Author page: Christine Krokauer

Kommst du mit an Bord?

Die Kabelrolle für Glasfaser ist gelegt. Jetzt sind wir gespannt, WANN die Kabel kommen werden. Ich finde das grandios, wie die Leitungen durch die Erde ins Haus vorgeschoben werden. Zum Glück haben wir sehr genaue Angaben zur Lage aller Leitungen, das macht es einfacher, Häuser mit Bodenplatte sind offenbar eine Herausforderung.

Ich freue mich auf einen meiner absoluten Lieblingskurstage im Nautilusprojekt, bei dem es um Spiritualität gehen wird. So langsam formt sich auch die Gruppe, die im September mit uns in See stechen will, wir freuen uns über Mitreisende! Ende Juli endet unser Paarangebot, anmelden kann man sich generell bis September, am 12. August ist nochmal ein Mini-Nautilus mit Schnuppermöglichkeit zum Thema „Kunst des Neinsagens“. Alle Infos findest du hier: www.seelengarten-krokauer.de/nautilus/

Wir wünschen euch ein gutes Wochenende zur Erholung und Regeneration von Körper, Seele und Geist. Bei allem, was gerade los ist, braucht es Ruhe, Abstand vom Getöse des Alltags und Erdung.

 

Dr. Wald und Dr. Garten – die Garanten für Erholung, Erdung und neu Einmitten.

Wertvoll

Es ist gewiss wertvoll, wenn der Mensch auch ein Herz hat und nicht bloß Gedanken. Aber das Wertvollste ist, wenn die Gedanken ein Herz haben.

Rudolf Steiner

Murphys Law

Self care week im Klinikum Main Spessart, Thema Burnout vorbeugen. Wider Erwarten war die B 8 befahrbar zwischen Autobahn und Lohr. Kein Parkplatz rund ums Klinikum weit und breit. Baustellen ohne Ende, Chaos auf der Straße, Busse wollen durch. Das Parkhaus am Krankenhaus geschlossen wegen Bauarbeiten. Das Navi fällt aus. Einbahnstraße. Ein Parkplatz. Eine Lücke, ich fahre hin, löse einen Parkschein, Mist, nur bis 12.55 Uhr möglich, mein Vortrag geht bis 13 Uhr. Ich muss auf mein Glück hoffen. Wenig Interesse an diesem Thema, die meisten Mitarbeiter genießen die Mittagspause in der Sonne. Dennoch anregender Austausch und Fragen rund um das Thema. 13.10 Uhr Zurück auf dem Parkplatz. 55 Euro Strafzettel und Verwarnung, weil auf Behindertenparkplatz geparkt. Ich bin geschockt, ich würde nie auf einem Behindertenparkplatz parken, es sei denn, mein Bruder ist mit dabei. Ein Mann sagt mitfühlend: „Ist mir auch hier schon passiert, wenn Sie rausfahren, sehen Sie die Reste der Kennzeichnung mit weißer Farbe auf dem Kopfsteinpflaster aufgemalt.“ Ich fahre aus der Lücke, von einem Bus seitlich engstens eingequetscht, kein Rollstuhlfahrer hätte hier einsteigen können und ich habe einen Fiat Panda, also kein Fahrzeug mit Überbreite. Mit mega viel Phantasie kann man aus den weißen Teilchen ein Behindertenzeichen rekonstruieren. Zwar habe ich es dank Dauerlauf geschafft, innerhalb der 15 Minutenfrist, am Parkplatz zu sein, genutzt hat das nichts. Als Pflegende eines Schwerstbehinderten blockiere ich niemals freiwillig einen speziell markierten Parkplatz, ein Schild konnte ich nicht erkennen und weiße Fetzen auf dem Boden interpretierte ich bisher nicht auf ihre Form hin. Das ist seit heute anders. Also aufgepasst. Weiße Flecken auf Kopfsteinpflaster können massive Warnhinweise sein. Achte auf die Zeichen, die das Universum dir sendet! Naja, falls du sie überhaupt bemerkst.

 

Lieber viele Schilder, dafür eindeutig. Danke Theresa, für dein Foto vom Jakobsweg.

Pausenzeichen

Wenn du denkst, dass du noch ein bisschen weitermachen kannst, hast du die notwendige Aufforderung, Pause zu machen, die dein System dir geschickt hat, nicht gehört.

Einfach mal die Natur genießen. Wer wandert, tut das auf besondere Weise. Theresa hat das Foto auf dem Jakobsweg gemacht, vielen Dank dafür.

