Autor: Christine Krokauer

  • Kleinod

    Kleinod

    Basel hat (im Totengässlein1!) ein Kleinod – das Pharmaziemuseum der Universität Basel, eine sehr umfangreiche Sammlung zur Geschichte der Pharmazie. Medikamente, Laborutensilien, Mikroskope, Apothekenkeramik, ganze Apotheken und Alchemistenlabor (das Bild zeigt die Mörsersammlung darin)! Eine Entdeckungsreise der besonderen Art, bei der wir dankbar sind, dass manche chirurgischen Instrumente nicht mehr im Einsatz sind. Das Haus „Zum vorderen Sessel“ ist ebenfalls etwas Besonderes, dort gingen Theophrast Bombastus von Hohenheim, Paracelsus genannt, und Erasmus von Rotterdam einst ein und aus.

    Es ist faszinierend, sich mit der Geschichte der Medizin (die auch eine Geschichte der Chemie, Biologie, Physik und Metaphysik ist) zu befassen unter dem Aspekt: Was bedeuten „Heil-Kunst“ und „Heil-Kunde“? Was heilt einen Menschen und wessen muss man kundig sein in diesem Bereich?

    Ich bin keine Ärztin, sondern habe eine Praxis für Heilpraktiker, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie (so der offizielle Titel), dennoch bewegt oft mich der untrennbare Zusammenhang von Körper, Seele und Geist sowie ein Ausspruch über die Ärztin Ita Wegman über den „Mut des Heilens“. Sauerbruchs These, dass es um Beziehung zwischen Menschen geht, finde ich grundlegend für alle, die mit und für Menschen arbeiten.

    Einen schönen Wochenteilungstag mit der Kraft des Merkurs für dich!

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  • Von Mensch zu Mensch

    Von Mensch zu Mensch

    Die Medizin ist eine Naturwissenschaft. Aber das Arzttum ist keine Naturwissenschaft, sondern das Arzttum ist das Letzte und Schönste und Größte an Beziehungen von Mensch zu Mensch. Das Arzttum ist das Königliche. Die Naturwissenschaften sind die Minister dieses Königs, die dienen müssen und nicht herrschen dürfen.

    Ferdinand Sauerbruch, 1875-1951

    Wer glaubt, dass das der Garten einer Klinik ist? Und doch ist es so – ein Blick in den Garten der Klinik Arlesheim.

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  • Anders

    Anders

    Schnee. Ich erinnere mich an die Kindheit. Wir hatten Skier im Keller. Die nutzten wir fast jedes Jahr (Flachland!!!), um vom Dorfhügel Schussabfahrten zu machen. Schlittschuhe hatten wir in allen Größen, weil der Weiher fast in jedem Winter zugefroren war. Erwachsene fuhren langsam mit den Autos oder waren wie unser Vater, der Special Schneediving vermutlich erfunden hat und uns Kinder damit zu Tode ängstigen konnte, wenn wir kreischend – es gab noch keine Sicherheitsgurte – im Fond umherflogen. Schneeschippen mehrmals am Tag war oft Kinderaufgabe. Wir hatten Wollhandschuhe und Lederstiefel, die sorgsam mit Zeitungspapier ausgestopft und abends eingefettet wurden. Wasserfeste Kleidung gab es nicht. Wollsocken waren nicht empfindlich. Wir stolperten auf dem Weiher über eingefrorene Wurzeln. Hände bizzelten, wenn sie auftauten, Backen wurden feuerrot. Das Beste gegen Kälte war klar aufgewärmtes Rotkraut mit Bergen Kartoffelbrei, während die Socken vor dem Kamin tropften. Es war unromantisch, weil wir schlimm kalte Zehen hatten und die Wurzelbürste in die Hand bekamen – schrubben macht warm. Im Bett die grauenhaft heißen Kupferwärmflaschen, die man niemals mit der bloßen Haut berühren durfte, tonnendicke Federbetten darüber. Und heute? Hängen immer noch sehr lange Eiszapfen an den Straßenlaternen und rutschen Berge Schnee krachend vom Dach.

    Sigrids Mülltonnen tragen Schneemützen. Danke für dein Bild von gestern!

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  • Aufstehen

    Aufstehen

    Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen?

    Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799

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  • Fokus halten

    Fokus halten

    Der Winter kehrt zurück mit Schnee und darauf Regen. Déjà-vu zu vor 14 Tagen. Selbst kurze Fahrwege können gefährlich werden, daher verlege ich Kliententermine lieber. Manchen Menschen macht das Fahren bei solchem Wetter nichts aus, sie sind das gewohnt. Ich überlasse es jedem, was sich für ihn sicher und machbar anfühlt.

    In dieser Woche ist der Januar schon vorbeigeflogen! Für die meisten Menschen hatte er es in sich, viele herausfordernde Situationen gab es schon – für die Menschen persönlich und in der Welt. Mir zeigt es, wie wesentlich es ist, dass wir immer wieder zurückkehren in unsere innere Mitte, aus der wir viele Male am Tag herausfallen in Überforderung, Aufregung und Unsicherheit. Vielleicht wird es Zeit, dass wir uns alle gute kleine Alltagsroutinen antrainieren, um uns für weitere elf herausfordernde Monate gut einzumitten. Den Tag in Ruhe starten ohne frühes Schauen auf Bildschirme aller Art. Länger aus- als einatmen. Viel frische Luft, Bewegung und Fernhalten von Stress auslösenden Menschen. Aussortieren, was einen belastet, nicht mehr trägt. Weniger Ballast, weniger unerledigte Berge, mehr Atmen, Loslassen und Fokus darauf, was von uns wirklich getan werden muss. Am Abend Bildschirm aus. Gedanken aus dem Kopf schreiben. Rückschau halten, offene Loops schließen, an dankbare Momente denken, einen Tee trinken, sich ein Abendritual angewöhnen und lieber schlafen anstelle sinnfreien Konsums von Medien. Kleine machbare Dinge ergeben am Ende des Jahres einen massiven Unterschied.

