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Achtsam bleiben

Nach dem schönen Seminartag am Samstag über das Thema Achtsamkeit und einer Einführung in die Lebensgeschichte Buddhas am Sonntag Mealpreptag, abends viel Spannung in Bezug auf die Wahl. Die hohe Beteiligung zeigt, dass die Bürger verstanden haben, dass ihre Stimmen wichtig sind, wenngleich die Wahl nun erst einmal gründlich analysiert und die Möglichkeiten abgewogen werden wollen. Ich bin froh, dass so viele Menschen ein Zeichen gesetzt haben für die Demokratie. Die Tendenzen sind aus meiner Sicht dennoch ein Grund zur Besorgnis, nun gilt es, vier Jahre so stabil zu handeln, dass die Menschen weiter stärker demokratieorientiert, wach und achtsam sind.

Im Garten beginnen die Schneeglöckchen, den Frühling einzuläuten und nun bemüht sich auch die Christrose um schöne Blüten. Der Vogelgesang nimmt von Tag zu Tag am frühen Morgen zu. Der Natur ist die Politik relativ egal, was auch etwas Tröstliches hat.

Starten wir also in eine neue Woche mit dem Schwung, den das Sonnenlicht schenkt und hoffen, dass die heftige Krankheitswelle der letzten Zeit nun ihren Scheitelpunkt überschreiten konnte.

Einen freundlichen Montag dir!

Werdelust

Es will erstehen aus dem Weltenschoße,

Den Sinnenschein erquickend, Werdelust,

Sie finde meines Denkens Kraft

Gerüstet durch die Gotteskräfte

Die kräftig mir im Innern leben.

Der Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.

Sandra hat das zauberhafte Foto gemacht! Es macht Vorfreude auf den Frühling. Danke dafür!

Wahlwochenende

Wahlwochenende, wichtig für alle. Der Fokus der letzten Wochen wurde sehr stark auf Hass gelenkt, egal, ob bei uns oder international. Unfassbare Auftritte diverser Art belasten selbst robustere Gemüter.

Es ist Zeit, den Bannblick wegzunehmen von Angst und Hass und mit Ruhe und Menschenverstand in die Zukunft zu schauen. Die ist weniger schrecklich als berichtet wird. Multikrisen sind Multichancen, die blaue Murmel zum guten Ort zu machen. Viele positive Projekte weltweit in allen Bereichen lassen Hoffnung wachsen. Unzählige Menschen geben jeden Tag ihr Bestes, um auf allen Ebenen das Neue einzuladen. Alles ist mit allem verbunden, deshalb brauchen wir Menschen, die sich ihrer Menschlichkeit (und damit ihrer Sterblichkeit) bewusst sind und sich täglich ins Leben begeben mit dem Ziel, an diesem Tag dazu beizutragen, dass die Welt ein guter Ort zum Leben für alle ist. Angst, Hass, Krieg, Zerstörung basieren auf Rechthaberei, Überzeugungen. Jeder hat Recht. Immer. Ausschließlich in seinem Kopf. Der darf wie jeder Rechner von Viren aller Art bereinigt werden. So, wie wir unsere Festplatten checken, müssen wir das auch mit unserem Seelen- und Geistesleben halten (dem Körper schadet das auch nicht): Angst, Hass, Negativität auf allen Ebenen sind gegen das Leben. Vertrauen, Miteinander, gemeinsam Themen angehen, auch wenn die Ausgangslinien alle unterschiedlich sind – das sind die Aufgaben der Zukunft.

 

Gehst du mit für eine lebenswerte Zukunft?

 

Weggabelungen – anderer Weg, andere Erfahrungen. Wähle weise. Danke an Stephanie für das Foto.

Wandelwind

Wandel entsteht in dir. Für welchen Wandel willst du an diesem Wochenende ein Zeichen setzen?

Auch hinter dunklen Wolken versteckt sich ein neuer Sonnenaufgang. Danke an Rebekka für das Foto.

Freier Freitag

Freitag ist mein „freier Vormittag“, sprich keine Praxis- und Coachingtermine, denn da wird der Wocheneinkauf gemacht. Jeder hat einen Zettel, wir huschen durch die Läden, damit wir möglichst schnell wieder daheim sind, der Bruder bekommt sonst Angst, wenn wir länger weg sind. Dafür gibt es eine Brezel für ihn, sein „Freuerle der Woche“, was den Zuckerspiegel hochjagt, für ihn jedoch das Höchste ist. Lebensfreude geht vor. Das ist der Vormittag von Hausputz, Auffüllen, Müll wegfahren (wer pflegt, weiß, was ich meine. Allein die Kartonagen für Windeln, Katheter, Pflegemittel etc. passen in keine blaue Tonne, von Windeln mal ganz abgesehen, für die wir extra Mülltonnen haben), Blumen gießen, Wäscheberge. Da wir strukturiert sein müssen, ist das eher ein Strategiespiel, was wir brauchen, wer was wie wo wann macht und was wir in der Folgewoche essen werden, denn das muss ich alles planen, organisieren, vorbereiten, damit der Alltag machbar ist.

