstart am 26. 9. mit dabei zu sein! Alle Infos hier: http://www.seelengarten-krokauer.de/

    Kickstart Nautilus-Projekt am 26. September!
    Bereits zum fünften Mal starten wir in diesem Jahr mit einer Gruppe abenteuerlustiger Menschen auf der Suche nach Tiefe, Sinn und gutem Stand in der immer wilder werdenden Welt die Reise! Egal, ob du dein eigenes Potential bestimmen und ausloten magst, dich auf eine therapeutische Ausbildung einlassen magst oder eine Coachingausbildung suchst, die anders ist – hier bist du richtig. Alle drei Gruppen starten und gehen ein Jahr gemeinsam durch einen tiefen Potentialentfaltungsprozess – in 52 Wochenlektionen, 13 Seminartagen und unterstützt durch Buddys. Im 2. Jahr trennen sich die Wege. Die Potentialentfalter können noch acht Seminartage besuchen, die Therapeuten haben 12 Ausbildungswochenenden und acht Kurstage im zweiten Jahr am Start, die Coaches 11 Ausbildungswochenenden und acht Kurstage.
    Die Zeiten werden spürbar schneller, krasser, härter. Innere Unsicherheit, Angst generell und auch vor KI, nicht mehr runterfahren können kann jeder leicht an sich selbst wahrnehmen. Wie stelle ich mich gelassen hinein in dieses zunehmend unübersichtlicher werdende Chaos? Das finden wir gemeinsam heraus. Once in a lifetime – sei mit dabei. Alle Infos – Themen, Lehrplan, Ablauf, Kosten und Stimmen von bisherigen Absolventen findest du hier: http://www.seelengarten-krokauer.de/

    Seelchen können Türen öffnen und sind ein feines Geschenk
    Das Seelchen ist ein Gutschein für eine Coachingstunde, das kannst du herunterladen, ausdrucken und verschenken. Es wird erst nach dem Stattfinden der Stunde berechnet. Hier findest du das Seelchen: http://www.seelengarten-krokauer.de/klienteninfo/#seelchen

    Vorfreu-Information: Die Minis kommen wieder!
    Auch 2026 gibt es Mini-Nautilus-Termine. Dort bekommst du kompakte Essentials aus dem Nautilus-Projekt zum Kennenlernen. Jeder Termin gibt dir eine Übersicht und kleine brauchbare Tipps für deinen Alltag und ist kostenfrei. Hier die Termine und Themen:
    Gelingende Kommunikation: Mit dem Herzen lauschen und achtsam sprechen. 10. 3., 10 bis 11.30 Uhr
    I like to move it! Was motiviert dich jeden Tag aufs Neue, dein Bestes zu geben? 16. 6., 10 bis 11.30 Uhr
    The Power of No: Leichter Neinsagen lernen. 11. 8., 10 bis 11.30 Uhr.
    Anmeldung unter http://www.seelengarten-krokauer.de/#minis

    Im Krankheitsfall
    Wer krank ist, nehme seinen Termin bitte online wahr. Danke!

    Neues aus der Praxis
    Einsamkeit. Schwer begreifbare Reaktionen von Mitmenschen. Sich getriggert fühlen von Themen und nicht wissen, wie einem geschieht. Trennungen. Krasse körperliche und psychische Diagnosen. Massiver Streit innerhalb der Familie, oft zwischen Generationen oder den Partnern, unverstanden und nicht gesehen sein. Das ist grob die Überschriftenpalette der letzten vier Wochen.
    Ich sage es mal so: Es wird Zeit für Leichtigkeit, Wärme, Vertrauen, Erkennen von Möglichkeiten, wie wir die Welt, unsere Beziehungen zu uns selbst und anderen gut entwickeln können.
    Sei von Herzen willkommen mit deinen Themen. Hier ist ein ruhiger Herzraum, in dem du dich zeigen kannst, wie du bist. Ohne Wertung. Ohne Muss. Frei und klar.
    Termine: Am einfachsten geht es per Mail an christine@seelengarten-krokauer.de

