Wochenend-Nachdenk-Input

Was alles so ist an einem Tag! Einkaufen, einen großen Berg Gemüse schnippeln, damit morgen alle einen feinen Herbstgemüseeintopf essen können in der Mittagspause unseres Kurses. Einkäufe verstauen, Termine vereinbaren, Bestellungen auspacken, prüfen, damit die Vorräte wieder passen. Skripten drucken, Fragebögen für Klienten in die Post geben, Nachtisch machen, zwischendurch Mittagessen kochen. Blumenvasen füllen und schauen, dass alles schön und gemütlich ist. Langsam kehrt Ruhe ein, kann ich am Schreibtisch meine Sachen erledigen, ehe der Kurs heute Nachmittag beginnt.

Ein wenig verwirrt hat mich die erste Weihnachtskarte, die ich heute bekommen habe. Sie war wirklich nicht elf Monate unterwegs, sondern für 2019 gedacht. Einige haben schon Weihnachtskekse gebacken! Auf meinem Kalender ist Anfang November, nein, hier baumelt noch kein Mistelzweig, ich habe noch nicht einen Keks gebacken, keine Karte geschrieben und nicht mal den Spruch für den diesjährigen Weihnachtsbrief rausgesucht. An den Blicken der Leute beim Einkaufen merkte ich vorhin, dass wohl was nicht stimmt – ich habe noch meine Leinenhosen an und war kurzärmlig. Jo, mir ist halt nicht kalt und ich liebe Leinen. Um kein weiteres Aufsehen zu erregen, hab ich die dicke Winterjacke rausgehängt, für Schal und Mütze war es mir wirklich zu warm.

Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Klar muss man vieles vorab planen, besorgen, gestalten und organisieren, das geht auch bei mir nicht anders. Aber ich muss nicht Anfang November alles auf Weihnachtsdeko umgestaltet haben, nur weil es seit Sommer Spekulatius gibt. Ich brauche noch keine Schneemannkulisse vor der Tür oder Nikoläuse, die Jingle Bells grölen, während die Kürbisse von Halloween noch gut aussehen. Ich darf gern ein bisschen auf die Dinge warten, auch wenn das sehr out ist. Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht. Wir könnten aber alle Feiertage auf einen legen und alle Feste auf einmal feiern, dann wären wir den Rest des Jahres fertig, falls das wem hilft. Ansonsten freue ich mich im Advent über Kekse, Lichter, Karten, Kinderpunsch und jede Menge Tee und bis dahin genieße ich jede Menge Tee, lass das alles mal in Ruhe auf mich zukommen und konzentriere mich lieber auf ein paar megaspannende Projekte, die in diesem Monat anstehen. Weihnachten hat noch Zeit in meiner Wahrnehmung und es bedeutet für mich ganz sicher nicht Geschenkewahn, Dekoirrsinn und tausend Kilo Kekse. Es sei denn, ich bekomme sie geschenkt, dann ess ich sie auch 🙂

Allen ein hoffentlich entspanntes und gelassenes Wochenende!

Danke an Theresa für den Nautilus, den hat sie im Sealife in Hannover fotografiert, ein Tier aus der Urzeit. Faszinierend!

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