Freitag ist auch unser Freuertag, denn wenn wir unseren Einkauf durchhaben, sitzen wir auf einen Kaffee und ein Rühreibrötchen beim Vollkornbäcker und machen eine Viertelstunde lang nix, nur Leute gucken, sehen, wie andere herumwuseln und genießen das zweite Frühstück. Es braucht die Durchschnaufmomente und die Heimfahrzeit, damit Luft reinkommt in alles, was sonst gedrängt wäre. Wie sagte gestern der Bruder laut und deutlich (! Kommt so gut wie nie vor) zur Ergotherapeutin, die grummelte, dass er mal den Arm heben soll: „Verändere deine Energie! Verändere dein Leben!“ Wir gucken uns fassungslos und dann mit Lachanfall an. Er zitierte aus einer Meditation von Dr. Joe Dispenza, die ich in einem anderen Zimmer angehört habe. Ich bin immer wieder so erstaunt, was er alles auf- und wahrnimmt. Meisterlich.

Allen ein energetisch wunderbares, humorvolles, leichtes und genussreiches Wochenende.

 

Systematisch und gegliedert sind mittelalterliche Gärten oft. Und dennoch zeigt die Natur ihr Eigenleben. Wundervoll! Danke an Theresa für das Foto.

Lob dem Funktionieren

Führerscheinumtausch. Längst überfällig. Der graue Lappen mit diesem Foto von mir mit 19. Im Eiltempo damals den Führerschein gemacht, damit ich direkt nach dem Abi meine Ausbildung zur Zeitungsredakteurin starten konnte, dazu brauchte es Führerschein und Auto. Die erste Fahrstunde – ein Alptraum für Fahrlehrer und mich. Der reichte mich sofort an einen Kollegen weiter und mit dem ging es im Eiltempo mit der minimalsten Stundenmenge perfekt. Rückwärts einparken am engsten Seitenstreifen – ideale Performance, once in a lifetime. Kurz nach dem Führerschein das Auto teilgeschrottet, rückwärts mit Schwung eingeparkt und zu nah an der Wand. Seite eingedrückt. Sehr nachhaltig, seit damals gab es glücklicherweise keinen Unfall mehr.

Prima Abwicklung der Dinge bei der Stadt – online Termin vereinbaren, sich einloggen, kurz warten, erledigt. Vorab schon mal Passfoto am Computer gemacht, alles fix. Schnell in die Stadt, schnell wieder raus. Neuer Führerschein kommt per Einwurfeinschreiben. Manchmal funktionieren Dinge. So darf es weitergehen.

 

Hier warten vermutlich Überraschungen auf die jungen Leser, wer weiß. Dieter hat diese Buchecke entdeckt. Danke für das Bild!

 

 

Krasse Frage

Wer wollen wir gewesen sein? Frage 77 im Buch „77 Zukunftsfragen. Ein Notizbuch zur Reflexion über die Zukunft“ von The Future:Projekt. Nie hätte ich gedacht, die Grabredeübung auf so elegante Weise präsentiert zu bekommen.

Wer willst du gewesen sein? Welche Konsequenzen hat das für dein heutiges Handeln? Welche Dinge wirst du heute tun, um dem Menschen, der du sein willst, immer ähnlicher zu werden?

Ich frage in Gruppen gern: Was war heute Morgen dein allererster Gedanke? Deiner so? Worauf du am Morgen deinen Fokus richtest, bestimmt viel, denn das ist der Lichtstrahl, dem du so folgst. Dieser Start in den Tag hat viel Einfluss auf die Antwort der obigen Frage: Wer wollen wir gewesen sein? Die, die morgens erstmal fluchend den Wecker ausstellen wollen, ins Bad wanken, um sich zu erschrecken und erst reaktionsfähig werden, wenn der doppelte Espresso wirkt? (Was uns alle hin und wieder trifft.) Oder geben wir uns noch ein paar Momente, um uns mit dem Tag bewusst zu verbinden und unseren Geist zu bündeln (das mit dem Schreck im Bad kann dennoch passieren)?

Wenn du jetzt ein Mikro vor der Nase hättest und die Frage käme: Wer willst du gewesen sein? – wie wäre deine Antwort?

 

Einen lebendigen Merkurtag dir heute!

 

Uhr in Prag. Die Zeit eilt. Theresa hat das Foto gemacht, Danke!

Starker Termin

Ein schönes Arbeiten gestern mit einem Team. Das Thema Stärken kam an, die Erkenntnis, dass Vielfalt Möglichkeiten potenziert und wie wir für uns selbst gut sorgen durch Momente der Stille, der Achtsamkeit. Ich liebe es, Eurythmie mit einzubauen, auch wenn die Menschen davon noch nie gehört haben. Es ist ein „bei sich ankommen“, im Körper nachspüren, den Nachklang des Erarbeiteten in sich verankern, Staunen, Durchatmen, Raum bekommen für Ungesagtes.

Die halbe Stunde Heimfahrt bei Sonne über Land – herrlich. Ich bin durch viele Dörfer gefahren, die entschleunigte Strecke, um das Coaching nochmals Revue passieren zu lassen und mich auf den restlichen Tag einzustellen. So kam ich erholt heim, rechtzeitig zum Versorgen des Bruders. Timing ist alles bei uns.