    Mir hilft mein neues Poster von Jwala Gamper (SignShop), das direkt vor meiner Nase am Schreibtisch hängt – mein Jahrestrainingsmotto. Nach 26 Tagen kann ich sagen: es wirkt!

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  • Seelenfeuer gegen Weltenkälte

    Seelenfeuer gegen Weltenkälte

     

    In winterlichen Tiefen

    Erwarmt des Geistes wahres Sein

    Es gibt dem Weltenscheine

    Durch Herzenskräfte Daseinsmächte

    Der Weltenkälte trotzt erstarkend

    Das Seelenfeuer im Menscheninnern.

    Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner (und wieder einmal überraschend passend).

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  • Weise Systeme

    Weise Systeme

    Der Kopf raucht. Die Unterrichtseinheiten zur systemischen Arbeit werden von mir derzeit intensiv überarbeitet. 16 Jahre Erfahrung können nun einfließen, das Aufstellen hat sich gewandelt, ist anders geworden und braucht deshalb auch eine neue sprachliche Form der Vermittlung. Nachdem Jahr 1 der Therapeutenausbildung schon neu gestaltet ist, bin ich gerade über den Skripten und Inhalten zu Jahr 2. Die Welt hat sich gewandelt, Themen, Erkenntnisse und Wissen sind auch ihre Entwicklungswege gegangen und alles findet seinen Niederschlag im neu Ergreifen. Das ist aufwändig und macht jede Menge Freude. Es bedeutet, „Altes“ auf den Prüfstand zu stellen, loszulassen, was nicht mit in die Zukunft gehen wird und neu zu gestalten, was mitgehen mag. Neue Sichtweisen, Erfahrungen, das Erleben hunderter Aufstellung, ob im Einzelsetting mit Kissen, Zetteln, Figuren oder mit dem großen Team bringt andere An- und Einsichten.

    Heute ist ein Schreibtag. Sonntag nehme ich die Nautilusgruppe mit in die Wunderwelt des Labyrinths, sie lernen den Aufbau des Tempels von Kos kennen, wir entdecken die Bedeutung von „Meister Adebar“ und schauen uns die vier menschlichen Temperamente an. Der Tag ist der Auftakt für die Kurseinheiten zur Sinnesschulung – ein neu Kennenlernen des eigenen Systems mit vielen praktischen Übungen und Erfahrungen.

    Ich bin tief dankbar für alles, was diese Woche war – so viele gute Begegnungen, unglaubliche Sitzungen mit Coachees und Klienten, Vortrag, Workshop. So bunt gemixt ist es nicht immer. Alles war auf eine ruhige Art herzbewegend. Danke allen für euer Vertrauen.

    Habt ein feines Wochenende voller Freude und viel Natur.

     

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  • Trage die Sonne auf die Erde

    Trage die Sonne auf die Erde

    Trage die Sonne auf die Erde!

    Du Mensch bist zwischen Licht

    Und Finsternis gestellt.

    Sei ein Kämpfer des Lichtes!

    Liebe die Erde

    In einen leuchtenden Edelstein,

    verwandle die Pflanzen,

    verwandle die Tiere,

    verwandle dich selbst!

    Aus Persien

    Kupferkugeln und -Stäbe aus der Eurythmie.

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  • Herausforderungen

    Herausforderungen

                         

    Wir lernen am besten durch Erfahrung. Davon gab es beim Workshop am Donnerstag einiges – Meditation, Austausch, Körperwahrnehmung, Übungen mit Eurythmie- und Holzkugeln zur Achtsamkeit und Präsenz, wir haben im Kreuzgang des Klosters Himmelspforten so lange gesummt, bis wir einen gemeinsamen Gruppenton gefunden haben (C!), sind mit geschlossenen Augen losgelaufen und haben erspürt, wo andere ihren Weg suchen. Dazwischen Input über den Umgang mit Krisen im Alltag, zugeschnitten auf das Team, Fragen, Begegnung.

    Eine Herausforderung war der Auftrag, 16 Nägel auf einem eingeschlagenen Nagel zu platzieren ohne Hilfsmittel, frei schwebend. Geht nicht? Manches halten wir nicht für möglich und staunen über die einfache Lösung. Vielleicht ist es im Leben oft so: Hirn verknotet und dann kommt jemand daher und zeigt dir ohne Nachdenken, wie man etwas lösen kann.

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  • Sich daheim fühlen

    Sich daheim fühlen

     

    Wenn man zum Workshop ins Kloster Himmelspforten kommt und auf dem Tisch die Nervenkekse nach Hildegard von Bingen stehen, die wir selbst regelmäßig backen, ist das ein bisschen wie daheim im Wohnzimmer arbeiten. Schön! Das Foto zeigt unsere selbstgebackenen.

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