    Neues aus dem Coaching
    Mega! Das Jahr begann gleich gut mit einem Führungskräfteteam im Kloster Himmelspforten mit meinem absoluten Lieblingsthema: Resilienz und Transformation. Wir hatten einen wunderbaren Tag mit praktischen Übungen und Tipps in wunderbarem Ambiente und mit köstlicher Verpflegung.
    Mit diversen Teams geht es 2026 um tolle Themen: Übergabe einer Unternehmung an die nächste Generation: Wie kann man diesen Prozess für alle Seiten gut und stressfrei gestalten? Wie stellen wir uns neu auf im Hinblick auf die Veränderungen in der Arbeitswelt? Wie können wir aus einem hierarchischen System ein funktionierendes Team-System entwickeln?
    Im Einzelcoaching geht es um Lernschleifen (Lernen aus Fehlern auf kluge Weise!), Entdecken von Flow und das Erarbeiten von innerer Stille und Kraft.
    Besonders schön ist es, wenn Menschen sich neu aufstellen, sei es durch einen anderen Arbeitsplatz oder nach einer Trennung, wir das Koordinatensystem der Zukunft gemeinsam gestalten und andere Schwerpunkte möglich werden als zuvor. Die Begleitung auch über einen längeren Zeitraum ist fast wie ein Trainingsprogramm. Lebensschule meets Hirnforschung, Lebensfreude und Humor! Wer sich auch Begleitung wünscht – gern melden. Bitte einfach eine Mail senden an christine@seelengarten-krokauer.de

    Terminvereinbarungen für die Praxis/Coaching
    Bitte per Mail an christine@seelengarten-krokauer.de
    Ansonsten bitte gern auf den AB sprechen, DANKE. Termine nur nach Vereinbarung!
    Foto: Stephanie Heger

    gefällt mir Ihr Lieben, Vorfrühling Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung an der Wiesen aufgedecktes Grau. Kleine Wasser ändern die Betonung. Zärtlichkeiten, ungenau, greifen nach der Erde aus dem Raum. Wege gehen weit ins Land und zeigens. Unvermutet siehst du seines Steigens Ausdruck in dem leeren Baum. Rainer Maria Rilke 1924 Die meisten Menschen…

  • Schreibtage

    Schreibtage

    Das Wetter beschert Schreibzeit. Viele Skripten werden derzeit aktualisiert, Vorträge, Seminare und Workshops vorbereitet. Manche Klienten haben ihre Termine wegen des Wetters verlegt, die nächsten Wochen werden dadurch eher sportlich.

    Durch das Schreiben wird mir bewusst, wie stark viele Erfahrungsjahre in die Arbeit einfließen und dass es heute oft deutlich mehr Studien, Bücher, Wissen gibt, die als theoretisches Fundament wesentlich sind.

    Die Arbeitsweise scheint sich zu verschieben. Menschen wünschen sich intensivere Begleitung, fast wie Personal Trainer im Sport. An Termine in Arztpraxen wird vorab mehrmals per Mail erinnert, weil die Erfahrung zeigt, dass vereinbarte Termine nicht eingehalten werden. Ich fürchte, dass wir Gehirne zu ungesunder Bequemlichkeit erziehen, wenn wir erwachsenen Menschen ein Memo schicken, ob sie genug getrunken haben. Einerseits fordern die Welt Zunahme im Bereich Verantwortung, andererseits bedienen wir durch so ein Erinnerungsverhalten das Gegenteil. Wenn so ein Memotraining (das man auch durch einen Küchenwecker erledigen könnte) dazu dient, dass erstmal Mikroroutinen installiert werden als Basis für weitere auf anderen Ebenen, kann ich mitgehen. Zu viele Feldversuche dieser Art sollten es nicht werden – Bequemlichkeit lernt sich schneller als Grit.

    Allen einen freundlichen Jupitertag.