Dass ich rechtzeitig hinkam, verdanke ich vorgehenden Uhren. Ich bin null der Handymensch und hatte das Navi nach dem Frühstück gefüttert. Starten Fehlanzeige. Wieder ins Haus, auf die Karte geschaut. In dem Moment springt das Handy an, vermutlich zu kalt. Ehrlich gesagt habe ich die Einrichtung problemlos gefunden, weil ich schon mal dagewesen bin. Nur dachte ich „sicher ist sicher“, als wären wir die letzten 62 Jahre zu dumm gewesen, von A nach B zu finden ohne Gerät. Fazit: Wege finde ich manchmal lieber selbst, man nennt das Orientierung. Use it or loose it, lautet die Regel aus der Biologie dazu. Ich bin fürs Brain-Usen.

 

Einen orientierten Marstag für dich!

 

Stärken – diese Mammutbäume wissen um ihre Stärke. Danke für das Foto, liebe Theresa.

Auch eine Idee

Sich immer am Leben korrigieren.

Christian Morgenstern, 1871–1914

Oder Wegweiser nutzen. Hat Theresa auf dem Jakobsweg auch gemacht. Für alle, die heute ein wenig Orientierung brauchen können. Danke für dein Foto!

Worauf es ankommen könnte

Manchmal vergessen wir auch ein wenig Zeit und Raum vor lauter Diskussion und Austausch. Das Thema, wie so oft, Zukunft. Stapelweise Bücher, die wir zu diesem Thema gerade parallel lesen und besprechen. Wer denkt wie wohin, was macht Sinn, wo spüren wir inneren Widerstand und warum? Welche Modelle gibt es, was sind unvorhersehbare Faktoren? Das Resultat: Nix ist fix. Was bleibt unter dem Strich aus allem an Erkenntnis? Wir werden eine beschleunigte technische Entwicklung haben mit massivstem Einfluss auf das Arbeitsleben. Eine Seite. Wir werden nicht mehr unterscheiden können zwischen Fakt und Fake. Andere Seite. Es wird wieder sehr, sehr viel auf menschlichen intensiven Kontakt, Verlässlichkeit, Verbindlichkeit, Vertrauen oder schlichtweg Menschlichkeit ankommen. Worauf also den Fokus richten? Auf den Bereich, den wir am besten können: Menschen helfen, ihr Menschsein zu erkennen und auszubauen. Und alle anderen Seiten achtsam beobachten, um damit angemessen umzugehen. Fazit: Lang lebe der blinde Fleck, wir können uns nicht auf alles vorbereiten, aber den Moment des lebendigen Lebens, den Atemzug, den wir gerade wirklich tun, bewusst er-leben.

 

Einen guten Start in eine spannende Woche für dich!

 

Quo vadis, Menschheit? Wir wissen es nicht. Wo diese Stufen hinführen hingegen schon. Zum Goetheanum in Dornach.

Nun trete du Erinnerung

Die Welt sie drohet zu betäuben

Der Seele eingeborne Kraft;

Nun trete du Erinnerung

Aus Geistestiefen leuchtend auf

Und stärke mir das Schauen

Das nur durch Willenskräfte

Sich selbst erhalten kann.

Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.

Flowforms. Wasser in lebendiger Form. Wundervoll.

Was für eine Vielfalt!

Das Leben ist so vielfältig, die Themen, die in der Praxis besprochen werden, ebenso. Ob es die Bewältigung einer schweren körperlichen Erkrankung ist, ein Coaching in Bezug auf Umgang mit schwierigen Kollegen, die verschiedenen Rollen, die Frauen im Alltag ausfüllen, das Hineinwachsen in eine Führungsposition, Umgang mit Stress in der Klausurenphase am Semesterende, Bewältigung von traumatischem Erleben, Nachbesprechung einer Aufstellung, die Frage nach der Gestaltung des Übergangs in einem Unternehmen von einer Generation auf die nächste, die Aufstellung eines inneren Kraftteams oder das Verarbeiten einer Schocksituation – ich bin so froh über meine Arbeit. Jede Woche hat andere Themen, bringt andere Fragen, Antworten, Suchbewegungen. Was gleich bleibt – das Halten des geschützten Raums, in dem Menschen sie selbst sein können. Behütet sind für die Zeit bei mir. Sich ihre Themen anschauen und bearbeiten können auf eine herantastende, probierende spielerische Art und Weise. Wir weinen und lachen. Wir staunen. Rätseln und erleben miteinander, wie unfassbar weise unser menschliches System ist.

Manchmal denke ich: Nichts bereitet uns auf vieles im Leben vor. Wir bewältigen ungeheuer viel, sind kreativ, wenn es darauf ankommt, finden Wege, Antworten und ungewöhnliche Lösungen. Es gibt gute Gründe, sich selbst ins Vertrauen einzuladen.

Allen ein Wochenende mit Muße, Ruhe und Freude bei allem, was ihr vorhabt.

 

 

Bald knospt es draußen wieder. Ursula schenkt uns dieses Vorfreubild, ich danke dir!