Seelenfrieden finden

Unser Leben ist hektisch und sehr stark aufgespannt zwischen Druck von Außen und Innen. Wir leiden an vielem, Zeitmangel ist ein wichtiger Faktor, der so nicht stimmt. Jeder hat 24 Stunden am Tag, wir setzen sie nur unterschiedlich ein. Wir verbringen viel Zeit mit Dingen, die uns Angst machen. Nehmen wir die Zeit lieber dafür, bei uns selbst anzukommen, um kein Opfer der äußeren Gegebenheiten zu werden.

Früher gab es den Begriff der „Seelenhygiene“. Das war eine Zeit am Tag, in der man über sich nachgedacht hat. In den Gedanken zu den Wochentagen hat Rudolf Steiner dazu eine wunderbare Übung formuliert: „Von Zeit zu Zeit Blicke in sein Inneres tun, wenn auch nur fünf Minuten täglich zur selben Zeit. Dabei soll man sich in sich selbst versenken, sorgsam mit sich zu Rate gehen, seine Lebensgrundsätze prüfen und bilden, seine Kenntnisse – oder auch das Gegenteil – in Gedanken durchlaufen, seine Pflichten erwägen, über den Inhalt und den wahren Zweck des Lebens nachdenken, über seine eigenen Fehler und Unvollkommenheiten ein ernstliches Missfallen haben, mit einem Wort: das Wesentliche, das Bleibende herauszufinden trachten und sich entsprechende Ziele, zum Beispiel zu erwerbende Tugenden, ernsthaft vornehmen. (Nicht in den Fehler verfallen und denken, man hätte irgendetwas gut gemacht, sondern immer weiter streben, den höchsten Vorbildern nach.).Man nennt diese Übung auch „die richtige Beschaulichkeit“.“

Es ist gerade im Spannungsfeld, in dem wir alle heute stehen, enorm wichtig, immer wieder die innere Mitte zu finden, den Kompass einzunorden, um im Chaos draußen nicht fehlgeleitet zu werden. Zum Gesundbleiben gehören Körper, Geist und Seele – alle drei brauchen Gleichgewicht und Aufmerksamkeit!

Tagestipp: Abends eine Tasse Melissentee kochen (alternativ eine Sorte Tee, die du magst und dein Schlafen unterstützen kann). Setze dich an einen guten Ort in deiner Wohnung. Lasse den Tag vom Moment des Niedersetzens an rückwärts Revue passieren. Springe rückwärts von Situation zu Situation. Nicht unter dem Aspekt von „oh, das war doof“, „das hätte ich besser machen können“, sondern mit dem Fokus auf der Frage: „Was waren die Momente der Schönheit heute, der Freude, guter Gefühle“? Staune, was alles an Tollem jeden Tag passiert, auch wenn dein Gehirn dir sagt, dass es stressig war. Selbst der schlimmste Tag hat einen Moment des Staunens, des Freuens, der Geborgenheit. Vielleicht magst du die schönen Dinge in einem hübschen Buch notieren, eventuell schreibst du sie in dein Herz. Gehe ins Bett mit dem guten Gefühl, den Tag innerlich abgeschlossen und die Goldnuggets geborgen zu haben. Trinke in Ruhe deinen Tee, verabschiede den Tag, heiße die Erholung der Nacht willkommen und fühle dich behütet und beschützt von guten Mächten.

 

Claudia hat die Winterlandschaft fotografiert. Sie sieht wie ein beeindruckendes Gemälde aus. Die Natur ist die größte Künstlerin!

 

PS: Auch heute haben wieder einige unserer Schüler:innen ihre Überprüfung zum Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie am Gesundheitsamt geschafft. Wir sind so stolz auf euch, Kolleg:innen! Ihr habt fleißig gelernt und gearbeitet, das habt ihr euch wahrhaftig erarbeitet! Beste Glückwünsche zu dieser tollen Leistung! Wir freuen uns von Herzen mit euch!

 

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