    Um solche Ausblicke zu genießen, muss man vorher ausdauernd hochgestiegen sein – Maike macht das immer wieder gern und hat tolle Fotos im Gepäck für alle Flachlandmenschen. Dankeschön!

     

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  • Soso

    Soso

    In der Aufstellung unserer Grundsätze sind wir strenger als in ihrer Befolgung.

    Theodor Fontane

    Was für ein Wunder sind Bauwerke mitten in den Bergen. Für müde Wanderer ist das ein Moment der Freude. Maike hat das Bild gemacht, Danke!

    gefällt mir In der Aufstellung unserer Grundsätze sind wir strenger als in ihrer Befolgung. Theodor Fontane Was für ein Wunder sind Bauwerke mitten in den Bergen. Für müde Wanderer ist das ein Moment der Freude. Maike hat das Bild gemacht, Danke!

  • Kleinod

    Kleinod

    Basel hat (im Totengässlein1!) ein Kleinod – das Pharmaziemuseum der Universität Basel, eine sehr umfangreiche Sammlung zur Geschichte der Pharmazie. Medikamente, Laborutensilien, Mikroskope, Apothekenkeramik, ganze Apotheken und Alchemistenlabor (das Bild zeigt die Mörsersammlung darin)! Eine Entdeckungsreise der besonderen Art, bei der wir dankbar sind, dass manche chirurgischen Instrumente nicht mehr im Einsatz sind. Das Haus „Zum vorderen Sessel“ ist ebenfalls etwas Besonderes, dort gingen Theophrast Bombastus von Hohenheim, Paracelsus genannt, und Erasmus von Rotterdam einst ein und aus.

    Es ist faszinierend, sich mit der Geschichte der Medizin (die auch eine Geschichte der Chemie, Biologie, Physik und Metaphysik ist) zu befassen unter dem Aspekt: Was bedeuten „Heil-Kunst“ und „Heil-Kunde“? Was heilt einen Menschen und wessen muss man kundig sein in diesem Bereich?

    Ich bin keine Ärztin, sondern habe eine Praxis für Heilpraktiker, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie (so der offizielle Titel), dennoch bewegt oft mich der untrennbare Zusammenhang von Körper, Seele und Geist sowie ein Ausspruch über die Ärztin Ita Wegman über den „Mut des Heilens“. Sauerbruchs These, dass es um Beziehung zwischen Menschen geht, finde ich grundlegend für alle, die mit und für Menschen arbeiten.

    Einen schönen Wochenteilungstag mit der Kraft des Merkurs für dich!

    gefällt mir Basel hat (im Totengässlein1!) ein Kleinod – das Pharmaziemuseum der Universität Basel, eine sehr umfangreiche Sammlung zur Geschichte der Pharmazie. Medikamente, Laborutensilien, Mikroskope, Apothekenkeramik, ganze Apotheken und Alchemistenlabor (das Bild zeigt die Mörsersammlung darin)! Eine Entdeckungsreise der besonderen Art, bei der wir dankbar sind, dass manche chirurgischen Instrumente nicht mehr im Einsatz sind.…

  • Von Mensch zu Mensch

    Von Mensch zu Mensch

    Die Medizin ist eine Naturwissenschaft. Aber das Arzttum ist keine Naturwissenschaft, sondern das Arzttum ist das Letzte und Schönste und Größte an Beziehungen von Mensch zu Mensch. Das Arzttum ist das Königliche. Die Naturwissenschaften sind die Minister dieses Königs, die dienen müssen und nicht herrschen dürfen.

    Ferdinand Sauerbruch, 1875-1951

    Wer glaubt, dass das der Garten einer Klinik ist? Und doch ist es so – ein Blick in den Garten der Klinik Arlesheim.

