Was es an diesem Tag braucht!

Der zweite Lockdown soll Weihnachten retten. Nun, hoffen wir das. Bislang glaubt das noch keiner so recht, den ich befrage, sondern geht von anderen Zeiträumen aus. – Ich denke nicht, dass wir das Pandemiethema in absehbarer Zeit auf gute Wege bringen, sondern lernen sollten, wie man mit solchen Herausforderungen angemessen umgeht. Dass wir auf Monate alles schließen, wird nicht die Dauerlösung sein. Viele schaffen den zweiten Lockdown nicht, weil bei Selbstständigen kein Betrieb = 0 Einnahmen sind. Angestellte können das vielleicht weniger nachvollziehen, wie es ist, jeden Monat genug Geld zu erarbeiten, um Krankenkasse, Versicherungen, Miete, Essen, Strom, Gas und alles zu bezahlen, wenn man kein Einkommen hat. Wie schnell da jede Luft ausgeht. Stay strong.

Das gänzliche Abstellen von allem, was Menschenleben lebenswert macht, wird Folgen haben. Damit meine ich: Singen, Umarmungen für uns Menschen, das sind Grundnahrungsmittel der Seele. Damit meine ich Kunst, Literatur, generell Kultur und alles, was Geistesleben ist – das sind Grundnahrungsmittel des Geistes. Noch mangelt es nicht an Lebenswichtigem, doch werden wir im Lauf der Zeit sehen, dass die Pandemie auf jeden Bereich der Welt wirken wird.

Es ist noch immer DIE eine Sache dran: erwachen. In ein neues Bewusstsein hinein, was auf diesem Planeten mit all seinen Bewohnern gerade abgeht und not-wendig ist. Wir brauchen Lösungen, die in cokreativen Prozessen erarbeitet werden müssen, weil wir alle unterschiedlich ticken in der Welt. Wir brauchen Denker und Akteure, die ihre programmierten Denkschubladen verlassen und im Feld der Möglichkeiten Antworten generieren, anstatt begrenzt zu denken und zu agieren.

Wir brauchen jetzt keinen Flickenteppich regionaler Machtlösungen, sondern ein globales Annehmen und Bearbeiten der Herausforderungen.

Und etwas brauchen wir, das mehr als alles andere nottut: klare Aussagen. Wahrheiten. Fakten. Dinge, mit denen der Verstand klarkommen kann, denn nur dann, wenn wir etwas verstehen und nachvollziehen können, können wir an Lösungen arbeiten oder uns mit vollem Herzen an Handlungsanweisungen halten. Menschen kommen mit jeder Wahrheit zurecht, denn Fakten sind für uns händelbar. Wir brauchen keine politischen Machtkämpfe, keine Profilierungsneurotiker, weder Verschwörungstheoretiker noch irgendwelche anderen Extreme.

Wir brauchen Ruhe, Klarheit, Offenheit und die herzliche Einladung an alle auf diesem Planeten, kreativ mit beizutragen, dass diese Erde zur Ruhe kommt und wir gute Wege für die Zukunft ebnen. Corona verschwindet in vier Wochen nicht. Hass, Gewalt, Dummheit, Ignoranz und kleingeistiger Streit ebenfalls nicht. Wenn wir jetzt nicht die großen Lösungen ins Auge fassen weltweit, bleiben wir beim Flickenteppich. Der Blick in die Geschichte hat gezeigt, dass solche Ansätze meistens Flächenbränden zum Opfer fallen, egal, wie sie aussehen und gestaltet sind.

Jetzt sind Ruhe, Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Fürsorge gefragt. Achten wir auf den Nachbarn, denn es ist gut möglich, dass es ihm auch psychisch richtig schlecht geht. Bleiben wir der Angst fern, sie tötet, hilft jedoch nicht. Und werden wir klar, ehrlich und authentisch. Es ist zu spät für Pessimismus, Lügen und Augenverschließen.

Vertrauen, Wertschätzung, Liebe, Demut und Authentizität helfen uns in diesen Tagen. Sehr viel Vertrauen, denn einer Daseinssicherung entbehren wir nun offenkundig in vielem.

Allen einen freundlichen Freitagsgruß, der Tag bringt die Kraft der Venus, der Liebe. Amor vincit omnia (Liebe überwindet alles).

 

Gabriele schenkt uns eine blaue Stunde mit diesem Foto. Danke!

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