Ich schau das mal für dich nach?!

So ein Kurswochenende ist an sich schon spannend. Drumherum gibt es jedoch auch noch das ganz normale Leben. Eines der Kinder ist total aufgelöst. Seit 9 Jahren hat sie ihre Katzen, nun ist eine so schwer erkrankt, dass sie stirbt. Das ist schwer, ein Tier loszulassen. Gleichzeitig muss sie sich konzentrieren, weil am Wochenende ihre Abschlussarbeit fertig werden musste – heftig, wenn die Gedanken woanders sind, der Umbruch fieselig ist, die Gliederung nicht so ausschaut, wie sie soll. Der Anrufbeantworter gibt Anfragen preis, die allesamt nichts mit mir zu tun haben – da sucht jemand z.B. Stimmbildung, ja, und? Das ist nicht mein Beruf, „ich google das mal für dich“ nicht meine Aufgabe. Jemand mailt mir, wie man Coach wird. Für Trauma. Ich falle fast vom Stängel. Ich antworte höflich, es kommen mehrere Mails zurück, ohne Anrede, eine Frage nach der anderen. Ich antworte mehrmals, dann gilt auch hier: Ich google das nicht für dich.

 

Um Hilfe bitten können oder Informationen einholen ist total wichtig und okay. Nur sollte ich mir durchaus Gedanken machen, wo ich um Hilfe bitte. Ein Bäcker löscht keinen Hausbrand, ein Arzt backt mir keinen Kuchen und ein Autofachverkäufer operiert meinen Blinddarm nicht. Und sich selbstständig mal erkundigen scheint aus der Mode zu sein. Eigenes Bemühen ist nicht mehr gefragt, das Silbertablett wird angefordert. Manchmal bleiben Fragen.

 

Allen einen sehr tatkräftigen Dienstag mit der Power des Mars.

 

Stephanies Baumfoto des Tages – Dankeschön!

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