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  • Anders

    Anders

    Schnee. Ich erinnere mich an die Kindheit. Wir hatten Skier im Keller. Die nutzten wir fast jedes Jahr (Flachland!!!), um vom Dorfhügel Schussabfahrten zu machen. Schlittschuhe hatten wir in allen Größen, weil der Weiher fast in jedem Winter zugefroren war. Erwachsene fuhren langsam mit den Autos oder waren wie unser Vater, der Special Schneediving vermutlich erfunden hat und uns Kinder damit zu Tode ängstigen konnte, wenn wir kreischend – es gab noch keine Sicherheitsgurte – im Fond umherflogen. Schneeschippen mehrmals am Tag war oft Kinderaufgabe. Wir hatten Wollhandschuhe und Lederstiefel, die sorgsam mit Zeitungspapier ausgestopft und abends eingefettet wurden. Wasserfeste Kleidung gab es nicht. Wollsocken waren nicht empfindlich. Wir stolperten auf dem Weiher über eingefrorene Wurzeln. Hände bizzelten, wenn sie auftauten, Backen wurden feuerrot. Das Beste gegen Kälte war klar aufgewärmtes Rotkraut mit Bergen Kartoffelbrei, während die Socken vor dem Kamin tropften. Es war unromantisch, weil wir schlimm kalte Zehen hatten und die Wurzelbürste in die Hand bekamen – schrubben macht warm. Im Bett die grauenhaft heißen Kupferwärmflaschen, die man niemals mit der bloßen Haut berühren durfte, tonnendicke Federbetten darüber. Und heute? Hängen immer noch sehr lange Eiszapfen an den Straßenlaternen und rutschen Berge Schnee krachend vom Dach.

    Sigrids Mülltonnen tragen Schneemützen. Danke für dein Bild von gestern!

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  • Aufstehen

    Aufstehen

    Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen?

    Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799

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  • Fokus halten

    Fokus halten

    Der Winter kehrt zurück mit Schnee und darauf Regen. Déjà-vu zu vor 14 Tagen. Selbst kurze Fahrwege können gefährlich werden, daher verlege ich Kliententermine lieber. Manchen Menschen macht das Fahren bei solchem Wetter nichts aus, sie sind das gewohnt. Ich überlasse es jedem, was sich für ihn sicher und machbar anfühlt.

    In dieser Woche ist der Januar schon vorbeigeflogen! Für die meisten Menschen hatte er es in sich, viele herausfordernde Situationen gab es schon – für die Menschen persönlich und in der Welt. Mir zeigt es, wie wesentlich es ist, dass wir immer wieder zurückkehren in unsere innere Mitte, aus der wir viele Male am Tag herausfallen in Überforderung, Aufregung und Unsicherheit. Vielleicht wird es Zeit, dass wir uns alle gute kleine Alltagsroutinen antrainieren, um uns für weitere elf herausfordernde Monate gut einzumitten. Den Tag in Ruhe starten ohne frühes Schauen auf Bildschirme aller Art. Länger aus- als einatmen. Viel frische Luft, Bewegung und Fernhalten von Stress auslösenden Menschen. Aussortieren, was einen belastet, nicht mehr trägt. Weniger Ballast, weniger unerledigte Berge, mehr Atmen, Loslassen und Fokus darauf, was von uns wirklich getan werden muss. Am Abend Bildschirm aus. Gedanken aus dem Kopf schreiben. Rückschau halten, offene Loops schließen, an dankbare Momente denken, einen Tee trinken, sich ein Abendritual angewöhnen und lieber schlafen anstelle sinnfreien Konsums von Medien. Kleine machbare Dinge ergeben am Ende des Jahres einen massiven Unterschied.

    Mir hilft mein neues Poster von Jwala Gamper (SignShop), das direkt vor meiner Nase am Schreibtisch hängt – mein Jahrestrainingsmotto. Nach 26 Tagen kann ich sagen: es wirkt!

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  • Seelenfeuer gegen Weltenkälte

    Seelenfeuer gegen Weltenkälte

     

    In winterlichen Tiefen

    Erwarmt des Geistes wahres Sein

    Es gibt dem Weltenscheine

    Durch Herzenskräfte Daseinsmächte

    Der Weltenkälte trotzt erstarkend

    Das Seelenfeuer im Menscheninnern.

    Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner (und wieder einmal überraschend passend).

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