Wunderwelten entdecken

Am Wochenende hatten wir sehr, sehr tiefgehende Aufstellungen. Menschen mit großen inneren Nöten wurden von uns begleitet. Manches wurde erkannt, klar, fassbar gemacht, der Blickwinkel ein anderer. Angenommen sein, Verstehen, Erkennen und eigene Irrungen und Wirrungen wahrnehmen sind gute Schritte auf dem Weg, sich aus seinen eigenen Denkschleifen zu lösen. Aufstellungsarbeit ist Friedensarbeit – für die Systeme, weil Lasten der Vergangenheit zurückgegeben werden können, wo sie hingehören. Für die Menschen im System, weil sie Zusammenhänge wahrnehmen und ihr eigenes Erleben neu einordnen können. Wir beenden Aufstellungen immer mit dem Kraftteam für den oder die Aufstellende/n, damit ein tiefes Bewusstsein für die eigenen Ressourcen spürbar wird. Wir wissen oft gar nicht, wie stark wir sind. Ein sehr bewegender Samstag war das.

Am Sonntag war ein toller Übungstag für die angehenden Cardea-Therapeut:innen, die im November ihre Ausbildung beenden. Wir sind nochmal auf Erstgespräche eingegangen, haben verschiedene Aufstellungen intensiv geübt und das wichtige Thema Selbstschutz, Abgrenzung besprochen. Viele Fragen fanden Antworten und auch die Abschlussarbeiten wurden besprochen. Die Kursteilnehmer beenden ihre Ausbildung mit einer Arbeit zu einem Thema ihrer Wahl aus dem großen Feld der Therapie und präsentieren am Abschlusswochenende ihre Erkenntnisse. Auch das ist wunderbar und ein würdiges Ende für zwei gemeinsame Jahre.

Erstaunliche Nebenerkenntnis: Manchmal stellt man etwas auf  und sieht plötzlich, dass die Lösung auf einer anderen Ebene zu finden ist als der, auf der man schon lange kreist, weil wir oft verschiedene Bereiche in einen Topf werfen. Überraschende Aussage: „Oh Mann. Wenn ich gewusst hätte, wie einfach das eigentlich ist! Jetzt, wo ich es sehe, erkenne ich sofort, wo das Problem liegt.“ – Ja. Das ist manchmal so. Ebenen im Leben sind nicht immer scharf getrennt. Es braucht ein gutes Auge und ein immer feineres Hinsehen. Das bringt auch die Erfahrung mit oder eben – das Tun.

Am Wochenende wurde an mich die Frage herangetragen, ob ich nicht mal einen Kurs zum Thema Märchen machen kann. Märchen sind oft Bestandteil meiner Arbeit, weil sie so viele Tiefenwahrheiten enthalten, die auch für erwachsene Menschen sehr, sehr heilsam sein können. Eine schöne Idee und – Ja. Machen wir. Wenn Nautilus im Kasten ist, bin ich für neue Werke sehr bereit und danke für diese herrliche Idee.

 

Allen nun einen guten Start in die warme Woche!

 

Sigrid hat diesen Zwergeneingang im Wald entdeckt und vermutet einen „Mini-Bilbo-Beutlin“ dahinter. Ich finde, so ist auch Aufstellungsarbeit – du entdeckst ein magisches Tor, darfst eintreten und hinter dieser Tür findest du eine unfassbar großartige Welt voller Facetten wie Kristalle in einer Höhle. Danke für dein Foto!

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