Irgendwas ist immer

Irgendwas ist immer. Erstaunlich. Wenn ich denke, ich bin mit etwas fertig, ploppt das nächste auf. Im Haushalt finde ich das manchmal ein wenig lästig. Da ist das Haus fein geschrubbt und zack!, schmutzige Wäsche, schmutziges Geschirr. Klassiker bei uns: Frische Tischdecke. Ungelogen – KEINE ZEHN MINUTEN liegt die. Nie! Aus mir gänzlich unbegreiflichen Gründen fallen Kaffeetassen um. Landet Salatsoße oder irgendwas mit Tomaten darauf. Immer. Hundertpro. Und stets irgendwas, was man kaum rausbekommt, selbst nicht bei sofort einweichen.  Und nein, es wird kein Plastik geben. Ich wasche also unverdrossen permanent Tischwäsche. Neulich sagte jemand „nimm doch was aus Papier“. Meine Antwort: „Solange ich noch waschen und bügeln kann, warte ich damit noch.“

Manchmal freue ich mich an solchen Tagen noch mehr über Klienten oder wenn ich am Schreibtisch die nächsten Seminartage vorbereite. In der Zeit ist mir Tischwäsche egal. Klassiker gestern Mittag – ich komme aus der Praxis. Das vorher frisch bezogene Bett des Bruders schaut aus, als hätte ein Massaker stattgefunden. Er selbst lacht freundlich und streckt mir seine Hand entgegen, sehr klebrig und verschmiert. Ich habe ihn niesen hören. Ja. War leider mit Nasenbluten. Die vierte Waschmaschine des Tages läuft. Läuft bei uns in jeder Hinsicht.

 

Manchmal findet man herzliche Grüße von irgendjemandem – einfach so. Theresa hat diesen lieben Gruß auf einer Bank auf dem Camino entdeckt. Danke für dein Foto.

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