Mittwochs-Nachdenk-Input

Schon der zweite Wochenteilungstag des Jahres im Anflug, dieses Mal mit Sturm und im Süden mit Schneemassen. Möge alles gut ausgehen, keiner zu Schaden kommen und nichts zerstört werden!

Epikur sagt es treffend, dass es für keinen zu früh oder zu spät ist, für die Gesundheit der Seele zu sorgen. Es ist immer der richtige Moment. Yangshen heißt es im Osten, was Epikur meint, Lebenspflege. Alle großen Heilsysteme kennen diesen Bestandteil des großen Heilwerdeprozesses, der Körper, Seele und Geist mit einbezieht. Seelenhygiene nannte man das früher einmal und es ist ein tägliches Tun wie Zähneputzen und sollte genau so selbstverständlich wie dieses auch sein. Ist es aber nicht.

Wir dröhnen uns lieber den halben Tag weg, zappen von A nach B und lassen uns gern ablenken, alles gut, damit wir ja nicht auf unser Inneres achtgeben müssen, das vielleicht zu Stille, Ein- oder gar Umkehr mahnt. Die meisten guten Vorsätze sind bereits verpufft, weil man ja nach sieben Tagen bemerkt hat, dass manches anstrengend ist. Muss es anstrengend sein? Bin ich mir es wert, dass ich gut auf mich achte oder eben nicht? Wir stylen uns am Morgen, aber unser Herz ist eine Müllhalde, auf die wir alles werfen, was wir unter dem Motto „jetzt lieber nicht, danke fürs Gespräch“ hingeworfen haben. Da liegt es und wir hoffen auf Verrottung unserer Probleme, Verkompostierung unserer Sorgen, sanftes Entschwinden von Unannehmlichkeiten. Kann man versuchen. Wird aber halt leider nicht viel bringen. Und dann ist es wie mit der Bügelwäsche. Einmal keine Lust, zweimal keine Lust. Nach fünf Mal keine Lust stapelt sich der Berg so dermaßen, dass wir lieber gar nichts mehr machen als den abarbeiten. Hat sich dadurch das Problem gelöst? Kaum. Weder gebügelte Klamotten noch gute Laune, weil Ordnung. War das der Plan für 2019?

Falls der Plan sein sollte, das Leben mal anders auf die Reihe zu stellen als bei den bisherigen Jahreswechseln, ist jetzt ein perfekter Moment, um neue Gewohnheiten anzulegen. Nichts  hält uns fitter und wacher als Veränderungen und wie genial, wenn die auch noch zum Positiven sind!

Also. Fang an. Mach wie jeder Laden in diesen Tagen auch die reichlichst überfällige Inventur. Lass von außen draufschauen, denn wir haben den blinden Fleck für unsere Probleme alle. Das nutzt nix, wenn wir hinstarren, wir sehen nicht den Balken im eigenen Auge. Fange an mit dem, was du wirklich willst. 2019 könnte ein geniales Jahr werden, oder? Es beginnt immer mit dem ersten Schritt und der heißt – entschließe dich dazu.

Und dann lass uns gemeinsam schauen, was not-wendig ist, um dieses Jahr zu DEINEM zu machen.

Allen einen feinen Mittwoch mit der Kraft der Merkur-Bewegung.

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