Donnerstags-Nachdenk-Input

Heute Nacht hat mir Edeltraut das Gebet geschickt, das sie in einem alten Schulbuch entdeckt hat. Edeltraut und ihr Mann Manfred sind unsere jahrestechnisch gesehen ältesten Teilnehmer an der GlücksWERKstatt und dem Würdekompass. Ihre Lebenserfahrung, ihre Ruhe und Weitsicht sind für die Gruppen stets ein Geschenk. Der Austausch ist jedes Mal wunderbar. Es ist schade, dass das derzeit nicht möglich ist und schön, dass Edeltraut immer wieder Nachricht gibt, dass alles gut ist bei den beiden. Oft sind die schlichten Dinge die besten und wenn ein Kind so ein Gebet mitbekommt, fühlt es automatisch einen Schutz jenseits der elterlichen Möglichkeiten.

Oft fühlen wir uns eben schutzlos, einsam, verzweifelt, haben Angst, in diesen Tagen vielleicht besonders, wo wir, wie Angela Merkel das in ihrer Pressekonferenz diese Woche sagte, einen „symmetrischen Schock“ haben, was bedeutet: es betrifft alle durch die Bank. Wir haben einen weltweiten Schock bekommen. Ich denke jeden Tag darüber nach, ob es gelingt, aus diesem Schockmoment einen Phönixmoment zu machen. Wie kann Zukunftsgestaltung gelingen? Welche Welt möchten wir nun mit welchen Werten aufbauen? Schaffen wir den Switch?

Ich spreche mit vielen Menschen am Telefon, sie sind skeptisch. Sie denken: wenn die Beschränkungen aufgehoben sind, geht in kurzer Zeit der alte Trott wieder los. Manche sagen: Es braucht noch viel mehr Druck, es geht vielen einfach gut und wenn das nicht noch anders wird mit dem Aufwachmoment, reicht es nicht. Optimisten sagen: wir werden es schaffen, nach Corona anders zu leben als zuvor, wenn wir alle was verstanden haben. Wenn.

Vielleicht gelingt es, die Kartage bewusst und intensiv mitzuerleben und sich zu fragen – was stirbt jetzt im Weltendenken und was wird wiederaufstehen? Wir haben das in der Hand. Und allen wünschen wir, dass keiner noch erkrankt, dass alle eure Lieben sicher und geschützt sind. Einen guten Jupitertag allen!

Theresa hat das Foto in Griechenland gemacht lange vor Corona. Danke!

 

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