Dienstags-Nachdenk-Input

Düfte sind die Gefühle der Blumen, schreibt Heinrich Heine. Für einen Tropfen Rosenöl braucht es 33 Blüten, das Öl selbst enthält nach der Destillation hunderte von Inhaltsstoffen. Düfte berühren uns sofort, Geruch geht direkt ins limbische System, in dem auch unsere Erinnerungen abgespeichert sind. Wenn ein Mensch nicht mehr gut riechen kann, können das wichtige Hinweise auf Krankheiten sein.

Wenn ich in den Garten schaue auf die eingepackten Rosen, die warme Füße haben durch das Reisig vom Weihnachtsbaum, freue ich mich schon auf die ersten Blüten. Ich habe Rosen, die nur einmal blühen und solche, die das mehrfach tun – für mich sind das Geschenke, die mir der Garten macht. Die Freude darauf ist lange und macht die Blüte mir so kostbar.

Dinge, die ständig verfügbar sind, selbst wenn sie vom Ende der Welt herangeschafft werden müssen, machen nicht froh. Froh sind wir, wenn wir etwas erleben, sehen, bekommen, auf das wir lange warten müssen, denn wir erkennen die Kostbarkeit. Für Tulpenzwiebeln wurde früher ein Vermögen bezahlt, gleiches gilt für Pfingstrosen, die eine eigene Welt darstellen. Wie erfreuen Pflanzen unser Auge und wie abhängig ist das Wachstum von dem Ort, an dem die Pflanze steht. So kann ich vermutlich noch Jahre Angelika anpflanzen, bei unserem Boden und der prallen Sonne fühlt sie sich eben nicht wohl, die Waldpflanze. Nicht alles gibt es überall – das macht Dinge, Pflanzen, Tiere so wertvoll und schützenswert und die Freude, sie zu sehen, größer.

Was für Kostbarkeiten hast du? Was schätzt du an dir oder anderen sehr wert und weißt, dass es nur wenige Menschen haben – was sie für uns kostbar macht?

Allen einen feinen Marstag mit guter Energie und einem frohen Blick auf alle Kostbarkeiten deiner Umgebung.

 

Danke an Theresa für das Foto des Bambuswalds!

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