Was in deiner Macht steht

Wenn ich Klienten in der Praxis frage, wie ihr idealer Tag aussieht, ist er selten sehr unterschiedlich zu ihrem regulären Alltag. Er enthält nur ein paar Dinge mehr, die Spaß machen. Sie frühstücken (mit etwas mehr Ruhe und ein wenig gesünder) und treiben dann meistens Sport und gehen danach zu einer für sie erfüllenden Arbeit. Wer partnerlos ist, hat dann einen tollen Menschen an seiner Seite, wer einen Ödjob hat, einen, der mehr Freude macht.
Gehen wir dann genauer in dieses Bild hinein, stellen wir auch da oft fest – der Partner ist toll, weil wir selbst anders sind (wäre es also möglich, dass wir bei einer Veränderung unserer eigenen Person andere Menschen anziehen? Rhetorische Frage übrigens) und der Job ist toll, weil wir Ja zu dem gesagt haben, was wir im Grunde viel lieber täten.
Schon Horaz hat festgestellt, dass es an uns selbst liegt, ob unsere Tage gut werden oder nicht – indem wir selbst unseren Anteil dazu beitragen.
Veränderung kann manchmal in Sekundenbruchteilen geschehen, dann ist sie oft sehr heftig und nicht immer gleich gewünscht, weil lange Wege zur Annahme nötig sind. Leiten wir also selbst die Veränderungen auf eine gute Weise ein, wenn wir der Meinung sind, dass sie nötig geworden sind, weil das Alte nicht mehr trägt.
Die Klienten sind manchmal sehr überrascht, wenn ich ihnen sage, dass wir bei der Beschreibung eines gesunden Frühstücks und Sport und einem guten Job keine Fee verbraucht haben, sondern sie jetzt als Reserve in petto haben können. Uns ist oft nicht mal wirklich bewusst, wie viel „Macht“ wir darüber haben, wer wir sind.
Kleiner Tipp: Wir sind die Einzigen, die entscheiden, wer wir sind, spätestens mit 20 sind wir so erwachsen, dass Glaubenssätze der Eltern und Lehrer verändert oder abgelegt werden können und wir eine Vision entwickeln dürfen (in jedem Alter übrigens), wer und wie wir sein wollen. Der Rest ist wie erwartet: Mach es Schritt für Schritt, bleib dran, entwickle Ausdauer und brich aus der großen Vision, dem Lebensleitstern, machbare Ziele runter. Nicht zu klein, damit du dich nicht an dir selbst langweilst, nicht zu groß, damit dein Hirn nicht meldet, dass man das ja eh nie schafft. Oft genug erweisen sich mittlere Wege als durchaus gangbar und zielführend.
Also – wie wird dein idealer Tag heute werden? Mach ihn dir so, dass du am Abend müde und zufrieden ins Bett gehen kannst.
Das Johanniskraut beginnt in den nächsten Wochen immer mehr aufzublühen, ehe es am 24. Juni dann den Übergang in die zweite Jahreshälfte markiert

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