Von Stürmen und Ruhepunkten

Die letzten Wochen waren turbulent. Die Pandemie hat auch in unser Leben gut eingegriffen und es notwendig gemacht, dass Christoph mit 60 seinen Arbeitsplatz gekündigt hat und heute eine neue Stelle anfängt. Er freut sich riesig darauf. Ich hoffe, dass er diese Freude sich für die nächsten Jahre erhalten kann. Auf alle Fälle wird es eine spannende Herausforderung, sehr gut also, dass wir die Aromaexpertenprüfung rum haben und Neues kommen kann. „Und allem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben“, heißt es in Hermann Hesses Gedicht „Stufen“.

Zwei Vorträge erwarten uns und euch diese Woche. Am Dienstag wird Christoph um 19.30 Uhr in der Alten Synagoge in Kitzingen zum Thema „Kleine Schätze des Alltags“ sprechen. Gern kommen, am Eingang wird ein kleiner Unkostenbeitrag der VHS erhoben. Am Donnerstag um 19.30 Uhr werde ich in der Praxis das Thema „Labyrinth“ unter dem Aspekt betrachten, dass wir uns in diesem Jahr vermutlich alle wie in einem großen Irrgarten vorkommen, was es mit dem Symbol des Labyrinths auf sich hat und wie es für uns eine echte Lebenshilfe werden kann. Wer gern dabei sein mag – bitte unbedingt anmelden, 10 Euro.

Wenn wir ein herausforderndes Projekt abschließen, putzen wir anschließend unser Haus fein sauber, damit Neues eingeladen wird. So haben wir es auch dieses Mal gemacht. Mal keinen Kurs am Wochenende haben heißt, Haus und Fenster putzen, Knäckebrot und Dauerkekse backen, aufwändig kochen und aufräumen, was die letzten Wochen liegen geblieben ist. Mir hilft das, bewusst etwas zu beenden und so den Raum zu öffnen, damit das Gelernte in den Alltag eingeladen wird und das, was daraus wachsen mag, eingeladen ist. Mir hilft das bewusste Beenden von etwas, dass ich dann auch mit einem Thema fürs Erste aufgeräumt bin, wenn um mich herum alle tausend Lernzettel, Kleber, Karteikarten und Schmierzettel mit „nicht vergessen“ entsorgt sind. Alles fein in einer Kiste beisammen, damit ich es griffbereit habe, wenn ich etwas nachschlagen will, was sich aus meinem Kopf unerlaubt entfernt hat 🙂

Mein nächstes Projekt, das für mich direkt anschließt, wird die Gestaltung des LebensKUNSTseminars sein, das im Frühjahr an den Start geht (https://www.seelengarten-krokauer.de/lebenskunst/). Jetzt werde ich in den nächsten Wochen die Inhalte aufstellen, die Skripten gestalten, die Präsentationen zusammenstellen und darauf freue ich mich riesig. Es wird ein toller Kurs werden, fünf Wochenenden, an denen wir Bilanz ziehen in den Bereichen Körper, Seele, Geist, den Kompass mit/nach den Erfahrungen dieses Jahres neu ausrichten und unsere Vision von unserer Zukunft mit machbaren Zielen gestalten wollen. Wer sich dafür interessiert, ist von Herzen eingeladen. Die Anmeldeliste ist schon offen, ebenso die Anmeldeliste für den Kurs „Goldwege des Herzens“, die Einführung in die Anthroposophie am April (https://www.seelengarten-krokauer.de/goldwege/). Ohne sie und einiges andere hätte ich mir in diesem Jahr mit manchem Moment sehr schwer getan. So kann ich immer wieder innerlich zurücktreten und mir sagen – ja, herausfordernd in jedem Fall. Und nein, Rom ist nicht an einem Tag erbaut, langsam und stetig dranbleiben. Immer wieder einmitten. Immer wieder versuchen, sich zu orientieren. Immer wieder ins Bewusstsein heben, dass wir präsent, wach sein müssen, um Entwicklungen zu erkennen; Werte neu zu definieren oder sich bewusst werden, wie hilfreich sie sind. Sich am eigenen Maßstab messen jeden Tag und prüfen – achtsam genug gewesen? Wach genug gewesen? Freundlich? Offen, zugewandt oder grantlig, krätzig und zickig? Darf alles sein, die Frage ist halt einfach jeden Tag immer nur – wie viel von was?

Allen einen Start in eine Woche, in der euch an vielen Stellen das kleine Glück überrascht, ein Moment ist, der euch staunen lässt, ein Lächeln euch geschenkt wird.

Im Snoopyglas sieht das Knäckebrot am besten aus.

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