Zahnarzttag

Was für ein Mittwoch. Ein Zahnarzttermin für den Bruder steht an. Das ist umfangreich. Tagelang üben wir, wie man den Mund aufmacht. Wann immer man mit einem medizinischen Instrument nur einen Meter rankommt, klappt der Kiefer fest zusammen. Am Vortag Fieber. Am Morgen 5.30 Weckdienst. 36.3. Frühstück um die Zeit geht nicht. Zähneputzen auf Hochglanz. Anziehen und ab in den Rollstuhl, Warten auf den Fahrdienst. Check Karte, Berechtigung für den Krankentransport, Windel, Traubenzucker, Wasser, frisches Polohemd, Jacke, Käppi. Sicherheitshalber Gurt am Rolli, falls der Herr aussteigen will.

Rampe am Eingang, super. Überraschung – der Aufzug ist zu eng, der Rolli geht nicht rein. Der Fahrer schraubt die Beinstützen ab, Millimeterarbeit, er ist drin. In der Praxis hätte es sogar einen fahrstuhlgeeigneten Rolli gegeben. Ein liebevoller Empfang. Rein ins Sprechzimmer und der Arzt kommt. Supernett.

Der Moment der Wahrheit. Mund auf – von wegen. Üben macht sich bezahlt. Ich zücke die elektrische Zahnbürste und drücke Stephan die Dentalbürsten in die Hand. Er muss sie in die Hülle schieben, das fordert seine Konzentration, währenddessen macht er den Mund auf, schließlich habe ich die Bürste in der Hand. Dr. Kellner und sein Team ist megaflexibel und checken, was machbar ist, wir pfriemeln die Dentalbürsten rein, so dass auch die hinteren Zähne begutachtet werden können. Röntgen geht nicht, der Blick hat auch so gereicht. Bisschen Zahnstein, dafür lohnt die Vollnarkose nicht. Zwei Belohnungsfeigen wandern in den Mund und das wars für ein halbes Jahr. Dass der Heimtransport ewig nicht kommt, liegt daran, dass die Fahrdienste restlos überlastet sind. Wir sind froh, dass wir ein super gut gelauntes Team der Johanniter bekommen. Resultat: Höchst empfehlenswertes Team der Praxis Dr. Marco Kellner (https://www.zahnarztpraxis-mk.de/praxis/). Wir sparen eine Vollnarkose, das Team hat sich mega gekümmert und ihr glaubt nicht, wie viele Busse und Lastenfahrräder in der Ludwigstraße entlangfahren an so einem Vormittag.

 

Jetzt lässt es sich entspannt in die Welt schauen.

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