Dienstags-Nachdenk-Input

Immer wieder mal fällt mir die Ordensregel des Heiligen Benedikt von Nursia in die Hand, die ich für ein wunderbares Lehrstück halte. Auch wir heutigen Menschen können sehr viel daraus lernen. Der Wechsel zwischen ora und labora, Gebet und Tun, gefällt mir gut. Er bedeutet, dass es Zeiten des Tuns, des Handelns, des vita activa gibt, und Zeiten der inneren Einkehr, der Besinnung, des Gebets, der Meditation, der vita contemplativa. Der Wechsel belebt, macht aufmerksam. Das Schweigen ermöglicht, lauschen zu lernen auf Wesentliches.

Leben wir in so einem guten Wechsel, erfahren wir aus dieser Disziplin Stärkung, indem wir handeln, aber auch Zeiten der Besinnung darauf haben, was genau und konkret denn wirklich zu tun ist. Es wird nichts überstürzt, aber auch nichts verzögert, wenn wir immer wieder wagen, wirklich zu tun, was ansteht und uns nicht zu zerfleddern mit Ablenkungen aller Art, um Entscheidungen zu vermeiden aus Sorge, wir treffen eine falsche. Ja, dann ist das so. Wer weiß denn schon, was der Lerneffekt daraus sein wird, vielleicht lebensentscheidend in eine neue gute Richtung, was also sollte dann daran falsch sein? Aus Momenten der Stille erwächst Kraft, aus dem Tun entsteht Klarheit. Und so entsteht aus Demut Schritt für Schritt Mut.

Wo hast du in deinem Leben Raum für ora und labora? Überwiegt eines davon auf eine Weise, die dir nicht gut tut? Wie kannst du für Gleichgewicht sorgen? Hast du Angst vor der Begegnung mit dir in der Stille? Wer kennt dich besser als du dich selbst? Check it out.

Allen einen spannenden Marstag.

Danke an Theresa für das Foto der herrlichen Hortensien

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