Hab ein schönes Wochenende!

Manchmal denke ich nur „What?“ Wocheneinkauf, Hausputz, Krankenkommunion für den Bruder, Klienten, Wäscheberge, Kochen, Wickeln, auf den Ohren den Resilienzkongress (ganze zwei Minuten! Katheterisieren geht nur mit voller Konzentration). Meine Augen kleben an der Einleitung zu einem Meditationsbuch, das mich schon auf den ersten drei Seiten aus den Schuhen wirft – jemand schreibt so großartig über Raum, dass ich innerlich zusammenbreche. Seit Jahren wälze ich das Thema in meinem Kopf hin und her. Dreiviertel meines Buches darüber sind fertig, jetzt denke ich „Mülltonne, hier ist alles gesagt, was braucht es da meinen Text.“ Am Abend sitzen wir mit Kopfhörern vor den Rechnern und diskutieren, welche Songs vor den Seminaren neu gespielt werden. Klassik? Wumms? Fröhlich oder dramatisch? Gefühlte 100 Songs weiter steht die neue Playlist fest. Sie wird ja auch erst heute Morgen gebraucht. Im Grunde dient sie auch mir, um mich aus dem Alltag vollkommen auf die Kursinhalte zu fokussieren. 15 Minuten Musik auf Anschlag, weil Kaffee in der Hitze eines Filmstudios sinnlos ist. Alles, was mich gestern herumgeschleudert hat, ist weit hinten, denke ich: „Hier gehe ich nie mehr raus.“ Kommentar meines Mannes: „Früher hast du dann Ina Deter auf Endlosschleife gehört: ‚Und was draußen passiert, interessiert mich nicht. Geht die Welt heute unter, geht sie ohne mich.‘ „Irgendwie habe ich gerade einen roten Faden wieder gefunden, ich bin einfach ein unverbesserlicher Optimist.

Ein wunderschönes Wochenende dir mit herrlichen Kraftquellen.

 

„Cur moriatur homo cui salvia crescit in horto?“ (Warum sollte ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?)

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