Im Ein-Klang

Wochenanfänge – spannend. Ein verzweifelter Anruf früh am Morgen. Jemand hat eine Gongmeditation miterlebt und ist nun vollkommen außer sich. Da wurde eine sehr tiefgreifende Erfahrung mit so einem machtvollen Instrument gemacht, das die Kraft der Mutter Erde und des Ursprungs anruft. Das will erst verarbeitet werden. Spannend, oder? Wenn mit einem Gongschlag alle Schutzhüllen, die wir uns mühsam aufgebaut haben, die uns halten und wie ein zu enges Korsett auch massiv behindern, zusammenfallen. Das sind wahre Geburtsprozesse. Wer und was möchte nun auf die Welt kommen und sein Leben gestalten?

Für viele sind Meditationen mit Klängen so eine Art Wellnessmoment. Klänge sind ungeheuer machtvoll. Im Norden gibt es Mythen zur Weltentstehung, da wurde die Welt ersungen. Im Johannesevangelium heißt es „Am Anfang war das Wort“, das beschreibt auch einen Klang. Forscher versuchen seit Jahren, die Sphärenharmonien hörbar zu machen, denn alles im Universum ist Schwingung, also auch Klang.

Gongs bringen uns mit der Erde, mit dem Ursprung, dem Anfang allen Seins in Kontakt. Ähnliches erlebt man auch, wenn man unter einer Mother Drum liegt, einer riesigen Trommel. Nicht umsonst werden Trommeln von Schamenen benutzt für ihre Arbeit.

Wir alle kennen das Erleben, wenn uns eine Musik tief berührt. Musik erzählt uns alles. Die meisten kennen „Peter und der Wolf“ – wie zauberhaft entführt uns Prokofieff in die Welt der Phantasie, wie meisterlich malt er die Tiere so mit Noten, dass wir die Katze schleichen, den Vogel hüpfen sehen. Haydn wird die Kindersinfonie zugeschrieben, bei der typische Kinderinstrumente wie die Kuckuckspfeife zum Einsatz kommen. Wer Smetanas Moldau hört, nimmt den Unterschied vom Plätschern einer Quelle und einem breit dahinfließenden Strom sehr wohl wahr und der Strauß-Walzer, der die schöne blaue Donau feiert, berichtet von anderen Gewässern als die Schottische Sinfonie von Mendelssohn-Bartholdy. Jede Filmmusik dient dazu, die Bilder auf der Leinwand massiv zu verstärken. Oft ist uns von Filmen der Soundtrack wichtiger als die Bilder, je nach bevorzugtem Sinneskanal. Von Shakespeare in Love ist alles für mich verschwommen, aber nicht die Filmmusik.

Welche Musik ist dir wichtig? Ist dir bewusst, dass du selbst Musiker bist? Du hast eine Stimme und wenn du nicht in Stimmung bist, unstimmig mit dir selbst, hört man dir das an. Musik kann uns immer helfen, egal, was ist. Und wenn du keine zur Hand hast – benutze deine Stimme. Singe, töne, brumme, summe. Du wirst sehen, wenn du eine Weile gesummt, gebrummt, getönt und gesungen hast, geht es dir deutlich besser, dann bist du wieder mit dir selbst in einem besseren Ein-Klang.

Allen einen kraftvollen Marstag.

Ein paar unserer Instrumente. Wir haben ein wunderbares Kristallzepter von Martina Maria und Stephan Joseph von der Kristallklangwerkstatt, auch eine große Körpertambura von der Klangwerktstatt Deutz und vieles mehr. Klänge sind Medizin.

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