Sehnsucht nach Sinn

So eng stehen die Tische vermutlich lange nicht mehr beieinander wie vor zwei Jahren, aber am Wochenende gab es das erste Mal seit Monaten wieder Livekurse. Die Heilpraktikeranwärter am Freitag, am Samstag die künftigen Cardea-Therapeuten mit dem Thema „Sinne des Menschen“/„Planetenkräfte“ und am Sonntag der Abschluss unserer Fortbildung „Carl Rogers – Empathie, Wertschätzung und Authentizität“. Das ist ein Sahnestückchenkurs für uns. Er ist super für Therapeuten aller Art, aber auch für jeden Menschen zur Selbsterfahrung. Wo bin ich authentisch? Wo folge ich meinem Herzen? Wer bin ich und wie kann ich meine Ressourcen immer wieder aufspüren? Was bedeutet uns Menschen heute Resilienz?

Mir fällt auf, wie tief die Sehnsucht der Menschen nach Sinn im Leben ist. Nach Machbarkeit, dass sie spüren, immer wieder, dass ihre Handlungen etwas bewirken. Wir wären gern wir selbst – ohne uns zu verbiegen, ohne unser Fähnchen in irgendeinen Wind hängen zu müssen und oft steht dem Angst entgegen. Die Angst, von anderen Menschen nicht gemocht zu werden. Ganz ehrlich? Wir sind den meisten Menschen ziemlich wurscht. Sie sind mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt. Die Menschen, für die wir wichtig sind, akzeptieren ein Nein und ein Ja, wenn es ehrlich ist. Da müssen wir nicht lang und breit argumentieren, warum wir dieses doch nicht machen können oder jenes gern tun würden. Da reicht ein „Ja klar“ oder „Nein, geht nicht“ und es gibt keine Diskussion. Wir bewundern Menschen mit klaren Einstellungen und trauen uns oft selbst keine zu.

Wie oft höre ich in der Praxis den Satz „Ich habe Sorge, was die anderen dann über mich denken.“ Ich muss manchmal lachen, wenn ich das höre und frage dann: „a) sie denken nichts, weil sie mit ihren Angelegenheiten grenzwertig überfordert sind und b) denken? Denken? Warum klingt das seltsam?“ Manchmal hilft es, über uns und unsere Sorgen auch mal zu lachen, damit wir wieder alles in eine angemessene Reihe bekommen.

Sei du selbst. Alles andere ist sinnlos. Folge deiner Spur. Lausche auf das, was dir andere sagen und überprüfe es stets: Stimmt das wirklich? Ist das echt so? Ist das nur eine Meinung und für mich also nicht wirklich ausschlaggebend? Das entspannt. Nimm wahr, was andere dir raten und prüfe es für dich selbst. Mach deine eigenen Erfahrungen und lebe kein second hand-Leben, indem du schaust, was andere wieder Tolles gemacht haben. Mach selbst was. Ob es toll ist, entscheidest nur du und sonst niemand. Sei dankbar, dann ist dein Fokus auf das Gute, Wahre und Schöne gerichtet, nicht auf den Schrott, der AUCH geschieht, aber eben nicht nur.

Lach ausreichend. Und schlaf schon mal vor, bevor die Uhr umgestellt wird. Was man hat, hat man.

Allen einen fulminanten Wochenstart! Unterstützen wir uns gegenseitig, wenn es nötig ist und folgen wir dem Vertrauen in unsere eigene Stärke!

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