Mittwochs-Nachdenk-Input

Seneca hat gesagt: Vertraue auf dein Glück und du holst es herbei. Manchmal scheinen wir den Glauben ans Glück verloren zu haben. Gestern las ich, der dritte Montag im Januar sei der traurigste Tag des Jahres – puh, bin ich froh, dass wir den Tag also schon geschafft haben 2019! Für alle, bei denen der gestrige Tag also so lala bis normal war – Bingo, Jackpot. Ab jetzt geht es steil nach oben. Mir hat er Leid getan, der Montag. Ihm einfach so eine Eigenschaft anzuhängen ist unfair.

Glücklicherweise weiß niemand, was jeden Tag so kommen wird. Oft genug erleben wir Schockmomente, bei denen alles gut ausgeht, an denen wir aufwachen und bemerken, wie rasch das Leben vorbei sein kann. Menschen sterben und wir staunen, sie sahen gut aus, waren gut drauf, wie das? Wir sehen oft nur hin, aber nicht in Menschen, Familien und Lebenssituationen hinein, denn „unter jedem Dach ein Ach“. Deshalb finde ich es wirklich wichtig, jeden Tag bewusst zu leben und möglichst wenig Zeit damit zu verbringen, wütend, zornig, negativ eingestellt zu sein. Klar sind wir oft wütend, traurig, nachtragend – aber werden wir uns dieser Gefühle bewusst. Benennen wir sie. Nehmen wir sie liebevoll an unser Herz und erlauben ihnen, dort zu sein und sich umzuwandeln, damit sie nicht schaden, sondern als Weckruf dienen mögen, gut für uns zu sorgen. Das ist eine schwere Übung, dieses „sein lassen, was ist, anschauen, benennen und annehmen.“

Mit dem Annehmen haben wir so unsere Probleme, das ist wie ein Paket für die Nachbarn. Nehme ich das an? Sicher nicht, vielleicht wollte er es ablehnen und dann sitze ich auf seiner Bestellung? Trage ich ihm 30 Kilo Hundefutter hin, weil er seine Sachen drei Tage bei mir stehenlässt? Wenn das schon bei solchen Fragen schwer ist, wie ist es dann mit so negativen Gefühlen wie Neid, Gier, gar Hass? Wenn wir gut für uns sorgen, wird es Zeit, anzunehmen, was ist und hinzuschauen. Warum sind wir so voller negativer Gefühle? Welche Bedürfnisse fühlen sich nicht gesehen? Was ist zu tun? So entsteht Handlungsfreiheit, wir wissen, wenn wir ehrlich sind, was zu tun ist. Damit lösen sich negative Gefühle auf, Ruhe kehrt ein. Bewusstsein hat wieder Raum, dass das Leben zu kurz ist für negative Gefühle. Das befreit und sorgt für tiefes Durchatmen.

Wer heute Abend spontan Lust hat – einfach um 19.30 Uhr in Kitzingen zur Alten Synagoge kommen, Vortragsthema heute ist „Freundlichkeit“. Ich glaube, davon können wir nie genug in unser Leben einladen. Willkommen!

Allen einen freundlichen und frohen Wochenteilungstag.

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