Sommermorgen

An einem Sommermorgen

 

An einem Sommermorgen

da nimm den Wanderstab,

es fallen deine Sorgen

wie Nebel von dir ab.

Des Himmels heitre Bläue

lacht dir ins Herz hinein

und schließt, wie Gottes Treue,

mit seinem Dach dich ein.

Rings Blüten nur und Triebe

und Halme von Segen schwer,

dir ist, als zöge die Liebe

des Weges nebenher.

So heimisch alles klingt

als wie im Vaterhaus,

und über die Lerchen schwingt

die Seele sich hinaus.

Theodor Fontane, 1819–1899

Die herrliche Artischockenblüte hat Manuela fotografiert. Vielen Dank!

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