Montags-Nachdenk-Input

Sigrids Foto vom Schild, das der Baum langsam überwuchert hat, zeigt mir, dass die Natur eine großartige Fähigkeit der Anpassung hat. Offenbar war das Schild dem Baum nicht angenehm, doch machte er das Beste daraus, er wuchs darum herum und so wird das Schild nach und nach vereinnahmt werden. Gleiches geschieht mit verlassenen Grundstücken, die Natur erobert sich Stück für Stück alles zurück. Für mich immer wieder ein wichtiges Bild, um mich daran zu erinnern, dass nichts für immer Bestand hat. Verlässlich ist nur der Wechsel und Wandel. Der Platz, an dem ich lebe, sieht jetzt so aus, wie er aussieht. In tausend Jahren – wer weiß. Was von dem, was mir heute wichtig ist, wird dann noch existieren? Nichts, schätze ich. Schon drei Generationen nach mir werden meine Nachfahren Schwierigkeiten bekommen, mein Geburtsdatum zu wissen, weil das „olle Kamellen“ sind. Es ist für das Leben der Nachfahren vermutlich nicht relevant. Vielleicht macht es deshalb auch so viel Sinn, das Leben ganz bewusst zu leben, denn mein Leben wird mit meiner Person verschwinden. Es ist ein Wimpernschlag im Verhältnis zur Erdgeschichte. Manchmal helfen mir solche Gedanken, die Relationen wieder zu bekommen. Aber auch, um mir klarzumachen, dass mich das nicht von meiner Verantwortung für die Welt entbindet und meiner Aufgabe, die ich zu erfüllen habe.

Deshalb habe ich das Wochenende sehr genossen, denn ich hatte großes Glück, an diesem Wochenende war nicht nur der neue Cardeakurs mit seinem zweiten Kurstag am Start, sondern auch der Rogerskurs und beide Kurse befassten sich sehr intensiv mit Carl Rogers und der Klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie. Wir haben uns die Biographie von Rogers angeschaut und uns auch darüber ausgetauscht, wie hilfreich es ist, wenn wir solche Dinge hören, denn wir verstehen viel besser, weshalb ein Mensch eine Therapierichtung entwickelt, wenn wir wissen, was ihn geprägt, wovon er geträumt hat, was sein innerer Antrieb war. Beim nächsten Wochenende trennen sich die Wege der beiden Kurse wieder, die Cardeas beschäftigen sich dann mit Albert Ellis und die Rogersleute vertiefen ihre Arbeit mit den Gedanken von Carl Rogers und üben intensiv Wertschätzung, Empathie und Authentizität.

Allen eine tolle neue Woche und herzliche Einladung! Am Dienstagabend um 19.30 Uhr ist in der Alten Synagoge in Kitzingen Teil 2 des Herzensschätze-Seminars. Was ist dein innerster Antrieb? Wer den ersten Abend verpasst hat, nimmt durchaus auch beim 2. Abend noch jede Menge mit, also gern noch anmelden und kommen, bitte direkt bei der VHS anmelden. Am Mittwoch ist dann Vortrag in der Alten Synagoge in Kitzingen zum Thema „Michaeli – Drachenkräfte stärken“ – wir schauen uns an, warum wir für die kommende dunkle Jahreszeit durchaus Mut brauchen können. Am Donnerstag krönen wir unsere Wochenabendtermine mit einem Vortrag in der Praxis von Christoph zum Thema „Alles ist Klang“! Merkt euch bitte auch den Dienstag, 29. 10., 19.30 Uhr vor, da ist GlücksWERKstatt und ihr habt euch das Thema „Halloween und Brauchtum dieser Zeit“ gewünscht! Hierfür wie auch für den Vortrag mit Christoph bitte anmelden, jeweils 10 Euro Unkostenbeitrag. Wir haben im Räucherkurs noch Platz am 1. 11.! Wer da mit dabei sein möchte von 9 bis 16 Uhr, kann sich gern anmelden. Wir starten mit dem Thema Aromapflege, befassen uns mit dem Geheimnis der Rauhnächte und werden am Nachmittag dann das Thema Räuchern angehen und uns mit Brauchtum sowie den Gedanken und Ideen dahinter befassen.

Allen einen guten Start in eine hoffentlich gesunde, frohe Woche!

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