Dienstags-Nachdenk-Input

Manche Tage sind Kruscheltage. Da hast du einen feinen Plan, dann kommt das Leben und würfelt neu. Heute war es eine Telefoninvasion und daraus entstanden so Kettenreaktionen. Weil man mit a) angefangen hat, muss man leider auch b) mitmachen und erkennt, Mist, ohne dass c) erledigt ist, geht das alles gar nicht und peng!, Tag anders. Dazwischen weils heute kühl ist Rotkraut mit Knödeln gekocht und beim Blick in den Kühlschrank gesehen – ein Tomatenberg will verarbeitet werden, den hat keiner gegessen. Also schnell noch ne Tomatensuppe gekocht und eingefroren, man weiß ja nie. Wenn man schon dabei ist, sortiert man das Gemüsefach neu und stellt fest – oh, das muss auch weg und dieses und zack! wird aus allem eine Küchenorgie und eine Pizza fürs Abendessen.

Kaum ist das bewältigt zwischen den Telefonterminen und man setzt sich an seine eigentliche Aufgabe, kommen wieder andere Dinge, die eiliger sind, die man nur bei kühlem windigem Wetter machen kann (stimmt nicht), dann muss auch noch schnell ein Paket für jemanden gepackt und zur Post gebracht werden, damit es auch sicher morgen dort ist. Am Rechner blinkt die Terminmemo für einen Onlinekurs, von dessen bisher acht Folgen sechs ohne mich gelaufen sind, die Termine waren einfach doof gelegen und nachgeholt hab ich sie noch nicht, also jetzt Folge 8 ohne 3 bis 7 ist ja auch … so ein Tag ist heute und da sehe ich: Montag! Aufatmen. alles klar. Es ist nur ein Montag, was sonst.

Seltsam – jetzt, wo das ganze Gekrutsche erledigt ist, klingelt kein Telefon mehr. Ist der Kaffee nur deshalb kalt, weil ich ihn ganz vergessen habe, weil ich doch tatsächlich am Stück alle Flipchartanschriebe fotografiert habe zu den am Wochenende gedrehten Schulfilmen. Aufatmen und feststellen: es ist Zeit genug für alles, was heute noch sein möchte. Der Rest wird gemacht, wenn es reinpasst. Der Garten für heute ist gestrichen, das war die letzten 14 Tage genug, so dass ein Tag Pause geht, der Wind ist eh zu kalt. Basta. Stattdessen schaffe ich noch die Onlinevideos, so dass der Anschluss wieder passt.

In 24 Stunden geht ne Menge rein. Und manches, ganz ehrlich, darf auch ruhig draußen bleiben, man braucht nicht alles. Ich habe im ZEIT-Magazin ein geniales Rezept für ein hauchzartes Leinsamenknäcke gesehen. Ehrlich gesagt hab ich so richtig Lust drauf, das zu backen und zu testen. Es gibt so Tage, da entsteht das Tagewerk, indem man sich einfach treiben lässt und die to-do-Liste nimmt und den Biomüll reinwickelt.

Habt einen taträftigen Marstag!

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