Mittwochs-Nachdenk-Input

Würdekompassgruppentreffen – solche Worte gibt es nur im Deutschen. Diese Abende sind intensiv, denn wir befassen uns mit der gesamten Bandbreite des Begriffs Würde. Angefangen haben wir mit dem Buch über Würde von Gerald Hüther, auf dessen Initiative die Würdekompassgruppen zurückgehen. Dem Treffen gestern konnte man abspüren, wie stark die Menschen in den letzten Tagen und Wochen mit der Thematik Befreiung der Vernichtungslager und Kriegsende befasst waren. Viele haben Filme, Berichte und Reportagen gesehen, darüber gelesen. Mancher hat die Parallelen im Tonfall zu heute bemerkt.

Intensiv haben wir uns ausgetauscht und festgestellt – es geht heute weltpolitisch nicht mehr um Befindlichkeiten Einzelner, nicht mehr um die Frage der Religionen, nicht mehr um die Frage von Hautfarbe, Gesinnung oder sonst etwas, sondern die brennenden Fragen der Menschheit müssen jenseits dieser Themen gelöst werden von Menschen, die sich umfassend informieren, die out of the box denken können jenseits persönlicher Interessen oder einzelstaatlicher Vorstellungen. Wenn das Dach brennt, ist die Frage, wer das letzte Löffelchen Nudeln aus der Schüssel im Erdgeschoss bekommt, nicht wichtig, da müssen alle löschen gehen. Wir haben bemerkt, wie groß dieser Wunsch und auch diese Hoffnung nach übergeordnetem Denken ist, dass wir es in sehr naher Zukunft schaffen, die zentralen Fragen des Planeten zuerst anzugehen und dann die nachrangigen Themen anzuschauen und zu lösen.

Wichtig war die Feststellung – alles strebt nach Gleichgewicht in der Natur. Auch wenn wir das Gefühl haben, nur noch negative Nachrichten zu bekommen, stimmt das so nicht. Es gibt viele gute Nachrichten, aber die Welt ist den meisten zu komplex geworden, dass Thesen wie  „Glasflaschen sind besser als Plastikflaschen“ nicht einfach belegt oder widerlegt werden können, weil daran zahlreiche andere Themen hängen, die allein mit dem Recycling zu tun haben. Plattitüden waren noch nie ein Lösungsschritt, heute weniger denn je. Das muss keine Angst machen, sondern zeigt nur, wie intensiv alle zusammenarbeiten und –helfen müssen. Jetzt!

Neu auf meiner Kommode in der Praxis ist seit dem Abschluss des letzten Cardea-Kurses ein feiner Blumentopf, an dessen Walnussbaumzweigen gefilzte Kiwis hängen und liegen. Hurra! Mein Garten wird im Sommer durch zwei Kiwipflanzen bereichert, was natürlich für unsere Nachtischrunden toll ist – frisch vom Zweig auf den Teller. Wir freuen uns sehr, vor allem auch für die Mühe, die kleinen Kiwis zu filzen und zu gestalten. Dankeschön!

Wer am Dienstagabend spontan Freude hat, sich den Vortrag „Trag den Müll im Kopf raus“ in der Alten Synagoge Kitzingen um 19.30 Uhr anzuhören, ist herzlich willkommen. Für das FührungsKRAFTseminar am Samstag ab 9 Uhr gibt es noch zwei freie Plätze und wer sich doch noch entschließt, am Kurs „Goldwege des Herzens – Einführung in die Anthroposophie“ mit dabei zu sein, kann am Sonntag ab 9 Uhr noch einsteigen. Nächsten Dienstag, 11. 2. und am 18. 2. sind jeweils im Foyer der Alten Synagoge Kitzingen die Seminarabende zum Thema „Glück ist lernbar“. Wer daran teilnehmen mag, möge sich bitte direkt bei der VHS Kitzingen anmelden!

Allen einen beweglichen, bewegenden und bewegten Merkurtag!

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