Author page: Christine Krokauer

Hast du Lust auf …

Wir sind in diesen Zeiten schnell am Limit. Erschöpfung versus Boreout. Ängste aller Art, Essstörungen, depressive Episoden und vieles mehr kennzeichnen unseren Alltag oft auf eine Art und Weise, dass ein „normales Leben“ kaum mehr möglich scheint. Von der Frage  abgesehen, was ein normales Leben ist, muss uns klar sein, dass wir in dieser herausfordernden Zeit alle an Grenzen kommen. Es gestehen sich nur wenige Menschen zu, dass sie überfordert und jenseits des Limits sind, weil die Hochglanzwelt ja zeigt, wie toll wir alle sind.

Wer im Bereich Coaching arbeitet oder wer sich für den Beruf des Heilpraktikers, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie entscheidet, braucht eine profunde Kenntnis der Krankheitsbilder, denn eine Depression kann man nicht „wegcoachen“, eine Essstörung nicht mit  Checkhäkchenlisten in den Griff bekommen. Wer in diesem Bereich arbeiten will, muss gut ausgebildet sein. Der Kurs zur Vorbereitung auf die amtsärztliche Überprüfung ist ein Teil auf dem Weg, eine fundierte therapeutische Ausbildung der zweite Bereich.

Am 5. Mai startet unser nächster Ausbildungsgang für angehende HPPs und wer sich dafür interessiert, kann sich gern melden, um Probeunterricht zu machen. Das ist eine tiefgehende Ausbildung, da ist es wichtig, dass man sich wohlfühlt und weiß, dass man bestens vorbereitet wird. Unser Kurszeit ist Freitag, 16 bis 21 Uhr für den HPP-Kurs. Alle Infos, Termine, Kosten findet ihr unter diesem Link und wenn ihr Probeunterricht machen wollt, gebt mir gern Bescheid! Heute wäre eine Möglichkeit, auch die nächsten Freitage geht das noch. Der Kurs ist live online, so dass auch Fragen gestellt werden können und ein Austausch möglich ist. Herzlich willkommen!

Danke an Britta Leonhard-Kuschner für das Foto!

Großartig!

Genial. Die Eisfirma Ben & Jerry hat einen eigenen Friedhof für Sorten, die nicht mehr laufen, aussortiert werden, weil sie floppen. Was für eine großartige Art, das Scheitern zu zelebrieren! Meilen entfernt von dem, was wir unseren Kindern beibringen: Jeder Fehler wird mit Rotstift angestrichen. Jeder Fehler wird gezählt. Ungenügend. Du bist falsch auf dem Planeten. Das fördert kreatives Scheitern in keinster Weise und lädt nicht dazu ein Prototypen, B-Versionen innovativ ins Leben zu rufen. Wer so aufwächst, wird darauf programmiert, Fehler zu vermeiden, weil man sonst seine Daseinsberechtigung verwirkt.

Wie lernen wir? Durch Fehler, die uns Lernfelder eröffnen, die Perspektiven verschieben und den Blick aufs Möglichkeitenfeld lenken anstatt in der schmalen Schublade des stets bis zur Perfektion Gedachten zu verweilen.

Jeder Mensch hat einen Friedhof für die Flops im Leben. Wir müssen schon „Fuck-up-Nights“ veranstalten, bei denen Menschen von ihren schlimmsten Fehlern berichten und was der Lerneffekt daraus war. Je gravierender der Fehltritt, desto tiefgreifender oft die Lebensveränderung, nicht selten hin zu richtig Gutem. Wir berauben uns der Kreativität, der Spielfreude und verleugnen mit unfassbarer Arroganz das Genie, als das wir mal geboren wurden. Wir denken nur noch in Limitierung.

Ermutigen wir uns, unsere Flops zu feiern als wichtige Schritte auf dem Weg zu Besserem. Erlauben wir uns, Fehler zu machen und dadurch zu wachsen. Gestehen wir uns Prototypen zu, die nicht perfekt sind, weil es keine Perfektion gibt auf dieser Welt.

Und hören wir endlich auf, uns Fassaden vor die Nasen zu schieben: Hochglanzpolierte Aussagen, wie supercool alles ist bei uns. Bei keinem ist es supercool und auch bei keinem superdoof. Alles hat was, wenn wir es nutzen und als Lern- und Spielfeld des Lebens betrachten, denn der Mensch ist nur Mensch, wo er spielt. Dann sind wir kreativ, angebunden an die Chance auf Flow und damit Meisterschaft. Nicht, weil wir uns aus Angst vor einem Fail in die Hosen machen!

