Finden statt suchen

So oft suchen wir im Außen nach Lösungen für unsere Probleme, die – aus unserer Sicht – oft genug von Außen kommen. Der nervige Kollege. Die dauernden Belastungen, die uns aufgedrückt werden. Der Krach. Streit. Was immer, es kommt von außen und stört unseren Seelenfrieden.

Ist das so? Was, wenn das Außen nur zeigt, was im Inneren gerade in Aufruhr, im Ungleichgewicht ist?

Was, wenn wir im Außen schauen, was sich zeigt, um uns dann zu fragen, was denn gerade in unserem Herzen los ist? Streit, den wir im Außen haben, ist oft Projektion. Wir projizieren unseren Missmut über uns selbst, weil Dinge gefühlt nicht so vorangehen, wie wir uns das Vorstellen, auf andere, die dann „Schuld“ sind. Wir bezichtigen Menschen der Aggression und bemerken nicht, dass wir gerade hochgradig autoaggressiv unterwegs sind und ein Kontakt nach Außen wie ein Zündfunke gewirkt hat und sich das Gewitter im Außen entlädt, das das Innere eigentlich hätte reinigen sollen.

Klar gibt es jeden Tag haufenweise Dinge, die von Außen auf uns zukommen. Doch bitte Hand aufs Herz. Was davon ist hausgemacht, sprich: Wo hast DU DICH selbst entschieden, dich im Außen aufzuhalten in Form von Medien, Ablenkung, nicht bei dir selbst sein? Könnte es sein, dass du hoffst, Seelenfrieden gäbe es irgendwo da draußen, durch einen Guru, einen Lehrer, ein Wunder? Stell dir vor, dass der Seelenfrieden da zu finden ist, wo du deine Seele findest. Kleiner Tipp: Such mal nicht länger im Außen. Es könnte sein, dass deine Seele längst vor der Haustüre deines Herzens sitzt und schon ewig darauf wartet, dass du nach Hause kommst.

Hab einen guten Start in die neue Woche mit ganz viel innerer Freundlichkeit dir gegenüber.

 

Weintrauben am Goetheanum in Dornach.

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