Lebenswichtige Wärme

Menschen brauchen eine bestimmte Menge an Wärme. Ist uns zu kalt, geht nicht mehr viel. Der Körper bemüht sich um Wärmeregulation, Hände und Füße werden eisig und dann setzt das Denken  beachtlich aus. Das ist mir am Wochenende aufgefallen, als wir so massiv gelüftet haben, wie das in den Schulen ist und ich nicht mit so einer erstaunlichen Kälte gerechnet habe. Es kühlt binnen Minuten ab. Was dann geschieht, ist spannend: Die Menschen können sich nicht mehr so gut konzentrieren. Das innere Feuer, sprich, die Begeisterung ist kaum aufzubauen, wenn der Körper friert. Und dadurch kommt so ein Angstgefühl hoch Marke „hoffentlich hol ich mir keine Erkältung/Blasenentzündung“ und ähnliches. Die Stimmung wird schlechter.

Wir haben mal gelernt, dass das Immunsystem gut bei 37 Grad Körpertemperatur arbeitet. Wir sind oft kälter, bewegen uns zwischen 36.2 und 36.5 Grad, weil wir ja heute alle so „cool“ sind. Ein heruntergesetztes Immunsystem ist nicht wirklich hilfreich im Kampf gegen Bakterien und Viren. Hat jemand Fieber, wird das gesenkt, damit man business as usual betreiben kann. Ein runtergeregeltes Immunsystem erkennt nicht nur weniger Viren und Bakterien, sondern auch weniger Krebszellen und vieles mehr – was kann daran hilfreich sein?

Was brauchen wir? Wärme im Sinne von Beseeltheit, innerem Feuer, dass wir für das brennen, was wir lieben und arbeiten, dass wir innere Begeisterung spüren, weil wir mit der Sache, die wir gerade tun, im Herzen verbunden sind. Menschliche Wärme  ist nötig, damit wir uns gehalten, getragen, beschützt und geborgen fühlen. Die Experimente mit Babys, mit denen nicht gesprochen, die nur grundversorgt wurden, nicht getragen, gestreichelt, besungen und bepäppelt, gingen in der Geschichte tragisch aus – die Kinder starben.

Einem unvernünftigen Umgang miteinander, der Menschen gefährdet, wird hier nicht das Wort geredet. Aber machen wir uns bewusst, was Angst und Vermeidungsverhalten mit uns innerhalb weniger Monate machen können. Überlegen wir, wie ein vernünftiger und stärkender Weg aussehen könnte. Und achten wir auf warme Füße, Hände und Herzen. Alles andere ist viel krankmachender als uns bewusst ist.

Allen wärmende Momente an diesem Tag der Tatkraft, denn der Dienstag ist Mars gewidmet.

 

Rebekka hat diesen Wacholder entdeckt. Die schwarzen Beeren wandern bei mir zur Zeit ganz oft ins Sauerkraut. Es braucht grad so ein Mittagessen, damit der Mensch gut gewärmt beieinanderbleibt. Danke für dein Bild, liebe Rebekka.

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