Wo bist du bereit, die Abenteuerzone, die wahre Lebensschule zu betreten und wo bleibst du in deiner Begrenzung stecken? Falls du Anregungen brauchst, schaust du einfach mal hier: https://www.benjerry.de/sorten/friedhof-der-eissorten

Erlaube dir, froh zu lernen und dich zu erfahren – was nicht gut ist, zeigt sich schon und dann kannst du es verbessern, bestatten oder was immer. Auf jeden Fall bist du gewachsen! Respekt!

Fehler oder Ansporn?

Ein Genie macht keine Fehler. Seine Irrtümer sind Tore zu neuen Entdeckungen.

James Joyce, 1882–1941

Hier sind Fehler nicht angeraten, sonst stürzt das Gewölbe ein. Ursula hat das Foto gemacht!

Zeitfresser

Zeit ist kostbar, ich mag ihre Vergeudung nicht. Das Organisieren von Tests für Krankenhausbesuche, Ausfüllen von Anträgen für Betreute und vieles mehr, das dauernd anfällt, wenn man mit kranken und behinderten Menschen sowie Senioren zu tun hat, kostet endlos Zeit und Nerven.

Ein Anruf bei der Krankenkasse wegen Windeln, Kathetern etc. ist ein Tagesakt, die Rundreise am Anfang des Quartals, um bei allen behandelnden Ärzten die Karte einlesen zu lassen, eine Herausforderung. Abholen eines Rezepts funktioniert nur mit Nachweis der Betreuung für diese Person, was sinnig ist, keine Frage, doch hat man einmal den Wisch für genau diesen Arzt nicht dabei, obwohl die Praxismitarbeiter einen seit Jahren kennen, gestaltet sich das zum nicht machbaren Unterfangen. Ältere Menschen, die sich aus der Welt stark zurückgezogen haben, wissen nicht, dass man heute nicht in eine Apotheke geht und mitnimmt, was rezeptiert ist. Schön wäre das. Medikamente sind nicht lieferbar, Versuche, übers Netz an etwas ranzukommen kosten Zeit, Telefonate wegen Ersatzmöglichkeiten enden in der Regel in Warteschleifen Marke „Wenn Sie Fragen zu Rezepten haben, drücken Sie die 4233“ (gefühlt).

Die Unterstützung von Menschen ist ein Fulltimejob. Wenn pflegende Angehörige mal zusammenrechnen würden, was sie an Zeit mit Überflüssigem verbringen anstatt in der Zeit die Menschen zu waschen, ihnen ein gutes Essen zu kochen oder mit ihnen zu sprechen, würden sie dem Wahnsinn anheimfallen. Ein Tag in der Woche geht für Orga drauf, wenn es schwerwiegende Fälle sind. Sinnvoll geht anders. Die Zeit gehört dem Menschen, nicht der Bürokratie. So geben jeden Tag viele Menschen ihr Bestes, um ihre Familienmitglieder gut zu versorgen. Keiner weiß, wie das ist, keiner sieht es und sie sind nicht nur überfordert durch die Herausforderungen der Pflege, sondern am meisten vom Drumrum.

Deshalb heute an alle, die Menschen pflegen – ihr seid Heldinnen und Helden. Ohne euch wäre vieles nicht möglich. Euer Einsatz hilft, dass es Menschen in hilflosen Situationen besser geht. Achtet gut auf euch selbst. Gleiches gilt für alle beruflich Pflegenden, die derzeit mit Arbeit überrollt werden. Respekt vor eurem täglichen Einsatz. Viele Pflegebedürftige warten derzeit auf die Aufnahme bei Pflegediensten, die mit der Menge nicht mehr klarkommen. Der Grund: Unser Umgang mit Menschen jenseits der beruflichen Leistungsfähigkeit.

Würzburg im Abendsonnenschein mit Entspannung auf der alten Mainbrücke, im Sommer ein sehr beliebter Treffpunkt. Danke an Sigrid für das Foto.

Mehr Probleme als früher?

Herausfordernde Tage für viele Menschen. Sie sind „durch den Wind“, konfrontiert mit Fragen, Sorgen und Nöten. Gestern kam die Frage: „Kann es sein, dass es heute viel mehr Probleme und Katastrophen gibt als vor Jahren?“ Die Antwort ist: Nein, nicht unbedingt. Wir hören nur schnell, quasi in Echtzeit, von allem, was auf der Welt geschieht. Durch unser Onlinesein stürzen Informationen auf uns ein, die uns vor Jahren nicht oder mit Verspätung erreicht hätten. Wir nehmen ungefiltert auf, weil wir Wahrheit nicht von Stimmungsmache unterscheiden können.

