Lauschen und wachsen

Wenn der Sommer sich aufschwingt zu hohen Temperaturen reicht das Denken manchmal wirklich nur einen Grashüpferhupf weit. Ist das nicht ein wunderschönes Wort? Grashüpferhupf. Ringelnatz malt Bilder mit seinen Worten und jeder kann nachfühlen, was er meint. Wobei die Sache mit der Mundharmonika nicht mehr ganz so weit verbreitet ist. Wir konnten das noch und hatten erst einfache und später dann die guten aus Metall, mit denen man wirklich toll spielen konnte, bevor die Schulzeit mit Melodika und Blockflöte den Ernst des Lebens ahnen ließ.

Wenn man an heißen Tagen einen Wald betritt, merkt man deutlich den Temperaturunterschied und stößt man dann noch auf einen Wasserlauf, ist das Glück perfekt. Ich könnte ewig an einem murmelnden Bach sitzen und lauschen, da wird man nicht müde. Das ist wie am Meer. Klar kann man sagen: Welle kommt, Welle geht, aber jede ist anders und bringt andere Geschichten mit, so, wie der Bach auch munter vor sich hin erzählt und Geschichten von der Quelle weiß und von seinen Träumen, eines Tages das große weite Meer zu erreichen.

Alles in der Natur folgt seiner Bestimmung, nur wir Menschen zweifeln daran, dass wir eine haben. Ein Radieschen möchte kein Kürbis sein und die Sonnenblume keine Tulpe. Jeder kennt seinen Platz und weiß, dass seine Aufgabe ist, nach bester Nutzung der Möglichkeiten zu wachsen, zu gedeihen und zu sein.

Wir wachsen, indem wir Erfahrungen machen. Wir machen viele Erfahrungen und wünschen uns oft nur die guten, doch wenn wir ehrlich sind, sind es die Niederlagen, das Scheitern, die Momente tiefer Verzweiflung, die uns enorm wachsen und reifen lassen. Wir wachsen durch Begegnungen, denn sie fordern uns heraus, formen uns, können Gutes und Schlechtes in uns wachrufen und bieten so jede Menge Entwicklungspotential. Und wir wachsen durch Lernen – indem wir unserer intrinsischen Motivation folgen und uns mit dem befassen, was uns wirklich interessiert. Dann werden wir mit der Zeit immer besser in diesen Bereichen. Was wir viele tausend Mal trainiert haben, wird meisterlich. DAS ist ein guter Weg durch die Welt und der wird sich auch nicht ändern.

Was sich ändert, ist unser Bewusstsein, dass jede unserer Handlungen Folgen für den Planeten hat. Das macht vielen Angst, doch das muss es nicht. Werden wir wach, achtsam und immer bewusster. Finden wir unsere Fähigkeiten und Talente heraus und trainieren sie. Und feiern wir das Leben als Geschenk. Es ist uns gegeben. Nimm dir dein Leben – und mach was draus. Es ist deines und du hast nur dieses.

Allen einen tatkräftigen Marstag.

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