Donnerstags-Nachdenk-Input

Per Dalins Aussage, dass wir eine gewünschte Zukunft nur bekommen, wenn wir eine Vision von ihr haben, hat etwas. Manchmal gelingt es Menschen nicht mehr aus eigener Kraft, eine Vision zu gestalten, zu schwer und eng erscheint ihnen ihr Leben. Wir können oft nur ein Stück weit begleiten und halten, dann entscheiden sich Menschen, ihre Wege auf ihre Weise zu gestalten, denn sie sind es, die die eigenen Wege gehen.

Wer Visionen hat, sollte zum Arzt, heißt es. Ich denke, da werden Halluzinationen mit Visionen verwechselt. Bei Halluzinationen macht der Arzt wohl Sinn, aber für Visionen ist er nur bedingt zuständig. Die müssen wir uns selbst erschaffen und sie mit Leben füllen. Jeder hat seine Mission, der er folgt und hoffentlich ist es eine, die die Kriterien erfüllt: ist es gut für mich UND ist es gut für den Planeten? Im Grunde reichen diese beiden Fragen als Handlungsrichtlinie, denn dann können wir gar nicht gegen die Würde von Mensch, Tier und der gesamten Schöpfung verstoßen, denn darum geht es in jedem Fall.

Und glauben wir nicht, das wäre zu groß für den Einzelnen – achten wir einmal darauf, wie oft am Tag wir die Würde von Mensch, Tier oder der Schöpfung missachten, indem wir Plastiktüten nehmen, den Käse in Frischhaltefolie wickeln, den Müll unsauber trennen, unsere Ellbogen einsetzen oder jemand anderem etwas wegschnappen und uns darüber freuen, schneller gewesen zu sein. Wie oft handeln wir wider besseren Wissens und vernichten die Würde eines anderen.

Wer ein Bewusstsein für Würde entwickelt, trägt, wie Gerald Hüther das wunderbar in seinem Würdebuch erklärt, einen ausreichenden inneren Kompass mit sich herum, um die Welt zu einem guten Ort zu machen, was sie von sich aus schon wäre. Würde ist ein Grundrecht nicht nur im Grundgesetz, sie sollte die Richtschnur für jedes menschliche Handeln sein.

Norden wir uns doch einfach gemeinsam auf den Würdekompass ein. Die Schöpfung wird es uns danken. Vergessen wir nicht – wir sind Bestandteil dieser Schöpfung. Was wir für uns in Anspruch nehmen, steht also auch jedem anderen Lebewesen zu, oder?

Allein einen freudigen und würdevollen Jupitertag.

Danke an Anne für das Sonnenfoto.

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