Was ist wesentlich? Die Besinnung auf das, was man selbst bewirken und verantworten kann. Mein Verhalten beeinflusst den gesamten Planeten, also habe ich darüber nachzudenken, wie ich mich verhalten darf, damit der Planet geschont wird in Bezug auf Klima, Nachhaltigkeit und Menschlichkeit. Wir brauchen täglich Zeit in der Natur, schlichte und achtsame Ernährung, Bewegung und geistigen Input, der nährt. Das schließt Begrenzung von Mediennutzung ebenso ein wie Bevorzugung von Begegnung mit inspirierenden Menschen, Ausbau der eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten und Zurückbildung des Egos. Damit sind wir ausreichend beschäftigt, generieren weniger Zerstörung des Planeten, halten unseren eigenen Kopf klar, das Herz offen. Wir schützen, was wir lieben. Wenn wir nicht lernen, die Natur, den Planeten und das Leben zu lieben, werden wir unserem Daseinsauftrag nicht wirklich gerecht.

Allen einen tatkräftigen Marstag heute.

Stephanie hat bei ihrer Morgenrunde mit der Kamera gemalt. Danke!

Die Welt mit Liebe umfassen

Liebe die Tiere, liebe jegliches Gewächs und jegliche Dinge! Wenn du alles liebst, so wird sich dir das Geheimnis Gottes in allen Dingen offenbaren, und du wirst schließlich alle Welt mit Liebe umfassen!

Fjodor Dostojewski, 1821–1881

Stephanie macht es uns mit ihren Fotos oft leicht, die Natur zu bestaunen, Danke!

Wochen-Vorfreude

Auch der letzte Punkt auf unserer Umräumliste im Haus ist abgehakt, endlich. Eine spannende Woche liegt vor mir, ich freue mich auf die Termine und Gespräche mit so unterschiedlichen Menschen. Jeder ist ein Kosmos für sich, mit eigenen Themen, Fragen und Schwierigkeiten.

Am Dienstagabend ist der 2. Teil des VHS-Seminars über gelingende Partnerschaft, das wird sicher ein schöner Abend werden!

Am 5. Mai startet übrigens unser nächster Lehrgang für angehende Heilpraktiker für Psychotherapie. Der Kurs findet an 26 Freitagen von 16 bis 21 Uhr statt und ist live online. Das Format hat sich nun sehr bewährt, so kann ein guter Austausch stattfinden und wir können sehr intensiv arbeiten. Das ist eine Berufsausbildung, da sollte man weder den Inhalt noch den Lernaufwand unterschätzen. Der Kurs bereitet auf die Überprüfung am Gesundheitsamt vor, doch aus meiner Sicht ist er die unabdingbare Grundlage für das Arbeiten mit Klienten später. Wir lernen nicht für eine Prüfung, sondern um eine gute Arbeit zu machen. Da inzwischen auch im Coachingbereich viele Menschen kommen, die doch gravierendere Probleme haben als sie meinen, empfehlen wir auch Coaches diese Ausbildung, um abwägen zu können, ob der Coachee vielleicht nicht doch bereits ein Problem hat, das andere Behandlungsnotwendigkeiten hat als ein Coaching. Die Grenzen zwischen gesund und nicht gesund sind fließend und wenn ein Coach genau hinschauen und etwas frühzeitig erkennen kann, ist dem Coachee am Ende mehr gedient als mit dem (sinnfreien) Versuch, eine Depression „wegzucoachen“. Wer sich für diesen Kurs interessiert, findet den Lehrplan, die Zeiten und Kosten hier: https://www.seelengarten-krokauer.de/hpp/#anmeldung

Allen einen guten Start in die neue Woche!

Theresa hat diese riesige Steinmurmel in Australien fotografiert. Dankeschön!

Es findet sich

Wer will denn alles gleich ergründen! Sobald der Schnee schmilzt, wird sich’s finden.

Johann Wolfgang von Goethe

Ursula hat die verschneite Schaukel fotografiert. Mal sehen, ob das diese Woche so werden wird. Danke für dein Foto!

Offene Tore

Tore – sie machen neugierig, was sich dahinter verbirgt. Sie können einladen oder abweisend wirken. So wie wir Menschen auch. Manche Menschen sehen auf der Straße sehr verbissen aus, sie hetzen durch die Gegend und bemerken nicht viel von ihrer Umwelt. Andere schlendern und schauen weg, wieder andere erwidern einen Blick oder gar ein Lächeln. Oft steckt keinerlei böse Absicht hinter einem abweisenden Gesicht, sondern eine Beschäftigung mit eigenen Themen und Gedanken, doch wirkt es einfach oft als nicht ausgesprochenes Nein.

