Mittwochs-Nachdenk-Input

Die Woche ist mit einem krassen Schwall an Herausforderungen gestartet. Offenbar ist eine Menge an neuen Energien unterwegs. Das könnten wir einfach mal positiv nehmen und sagen – wo so viel Wallung entstehen kann, ist genug Kraft vorhanden. Die Challenge wäre, diese Kraft zum Guten einzusetzen. Gestern bekam ich gleich mehrere Mails von Menschen, die in den nächsten Monaten ihre Arbeit und damit den Boden ihrer Existenz verlieren. Spannend daran fand ich, dass es Menschen waren, die vor einiger Zeit gesagt haben, dass sie gern mal andere Dinge im Leben probieren würden, sich das aber nicht zutrauen. Vielleicht können sie nun den Mut fassen, das bisher nicht Gewagte anzugehen, auch wenn das sicher nicht so geplant war. Unverhofft kommt oft. Gelegentlich erfolgt die Erfüllung der Wünsche, auch wenn sie mancher das ganz anders vorgestellt hat. Deshalb sollte man immer klug wünschen.

Es sind herausfordernde Zeiten, sie sind jedoch auch spannend, denn wir gestalten jetzt vieles neu. Für die Menschen, die diese Woche ihre Geschäfte wieder eröffnen konnten, geht jetzt die Aufholjagd nicht gemachter Umsätze los (was nicht funktionieren kann), alles auf „normal“ in Missachtung der Tatsache, dass es kein neues „normal“ gibt. Für ein Interview wurde ich gefragt, was ich aus der Krise mitnehme. Ich habe gesagt, die Chance, in die not-wendige Stille zu gehen und sich ehrlich mit der Frage zu konfrontieren: Wer bin ich? Was brauche ich wirklich? Wofür brenne ich wahrhaft? Was ist also der Weg, der nun einzuschlagen ist?

Darum geht es. Nicht um den Versuch, etwas „nach- oder aufzuholen“, da anzuknüpfen, wo wir vor Corona aufgehört haben. Sondern die Zäsur in der Menschheitsgeschichte endlich wahrzunehmen, bevor wir im Hamsterrad erneut drinhängen und das arme Weltenschicksal sich einen Kopf machen muss, warum die Menschheit denn den nächsten und dann deutlich krasseren Schlag braucht, um den Ruf der Stunde zu vernehmen. Sonst wird Corona nicht nur eine Menge an Toten hinterlassen, sondern einen geistig-seelischen Kollateralschaden ungeahnten Ausmaßes in Bezug auf die Entwicklung der Menschheit.

Also: Was ist dein Beitrag für eine bessere, neue, gute und vor allem freundliche Welt? Wo möchtest du dich in der Zukunft positionieren? Wie gestaltest du die Welt so mit, dass sie der bestmögliche Ort wird? Welche deiner egozentrischen Tendenzen kannst du in eine schöpferische Kraft für ein neues WIR umwandeln?

Allen einen beweglichen und wendigen Merkurtag. Nutzen wir ihn, um unseren Sinn neu auszurichten und die Kompassnadel nicht wieder Richtung Egozentrik und Gier zu stellen.

 

Das Schneeballfoto hat Sigrid gemacht, ich danke dir sehr!

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