Gesunde Schönheit

Griechischer Bergtee – in unseren Breiten (und Höhen) wird er nicht so groß wie in seiner Heimat, er gehört zu unseren Lieblingstees. Viele Pflanzen haben wir davon im Garten und lieben seinen speziellen Geschmack. Vor Jahren habe ich ihn in einem Seminar das erste Mal getrunken, mitgebracht von einer Mitarbeiterin aus ihrer griechischen Heimat und war sofort begeistert. Er ist nicht nur fein im Geschmack, sondern hilft uns bei Stress, der Verdauung, dem Immunsystem sowie unserem Gehirn, fit zu bleiben. Wir wechseln hier unsere täglichen Teesorten auch unter dem Wirkaspekt, in diesen Zeiten sind das Tulsi und griechischer Bergtee, um besser mit den Anforderungen des Tages umzugehen und auch mit den Wetterwechseln, der Bruder mag gern Hibiskustee wegen der tollen Farbe und Eisenkrauttee, weil Verveine einfach Freude pur vermittelt.

Dran denken – wer sich einen Tee aufgießt, bitte abdecken beim Ziehen lassen, damit die ätherischen Öle nicht verlorengehen. In Ruhe genießen und die Abwechslung feiern, denn Pfarrer Kneipp fand nicht zu Unrecht: „Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“. Meistens sogar recht viele. Ein Wissen, das in unserer Zeit erst wieder erarbeitet sein mag. Bis vor wenigen Jahrzehnten gab es außer Heilkräutern in der Volksheilkunde nicht viele Möglichkeiten, um gesund zu bleiben oder wieder zu werden.

Momente des Atmens

Derzeit ist so viel los an Chaos, krassen Vorkommnissen und Wetterwechsel, Katastrophenmeldungen verschiedener Art. Manchmal mag man mit einer Tasse Tee irgendwo sitzen, nichts mehr hören und sehen, nur atmen, der Kopf darf zur Ruhe kommen, der Rest der Welt hört einfach mal für ein paar Stunden auf mit der Show. Danach gern wieder, doch wir alle brauchen immer wieder mal einen Moment des „ich muss gar nix“, am besten regelmäßig. Selbstständige mit Schwerstpflegefall müssen, vor allem wenn der Patient gerade grenzwertig schwer erkrankt ist, schauen, wie sie die Bude rocken und gleichzeitig nicht die Nerven verlieren. Klappt besonders gut, wenn man nachts auch noch 10 Mal raus muss 36 Jahre nach dem letzten Baby 🙂 Also ein Übefeld vom Feinsten.

Learning = slow down. Eines nach dem anderen. Mensch vor Sache und Patient vor Leuten, die sich selbst gut versorgen können. Mein Tee und ich neben dem Patienten mit Blick auf den Bildschirmschoner, der die Eilenriede in Hannover zeigt. Einfach nur grün, still und nix los. Angenehme Minuten lang. Hab einen schönen Wochenteilungstag.

 

Dieter hat das Foto gemacht, bei dem unweigerlich „die blauen Berge“ aufsteigen. Danke für dein Bild.

Wege

Der Weg ist das Ziel. Eine Lektion, für die man durchaus Jahrzehnte brauchen kann.

Anna schickt das Foto von ihrer Vogesenwanderung. Dankeschön!

Unverbindlichkeit kann nerven

Nix wars mit dem Gartenbau. Verschoben um zwei Wochen, weil sich vorherige Projekte verzögert haben. Hoffen wir, dass in zwei Wochen das Wetter auch baufreundlich ist. Dafür buddeln Bauarbeiter die Straße auf für Glasfaser. In die Straße, nicht ins Haus. Immerhin.

Termine, die sich verschieben, Dinge, die nicht funktionieren und einen Rattenschwanz an anderen Verlegungen mit sich bringen – unsere Unverbindlichkeit ist anstrengend. Wir benachrichtigen Menschen nicht mehr rechtzeitig, eingeplante Urlaube können dann nicht einfach schnell mal um 11 Uhr morgens zwei Wochen nach hinten verlegt werden, wenn man bei einem Anruf, wo die Mannschaft bleibt, erfährt, dass sie gar nicht kommt, ups, erst in zwei Wochen, und so weiter.

Klar kommen Verschiebungen vor. Das, was nicht sein sollte, ist mangelnde Kommunikation. Solche Gespräche sind vielleicht nicht immer positiv und erfreulich, doch notwendig. Manchmal machen wir an der falschen Stelle den Mund sehr weit auf und an anderer Stelle halten wir ihn aus Angst vor einem Anschiss.

Termine dürfen sich verschieben und wir dürfen das kommunizieren. Ruhig, höflich. Es ist, wie es ist. Auch Nichthandeln hat Konsequenzen.

Einen kraftvollen Marstag für dich.

Wochenvorschau

Es wird eine spannende Woche. Heute kommt der Bagger, ein Teil des Gartens wird umgestaltet für den Aufbau eines Gewächshauses. Nachdem wir zwei Jahre lang wegen Aquaponik überlegt haben, fiel vor einigen Monaten die Entscheidung für das Gewächshaus ohne Fische. Das braucht gute Fundamente, die Grundlage sind Hochbeete, weil das im Alter dann einfacher zu bewirtschaften sein wird. Wir sind froh, dass es diese Woche nicht so heiß werden soll, das erleichtert die Arbeiten draußen enorm.