Welche Tore hältst du gern verschlossen oder wo lässt du vielleicht den oberen Türteil offen, wie es im Norden oft üblich ist, um einen Schnack halten zu können, unverbindlich, ohne jemanden hereinzubitten? Oder hast du gleich ganz Tag der offenen Tür und freust dich über Besuche?

Allen ein schönes Wochenende mit Momenten der Offenheit.

Das Tor hat Sigrid fotografiert. Dankeschön!

Zeit

Der Sturm fegt übers Land. Der Rosenbogen neigt sich mal wieder bedenklich, egal, wie fest wir ihn zurren, hier oben ist einfach Wuthering Heights. Das ist in der Praxis manchmal spannend, wenn der Wind übers Dachfenster jodelt und die Klienten erstaunt darüber sind, im Tal ist es ruhiger.

Etwas anderes bringt der Sturm auch mit – Erkenntnisse. Ich bin von den Themen des Jahres bislang beeindruckt. Angst, Traumaerfahrung, das Leben nicht mehr leben wollen, zwischen den Welten leben, Auf und Ab, das sind die Themen und das Jahr ist nicht mal richtig gestartet. Uns fallen nun fast drei Jahre Pandemie vor die Füße.

Rutger Bregmans Buch „Im Grunde gut“ ist da eine regelrechte Labsal, wenn ich nach Feierabend darin lese und mir vor Augen führe, dass meine Theorie, dass Menschen grundsätzlich gut sind, nicht ganz so falsch ist. Menschen sind großartig hilfsbereit, wenn es drauf ankommt, sie unterstützen sich, sind kreativ. Sie helfen, wenn sie gebeten werden. Sie übernehmen was, wenn man freundlich fragt. Sie sind interessiert, auch wenn gemeinhin behauptet wird, jedem ginge alles am Allerwertesten vorbei. Das sehe ich nicht so.

Worauf ich meinen Fokus richte, erstarkt. Richte ich ihn auf den Horror, das Negative, die Ausnahmen auf der unangenehmen Seite, stärke ich das. Richte ich ihn auf das Positive, die Güte, die Liebe, die Freude, wird das stärker. Was für eine Welt möchtest du? Und an was willst du glauben, was sich dann also auch manifestiert?

Einen liebevollen Venustag heute!

 

Wir sind alle miteinander so verbunden wie die Zahnräder auf Ursulas Bild. Dankeschön!

Zeit

Angenehm ist am Gegenwärtigen die Tätigkeit, am Künftigen die Hoffnung und am Vergangenen die Erinnerung.

Aristoteles, 384–322 v. Chr.

Zeit und ihr Ablauf – Bäume erzählen grafisch kunstvoll darüber. Danke an Ursula für dieses tolle Foto!

Beziehungsweise Liebe

Was kann man tun, um eine Partnerschaft gut durch die gewaltigen Wogen des Lebens zu bringen? Das ist Thema eines zweiteiligen Seminars an der VHS Kitzingen. Am Dienstagabend war unser erstes Treffen. Es ist so schön, dass viele Menschen hier zusammengekommen sind, um ihrer Partnerschaft neuen Schwung zu verleihen. Wir sprechen natürlich überwiegend über Paarbeziehungen, doch was dort gilt, gilt für jede Beziehung, die wir im Alltag pflegen. Wertschätzung, Offenheit, Verzicht auf Rechthabenwollen und vieles mehr sind mit Sicherheit für alle Begegnungen wesentlich. Wir ergänzen den Input durch kleine Übungen. Was für ein schöner Auftakt ins Kursjahr!

Das erste Coaching des Jahres war gestern – großartig, wenn Teams sich entscheiden, ihre Gesprächskultur zu verbessern, zu reflektieren und Wege zu beschreiten, sich neu und wertschätzend zu begegnen. Ich freue mich, dass inzwischen einige Teams das Angebot der Zusammenarbeit nutzen. Auch für Einzelmenschen ist Coaching oft sehr hilfreich, dafür gibt es bei uns unter anderem Pakete zu bestimmten Themen wie Burnoutprophylaxe und anderes, mehr unter www.seelengarten-krokauer.de

 

Vor zehn Jahren wurde dieses Foto von uns gemacht, das ich sehr mag. Humor und miteinander Lachen gehört wesentlich zu jeder Beziehung dazu. Ein Grund dafür findet sich so gut wie immer. Danke an Karin für das Foto!