Donnerstags-Nachdenk-Input

 

Ein Storchennest hat Sigrid mit ihrer Kamera entdeckt. Der Storch! Meister Adebar in den alten Geschichten. Er ist in die Farben des Lebens gekleidet – schwarz, weiß und rot. Falls jemand dabei an Schneewittchen denken muss: bingo, korrekt. Der Storch bringt dem Volksglauben nach die Kinder bei uns, deshalb stehen hier in Franken immer wieder in den Vorgärten hübsche Holzstörche, an denen kleine Socken und andere Willkommensgeschenke für den neuen Erdenbürger baumeln. Adebar heißt „Von den Sternen gebracht“. Ist das nicht wunderbar? Wir werden vom Storch, der gar Meister genannt wird,  von den Sternen auf diese Erde heruntergebracht. Wir sind also alle Kinder des Kosmos‘ und bringen aus den fernen Weiten des Universums etwas mit auf diese Erde. Jeder von uns enthält auch Spuren von Sternenstaub, von Meteoreisen, das über die Jahrmillionen aus dem Weltall auf die Erde gefallen und langsam zu Staub zermahlen worden ist. So bringt uns der Storch, gewandet in die Farben des Lebens – Haare so schwarz wie Ebenholz, Haut so weiß wie Schnee und Lippen so rot wie Blut – aus dem Kosmos hierher, damit wir unsere Aufgaben hier erfüllen können. Von den Sternen, mit den Weiten des Universums gesegnet.

Das kann einen doch still, demütig und gleichzeitig zutiefst verbunden mit allem werden lassen, oder?

Oft wissen wir gar nicht, welche tiefste Weisheit in den Sprichworten unserer Sprache steckt.

Allen einen kosmischen Tag mit der Freude des Jupiter.

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