In der Praxis ist einiges los, ich werde bei einem Klinik-Gesundheitstag über Burnoutprophylaxe sprechen. Am Samstag freue ich mich auf einen schönen Kurstag. So hat jeder Tag etwas, auf das wir uns freuen und was auch Herausforderungen in ausreichender Menge bietet. Hoffen wir, dass alles gut klappt, dann sind wir am Sonntag froh über das Geschaffte und bis dahin schauen wir, was von Tag zu Tag geht.

Allen einen freundlichen Wochenstart!

 

Weltendenken naht

An Sinnesoffenbarung hingegeben

Verlor ich Eigenwesens Trieb

Gedankentraum, er schien

Betäubend mir das Selbst zu rauben

Doch weckend nahet schon

Im Sinnenschein mir Weltendenken.

Der Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner

Wochenrückblick

Die Woche gab es einige Termine im Außen, darunter das Coaching mit einem Kindergartenteam. Ich darf die Gruppe seit einigen Jahren begleiten. Das Beeindruckende daran ist das innere Wachstum und es gibt null Fluktuation. Keiner will dieses toll aufgestellte Team verlassen, weil sie reflektieren können, schwere Themen mutig ansprechen, sich fachliches Feedback und Wissen einholen und nun langsam den Generationenwechsel in der Leitung aufbauen. Das Team ist altersgemischt, jeder hat das gleiche Mitspracherecht, kann seine Ideen, Gedanken, Sorgen und Nöte einbringen. Wenn ich vom Coaching heimfahre, habe ich fast eine Stunde Fahrzeit durch eine wunderschöne Landschaft, Dieses Mal war gerade Sonnenuntergang über den Feldern. Wunderschön.

Der Abend in der Alten Synagoge war bewegend, weil alle berichtet haben, wie viel Spaß sie daran hatten, mal aufzuschreiben, was ihnen wirklich Freude macht im Leben. Wir sind da so erstaunt, dass das kleine Dinge sind: das Aufblühen einer Sonnenblume, die man vor Wochen als Samenkorn eingepflanzt hat, das Vogelkonzert, Abend- und atemberaubende Nachthimmel. Wir sind eingeladen, diese kleinen Dinge jeden Tag bewusst zu feiern. SIE machen den Unterschied, nicht der Lottogewinn. Wenn ich morgens aufstehen und meinen Tag gestalten kann, ist das ein Geschenk! Wenn mir Menschen begegnen, mit denen Austausch möglich ist – Geschenk. Ein Lächeln beim Bäcker – Geschenk. Die Wasserkaraffe für die Bauarbeiter und der Sonnenschirm – sie freuen sich, weil ihre Arbeit im Moment unglaublich hart ist.

Ich wünsche dir ein Wochenende voller glückseliger Kleinigkeiten, Sternenhimmel und Freundlichkeit in dir.

Bei diesem Wetter danke ich jeden Tag den Vorfahren, die herausgefunden haben, wie man aus dieser zauberhaften Feenpflanze herrliche Leinenkleidung macht, die im Sommer so schön kühlt.

Rätselfrage

Ein Treppenhaus mit Kunst und Geschichte im Haus Friedwart. Wer mag hier wohl über die Jahrzehnte mit welchen Gedanken die Stufen hinauf und hinab gegangen sein?

Bildungspriorität

 

Ich glaube, die wichtigste Bildung, die wir haben können, ist Herzensbildung. Es ist nicht relevant, ob jemand nach der 10. Klasse Hauptschule eine Ausbildung gemacht, seinen Gesellen, vielleicht den Meister und nun zufrieden seiner Arbeit nachgeht oder das Abitur geschafft, studiert hat und sein Brot verdient. Jeder Abschluss verdient Respekt und Wertschätzung, egal ob Handwerk oder anderes. Jede Fortbildung, die Menschen auf sich nehmen neben ihrem Alltag her, ist eine tolle Entwicklung, die sie gemacht haben. Der Erwerb von Wissen ist ein lebenslanger Prozess.

Was nutzt jedoch alles Wissen, wenn ich es nicht zum Wohl des Lebens, der Welt einsetze? Was nutzt mir ein Abschluss, wenn ich nicht durch mein alltägliches Verhalten Verantwortungsbewusstsein und Reife zeige? Was ist ein Diplom wert, wenn ich glaube, dass Menschen mit anderen Wegen im Leben underdogs sind?

(Gast) Freundschaft, Offenheit, Wärme, Gemeinschaftssinn, Schutz der Natur, Feier des Lebens, Dankbarkeit erfahre ich an Orten, an denen ich anderes vermuten könnte aufgrund der Lebensumstände. Herz schlägt Titel, denn letztlich geht es im Leben nicht um die Frage, wie hoch man steigen kann, sondern WIE man seinen Weg geht. Mit Werten, authentisch, klar, freundlich? Oder anders? Jeder, der liebevoll mit sich und anderen Menschen und Dingen umgeht, ist ein Meister.