Wider Angst und Hilflosigkeit

Es gibt Momente, die sind total schön. So war es am Dienstagabend in der Alten Synagoge in Kitzingen. Ich liebe diesen Ort und halte dort so gern Vorträge und Seminare bei der VHS, weil der Raum eine liebevolle Atmosphäre hat und wunderbare Menschen kommen. Mit vielen verbindet mich ein Stück gemeinsamen Weges und jedes Mal kommen neue Gesichter dazu.

Am Dienstag war es der erste Vortrag seit Februar, dazwischen Monate, in denen die Menschen wenige solcher Veranstaltungen besuchen konnten. Wie herrlich, wieder einen Abend gemeinsam zu verbringen. Wir haben uns angeschaut, wie wir unser Lebensschiff nach den letzten Monaten des gefühlten vor sich Hinrostens wieder flott bekommen. Es ist DIE Zeit voller großartiger Herausforderungen, keine, in der die Angst bestimmt. So vieles kann nun angegangen werden, fassen wir den Mut dazu.

Was ich gemerkt habe – wir brauchen solche Begegnungen. Auszeiten vom normalen Alltag, in denen wir uns mit Themen befassen, die nicht dem reinen Broterwerb dienen, sondern Seele und Geist nähren können. Eine Zeit, in der wir bei uns selbst ankommen. In der wir frei von irgendwelchen Dingen, die jetzt auch getan werden könnten wie Spülmaschine ausräumen unser Leben in einen größeren Rahmen setzen.

Wer bin ich wirklich und vor allem – wer möchte ich sein? Thema war – was hindert mich daran, zu sein, wer ich wahrhaft sein möchte? Und wie kann ich neue Wege gehen? Lösen wir die alten Glaubenssätze. Hören wir auf, klein von uns zu denken. Stehen wir zu unseren Macken und Kanten und arbeiten lieber an dem, was wir wirklich gut können! Werfen wir in den Topf der Gemeinschaft, worin wir gut sind. Wenn jeder das macht, haben wir ein Volk, eine Weltengemeinschaft der Problemlöser, denn zusammen schaffen wir alles. Und wie beginnen wir? Mit der Übernahme der Verantwortung für unser Denken, Fühlen und Handeln und indem wir mit dem allerersten Schritt starten: Der Erlaubnis, unseren Weg zu gehen. Wir erlauben uns das jetzt einfach mal, oder?

Mach mit. Erlaube dir, deinen Weg zu gehen und komm ins Team der Menschen, die sich ins Abenteuer Leben stürzen. Wir haben alle irgendwelche Ängste, doch wenn wir zusammenstehen, was soll uns da umwerfen? Behalten wir das Ziel im Auge, dass alle Menschen glücklich, wertgeschätzt und angenommen sein möchten, so, wie wir selbst auch. Und dann los! Wir sind eine Gemeinschaft aller Lebewesen, die in diesem Jahr 2020 auf dem Planeten leben. Das ist kein mieses Schicksal, sondern eine der spannendsten Aufgaben der Menschheit. Wir haben so viel zu tun! Retten der Umwelt, Neuerfindung von Arbeit, Gesundheitsfürsorge, Neuordnung der Gesellschaft, damit alte Menschen, sehr junge Menschen, kranke und behinderte Menschen wieder mittig sind statt outgesourct. Wir haben das Schulsystem zu erneuern, damit wir Menschen zu mutigen, klugen Selbstdenkern erziehen anstatt zu Minischafen. Wir haben uns daran zu erinnern, dass wir als Menschen Kultur brauchen wie das tägliche Brot und ohne Spiritualität verlieren wir die Anbindung nach oben, so, wie wir ohne Respekt vor der Natur die Anbindung nach unten verlieren.

Warum Angst? Lasst uns endlich losgehen und die Fragen der Zeit in Angriff nehmen. Raus aus der Ecke „ich kann doch eh nix tun“ und rein ins gemeinsame Reisen. Nie konnten wir Welt so gestalten wie heute. Ich glaube nicht, dass wir als Generation der Hosenscheißer, Problemverweigerer und Lockdown-im-Kopf-Syndrom-Freaks in die Geschichte der Menschheit eingehen wollen, oder?

 

Allen einen Jupitertag, der seinem Ruf als Freudenbringer gerecht wird. Geben wir uns diese einmalige Chance, die unsere Existenz auf diesem Planeten gerade JETZT bietet.

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